Ich habe mir vor einem Jahr eine neue Heizung kaufen müssen. Die alte war Bj 1978, sah zwar nicht so modern aus wie die neue aber lief einwandfrei. Mit der alten Heizung benötigte ich fast genau 3000 Liter Heizöl pro Jahr bei einer Heizleistung von 12kw. (12kw nehme ich mal an …)
Die neue hat 21 kw und säuft meiner Meinung nach wie ein loch. Ich finde auch das sie viel öfter anläuft wie die alte. Zum Beispiel läuft sie an und braucht 5 minuten bis eine Kesseltemperatur von 65 Grad erreicht ist. Dann schaltet sie ab. 2 minuten später (habe es gestoppt) läuft sie wieder für 5 minuten und beheizt das warme wasser. Fällt dabei die temperatur zu weit ab heizt sie nach dem aufheizen des warmen wassers wieder für 5 minuten auf.
Da kann doch was nicht stimmen … Bei Buderus habe ich schon nachgefragt, die meinten aber das sei normal. Die alte lief wesentlich weniger an.
Da kann man doch kein Heizöl sparen !
Hat jemand einen Tip wie die Heizung richtig einzustellen ist ?
Es handelt sich übrigens um die Heizungsanlage von Buderus Model G115.
wenn der alte Brenner 12 Kw hatte und zufriedenstellend gelaufen ist, wieso hast du dann einen neuen Brenner mit sehr viel mehr Leistung genommen? Das allein ist nämlich schon problematisch.
2.
Woher weisst du, dass der neue Brenner „säuft wie ein Loch“?
Bei gleich gebliebenen Verbrauchsverhältnissen dürfte sich am Verbrauch allenfalls eine kleine Verringerung ergeben.
Gruss,
Hallo!
Um dein Problem besser lösen zu können brauche ich noch kurz ein paar Angaben zu deiner Anlage. Wie wird der Kessel gesteuert? Im Klartext möchte ich wissen, ob du einen Außentemperaturfühler hast, oder einen Raumfühler besitzt. Ich meine damit nicht die Thermostaten an den Heizkörpen sondern ein elektronisches Bauteil, welches entweder an der Außenwand oder im Inneren des Hauses hängt. Eine Frage noch zu der Heizung im allgemeinen. Hast du im Haus Fußbodenheizung oder normale Heizkörper, wenn letzteres Platten oder Radiatoren und in welcher Stellung stehen dann deine Raumthermostaten z.B. im Wohnzimmer.
Übrigens hatte der „Alte Kessel“ mindestens 18KW denn das ist in der Regel die untere Grenze bei Heizungsanlagen, die mit Öl befeuert werden.
Falls noch irgend etwas unklar ist, so schreibe dies ruhig. Ich werde mit Sicherheit antworten.
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Hallo!
Um dein Problem besser lösen zu können brauche ich noch kurz
ein paar Angaben zu deiner Anlage. Wie wird der Kessel
gesteuert? Im Klartext möchte ich wissen, ob du einen
Außentemperaturfühler hast, oder einen Raumfühler besitzt. Ich
meine damit nicht die Thermostaten an den Heizkörpen sondern
ein elektronisches Bauteil, welches entweder an der Außenwand
oder im Inneren des Hauses hängt. Eine Frage noch zu der
Heizung im allgemeinen. Hast du im Haus Fußbodenheizung oder
normale Heizkörper, wenn letzteres Platten oder Radiatoren und
in welcher Stellung stehen dann deine Raumthermostaten z.B. im
Wohnzimmer.
Übrigens hatte der „Alte Kessel“ mindestens 18KW denn das ist
in der Regel die untere Grenze bei Heizungsanlagen, die mit Öl
befeuert werden.
Falls noch irgend etwas unklar ist, so schreibe dies ruhig.
Ich werde mit Sicherheit antworten.
Hi !
Der Kessel wird Aussentemperatur gesteuert. Einen Raumfühler habe ich nicht. Wenn du mit Platten Heizkörper die normalen Flachheizkörper meinst, dann habe ich diese.
In die alte Heizungsanlage kam vor einiger Zeit ein anderer Brenner. Wie hoch dessen Leistung war, weis ich leider nicht.
Ich habe am 10.09 die Tanks volltanken lassen. (2x1500 liter)
Bis jetzt hat sie gut 200 liter Heizöl verbraten !? … und es ist noch nicht mal kalt draußen.
Kann man den Brenner durch einen kleineren ersetzen ?
Die Abgaswerte der alten waren zu hoch, deshalb musst sie raus. Mir wurde der 21 kw Brenner empfohlen und ich dachte mir das eine neue Heizung sowieso sparsamer ist.
Zum Thema saufen … 200 Liter Heizöl in 10 Tagen verbraten. Wir haben ca 160 qm Wohnfläche und beheizen diese noch nicht mal voll. Davon abgesehen war es draußen auch noch nicht richtig kalt.
Gruß Andreas
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Hallo Andreas
Du hattest eine Heizung mit 12KW Leistung. War es ein Zentralheizungskessel oder ein Kachelofen?
Wenn ein Zentralheizungskessel an einem Kamin mit zu viel Zug brennt. dann kühlt er in den Ruhephasen durch die vom Kaminzug abgesogene Luft natürlich auch wieder sehr rasch aus. Da solltest Du einen Zugbegrenzer einsetzen oder eine elektrisch gesteuerte Nebenluftvorrichtung, die von Ofen gesteuert während der Ruhephasen den Zug durch den Kessel verhindert.
Aber wie Helge auch schon fragte und was mich auch wundert: einen 12KW durch einen 21KW Kessel zu ersetzen ist schon komisch. Heute ist der „Ersatz“ eher kleiner dimensioniert.
Gruß Armin
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Den ganzen Brenner brauchst du nicht gleich zu wechseln. Eine kleinere aber natürlich passende Düse reicht fürs erste auch und ist lange nicht so kostspielig. Dieses sollte jeder Fachbetrieb ausführen können und kostet im Materialpreis etwa 10€ + 1/2h Arbeitszeit. Damit bewirkst du eine Reduzierung auf 18KW. Die richtige Einsparung erreichst du damit aber auch nicht, da der Wärmebedarf nach wie vor vorhanden ist und mit der Verringerung der Leistung des Brenners nicht gleichzeitig weniger Öl verbraucht wird.
Um Heizöl zu sparen musst du ein paar Einstellungen an der Regelung deines Kessels vornehmen. An dieser Regelung kannst du die Neigung und auch das Niveau der Heizkennlinie einstellen. Werksmäßig ist die Neigung bei 1.4 eingestellt. Diese solltest du auf 1.2 oder sogar auf 1.0 herunterstellen. Das Niveau kannst du von den vorgegebenen 3 auf 0 (Null) stellen. Das hat folgende Wirkung. Die Vorlauftemperatur wird geringer und verändert sich in Abhängigkeit von der Außentemperatur nicht mehr so steil. Bei dieser Veränderung müssen in den so genannten Bezugsräumen, also dem Wohnzimmer, Bad und eventuell Kinderzimmer, die Raumthermostaten immer auf der höchsten Stufe stehen. Sinn und Zweck liegt darin, immer nur so viel Vorlauftemperatur zu erzeugen wie für die Erwärmung der o.g. Räume notwendig ist. Nicht mehr aber natürlich auch nicht weniger. Deshalb musst du hier ein wenig Geduld beim finden der richtigen Einstellung haben. Es ist total falsch mit zu hohen Temperaturen zu fahren wenn Diese nicht gebraucht wird. Die restlichen Räume können dabei dann etwas reduziert werden.
Noch ein paar Worte zur Trinkwassererwärmung. Es reicht in der Regel wenn der Boiler nur zweimal am Tag für eine halbe Stunde auf- bzw. nachgeheizt wird. Auch macht die Verringerung der Temperatur auf 47°C in zweierlei Hinsicht Sinn. Erstens ist eine geringere Temperatur immer auch gleichzusetzen mit vermindertem Verschleiß der einzelnen Baugruppen bis hin zur Mischbatterie und zweitens erreichst du natürlich einen geringeren Wärmeverlust, da das Temperaturgefälle zum Aufstellraum weniger ist. Du hast immer noch genügend warmes Wasser außerhalb der Heizzeiten zur Verfügung und der Kessel muss nicht laufend nachheizen. Dieses geschieht nämlich immer mit voller Leistung und ist von daher sehr Energieintensiv.
Ich hoffe, du kommst mit meinen Ausführungen klar. Wenn noch etwas unklar ist, bin ich weiterhin gerne bereit auf die Fragen zu antworten.
Bis dahin und viel Erfolg, Ray.
Den ganzen Brenner brauchst du nicht gleich zu wechseln. Eine
kleinere aber natürlich passende Düse reicht fürs erste auch
und ist lange nicht so kostspielig. Dieses sollte jeder
Fachbetrieb ausführen können und kostet im Materialpreis etwa
10€ + 1/2h Arbeitszeit. Damit bewirkst du eine
Reduzierung auf 18KW. Die richtige Einsparung erreichst du
damit aber auch nicht, da der Wärmebedarf nach wie vor
vorhanden ist und mit der Verringerung der Leistung des
Brenners nicht gleichzeitig weniger Öl verbraucht wird.
Doch, es wird gespart, weil insgesamt die Abgastemperatur zurückgeht, denn die Heizflächen im Kessel sind für eine höhere Brennerleistung ausgelegt und können den dann geringeren Angasstrom stärker abkühlen.
Bei einigen Kesseln besteht dabei jedoch Korrosionsgefahr, wegen Taupunktunterschreitung im Abgas vor allem bei sehr geringen Heizsystemtemperaturen.