Schöpfungsgeschichte

Na, auf diesen Bibelspruch würde mir auch nicht viel einfallen. Ich
verstehe das aber gut. Daher darf ich wohl annehmen, dass ihr das
auch unglaublich findet: alle Tiere und Pflanzen zu ersäufen.
Irgendwie werde ich den Gedanken nicht los: Das war doch ultimativer
Ökoterrorismus. Das die Menschen ihren Schöpfer schon immer verdrießt
haben, ist mir bekannt. Ich sehe fern.

  1. Mose 1.26
    „Lasset uns Menschen machen, ein Bild das uns gleich sei…“
  2. Mose 1.27
    „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, zum Bilde Gottes
    schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib. (…) 1.31 Und Gott
    sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut.“ Das
    war also am sechsten Tag. Na, ganz gut kann es aber in Wirklichkeit
    nicht gewesen sein. Nach einigen Jahren lief ihm doch die Schöpfung
    aus dem Ruder. Besser ist es inzwischen auch nicht geworden.
  3. Mose 1.18
    Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch allein
    sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sein." Jetzt bin
    ich total verwirrt:
  4. Mose 1.27
    „…und schuf sie als Mann und Weib.“
    Ich wußte immer, das Eva sozusagen eine Auftragsarbeit war. Das muss
    erklärt werden.
    Auf meine erste Frage hätte ich aber schon gerne eine Antwort.
    Alexander
  1. Mose 1.26
    „Lasset uns Menschen machen, ein Bild das uns gleich sei…“
  2. Mose 1.27
    „Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, zum Bilde
    Gottes
    schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib. (…) 1.31 Und
    Gott
    sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr
    gut.“

Ja, so kann man es stehen lassen. Es gibt schon Katholiken, die diese Stelle zitieren mit der Überlegung, dass das mit den Frauen im Prinzip mal ok ist. (Vielleicht haben sie ja doch eine Seele?)

  1. Mose 1.18
    Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der Mensch
    allein
    sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sein."
    Jetzt bin
    ich total verwirrt:

Ja, siehst du nun? Das ist die andere Version, die vom Erz-Patriarchen. Ab hier liest du von ihm sehr viel in der Bibel.
Gruß, Geris

Hallo, Alexander,
dass die Bibel eine Aufzeichnung mündlicher Überlieferung ist, dürfte Dir klar sein. Die Apostrophierung als „Gottes Wort“ ist nicht nur anmaßend, sondern m.E. vollkommen falsch. Es sind die Worte vieler unterschiedlicher Menschen aufgezeichnet. Daher auch die Widersprüchlichkeiten, die sich allenthalben finden.

Die Schöpfungsgeschichte steht sozusagen zweimal drin, zwei unterschiedliche Erzähltraditionen. Leider ein wenig durcheinander gemischt und nicht klar voneinander getrennt.

Gruß
Eckard

„… Aufzeichnung mündlicher Überlieferung ist…“

Bis heute ging ich davon aus, dass die Heilige Schrift Gottes Wort
ist, also er allein für den Inhalt verantwortlich ist. Jezt kommen da
also verschiedene Erzähltraditionen zusammen. Die erste sagt, Adam
und Eva sind das Ergebnis eines Schöpungsaktes: 1. Mose 1.27
"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, zum Bilde Gottes
schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib. (…)
An anderer Bibelstelle bemerkte Gott, dass da noch etwas fehte und er
dringend nachbessern musste:

  1. Mose 1.18: Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß der
    Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn
    sein."
    Da ist wohl in der Endredaktion der Bibel etwas schief
    gelaufen. Wer hat eigentlich die Bücher Mose geschrieben?

Die Apostrophierung als „Gottes Wort“ ist nicht nur anmaßend,

sondern m.E. vollkommen falsch.

Ich werde mir jetzt mal Literatur über die Entstehung der Bibel
besorgen.

Die Schöpfungsgeschichte steht sozusagen zweimal drin, zwei
unterschiedliche Erzähltraditionen. Leider ein wenig
durcheinander gemischt und nicht klar voneinander getrennt.

Als Konfirmand wurde mir eingetrichtert: Die Bibel ist Gottes Wort
und jeder Satz darin ist unveränderbar. Als ich unseren Pfarrer
darauf aufmerksam machte, dass es einige Unstimmigkeiten in der
Biblischen Geschichte gäbe, verprügelte er mich in heiligem Zorn vor
der ganzen Klase. Das war aber höchst kontraproduktiv. Doch, auf
meine Fragen hätte ich weiterhin gerne eine solide theologisch
korrekte Antwort. Mir wurde immer wieder versichert, dass Gottes Wort
klar und wahrhaftig wäre. Ergo dürfte es eine leichte Sache sein, mir
auch diese „scheinbaren“ Widersprüche zu erklären.

Hallo Alexander,

„… Aufzeichnung mündlicher Überlieferung ist…“

Bis heute ging ich davon aus, dass die Heilige Schrift Gottes
Wort
ist, also er allein für den Inhalt verantwortlich ist. Jezt
kommen da
also verschiedene Erzähltraditionen zusammen.

nu ja, Gott hat nicht selber zur Feder gegriffen.
Und es ist auch kein Diktat.
Gott hat den Schreibern gesagt, was aufzuschreiben sei.
Da das aber immer nur in der jeweiligen Sprache bzw. nach dem Verständnis der Schreiber möglich war, gibt es verschiedene Ansichten, was der Schreiber gemeint haben könnte.

Die erste sagt,
Adam
und Eva sind das Ergebnis eines Schöpungsaktes: 1. Mose 1.27
"Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, zum Bilde
Gottes
schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib. (…)
An anderer Bibelstelle bemerkte Gott, dass da noch etwas fehte
und er dringend nachbessern musste:

  1. Mose 1.18: Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, daß
    der Mensch allein sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die um
    ihn sein."
    Da ist wohl in der Endredaktion der Bibel etwas schief
    gelaufen.

Ich denke, da ist gar nichts schiefgelaufen beim Schreiben.
Aber einiges ist schiefgelaufen beim Lesen!

In den meisten Übersetzungen steht: „schuf den Menschen als Mann und Frau“. Das ist leider falsch übersetzt.
Es steht da „männlich/weiblich“. Und das läßt darauf schließen, dass der Mensch ursprünglich als Zwitter konzipiert war. Er wäre also perfekt und ganz allein „reproduzierfähig“ gewesen.
Deshalb sagt Gott „dass es gut war“.

Die „Nachbesserung“ war eigentlich eine Verschlechterung.
Die Geschichte mit Eva und der Rippe Adams zeigt, dass Gott den „perfekten Menschen“ teilte. Und seitdem bilden Mann und Frau ein gemeinsames Ganzes.

Wer hat eigentlich die Bücher Mose geschrieben?

Vermutlich Mose (manche Forscher bezweifeln das) und Mose lebte ca. 1500 v.Chr. Also lange nach der Schöpfung. Also ist das, was er geschrieben hat, das Ergebnis langer Erzähltradition.

Als Konfirmand wurde mir eingetrichtert: Die Bibel ist Gottes
Wort und jeder Satz darin ist unveränderbar.

Dann dürfte man die Bibel aber nicht übersetzen. Denn mit einer Übersetzung veränderst Du unwillkürlich die Worte. Und wenn es ganz schlimm kommt auch den Sinn.

Als ich unseren Pfarrer
darauf aufmerksam machte, dass es einige Unstimmigkeiten in
der
Biblischen Geschichte gäbe, verprügelte er mich in heiligem
Zorn vor der ganzen Klase.

Die Zeiten haben sich „Gott sei Dank“ geändert.

Das war aber höchst kontraproduktiv. Doch,
auf
meine Fragen hätte ich weiterhin gerne eine solide theologisch
korrekte Antwort. Mir wurde immer wieder versichert, dass
Gottes Wort
klar und wahrhaftig wäre. Ergo dürfte es eine leichte Sache
sein, mir
auch diese „scheinbaren“ Widersprüche zu erklären.

Frag nur, ich will es gerne versuchen.

Gruss Harald

Hallo Alexander,
die Schöpfungsgeschichte ist ein Teil jüdischer Märchensammlungen.
So war Adams erste Frau nicht Eva sondern … uns jetzt beißt´s bei mir aus! ich habe den Namen des heutigen Nachtgespenstes vergessen. Matapher, Eli… werden mir bestimmt hier helfen können.
Eva ist Adams 2. Frau.
Vielleicht beruht dieser Misstand in der Bibel auf dieser Grundlage?
Ansonsten sollen das nur Fabeln sein, wie solche Geschichten von Reinike Fuchs.
Teils philisophische Gleichnisse. Bei weitem nicht als Tatsache anzusehen.
Metapher könnte dir eine Abhandlung schreiben, wie Religionen im Laufe von jahrhunderten entstehen, auch die mosaische.
Das hat mit Gotteds Wort nichts zu tun.
Und ist auch kein Beweis ob es einen Gott gibt oder nicht.
Dazu meine Meinung: es gibt evtl. einen… doch diese Existenz hat keinerlei Ähnlichkeiten mit den Göttern der Menschen. Diese sind von ihnen selbst gebastelt.
Grüße
Raimund

Hallo Alexander

1.18 kommt vor 1.27 ganz einfach, oder?

Das ein lebenwesen wie der Mensch einen freien Willen hat ist doch auch gut, oder?
Wen man aber einen freien wileln hat, kann man (der Mesnxch) eben auch in die falsche Richtung gehen, was ja wie du erwähnst, auch passiert ist und imme wieder passiert.

Gruss
Beat

Hallo Beat

Bist du auch schon auf die Idee gekommen, dass deine Ergüsse (anders mag ich deine Beiträge nicht nennen!) in einem fürchterlichen und fehlerhaften Deutsch geschrieben, eine Zumutung für die verbliebenen Leser sind? Ob Masochisten darunter sind?
Ich kenne die Aussage „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Bei dir habe ich arge Mühe…

P.

Ja, so kann man es stehen lassen. Es gibt schon Katholiken,
die diese Stelle zitieren mit der Überlegung, dass das mit den
Frauen im Prinzip mal ok ist. (Vielleicht haben sie ja doch
eine Seele?)

Wer die Frauen oder die Katholiken? SCNR

Gruss Jan