Schnupperpraktikum (in 9. Klasse) - EIIILT!

Hallo,
Seit drei Tagen (à 8 Std.) müssen insges. 10 Schüler/ innen ein 1-wö. Schnupper-Praktikanten in einem großen Betrieb absolvieren. Außer kopieren, kopieren, kopieren, maaal 1 Telefonat erledigen, dann nur Ablage erledigen, Ordner anlegen oder Kurierdienste … - dabei soll dann (hoffentlich!) der große Einblick ins Geschäftsleben kommen…? ??

Was sollte so ein SchnupperPraktikant auf alle Fälle mitbekommen (außer lästiger Büroarbeit)? Ich dachte immer, die Mitarbeit beschränkt sich auf Zuschauen mit einigen Hilfsarbeiten, aber 2 Std. am Stück kopieren lassen und den Rest des Tages Ordner anlegen, etc.???
Welche Art Mitarbeit wäre wünschenswert, damit’s auch mit dem Einblick klappt?

Tara

Hi,
auch interessant ist die Frage, was denn der oder die Betroffene sich da für einen Betrieb ausgedacht hat. Es kann auch durchaus daran liegen, dass man sich einen Betrieb ausgesucht hat, wo es für einen Praktikanten wirklich nicht viel mehr als kopieren zu tun gibt.

Gruß
Cornel

Hallo Tara,

der Einblick ist doch okay. Es gibt Tage da muss ich als „alter“ Hase Ordner anlegen, Kopieren und „sogar meinen Müll wegtragen“.

Ich bin der Auffassung das ein 15-jähriger ruhig einmal die Schattenseite des Berufsleben erkennen darf und erleben muss wie de vielen undankbaren Arbeiten erledigt werden.

Christian

Hallo Tara.
So wars bei meinem Sohn:
Beispiel A ( Kl. 9 ): Druckerei: eine Woche Müll rausbringe, rumstehen, langweilen, kaum einer hat Zeit für ihn
zwei Wochen in der der Druckerei angegliederten Medienagentur Internet, emails lesen und schreiben, einziger Auftrag in dieser Zeit war, das Gehalt eines Druckerlehrlings herauszukriegen.
Fazit: Praktikum war Sch…

Beispiel B ( derselbe Sohn, wiederholt Kl. 9): Praktikum im Kindergarten. Voller Einsatz auf der gesamten Breite über sechs Stunden täglich, Verantwortung übernommen, selber Dinge gesehen. Die Kinder haben ihn geliebt, weil nur alle 8 Jahre ein Junge kommt.
Fazit: Hat Spaß gemacht, zum Abschied gabs ein Bilderheftchen aus dieser Zeit von den Kindergärtnerinnen.

Was glaubst du, was er nun werden will??
Drucker… man fasst es nicht. Ist zumindest finanziell interessanter

Diese Praktika haben in manchen Bereichen eher Nachteile, aber sie können auch zeigen, was man nicht will. Mein zweiter Sohn hat im Praktikum gelernt, dass er auf keinen Fall zur Polizei will.

Grüße
T

Ich habe die 9. Klasse auch 2x gemacht, also 2x Schnupperpraktikum…

  1. Praktikum in einer EDV-Abteilung…
    Taetigkeit: kopieren, lochen, abheften und mit einem poppligen Malprogramm rumspielen
    Fazit: schnarch langweilig

  2. Praktikum: in einer Rehaklinik
    Taetigkeiten: teilweise zuschauen und sich dabei Sachen erklaeren lassen (Massage, Lympfdrenage), bei den medizinischen Baedern durfte ich richtig mit hinlangen (Baeder vorbereiten, Patienten rein und raus helfen, hinterher sauber machen), bei den Krankengymnastikgruppen durfte ich mitmachen bei Einzelstunden durfte ich assistieren (sowohl Krankengymnastik als auch Ergotherapie).
    Fazit: War eine super spannende Woche und ich bin gerne hingegangen.

Und was ist jetzt aus mir geworden ? Ich studiere Informatik *grins*

Von der FOS aus hab ich auch noch 4 Wochen Praktikum im Kindergarten hinter mir. Dort erst hab ich gemerkt dass mir die Arbeit mit Menschen doch nicht wirklich liegt und nach den 4 Wochen bin ich zum technischen Zweig gewechselt und hab die restlichen 16 Wochen Steckdosen gesetzt und an der Metallfraese gestanden, was mir deutlich mehr Spass machte.

Du siehst, eine Woche ist absolut nicht aussagekraeftig, weil einfach in den meisten Berufen nicht die Zeit da ist dich wirklich in sinnvolle Aufgaben einzuarbeiten.
Wenn dich was wirklich interessiert empfehle ich dir mindestens ein 4 woechiges Praktikum. (Hab ich uebrigens vorm Studium auch nochmal freiwillig gemacht, weil ich mir einfach sicher sein wollte dass ich mir den richtigen Studiengang rausgesucht habe).

Gruss Claudia

hallo!
ich (jetzt klasse 10) hab mir letztes jahr ein praktikum in meiner ehemaligen grundschule besorgt. 2 wochen praktikum von der schule aus, irgendwo musste ich ja hin, lehrerin wollte (und will) ich (immer noch) werden, also nichts wie ab in die GS. Durfte mir sogar meine Praktikumsleiterin aussuchen und hab meine alte klassenlehrerin genommen, mit der war ich immer gut klargekommen. in den zwei wochen habe ich: kopiert, schablonen gebastelt (25 mal diesselbe am stück), unkraut gejätet, rumgesessen und gelangweilt, die turnhalle aufgeräumt, bastelsachen gekauft. einmal durfte ich diktate korrigieren und ab und zu mal mit in die erste klasse - zugucken. die lehrerin hat sich einen scheißdreck um mich gekümmert, hat sich sogar geweigert mich zu duzen, kam immer nur mal und verteilte neue aufgaben. außerdem durfte ich sehr unschönes mobbing unter den 4 kollegen miterleben…immer mal war jemand anderes das opfer. und dann am ende der 2 wochen noch die süffisante frage: „na, hats ihnen denn bei uns gefallen? hier isses doch sicher schöner als in ihrem gymnasium, oder?“ NEIN, Natürlich nicht!!! ganz erhlich, ich war heilfroh wieder zu meiner schule gehen zu dürfen, meine lehrer wieder zu sehen (die ungleich netter sind!), meine freunde wiederzu haben usw. gebracht hat mir das praktikum nich wirklich was, denn wie man nun mit kindern umgeht usw. das hab ich nich wirklich erfahren.
lehrerin will ich trotzdem noch werden *g*. is schon komisch, was einen eigentlich hätte vom beruf abbringen können/sollen, das bestärkt einen gerade noch darin. sozusagen „jetzt erst recht“.
für viele betriebe ist ein schülerpraktikant entweder ja nur lästig oder aber die dankbare variante, lästige arbeit loszuwerden…der kostet ja nix!
gruß
yvi

und hier meine Antwort:
das Interesse galt einem großen deutschen Versicherer und Finanzdienstleister. Dass „Schüler“ dabei „nur“ in Geschäftsablauf à la kopieren-ablegen-Ordner anlegen- und mal 1 Telefonat führen dürfen, ist schon ein A*****zeugnis. Klar, das müssen die Mitarbeiter auch alle machen, aber N U R - is m.E. a wengerle weenichh.
Tara

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