Schon wieder: formale Frage wissenschaftl.Arbeit

Hallo,

mal wieder hakt es bei mir mit den Formalia:

Ich möchte einen Satz zitieren, in dem ich Auslassungen oder Änderungen vornehme. Die klammere ich natürlich [mit eckigen Klammern] ein. Nun ist aber im gleichen Text schon eine eckige Klammer drin, die ich auch beibehalten möchte…wie kennzeichne ich denn, dass diese eckige Klammer nicht von mir ist?
Bei sonstigen Auffälligkeiten schreibe ich: Hervorhebungen im Original. Aber wenn ich schreibe: Eckige Klammer im Original, weiß man erstens nicht, welche und zweitens, naja…
Gibt es eine Regel, mit was man eckige Klammern in Zitaten ersetzen kann?
Was würdet Ihr machen?

Grüße
Sonja

Hei,
was hat der Autor den in eckige Klammern gesetze?
Vielleicht kannst du es so lösen, das du die Klammern vom Autor rund machst, und deine eckig…und dazu eine erklärende Fußnote?
Gruß Backs

Vielleicht kannst du es so lösen, das du die Klammern vom
Autor rund machst, und deine eckig…und dazu eine erklärende
Fußnote?

Genau. Und falls der Autor auch schon Runde Klammern im Text haben sollte, kannst du geschweifte Klammern „{…}“ nehmen. Und wenn er auch die schon hat, dann kannst du geschweifte Doppelklammern „{{…}}“ nehmen usw. Da wird sich schon was finden lassen.

LG
Jochen

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Tach Sonja,

Auslassungen brauchst Du doch nicht durch Klammern zu kennzeichnen; da nimmt man üblicherweise (auch in wissenschaftlichen Zusammenhängen) die drei … .
Änderungen könntest Du entweder kursiv oder fett schreiben und in einer Fußnote dearauf hinweisen, dass die Änderung von Dir stammt.

Gruß - Rolf

hilfe, verwirrt…nochmal im Zusammenhang
Hallo Rolf

Auslassungen brauchst Du doch nicht durch Klammern zu
kennzeichnen; da nimmt man üblicherweise (auch in
wissenschaftlichen Zusammenhängen) die drei …

Jetzt verwirrst du mich… klar mache ich drei Punkte als Auslassung, aber die in Klammern: satzsatzsatz […] satzsatzsatz.
Das ist falsch?! Es könnten doch auch drei Pünktchen im Originaltext stehen?

Also der Satz um den es geht, ist folgender:

But if Cipolla’s hypnotic art is effectively a case of literalization [Wörtlichkeit], of annulling the difference between word and body, between speaking and doing, then this is a praxis he shares with the text itself.

Die eckige Klammer mit der Übersetzung möchte ich gerne drinlassen, aber nicht den ganzen Satz zitieren. Das hatte ich mir so gedacht:

N.N. bezeichnet Cipollas Kunst als „[…] effectively a case of literalization [Wörtlichkeit], of annulling the difference between[…]speaking and doing […]“ (Hervorhebung im Original).

Da steh ich mit vier eckigen Klammern, bei denen eine nicht von mir ist. Und kursiv ist ja auch schon was im Original, wenn ich dann selber noch was fette, sieht es glaube ich völlig chaotisch aus. Also mit eckigen Klammern bin ich bisher eigentlich immer gut gefahren. Macht man das wirklich nicht?

Grüße
Sonja
.

Änderungen könntest Du entweder kursiv oder
fett schreiben und in einer Fußnote dearauf
hinweisen, dass die Änderung von Dir stammt.

Gruß - Rolf

Tach Sonja,

Jetzt verwirrst du mich… klar mache ich drei Punkte als
Auslassung, aber die in Klammern: satzsatzsatz […]
satzsatzsatz.
Das ist falsch?! Es könnten doch auch drei Pünktchen im
Originaltext stehen?

Natürlich könnten im Originaltext drei Pünktchen stehen; aber nach dem, was ich von Deinem Text gelesen habe, stehen da keine. Warum also machst Du Dir Gedanken über etwas, was sein könnte, aber fü Deinen konkreten Fall keinerlei Bedeutung hat?

Also der Satz um den es geht, ist folgender:

But if Cipolla’s hypnotic art is effectively a case of
literalization [Wörtlichkeit], of annulling
the difference between word and body, between speaking and
doing, then this is a praxis he shares with the text itself.

Die eckige Klammer mit der Übersetzung möchte ich gerne
drinlassen, aber nicht den ganzen Satz zitieren. Das hatte ich
mir so gedacht:

N.N. bezeichnet Cipollas Kunst als „[…] effectively a case
of literalization [Wörtlichkeit], of
annulling the difference between[…]speaking and doing […]“
(Hervorhebung im Original).

Da steh ich mit vier eckigen Klammern, bei denen eine nicht
von mir ist. Und kursiv ist ja auch schon was im Original,
wenn ich dann selber noch was fette, sieht es glaube ich
völlig chaotisch aus. Also mit eckigen Klammern bin ich bisher
eigentlich immer gut gefahren. Macht man das wirklich nicht?

Die eckige Klammer, die im Original steht, belässt Du natürlich im Zitat. Die anderen eckigen Klammern sind nicht nötig; drei Punkte für Auslassungen genügen völlig, um deutlich zu machen, dass d etwas fehlt und dass Du diese Textteile ausgelassen hast.

Gruß - Rolf

Hallo,

Natürlich könnten im Originaltext drei
Pünktchen stehen; aber nach dem, was ich von Deinem Text
gelesen habe, stehen da keine. Warum also
machst Du Dir Gedanken über etwas, was sein könnte, aber fü
Deinen konkreten Fall keinerlei Bedeutung hat?

Ich bin halt so ein grüblerischer Mensch…nein, es geht darum, dass ich dachte, eckige Klammern zeigen prinzipiell an: Hier kommt was abgeändertes. Drei Pünktchen in eckigen Klammern könnten somit nie auch bedeuten, dass im Originalsatz drei Pünktchen stehen. Drei Pünktchen einfach so könnten aber beides meinen, d.h. der Leser weiß dann nicht, sind die Punkte nun von Sonja oder vom zitierten Autor?
Ich hab nämlich auch Zitate in der Arbeit, in denen schon im Original drei Pünktchen sind :wink:

Vielleicht umschreibe ich den Satz auch besser nur…

danke und Grüße
Sonja

Also der Satz um den es geht, ist folgender:

But if Cipolla’s hypnotic art is effectively a case of
literalization [Wörtlichkeit], of annulling
the difference between word and body, between speaking and
doing, then this is a praxis he shares with the text itself.

Die eckige Klammer mit der Übersetzung möchte ich gerne
drinlassen, aber nicht den ganzen Satz zitieren. Das hatte ich
mir so gedacht:

N.N. bezeichnet Cipollas Kunst als „[…] effectively a case
of literalization [Wörtlichkeit], of
annulling the difference between[…]speaking and doing […]“
(Hervorhebung im Original).

Da steh ich mit vier eckigen Klammern, bei denen eine nicht
von mir ist. Und kursiv ist ja auch schon was im Original,
wenn ich dann selber noch was fette, sieht es glaube ich
völlig chaotisch aus. Also mit eckigen Klammern bin ich bisher
eigentlich immer gut gefahren. Macht man das wirklich nicht?

Die eckige Klammer, die im Original steht, belässt Du
natürlich im Zitat. Die anderen eckigen Klammern sind nicht
nötig; drei Punkte für Auslassungen genügen völlig, um
deutlich zu machen, dass d etwas fehlt und dass Du diese
Textteile ausgelassen hast.

Die eckige Klammer mit der Übersetzung möchte ich gerne
drinlassen, aber nicht den ganzen Satz zitieren. Das hatte ich
mir so gedacht:

N.N. bezeichnet Cipollas Kunst als „[…] effectively a case
of literalization [Wörtlichkeit], of
annulling the difference between[…]speaking and doing […]“
(Hervorhebung im Original).

Hallo! Die Auslassungszeichen zu Beginn und am Ende des Zitates kannst Du in meinen Augen weglassen.

Da steh ich mit vier eckigen Klammern, bei denen eine nicht
von mir ist. Und kursiv ist ja auch schon was im Original,
wenn ich dann selber noch was fette, sieht es glaube ich
völlig chaotisch aus. Also mit eckigen Klammern bin ich bisher
eigentlich immer gut gefahren. Macht man das wirklich nicht?

Eine Möglichkeit, die zugegeben etwas ungewöhnlich aussieht, wäre hinter die eckigen Klammern des Autors ein „[sic]“ zu setzen.