da liegt eine Flasche Likör aus weißer Schokolade rum, süß und dünnflüssig. Mme d. stellt sich vor, ich sollte die Brühe andicken und den Geschmack mit Kakao oder Kaffee lupfen, weiß aber nicht, ob und wie das geht. Wer weiß was?
Du kochst einen Liter Kaffee auf, schüttelst die Flasche kräftig um Ablagerungen zu lösen, schraubst sie auf und gießt den Inhalt mit einer rotierenden Bewegung in den Kaffee.
Anschließend schüttest Du das Gebräu mit einem angeekelten Blick in den Ausguss und gibst die leere Flasche ins Altglas.
In diesem Zusammenhang fordere ich, dass bei alkoholischen Getränken zukünftig auch die Zutaten anzugeben sind.
Es ist nicht zeitgemäß, dass dort beliebig aus unbekannten, wohlmöglich billigsten oder fragwürdigen Zutaten scheinbar hochwertige oder traditionelle Getränke gepanscht werden.
Und zur Frage:
Den Zucker kannst du nicht entfernen, sondern bestenfalls verdünnen oder mit aggressiv (bitter oder sauer?) schmeckenden Stoffen überdecken.
Dass man dann als Ergebnis ein Getränk mit angenehmem Geschmack bekommt, halte ich für ausgeschlossen.
Insofern dürfte eine Verwertung als Soße wirklich sinnvoller sein.
Vielleicht auch als Zutat zu einer Torte, eventuell in der Sahne oder Buttercreme?
Ansonsten dürfte die beste Verwertung sein, die Flasche weiter zu verschenken.
Wenn Du eine pappsüße Geschichte ausreichend verdünnst, damit sie nicht mehr so süß ist, dann verdünnst Du auch alle anderen geschmacksbestimmenden Anteile mit. D.h. am Ende ist es dann nicht mehr süß, dafür aber auch geschmacklos.
Bei uns im Haus wächst der Alkoholikerbaukasten leider auch ständig durch gut gemeinte Geschenke jenseits des eigenen Geschmacks, und wir können nicht ansatzweise dagegen ankochen und anbacken, solche Dinge über Eis oder andere Desserts zu kippen, was die besten Möglichkeiten bietet, solche Dinge doch noch einem akzeptablen Zweck zuzuführen.
Insoweit sind wir tatsächlich dazu übergegangen alle paar Jahre mal etwas auszumisten und Dinge dann auch zu entsorgen. Denn inzwischen haben wir die Hausbar mit den Dingen, die tatsächlich verwendet werden schon vom ursprünglichen Platz ausgelagert, wo sich auf bereits drei Regalböden Dinge angesammelt haben, die höchst selten oder eben auch gar nicht zum Einsatz kommen.
In der Tat. In meiner Jugend hat man jede neue Geschichte, egal ob kurz oder lang verschlungen. Er war viel im Fernsehen, … Ein Name, den man kannte. Wenn man heute von „der besten Ehefrau von allen“ spricht, kann das kaum noch jemand zuordnen.
Kurzfassung: Kishons bekommen eine Bonbonniere geschenkt, die eigentlich in die Kiste für wiederverwendbare Geschenke soll. Als beide Heißhunger auf Schokolade haben, öffnen sie die Packung und stoßen nur noch auf vergammelte Reste. Sie gehen den Schenker an, und man rekonstruiert den Verlauf einer über Jahre x-fachen Weitergabe, die schließlich bei ihnen selbst als erste Verschenker endet.