Diese Diskussion hatten wir bereits (ich hoffe ich irre mich
nicht in der Ansprechperson) und stehe immer noch dazu, dass
es pros und contras zur Evolutionstheorie gibt.
Jo, ich denke das waren schon wir beide 
gut, ich war schon am überlegen 
Nicht zuletzt
das thermodynamische Prinzip, dass nämlich Systeme mit der
Zeit eher zur Unordnung neigen als andersherum ist hier zu
nennen.
hmm, i beg to differ: Meines Wissens wird auch im Christentum
davon gesprochen, dass am Jüngsten Gericht die guten ins
Paradies und die „bösen“ in die Hölle kommen. Wie ist das mit
einem Asteroideneinschlag, der Selbstvernichtung usw.
hinzubekommen?
Wieso nicht. Gott lässt einen riesigen Meteoriten auf die Erde
einschlagen. Alle Menschen sterben. Jeder Mensch muss dann vor
Gott treten (Jüngstes Gericht) und der entscheidet dann, obs
in den Himmel geht oder in die Hölle. Was soll daran nicht
passen?
Dann hast du das physikalische Problem ja nur weitergeschoben. Du erklärst nämlich nicht, wie die Menschen auferstehen, wo sie vor Gott treten usw. Was bringt dir da das beste Modell von der Zerstörung der Erde/des Universums, wenn du danach die Wissenschaft ignorierst?
Nochmal: ich lehne eine solche Hypothese nicht ab, aber sind wir dadurch weitergekommen?
Es stellt sich dann auch die Frage, wie die
Auferstehung vonstatten gehen könnte? Oder soll die auch nicht
wörtlich genommen werden?
Wenn nicht, dann hätten wir
folgendes Problem: Warum soll ich mich an die ethischen Regeln
des Christentums halten, wenn ich eh nicht bestraft/belohnt
werde?
Wieso? Das „Jüngste Gericht“ entscheidet doch, ob du im Himmel
weiterleben darfst, oder in die Hölle musst. Also bekommst du
doch eine Belohnung für dein gutes Verhalten hier auf Erden,
nämlich das Ewige Leben im Himmel, und das ist schließlich das
höchste Gut.
s.o.
Und dass die Menscheit einen Anfang genommen haben muss und
dass dieser vermutlich auch in einer ganz kleinen
Menschengruppe/paar seinen Ausgang nahm, ist selbst in der
Evolutionslehre wahrscheinlich und somit eine „Adam/Eva“
Vorstellung nicht wirklich abwegig.
Aber wohl kaum, dass diese Menschen aus anderen Tierarten
entstammt sind?
Wieso nicht? Wieso sollte man die Schöpfungsgeschichte nicht
so auslegen, dass Gott praktisch schon mit dem ersten
Einzeller der sich mal gebildert hat, bereits den „Menschen“
erschaffen hat. Gott weiß ja, wie die Evolution verlaufen wird
und daher ist ihm ja schon klar, dass der Mensch irgendwann
entsteht.
Adam und Eva waren Einzeller?
Zum einen hatten die Menschen immer gewusst, dass
Schiffe, wenn sie wegfahren, unter den Horizont verschwanden.
Das wußte man in Europa, Amerika usw auch. Aber damit weiß man
noch lange nicht, dass die Erde eine Kugel ist.
Nein, natürlich nahm man auch am Anfang an, dass sie über den Rand der Scheibe gefahren sind. Aber wenn sie dann wiederkamen, war das nicht mehr anders zu erklären.
Ausserdem gab es noch einen Versuch,
der später von den Griechen nachvollzogen wurde, der Brunnen
beinhält. Ich weiss ehrlich gesagt nicht genau, wie dieser
Versuch ging.
Ja, das war Eratosthenes. Von dem hab ich ja vorhin schon
gesprochen. Nur wurde Eratosthenes damals auch nicht geglaubt
und sein Wissen ging so schnell wieder verloren, so schnell er
es entdeckt hatte. Ich hab ja auch nicht gesagt, dass es
einzelne Menschen in der Antike gab, die herausfanden, dass
die Erde eine Kugel sei. Aber eine allgemeine Erkenntnis wurde
dies jedoch nie.
Siehe:
http://www.bodensee-sternwarte.de/Archiv/AlxB/themen…
Was aber bekannt ist, ist dass frühe Muslime ohne weitere Probleme diese Erkenntnisse übernommen haben und weiterentwickelten, indem sie beispielsweise die Meridiane berechneten, was später zu unserer heutigen Kartographie führte.
In Europa wurde später die Idee ja auch nur aus
politischen Gründen nicht angenommen (die Kirche wollte
einfach nicht falsch liegen). D.h. nicht, dass der Rest der
Welt sich daran halten musste.
Im „Rest der Welt“ lief das exakt genauso. Zu Zeiten
Erathostenes gabs noch kein Christentum und noch keinen Islam.
Trotzdem wurden seine Erkenntnisse nicht von den damals
Herrschenden akkzeptiert.
Und ich meinte: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im
Altertum eine Gesellschaft gab, in der die Kugelgestalt der
Erde allgemeines Wissen war. Das gab es nicht. Auch nicht im
frühen Islam.
Ich weiss ja nicht, aber in deinem eigenen Link steht: „Leider ging das Wissen von der richtigen Größe der Erde verloren und man glaubte, dass sie viel kleiner sei.“ Das Wissen wurde zumindest überliefert. Ob alle davon wussten, ist eine andere Geschichte.
**** ab hier der Part auch für Rene ********
Für mich ist der Erklärungsversuch nicht zufriedenstellend.
Wieso nicht? Oder anders: Welche Erklärung ist denn
zufriedenstellender?
Mit zufriedenstellend meine ich nicht, dass die Pole nicht wandern. Es geht darum, dass die Sonne vom Westen aufgehen soll. Es wird an keiner Stelle erwähnt, dass die Sonne eine zeitlang vom Norden aufgehen wird. Das müsste sie aber, wenn die Pole nach und nach wandern. Deshalb ist der Erklärungsversuch für mich nicht zufriedenstellend. Wir sagen als Muslime in diesem Zusammenhang auch meist: „Allahu A’lam“~=„Gott weiss mehr.“. Was soviel bedeuten soll, wie: „es kann sein, aber es kann auch nicht sein.“
Übrigens: z.zt. wandern die beiden Pole an ihre geographisch
richtigen Positionen.
Ja und? In 100 Jahren wandern sie wieder woanders hin. Was
soll uns das jetzt sagen? Die Pole torkeln immer in etwa um
die Erdachse.
Ich wollte darauf hinaus, dass ich mir damit auch ausrechnen kann, wielange bis zum jüngsten Gericht bleibt…
Gruss, Omar Abo-Namous