Hi,
Diese Diskussion hatten wir bereits (ich hoffe ich irre mich
nicht in der Ansprechperson) und stehe immer noch dazu, dass
es pros und contras zur Evolutionstheorie gibt.
Jo, ich denke das waren schon wir beide 
Nicht zuletzt
das thermodynamische Prinzip, dass nämlich Systeme mit der
Zeit eher zur Unordnung neigen als andersherum ist hier zu
nennen.
Inwiefern widerspricht die Thermodynamik denn der Evolution? Auch die Evolution erzeugt immer mehr „Unordnung“ (oder besser Entropie).
Ich weiss, dass diese Hypothese nur für geschlossene
Systeme gilt, allerdings heisst es nicht, dass sie für offene
Systeme auf keinen Fall gilt. Das Problem ist, dass man keine
Messungen an einem offenen System machen kann.
Falsch: Wir machen eigentlich nur Messungen an offenen Systemen. Ein geschlossenes System hat keine Verbindung zu anderen Systemen. Aber jedes Gefäß hat eine Wand und diese ist mit dem Rest verbunden.
Wir versuchen nur, geschlossene Systeme herzustellen, in dem wir sie so gut wie möglich von anderen Einflüssen abschotten. Aber das ist zu 100% eben nicht möglich.
Das einzige wirklich geschlossene System das wir kennen, ist das Universum insgesamt. Und für dieses System gilt, dass die Entropie immer anwächst. Was aber nicht heißt, dass sie lokal abnehmen kann, denn dafür nimmt sie woanders umso stärker zu. Ohne diesen Vorgang gäbs keine Planeten und keine Sterne. Denn jede Struktur (Planeten, Berge, Haare, Autos, usw) hat weniger Entropie. Aber bei ihrer „Herstellung“ wird soviel Entropie erzeugt, dass die Entropie insgesamt wieder zunimmt.
hmm, i beg to differ: Meines Wissens wird auch im Christentum
davon gesprochen, dass am Jüngsten Gericht die guten ins
Paradies und die „bösen“ in die Hölle kommen. Wie ist das mit
einem Asteroideneinschlag, der Selbstvernichtung usw.
hinzubekommen?
Wieso nicht. Gott lässt einen riesigen Meteoriten auf die Erde einschlagen. Alle Menschen sterben. Jeder Mensch muss dann vor Gott treten (Jüngstes Gericht) und der entscheidet dann, obs in den Himmel geht oder in die Hölle. Was soll daran nicht passen?
Es stellt sich dann auch die Frage, wie die
Auferstehung vonstatten gehen könnte? Oder soll die auch nicht
wörtlich genommen werden?
Wenn nicht, dann hätten wir
folgendes Problem: Warum soll ich mich an die ethischen Regeln
des Christentums halten, wenn ich eh nicht bestraft/belohnt
werde?
Wieso? Das „Jüngste Gericht“ entscheidet doch, ob du im Himmel weiterleben darfst, oder in die Hölle musst. Also bekommst du doch eine Belohnung für dein gutes Verhalten hier auf Erden, nämlich das Ewige Leben im Himmel, und das ist schließlich das höchste Gut.
Und dass die Menscheit einen Anfang genommen haben muss und
dass dieser vermutlich auch in einer ganz kleinen
Menschengruppe/paar seinen Ausgang nahm, ist selbst in der
Evolutionslehre wahrscheinlich und somit eine „Adam/Eva“
Vorstellung nicht wirklich abwegig.
Aber wohl kaum, dass diese Menschen aus anderen Tierarten
entstammt sind?
Wieso nicht? Wieso sollte man die Schöpfungsgeschichte nicht so auslegen, dass Gott praktisch schon mit dem ersten Einzeller der sich mal gebildert hat, bereits den „Menschen“ erschaffen hat. Gott weiß ja, wie die Evolution verlaufen wird und daher ist ihm ja schon klar, dass der Mensch irgendwann entsteht.
In Europa! Im alten Ägypten waren die Menschen schon
weiter.
Die alten Ägypter wußten auch nicht, dass die Erde eine Kugel ist.
Zum einen hatten die Menschen immer gewusst, dass
Schiffe, wenn sie wegfahren, unter den Horizont verschwanden.
Das wußte man in Europa, Amerika usw auch. Aber damit weiß man noch lange nicht, dass die Erde eine Kugel ist.
Aber zusätzlich wurde schon in vorislamischer Zeit darauf
hingewiesen, dass der Erdschatten auf dem Mond bei einer
Mondfinsternis rund ist.
Das konnte man mit bloßem Auge sehen. Dass ist immer noch kein Beweis, dass man damals wußte, dass die Erde eine Kugel ist. Erstens könnte dieser Effekt durch alles mögliche bewirkt werden und zweitens würde auch eine Scheibe einen runden Schatten bewirken.
Ausserdem gab es noch einen Versuch,
der später von den Griechen nachvollzogen wurde, der Brunnen
beinhält. Ich weiss ehrlich gesagt nicht genau, wie dieser
Versuch ging.
Ja, das war Eratosthenes. Von dem hab ich ja vorhin schon gesprochen. Nur wurde Eratosthenes damals auch nicht geglaubt und sein Wissen ging so schnell wieder verloren, so schnell er es entdeckt hatte. Ich hab ja auch nicht gesagt, dass es einzelne Menschen in der Antike gab, die herausfanden, dass die Erde eine Kugel sei. Aber eine allgemeine Erkenntnis wurde dies jedoch nie.
Siehe:
http://www.bodensee-sternwarte.de/Archiv/AlxB/themen…
In Europa wurde später die Idee ja auch nur aus
politischen Gründen nicht angenommen (die Kirche wollte
einfach nicht falsch liegen). D.h. nicht, dass der Rest der
Welt sich daran halten musste.
Im „Rest der Welt“ lief das exakt genauso. Zu Zeiten Erathostenes gabs noch kein Christentum und noch keinen Islam. Trotzdem wurden seine Erkenntnisse nicht von den damals Herrschenden akkzeptiert.
Und ich meinte: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Altertum eine Gesellschaft gab, in der die Kugelgestalt der Erde allgemeines Wissen war. Das gab es nicht. Auch nicht im frühen Islam.
Für mich ist der Erklärungsversuch nicht zufriedenstellend.
Wieso nicht? Oder anders: Welche Erklärung ist denn zufriedenstellender?
Übrigens: z.zt. wandern die beiden Pole an ihre geographisch
richtigen Positionen.
Ja und? In 100 Jahren wandern sie wieder woanders hin. Was soll uns das jetzt sagen? Die Pole torkeln immer in etwa um die Erdachse.
mfg
deconstruct