Hallo Walden,
neben „Die Asche meiner Mutter“ kenne ich nur das zweite, „Ein rundherum tolles Land“, und empfand es nicht als Abklatsch (das „toll“ im Titel ist übrigens nicht nur positiv zu deuten).
McCourt berichtet darin über seine schwierigen Anfänge in Amerika als Hoteldiener, Hafenarbeiter, Soldat - letzteres in Lenggries/Bayern, wo er vom Hundeabrichter zum Materialverwalter aufsteigt; allein für diese Episoden lohnt es sich, das Buch zu lesen.
Anschließend wird er allen Hindernissen zum Trotz Highschool-Lehrer in New York, wo er sich völlig unmotivierten Teenagern gegenübersieht - z.B. einer Klasse von 35 Kosmetikschülerinnen…
Daneben erfährt man viel über die Lebensumstände der Einwanderer im New York der fünfziger Jahre. Er schildert all dies in seiner lakonischen Art, bei der man zwischen Lachen und Weinen steckenbleibt.
Auch über das dritte Buch hörte ich bisher nur Gutes, zum Beispiel in „3sat/kulturzeit“ und in DRadio Kultur, den Sendern meines Vertrauens.
LG,
MrsSippi
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Vielen Dank
Danke für eure Tips. Morgen müsste das erste Amazon-Paket eintrudeln. Dann wird sich zeigen, wie gut eure Vorschläge wirklich waren. Ich bin aber sehr, sehr zuversichtlich.
Also: Dankesehr!
pedter
Hallo Pedter,
Du berichtest dann aber noch von Deinen Leseerlebnissen, ja?
Mich würde es jedenfalls interessieren, was für Entdeckungen Du gemacht hast.
LG,
MrsSippi
Wird gemacht!
ciao
pedter
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Hallo, Walden,
als im Kulturmagazin McCourt neues Buch empfohlen wurde, dabei auch ein Anschnitt vorgelesen und ein Interview mit dem Autor gezeigt wurde, war mir sofort klar, dass dies ein Buch für mich ist.
Erst da wurde mir auch bekannt, dass McCourt schon zwei Bücher geschrieben hatte, von denen eins ein Bestseller und auch verfilmt worden war.
Also kaufte ich die „Asche meiner Mutter“ gleich mit, antiquarisch; und las davon die ersten drei Kapitel. Dann aber stieg ich voll ins neue ein.
In dem wird auch die unglückliche Jugend in Irland erwähnt; ich habe im neuen Buch bisher zwar dieselbe düster-spaßige Stimmung gefunden, nicht aber einen Abklatsch der ersten drei Kapitel des ersten Buches, die ich allen kenne.
Soweit ich es bisher beurteilen kann, wird keine Szene, kein Erlebnis, keine Episode wiederholt.
Verzeih, dass meine Antwort so spät kommt, aber ich wurde erst jetzt auf deine Nachfrage aufmerksam gemacht.
Ich kann übrigens McCourts Lehrererlebnisse bis in die kleinsten Details bestätigen!
Z. B.: wenn die Bande nicht mitziehen will, füttere sie Vertällerkens und Dönzkens aus deinem Leben und sie werden neugierig, fragen nach, widersprechen, sind entrüstet und schon hast du die befriedigendeste Diskussionsstunde; selbst gottbegnadete Schweiger haben auf einmal ein geschliffenes Mundwerk.
Und wenn du das dann nutzbringend verwerten kannst, merken sie erst Tage später, dass sie was gelent haben. Und sei es bloß, dass es ein angenehmes Erlebnis ist, wenn man seine Meinung sagen kann und Zustimmung erntet.
Gruß Fritz
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Danke!
Hallo Mrs. Sippi, Hallo Fritz!
Danke für eure Einschätzungen, habe mir erstmal
„Ein rundherum tolles Land“ gekauft.
„Die Asche meiner Mutter“ war eines jener Bücher,
die ich fast nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Oftmals werden dann solche Erfolge einfach
kopiert und man ist enttäuscht.
Deshalb bin ich immer ein wenig skeptisch.
Woran das wohl liegt?
An der Erwartungshaltung oder daran, dass manche
den inspirierenden Genius nicht nach belieben
abrufen können und sich dann notgedrungen
einfach selbst kopieren?
Seid gegrüßt
Walden
Hallo Walden,
Woran das wohl liegt?
An der Erwartungshaltung oder daran, dass manche
den inspirierenden Genius nicht nach belieben
abrufen können und sich dann notgedrungen
einfach selbst kopieren?
Es trifft wohl beides zu. Wenn mir ein Buch besonders gut gefällt, bin ich gegen Ende immer geradezu traurig, daß es bald vorbei ist. Das nächste Buch lese ich dann (unbewußt) nicht mehr mit derselben Offenheit, sondern habe bestimmte Erwartungen.
Oft genug ist es aber auch so, daß Schriftsteller (und Filmemacher noch mehr) durch den Erfolg ihres Erstlings verführt werden, aus einer guten Idee und Durchführung eine Masche zu machen, und dann wird’s schnell öde.
LG,
MrsSippi