Schöpfungsgeschichte

Hallo

Auch Heute noch wird im Religionsunterricht die Mär von Edam und Eva als Tatsache „verkauft“. Hier wäre ein Einschritten wegen Verbreitung von Lügen notwendig
Wie bringen die Kirchen ihre Schöpfunggeschichte und die Darwinsche Evolutionslehre übereinander? Im Bibelgürtel der USA ist in einigen Staaten Darwin der Inbegriff des Bösen und darf auch in den Unis nicht gelehrt werden.

Danke.
P.

Hallo Peter,

Die Geschichte von Adam und Eva ist allegorisch zu sehen.
Allegorie für die Vereinigung des männlichen mit dem weiblichen Prinzip.

Außerdem waren Menschen früherer Zeiten einfachen Gemütes und mußten ein anschauliches Bild haben , um etwas verstehen und verinnerlichen zu können.

Gruß

Merkur

Hallo

Also abgesehen von aktuellen theologischen Interpretationen, dass Adam und Eva allegorisch zu sehen sind bzw. als „Stellvertreter“ für die Menschheit, gibt es auch wissenschaftlich durchaus Möglichkeiten, die Abstammung von einem Menschenpaaar bzw. einer kleinen Gruppe ernst zu nehmen.

Wie bringen die Kirchen ihre Schöpfunggeschichte und die
Darwinsche Evolutionslehre übereinander?

Seit ein paar Jahren gibt es in der Forschung zur Entwicklung des Homo Sapiens Sapiens die sogenannte „Eva-Hypothese“

Man hat die genetischen Unterschiede in zellulären Metochondrien untersucht zusammen mit der heute beobachteten Mutationsrate. Das untersuchte genetische Gebiet wird ausschliesslich über die mütterliche Linie vererbt.

Auf Grund der weltweit festgestellten genetischen Unterschiede hat man errechnet, dass die gesamte Menschheit von einer kleinen Gruppe weiblicher Menschen aus Mittelafrika abstammt, so etwa vor 100.000 Jahren.

Die Hypothese ist noch in der akuten wissenschaftlichen Diskussion und eine analoge Rekonstruktion des männlichen Stammbaumes hat eine zu deutliche Abweichung zu dieser Linie gegeben, aber so abwegig ist der Gedanke, dass Adam und Eva real existiert haben, nicht.

Gruß
Thomas

Auch Heute noch wird im Religionsunterricht die Mär von Edam
und Eva als Tatsache „verkauft“.

was auch das recht eines jeden ist - denn er herrsche redefreiheit! aber: nicht an staatlichen schulen! hier liegt der hund begraben.

Hier wäre ein Einschritten
wegen Verbreitung von Lügen notwendig

seit wann ist das denn verboten??

Im Bibelgürtel der
USA ist in einigen Staaten Darwin der Inbegriff des Bösen und
darf auch in den Unis nicht gelehrt werden.

dafür hätt ich gerne einen beleg. „darf an unis“. das glaube ich nicht.

gruß
datafox

Hallo,

wer die Bibel wie ein Wissenschaftsbuch oder Geschichtsbuch 1:1 seziert, hat schon verloren, denn dafür ist sie nicht da.

Also ist es Humbug, „Adam und Eva“ im wissenschaftlichen Sinne herzunehmen à la „gab es sie oder gab es sie nicht“.

Alex

Es gib einen Möglichkeit Entwerder man Glaubt das so wie es drin stehet weil das ja die Grundlage des Glauben ist jede Veränderung wäre einen Wiederlegung man sollte nicht vergessen das im Alten Testament die aussagen von euren angeblichen Gott gemacht würden auch das mit Adam und Eva.
Es gibt also für Gläubige Menschen keine Möglichkeit der Veränderung.
Ich weiß das mache jetzt sagen das muss man anders Interpretieren kann ich mir vorstellen das man darauf drängt aber es gibt da keine Möglichkeit weil es direkt von Gott erzählt seinen sollt.
Es ist und bleib ein Beweis das die Religion einen erfundene Sache ist man kann diesen Aussage von A E nicht umändern würde man es machen wiederspricht man der Religion.

An den Unis direkt nicht, aber den Versuch gibt/gab es. Die
Schulen hat es teilweise schon erwischt.
Jedenfalls scheint es heftige Kontroversen diesbezüglich
zu geben.

zu lesen z.B. hier:
http://www.science-at-home.de/referate/kreationismus…
http://www.wdr.de/tv/kulturweltspiegel/20010304/2.html

grüße, rené

Schöpfung ein mögliches Modell
Hallo

Immerhin gibt es Naturwissenschaftler (z.B. Dr.Dr.Dr. Arthur
Ernest Wilder Smith aus den USA,
http://www.wildersmith.org/),
die u. a. anhand der thermodynamischen Hauptsätze nachweisen,
dass eine Schöpfung nicht nur möglich, sondern sogar
wahrscheinlicher ist, als die darwinistische
Evolutionstheorie.

Wilder Smith plädierte übrigens vehement dafür, den Kindern
beide Denkmodelle vorzustellen, und sie selber denken und
wählen zu lassen.
Damit nimmt man sie ernster, als wenn man meint, sie vor «der
Mär…» schützen zu müssen.

Rolf

Erst schlau machen, dann behaupten

Bibelgürtel der USA ist in einigen Staaten Darwin der Inbegriff des Bösen und darf auch in den Unis nicht gelehrt werden.

dafür hätt ich gerne einen beleg. „darf an unis“. das glaube
ich nicht.

Einen Beleg kann er nicht bringen, gibts namlic nicht. In Edwards v. Aguillard wurde diese Frage geklaert (Wann weiss ich nicht genau, jednfalls irg.wann unter chief justice Rehnquist) Kurz, was oben steht entspricht nicht der Wahrheit.

Auch Heute noch wird im Religionsunterricht die Mär von Edam
und Eva als Tatsache „verkauft“. Hier wäre ein Einschritten
wegen Verbreitung von Lügen notwendig
Wie bringen die Kirchen ihre Schöpfunggeschichte und die
Darwinsche Evolutionslehre übereinander? Im Bibelgürtel der
USA ist in einigen Staaten Darwin der Inbegriff des Bösen und
darf auch in den Unis nicht gelehrt werden.

Wer behauptet, die volle Wahrheit herausgefunden zu haben, ist wissenschaftlich auf einer sehr dünnen Glatteisschicht. Darwin und die moderne Evolutionstheorien sind und bleiben Modelle, die ständig nachgebessert werden. Das wissen Naturwissenschaftler (zumindest die Theoretiker unter ihnen).

Die Schöpfungsgeschichte ist für religiöse Menschen etwas, woran sie glauben können, ohne beweisen zu müssen, ob sie wahr ist oder nicht. Also auch das Konzept der Wiederauferstehung (jüngstes Gericht, usw…) sind Dinge, die sich unseres Wissens entziehen. Das heisst nicht, dass man nicht in diese Richtungen (Anfang und Ende der Menschheit) nicht forschen kann, aber anhand von Theorien eine religiöse Aussage verbieten zu wollen, ist nicht sinnvoll.

Wir Muslime glauben beispielsweise, dass vor dem Tag des jüngsten Gerichts (ich benutze einfach mal diesen Begriff) die Sonne nicht von Osten, sondern vom Westen auftauchen wird. Schon zu Zeiten des Propheten nahmen die Menschen an, dass die Erde rund ist, d.h. logisch gedacht, irgendwo müsste die Sonne stehenbleiben und umkehren (für alle feinfühligen unter uns: natürlich wird die Erde in dem Fall ihre Rotation umkehren müssen, da die Erde um die Sonne kreist etc. pp). Es gibt mehrere moderne Erklärungsversuche, die auf das Umklappen der magnetischen Pole hinarbeiten, aber - für mich - nicht zufriedenstellend. Es gibt ja auch welche, die sagen, dass die Erddrehung um ihre eigene Achse immer langsamer wird. Das ist aber m.E. nicht beweisbar, denn die Abbremsbeschleunigung, müsste über den Differenzenquotienten der Drehgeschwindigkeiten über mehrere Jahrhunderte gemessen werden, um eine sichere Aussage treffen zu können. Und auch dann kann es sein, dass die Erde langsamer und schneller wird. Wie dem auch sei, ich will euch nicht damit langweilen, ich möchte nur sagen, dass ein Religionsunterricht neben naturwissenschaftlichem Unterricht koexistieren kann.

Gruss, Omar Abo-Namous

Friedensgruß Omar!

Du schreibst:

Wir Muslime glauben beispielsweise, dass vor dem Tag des
jüngsten Gerichts (ich benutze einfach mal diesen Begriff) die
Sonne nicht von Osten, sondern vom Westen auftauchen wird.
Schon zu Zeiten des Propheten nahmen die Menschen an, dass die
Erde rund ist, d.h. logisch gedacht, irgendwo müsste die Sonne
stehenbleiben und umkehren (für alle feinfühligen unter uns:
natürlich wird die Erde in dem Fall ihre Rotation umkehren
müssen, da die Erde um die Sonne kreist etc. pp). Es gibt
mehrere moderne Erklärungsversuche, die auf das Umklappen der
magnetischen Pole hinarbeiten, aber - für mich - nicht
zufriedenstellend. Es gibt ja auch welche, die sagen, dass die
Erddrehung um ihre eigene Achse immer langsamer wird. Das ist
aber m.E. nicht beweisbar, denn die Abbremsbeschleunigung,
müsste über den Differenzenquotienten der
Drehgeschwindigkeiten über mehrere Jahrhunderte gemessen
werden, um eine sichere Aussage treffen zu können. Und auch
dann kann es sein, dass die Erde langsamer und schneller wird.
Wie dem auch sei, ich will euch nicht damit langweilen, ich
möchte nur sagen, dass ein Religionsunterricht neben
naturwissenschaftlichem Unterricht koexistieren kann.

Der Mond dreht sich übrigens nach gegenwärtiger Ansicht heute auch viel langsamer um die Achse als früher. Wenn ich mich nicht irre, führt man das auf eine Kollision mit einem fremden Himmelskörper zurück. Auf der Erde würde es viel Zerstörung geben, aber die ist im Koran ohnehin bereits angekündigt, und zweitens ist auch ein „Trommelfeuer“ kleinerer Himmelskörper denkbar.

Gruß,

Mohamed.

Adam existierte, na und?
Hallo Peter,

warum willst Du das Lehren eines historischen Faktums verbieten, nur weil Du nicht weißt, wie es mit einem anderen historischen Faktum zu vereinbaren ist? Im Grunde verfährst Du nicht anders als die sogenannten „Kreationisten“, die nicht wissen, wie Adam und Evolution zusammenpassen und in ihrem Schwarzweiß-Denken einfach das Vertrautere gegen das Andere auszuspielen suchen.

Ehrlich gesagt, bin ich froh, dass der Koran, der als Korrektur und Ergänzung, insbesondere aber als Bestätigung vorangegangener Überlieferungen gekommen ist, nicht behauptet, die Erde sei vor nur 6000 Jahren erschaffen worden, oder die Pflanzen noch vor dem Sonnenlicht etc., sondern im Gegenteil eine Übereinstimmung mit kosmologisch und biologisch gesicherten Fakten zeitigt, bei der einem die Haare zu Berge stehen können.

Die Erschaffung Adams als Urvater der heutigen Menschheit ist aber nichtsdestotrotz festes Element der koranischen Darlegungen. Dabei habe ich persönlich als überzeugter klassischer Muslim keinerlei Problem mit der Evolution, da sowohl diese heute wissenschaftlich erwiesen ist, als auch der gemeinsame Ursprung der Menschheit (und der übrigen organischen Lebewesen) aus Ton- und Lehmbestandteilen.

Für Adam und unsere Urmutter ist da genug Platz, insbesondere, wenn man sich von dem naiven Gedanken frei macht, dass zwischen dem Lehmmaterial und Adam keine Zwischenstufen in Form anderer Lebewesen (oder gar intelligente Menschenformen!) existierten. Ich für meinen Teil vermute Adam irgendwo zwischen Australopithecus und Homo habilis, nämlich genau da, wo den Forschern seit Jahrzehnten das geheimnisvolle „Bindeglied“ zwischen Tier und Mensch fehlt. Es gibt sicher noch viele andere Möglichkeiten, die jedoch wie meine eigene, genannte Vermutung theologisch, moralphilosophisch und anthropologisch längst nicht so wichtig sind, wie die archetypisch dargebotenen Elemente der Menschheitsgeschichte, auf die sich der Koran (zumindest scheinbar) beschränkt.

Grüße,

Mohamed.

Hallo,

da muss ich doch mal einschreiten, denn wenn man schon was naturwissenschaftlich begründen will, dann sollte es zumindest stimmen :wink:

Wer behauptet, die volle Wahrheit herausgefunden zu haben, ist
wissenschaftlich auf einer sehr dünnen Glatteisschicht.

Sehr dünn vielleicht nicht, aber im Besitz der absoluten Wahrheit ist wohl keiner.

Darwin
und die moderne Evolutionstheorien sind und bleiben Modelle,
die ständig nachgebessert werden. Das wissen
Naturwissenschaftler (zumindest die Theoretiker unter ihnen).

Wobei man hier sagen muss, dass die „Nachbesserungen“ nur noch kleiner Natur sind, aber das Prinzip an sich steht noch genauso wie am Anfang. Von daher ist die Evolutionslehre schon eine Theorie die inzwischen auf sehr festem Boden steht und über das Stadium des Spekulierens schon lange hinaus ist. Ob man irgendwann mal alle Verästelungen sämtlicher Tier- und Pflanzenarten bis ins kleinste Detail nachvollziehen kann, darf mal bezweifelt werden, dazu ist vieles viel zu lange her und die Sachverhalte oftmals sehr komplex. Aber am generellen System wird sich IMO kaum noch etwas ändern.

Das heisst nicht, dass man nicht in diese
Richtungen (Anfang und Ende der Menschheit) nicht forschen
kann, aber anhand von Theorien eine religiöse Aussage
verbieten zu wollen, ist nicht sinnvoll.

Glauben kann man ja auch was man will. Nur legt selbst die katholische Kirche die Schöpfungsgeschichte nicht wörtlich aus und religiöse Texte sind auch nicht immer wörtlich zu verstehen. Ein „Jüngstes Gericht“ muss nicht unbedingt ein richtiges Gericht sein, wo jeder vor den Richter kommt und dann gehts ab ins Jenseits bis keiner mehr auf der Erde lebt. Da geht die mögliche Palette IMO angefangen vom Asteroideneinschlag, der Selbstvernichtung der Menschheit durch Atomwaffen bis zum finalen Ende durch den Kollaps der Sonne. Dies widerspricht ja nun nicht einer Vorstellung von einem jüngstem Gericht.
Und dass die Menscheit einen Anfang genommen haben muss und dass dieser vermutlich auch in einer ganz kleinen Menschengruppe/paar seinen Ausgang nahm, ist selbst in der Evolutionslehre wahrscheinlich und somit eine „Adam/Eva“ Vorstellung nicht wirklich abwegig.

Wir Muslime glauben beispielsweise, dass vor dem Tag des
jüngsten Gerichts (ich benutze einfach mal diesen Begriff) die
Sonne nicht von Osten, sondern vom Westen auftauchen wird.
Schon zu Zeiten des Propheten nahmen die Menschen an, dass die
Erde rund ist, d.h. logisch gedacht, irgendwo müsste die Sonne
stehenbleiben und umkehren

Nunja, ich bezweifle mal dass die Menschen damals glaubten, dass die Erde rund ist. Da möchte ich doch mal gerne eine Quelle dazu sehen. Selbst in der Antike, als einzelne Philospohen und Naturforscher eine runde Erde andachten und sogar den Durchmesser der Erde näherungsweise bestimmen konnten, hat sich diese Vorstellung nie durchsetzen können und ging mit dem jeweiligen Forscher wieder unter.

(für alle feinfühligen unter uns:
natürlich wird die Erde in dem Fall ihre Rotation umkehren
müssen, da die Erde um die Sonne kreist etc. pp). Es gibt
mehrere moderne Erklärungsversuche, die auf das Umklappen der
magnetischen Pole hinarbeiten, aber - für mich - nicht
zufriedenstellend.

Das „Umklappen“ der Magnetpole unserer Erde ist keine Theorie, sondern eine Tatsache. Dies kann man zum einen richtig beobachten, denn die Pole „wandern“ jedes Jahr um etliche Kilometer, es gibt stellenweise sogar mehrere „Südpole“ und es lässt sich auch messen, dass sich das Magnetfeld derzeit stark abbaut.
Zum anderen kann man in Gesteinsschichten nachvollziehen, dass sich das Magnetfeld der Erde im Schnitt etwa alle 500.000 Jahre umpolt, wobei dies sehr unregelmäßig passiert.

Es gibt ja auch welche, die sagen, dass die
Erddrehung um ihre eigene Achse immer langsamer wird. Das ist
aber m.E. nicht beweisbar, denn die Abbremsbeschleunigung,
müsste über den Differenzenquotienten der
Drehgeschwindigkeiten über mehrere Jahrhunderte gemessen
werden, um eine sichere Aussage treffen zu können.

Dies ist keine Spekulation, sondern nachgewiesene Tatsache. Dies konnte man über Jahre hinweg beobachten, dass eine kontinuierliche Verlangsamung vorherrscht. Außerdem sagen die physikalischen Gesetze zudem eine Abbremsung der Rotation vorraus, fordern sie in der Tat sogar. Denn die Energie die durch die Gezeitenreibung verbraucht wird (Ebbe/Flut), muss ja irgendwo auf der Strecke bleiben, ein Perpetuum Mobile gibts schließlich nicht. Es wäre also eher verwunderlich, wenn man keine Abbremsung messen würde. Man kann sogar kleinste Schwankungen in der Erdrotation messen, die vermutlich auf die Verlagerung von großen Massen im inneren der Erde zurückzuführen sind.
Eine Verlangsamung der Erdrotation bedingt eine Entfernung des Mondes von der Erde, und diese kann man ebenfalls exakt messen (etwa 4cm pro Jahr). Es geht sogar soweit - und man halte sich fest - dass man messen kann, dass der herbstliche Fall der Blätter eine minimale Beschleunigung auf die Rotation der Erde bewirkt. Daran kannst du vielleicht sehen, wie genau die Messmethoden inzwischen sind und dass das ganze sehr wohl beweisbar ist.

Und auch
dann kann es sein, dass die Erde langsamer und schneller wird.

Schneller nicht. Die Erde kann nur langsamer werden. Woher sollte denn die Energie für eine Beschlunigung stammen? Auch wird die Erde niemals „stehen“ bleiben, sondern sie wird irgendwann ihre Rotation mit der Sonne synchronisieren, genauso wie das der Mond mit der Erde bereits schon gemacht hat. Dann zeigt immer dieselbe Seite der Erde zur Sonne. An den Planeten, die näher an der Sonne sind (z.B. Merkur) kann man dies schon heute deutlich erkennen, da dort die Gezeitenwirkung der Sonne um ein vielfaches größer ist als bei uns auf der Erde. Beim Merkur zeigt z.B. eine Seite inzwischen mehrere Monate lang zur Sonne, während die andere Hälfte im Schatten liegt.

Wie dem auch sei, ich will euch nicht damit langweilen, ich
möchte nur sagen, dass ein Religionsunterricht neben
naturwissenschaftlichem Unterricht koexistieren kann.

Natürlich kann er das. Nur sollte das fein säuberlicher getrennt werden. Im Religionsunterricht kann man z.B. die jeweilige Schöpfungsgeschichte verbreiten, genauso wie die Naturwissenschaft ihre Theorie in ihrem Unterricht vertritt. Damit kann das Kind frei zwischen beiden Versionen entscheiden, die Religionsfreiheit ist gegeben. Nur was ich überhaupt nicht gut heißen kann, ist, wenn jemand aus religiösen Gründen der Naturwissenschaft die Evolutionslehre verbieten will. Da hört sich der Spaß auf. Und da wir in Deutschland keine Staatsreligion haben (was IMO auch sehr gut so ist) muss der andere Unterricht auch frei von religiösen Vorstellungen und Ansichten sein.

mfg
deconstruct

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Hallo

Auch Heute noch wird im Religionsunterricht die Mär von Edam
und Eva als Tatsache „verkauft“. Hier wäre ein Einschritten
wegen Verbreitung von Lügen notwendig

Wunderbar, das gleiche gilt für die Evolutionstheorie, die wie offiziell auch bestätigt, eine unbewiesene theorie ist, mit der gewisse sachen eindeutig sich nicht erklären lassen. Darvins ansichten konnten nur betreffend der Mikroevolution aber in keinem Bereich der Makroevolutions bewiesen werden!, im gegenteil.

Heute ist man molekluarbiologisch weiter als zur Zeit der entstehung der evolutionstheorie. Aufgrund des Aufbaus einer schuppe, kann man sich heute auch rein theoretisch absolut nicht vorstellen, wie daraus sich eine feder entwickeln konnte.
Erklär mir zB wie sich ein Schmetterling (inkl der Metamorphose) evolutionstheoretsich entwickeln konnte.

Wie bringen die Kirchen ihre Schöpfunggeschichte und die
Darwinsche Evolutionslehre übereinander?

Kreatonisten ist eine Möglichkeit. im weiteren der wortwörtliche Schöpfungsbericht kann heute auch nicht widerlegt werden

Gruss
beat

Hallo,

Friedensgruß Omar!

Der Mond dreht sich übrigens nach gegenwärtiger Ansicht heute
auch viel langsamer um die Achse als früher. Wenn ich mich
nicht irre, führt man das auf eine Kollision mit einem fremden
Himmelskörper zurück. Auf der Erde würde es viel Zerstörung
geben, aber die ist im Koran ohnehin bereits angekündigt, und
zweitens ist auch ein „Trommelfeuer“ kleinerer Himmelskörper
denkbar.

Was ich mit meinem Beitrag sagen wollte ist: es sind alles wissenschaftlich Spontanaussagen, die nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass sich diese Aussagen in 10 Jahren wieder ändern können.

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo,

Darwin
und die moderne Evolutionstheorien sind und bleiben Modelle,
die ständig nachgebessert werden. Das wissen
Naturwissenschaftler (zumindest die Theoretiker unter ihnen).

Wobei man hier sagen muss, dass die „Nachbesserungen“ nur noch
kleiner Natur sind, aber das Prinzip an sich steht noch
genauso wie am Anfang.

Diese Diskussion hatten wir bereits (ich hoffe ich irre mich nicht in der Ansprechperson) und stehe immer noch dazu, dass es pros und contras zur Evolutionstheorie gibt. Nicht zuletzt das thermodynamische Prinzip, dass nämlich Systeme mit der Zeit eher zur Unordnung neigen als andersherum ist hier zu nennen. Ich weiss, dass diese Hypothese nur für geschlossene Systeme gilt, allerdings heisst es nicht, dass sie für offene Systeme auf keinen Fall gilt. Das Problem ist, dass man keine Messungen an einem offenen System machen kann.

Das heisst nicht, dass man nicht in diese
Richtungen (Anfang und Ende der Menschheit) nicht forschen
kann, aber anhand von Theorien eine religiöse Aussage
verbieten zu wollen, ist nicht sinnvoll.

Glauben kann man ja auch was man will. Nur legt selbst die
katholische Kirche die Schöpfungsgeschichte nicht wörtlich aus
und religiöse Texte sind auch nicht immer wörtlich zu
verstehen. Ein „Jüngstes Gericht“ muss nicht unbedingt ein
richtiges Gericht sein, wo jeder vor den Richter kommt und
dann gehts ab ins Jenseits bis keiner mehr auf der Erde lebt.
Da geht die mögliche Palette IMO angefangen vom
Asteroideneinschlag, der Selbstvernichtung der Menschheit
durch Atomwaffen bis zum finalen Ende durch den Kollaps der
Sonne. Dies widerspricht ja nun nicht einer Vorstellung von
einem jüngstem Gericht.

hmm, i beg to differ: Meines Wissens wird auch im Christentum davon gesprochen, dass am Jüngsten Gericht die guten ins Paradies und die „bösen“ in die Hölle kommen. Wie ist das mit einem Asteroideneinschlag, der Selbstvernichtung usw. hinzubekommen? Es stellt sich dann auch die Frage, wie die Auferstehung vonstatten gehen könnte? Oder soll die auch nicht wörtlich genommen werden? Wenn nicht, dann hätten wir folgendes Problem: Warum soll ich mich an die ethischen Regeln des Christentums halten, wenn ich eh nicht bestraft/belohnt werde?

Und dass die Menscheit einen Anfang genommen haben muss und
dass dieser vermutlich auch in einer ganz kleinen
Menschengruppe/paar seinen Ausgang nahm, ist selbst in der
Evolutionslehre wahrscheinlich und somit eine „Adam/Eva“
Vorstellung nicht wirklich abwegig.

Aber wohl kaum, dass diese Menschen aus anderen Tierarten entstammt sind?

Wir Muslime glauben beispielsweise, dass vor dem Tag des
jüngsten Gerichts (ich benutze einfach mal diesen Begriff) die
Sonne nicht von Osten, sondern vom Westen auftauchen wird.
Schon zu Zeiten des Propheten nahmen die Menschen an, dass die
Erde rund ist, d.h. logisch gedacht, irgendwo müsste die Sonne
stehenbleiben und umkehren

Nunja, ich bezweifle mal dass die Menschen damals glaubten,
dass die Erde rund ist. Da möchte ich doch mal gerne eine
Quelle dazu sehen. Selbst in der Antike, als einzelne
Philospohen und Naturforscher eine runde Erde andachten und
sogar den Durchmesser der Erde näherungsweise bestimmen
konnten, hat sich diese Vorstellung nie durchsetzen können und
ging mit dem jeweiligen Forscher wieder unter.

In Europa! Im alten Ägypten waren die Menschen schon weiter. Zum einen hatten die Menschen immer gewusst, dass Schiffe, wenn sie wegfahren, unter den Horizont verschwanden. Aber zusätzlich wurde schon in vorislamischer Zeit darauf hingewiesen, dass der Erdschatten auf dem Mond bei einer Mondfinsternis rund ist. Ausserdem gab es noch einen Versuch, der später von den Griechen nachvollzogen wurde, der Brunnen beinhält. Ich weiss ehrlich gesagt nicht genau, wie dieser Versuch ging. In Europa wurde später die Idee ja auch nur aus politischen Gründen nicht angenommen (die Kirche wollte einfach nicht falsch liegen). D.h. nicht, dass der Rest der Welt sich daran halten musste.

(für alle feinfühligen unter uns:
natürlich wird die Erde in dem Fall ihre Rotation umkehren
müssen, da die Erde um die Sonne kreist etc. pp). Es gibt
mehrere moderne Erklärungsversuche, die auf das Umklappen der
magnetischen Pole hinarbeiten, aber - für mich - nicht
zufriedenstellend.

Das „Umklappen“ der Magnetpole unserer Erde ist keine Theorie,
sondern eine Tatsache. Dies kann man zum einen richtig
beobachten, denn die Pole „wandern“ jedes Jahr um etliche
Kilometer, es gibt stellenweise sogar mehrere „Südpole“ und es
lässt sich auch messen, dass sich das Magnetfeld derzeit stark
abbaut.
Zum anderen kann man in Gesteinsschichten nachvollziehen, dass
sich das Magnetfeld der Erde im Schnitt etwa alle 500.000
Jahre umpolt, wobei dies sehr unregelmäßig passiert.

Für mich ist der Erklärungsversuch nicht zufriedenstellend. Übrigens: z.zt. wandern die beiden Pole an ihre geographisch richtigen Positionen.

Wie dem auch sei, ich will euch nicht damit langweilen, ich
möchte nur sagen, dass ein Religionsunterricht neben
naturwissenschaftlichem Unterricht koexistieren kann.

Natürlich kann er das. Nur sollte das fein säuberlicher
getrennt werden. Im Religionsunterricht kann man z.B. die
jeweilige Schöpfungsgeschichte verbreiten, genauso wie die
Naturwissenschaft ihre Theorie in ihrem Unterricht vertritt.
Damit kann das Kind frei zwischen beiden Versionen
entscheiden, die Religionsfreiheit ist gegeben. Nur was ich
überhaupt nicht gut heißen kann, ist, wenn jemand aus
religiösen Gründen der Naturwissenschaft die Evolutionslehre
verbieten will. Da hört sich der Spaß auf. Und da wir in
Deutschland keine Staatsreligion haben (was IMO auch sehr gut
so ist) muss der andere Unterricht auch frei von religiösen
Vorstellungen und Ansichten sein.

Zustimmung.

Gruss, Omar Abo-Namous

Moin moin :smile:

der später von den Griechen nachvollzogen wurde, der Brunnen
beinhält. Ich weiss ehrlich gesagt nicht genau, wie dieser
Versuch ging.

Eratosthenes war derjenige welche, aber er hatte die Idee glaub
ich auch nur „geklaut“?!
Man nehme einen Brunnen, von dem bekannt ist, daß die Sonne
zur Mittagszeit nahezu senkrecht über diesem steht. Alternativ
geht auch ein Stab, der zur Mittagszeit keinen Schatten wirft.
Nun braucht man in ausreichender Entfernung einen weiteren Stab,
der zur gleichen Zeit einen Schatten wirft. Das Problem damals
war schonmal die Synchronisation der beiden Meßvorgänge. Angeblich
soll ein Läufer geholfen haben. Am ersten Meßpunkt fallen die
Sonnenstrahlen jedenfalls senkrecht ein, beim zweiten Meßpunkt
werfen die Sonnnenstrahlen jedoch einen Schatten.
Aus diesem Dreieck errechnete der Schlaue nun den Erdumfang.
Nicht schlecht, oder?

O
|\
|.\
|…\
|…\
|…\
|…\
|…\
|…\
U…I_

O - Sonne
U - Schacht/Brunnen
I - Stab/Turm,Obelisk
_ - Schattenwurf
(Ignoriert die Punkte, irgendwie werden alle überflüßigen
Leerzeichen gelöscht, daher mußte ich die Punkte als lückenfüller
nehmen.)

Für mich ist der Erklärungsversuch nicht zufriedenstellend.
Übrigens: z.zt. wandern die beiden Pole an ihre geographisch
richtigen Positionen.

Was sind denn die „richtigen Positionen“? Da der Generator für
das Erdmagnetfeld nicht wirklich fest gelagert ist, gibt es
keine „richtigen Pole“. Und das Wandern ist auch schon ein erstes
Anzeichen dafür, daß die Lage des Magnetfeldes nicht statisch ist.

Ein besonderes, heute noch nicht völlig verstandenes geophysikalisches
Phänomen ist die Umpolung des Erdmagnetfeldes, die im Laufe der 
Erdgeschichte häufig und in unregelmäßigen Abständen stattgefunden 
hat und voraussichtlich weiter stattfinden wird. Die Entdeckung der 
Umpolung geht auf das schon erwähnte **Ocean Drilling Program** zurück,
bei dem man parallel zu den mittelozeanischen Rücken, an denen flüssiges 

Gesteinsmaterial austritt, in den Bohrkernen mehr oder weniger breite
Streifen entgegengesetzter magnetischer Polarität gefunden hat. Die in
den Streifen konservierten magnetischen Minerale haben sich vor ihrer
Erstarrung nach dem jeweils herrschenden Magnetfeld ausgerichtet und
zeigen heute dessen wechselnde Polarität an.

Quelle: http://www.weltderphysik.de/themen/mehr/erde/magnetf…

Was ist denn konkret nicht überzeugend? Wenn du flüßiges
Gestein (Schmelze) einem Magnetfeld aussetzt, diese Schmelze langsam
abkühlt und erhärtet, so wird die Richtung des Magnetfeldes „eingefroren“.
Untersucht man Bohrkerne aus unterschiedlichen Sedimentgeschichten
(Tiefen), so stellt man einen Wechsel in der Polarität fest.
Wäre natürlich möglich, daß eine andere Magnetfeldquelle als das Erdmagnet-
feld dafür verantwortlich ist, aber dafür gibt es zur Zeit keine Anzeichen.

Du kannst ein entsprechendes Experiment sogar zu Hause mit
selbstgezüchteten Kristallen machen. Oder direkt mit Schmelze, aber da
würd ich von abraten :smile:

grüße, rené

Moin moin :wink:

Was ich mit meinem Beitrag sagen wollte ist: es sind alles
wissenschaftlich Spontanaussagen, die nicht darüber
hinwegtäuschen sollten, dass sich diese Aussagen in 10 Jahren
wieder ändern können.

Das nennt sich Drehimpulserhaltung. Ich „glaube“ nicht, daß diese
Äußerung sehr spontan ist und nur 10 Jahre erhalten bleibt :smile:
Der Mond entfernt sich ~4cm/Jahr. Die Erde verliert dadurch irgendwas
im Millibereich an Umfangsgeschwindigkeit. Dieser Prozeß bremst also
die Erde, der Tag wird „länger“.

grüße, rené

Hallo

Auch Heute noch wird im Religionsunterricht die Mär von Edam
und Eva als Tatsache „verkauft“. Hier wäre ein Einschritten
wegen Verbreitung von Lügen notwendig

Hallo Peter,

allmählich, so habe ich den Eindruck, wird dieses Forum zu einem, wo es weniger um den Austausch von Wissen geht als um den Austausch von Vorurteilen.
Zwar stelltst Du am Ende eine Frage, nämlich wie die Kirchen die Evolutionstheorie und die Schöpfungsgeschichte zusammenbringen, aber mir will scheinen, Du habest diese Frage nur als Alibi gestellt, damit Deine Wortmeldung nicht sofort als Vorurteil kenntlich wird. Denn Deine Meinung hast Du ja unmißverständlich zum Ausdruck gebracht - der Frage hätte es also gar nicht mehr bedurft.
Insofern kann ich Dir nur zu Deinem Mut gratulieren, mit dem Du eine Äußerung absonderst, die von keinem Wissen und keinem Nachdenken getrübt ist. Niemand verlangt von Dir, daß Du Karl Heim, Gerhard Sauter, Jürgen Moltmann, Jürgen Hübner oder Ulrich Eibach gelesen hast, die alle zu diesem Thema geschrieben haben.
Deswegen will ich es Dir noch einmal in aller Kürze erklären: bei der Schöpfungsgeschichte - sowohl der Geschichte von der Erschaffung der Welt in sechs Tagen wie der Geschichte von Adam und Eva - handelt es sich nicht um einen naturwissenschaftlichen Bericht, sondern um ein sogenanntes Theologumenon: dies ist der Versuch, in menschlicher Sprache vom Handeln Gottes zu reden. Da Gott per definitionem (für alle anderen: ja, ich weiß, Gott kann man nicht definieren, denn sonst wäre er nicht Gott; aber lassen wir das mal im Augenblick beiseite) von den Menschen aus eigener Anschauung und eigenem Verstand nicht erkannt werden und sein Handeln also in menschlicher Sprache auch nicht hinreichend beschrieben werden kann, bleibt dem Menschen nichts anderes, als sein Handeln in den Begriffen, die dem Menschen im Augenblick zur Verfügung stehen, auszudrücken. Die Menschen, die diese Geschichte erzählt und aufgeschrieben haben, haben in ihrem Alltag - bei Saat und Ernte, bei Jagd und Fischfang, bei Sonne und Regen, Tag und Nacht - erfahren, daß sie in allen Gefahren und Gefährdungen bewahrt werden, daß die Erde bei Gewitter nicht untergeht, daß nach einem Sandsturm die Sonne die Sonne sich wieder sehen läßt etc. Diese Erfahrung haben sie - neben all den anderen Erfahrungen, die sie mit Gott gemacht haben (oder für alle anderen, die an Gott nicht glauben: die sie gemacht haben und die sie einer Macht zuschrieben, die sie Gott nannten oder für Gott hielten) - in der Form der Schöpfungsgeschichte niedergelegt. Die Frage „Lüge oder Wahrheit“ greift hier also zu kurz, bzw. sie greift überhaupt nicht.

Ich vermute mal, Du hast keine Kinder; und wenn Du Kinder hast, wirst Du ihnen auf keinen Fall Märchen vorlesen, sondern die neuesten Nachrichten aus dem Iran, dem Irak und dem Sudan, damit ihre zarte Seele auf keinen Fall mit Lügen beschmutzt werde (Denn wo gibt es schon ein Tischlein-deck-dich oder eine schlafende Prinzessin, die von jedem hergelaufenen Bahnhofspenner befreit werden darf, und dem der Vater dann auch noch das halbe Königreich mitgibt?), sondern sie von Anfang an die Wahrheit erfahre und erkenne und die Welt in ihrer ganzen Trostlosigkeit und Schmutzigkeit begreife.

Gruß - Hugo

Hi,

Diese Diskussion hatten wir bereits (ich hoffe ich irre mich
nicht in der Ansprechperson) und stehe immer noch dazu, dass
es pros und contras zur Evolutionstheorie gibt.

Jo, ich denke das waren schon wir beide :wink:

Nicht zuletzt
das thermodynamische Prinzip, dass nämlich Systeme mit der
Zeit eher zur Unordnung neigen als andersherum ist hier zu
nennen.

Inwiefern widerspricht die Thermodynamik denn der Evolution? Auch die Evolution erzeugt immer mehr „Unordnung“ (oder besser Entropie).

Ich weiss, dass diese Hypothese nur für geschlossene
Systeme gilt, allerdings heisst es nicht, dass sie für offene
Systeme auf keinen Fall gilt. Das Problem ist, dass man keine
Messungen an einem offenen System machen kann.

Falsch: Wir machen eigentlich nur Messungen an offenen Systemen. Ein geschlossenes System hat keine Verbindung zu anderen Systemen. Aber jedes Gefäß hat eine Wand und diese ist mit dem Rest verbunden.
Wir versuchen nur, geschlossene Systeme herzustellen, in dem wir sie so gut wie möglich von anderen Einflüssen abschotten. Aber das ist zu 100% eben nicht möglich.
Das einzige wirklich geschlossene System das wir kennen, ist das Universum insgesamt. Und für dieses System gilt, dass die Entropie immer anwächst. Was aber nicht heißt, dass sie lokal abnehmen kann, denn dafür nimmt sie woanders umso stärker zu. Ohne diesen Vorgang gäbs keine Planeten und keine Sterne. Denn jede Struktur (Planeten, Berge, Haare, Autos, usw) hat weniger Entropie. Aber bei ihrer „Herstellung“ wird soviel Entropie erzeugt, dass die Entropie insgesamt wieder zunimmt.

hmm, i beg to differ: Meines Wissens wird auch im Christentum
davon gesprochen, dass am Jüngsten Gericht die guten ins
Paradies und die „bösen“ in die Hölle kommen. Wie ist das mit
einem Asteroideneinschlag, der Selbstvernichtung usw.
hinzubekommen?

Wieso nicht. Gott lässt einen riesigen Meteoriten auf die Erde einschlagen. Alle Menschen sterben. Jeder Mensch muss dann vor Gott treten (Jüngstes Gericht) und der entscheidet dann, obs in den Himmel geht oder in die Hölle. Was soll daran nicht passen?

Es stellt sich dann auch die Frage, wie die
Auferstehung vonstatten gehen könnte? Oder soll die auch nicht
wörtlich genommen werden?
Wenn nicht, dann hätten wir
folgendes Problem: Warum soll ich mich an die ethischen Regeln
des Christentums halten, wenn ich eh nicht bestraft/belohnt
werde?

Wieso? Das „Jüngste Gericht“ entscheidet doch, ob du im Himmel weiterleben darfst, oder in die Hölle musst. Also bekommst du doch eine Belohnung für dein gutes Verhalten hier auf Erden, nämlich das Ewige Leben im Himmel, und das ist schließlich das höchste Gut.

Und dass die Menscheit einen Anfang genommen haben muss und
dass dieser vermutlich auch in einer ganz kleinen
Menschengruppe/paar seinen Ausgang nahm, ist selbst in der
Evolutionslehre wahrscheinlich und somit eine „Adam/Eva“
Vorstellung nicht wirklich abwegig.

Aber wohl kaum, dass diese Menschen aus anderen Tierarten
entstammt sind?

Wieso nicht? Wieso sollte man die Schöpfungsgeschichte nicht so auslegen, dass Gott praktisch schon mit dem ersten Einzeller der sich mal gebildert hat, bereits den „Menschen“ erschaffen hat. Gott weiß ja, wie die Evolution verlaufen wird und daher ist ihm ja schon klar, dass der Mensch irgendwann entsteht.

In Europa! Im alten Ägypten waren die Menschen schon
weiter.

Die alten Ägypter wußten auch nicht, dass die Erde eine Kugel ist.

Zum einen hatten die Menschen immer gewusst, dass
Schiffe, wenn sie wegfahren, unter den Horizont verschwanden.

Das wußte man in Europa, Amerika usw auch. Aber damit weiß man noch lange nicht, dass die Erde eine Kugel ist.

Aber zusätzlich wurde schon in vorislamischer Zeit darauf
hingewiesen, dass der Erdschatten auf dem Mond bei einer
Mondfinsternis rund ist.

Das konnte man mit bloßem Auge sehen. Dass ist immer noch kein Beweis, dass man damals wußte, dass die Erde eine Kugel ist. Erstens könnte dieser Effekt durch alles mögliche bewirkt werden und zweitens würde auch eine Scheibe einen runden Schatten bewirken.

Ausserdem gab es noch einen Versuch,
der später von den Griechen nachvollzogen wurde, der Brunnen
beinhält. Ich weiss ehrlich gesagt nicht genau, wie dieser
Versuch ging.

Ja, das war Eratosthenes. Von dem hab ich ja vorhin schon gesprochen. Nur wurde Eratosthenes damals auch nicht geglaubt und sein Wissen ging so schnell wieder verloren, so schnell er es entdeckt hatte. Ich hab ja auch nicht gesagt, dass es einzelne Menschen in der Antike gab, die herausfanden, dass die Erde eine Kugel sei. Aber eine allgemeine Erkenntnis wurde dies jedoch nie.
Siehe:
http://www.bodensee-sternwarte.de/Archiv/AlxB/themen…

In Europa wurde später die Idee ja auch nur aus
politischen Gründen nicht angenommen (die Kirche wollte
einfach nicht falsch liegen). D.h. nicht, dass der Rest der
Welt sich daran halten musste.

Im „Rest der Welt“ lief das exakt genauso. Zu Zeiten Erathostenes gabs noch kein Christentum und noch keinen Islam. Trotzdem wurden seine Erkenntnisse nicht von den damals Herrschenden akkzeptiert.
Und ich meinte: Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Altertum eine Gesellschaft gab, in der die Kugelgestalt der Erde allgemeines Wissen war. Das gab es nicht. Auch nicht im frühen Islam.

Für mich ist der Erklärungsversuch nicht zufriedenstellend.

Wieso nicht? Oder anders: Welche Erklärung ist denn zufriedenstellender?

Übrigens: z.zt. wandern die beiden Pole an ihre geographisch
richtigen Positionen.

Ja und? In 100 Jahren wandern sie wieder woanders hin. Was soll uns das jetzt sagen? Die Pole torkeln immer in etwa um die Erdachse.

mfg
deconstruct