Schonmal erlebt?

Hi ich hab so ziemlich häufig ein Erlebnis der besonderen Art. Ich weiß nicht wo und wann, vielleicht bild ich mir das nur ein , aber manchmal denk ich , ich hab bestimme Situationen schonmal erlebt. Woher kommt das? Ist es immer wieder Zufall , das ich etwas im Schlaf träume und dann im richtigen Leben wieder sehe, oder bild ich das mir nur ein? Vielleicht kennt jemand diese faszinierenden Augenblicke auch.
mfg
aras

Déjà-Vu-Erlebnis
Hi aras!

Was du beschreibst ist ein allgemeines psychisches Phänomen: das Déjà-Vu-Erlebnis. Einem Artikel zufolge hatten bereits 98% aller Menschen mindestens ein Déjà-Vu. Der Name kommt aus dem Französischen und bedeutet schoneinmal gesehen.
Es gibt verschiedene Erklärungen für das Auftreten des Phänomens. Eine Erklärung ist, dass in einem kurzen Moment der Unaufmerksamkeit gerade aufgenommene Informationen fälschlicherweise so behandelt werden als stammten sie aus dem Langzeitgedächtnis. Einer anderen Erklärung zufolge erinnern wir uns unscharf an ein ähnliches bereits erlebtes Ereignis, dass fälschlicherweise als mit dem aktuellen identisch angenommen wird. Das gleiche kann auch mit ähnlichen Trauminhalten, Gedanken oder Fantasien passieren.
Eine aktuelle Untersuchung wird hier beschrieben: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/267611.html
Es gibt interindividuelle Unterschiede in der Häufigkeit von Déjà-Vues. Genaue Zahlen hierzu kann ich aber nicht erinnern.

Viele Grüße
Falk

Hi ich hab so ziemlich häufig ein Erlebnis der besonderen Art.
Ich weiß nicht wo und wann, vielleicht bild ich mir das nur
ein , aber manchmal denk ich , ich hab bestimme Situationen
schonmal erlebt. Woher kommt das? Ist es immer wieder Zufall ,
das ich etwas im Schlaf träume und dann im richtigen Leben
wieder sehe, oder bild ich das mir nur ein? Vielleicht kennt
jemand diese faszinierenden Augenblicke auch.

Hallo aras

  1. Es sind Erinnerungen aus vergangenen Leben, die blitzhaft ins Oberflächenbewußtsein kommen.
  2. Der Traum kann Ereignisse vorankündigen.

gruß
rolf

Brett beachten!
Dies ist nicht das Esoterik-Brett.

Dies ist nicht das Esoterik-Brett.

Hallo Frank

Warum die Dinge so trennen? Die Thematik berührt sich oft und es ist immer gut, die Dinge von zwei Seiten zu betrachten.

…auch wenn sich einige hier immer sehr darum bemühen, nur ihre Ansichten gelten zu lassen.

gruß
rolf

geht auch einfacher…
Hier ein pragmatisches und nachvollziehbares Modell:

Einführung:
Jeder, der schon mal einen sehr realistischen Traum hatte, wird mir zustimmen, dass das Hirn auch ohne Input von aussen rein durch innere Prozesse subjektive „Realität“ wiederspiegeln kann. „Realität“ wird also im Hirn erzeugt und kann auf äußerem (Auge) oder inneren Input beruhen. Andererseits kann auch der äußere Input in bestimmten Situationen (Stress, Drogen, Gifte) derart verfremdet sein, dass er „unreal, befremdlich“ wirkt.

Modell:
Wenn man an einer bestimmten bekannten Stelle sich etwas vorstellt, das mal da war, jetzt jedoch nicht mehr (z.B. Haus der Eltern, wenn inzwischen abgerissen), dann wird man klar an den Eigenschaften der Vorstellung merken, dass das nur eine „in die Landschaft projezierte Erinnerung“ ist. Das „erinnerte“ Haus weist charakteristische Merkmale auf, die es in die Wahrnehmungverarbeitung auch als „nur vorgestellt und erinnert“ einfließen lässt.
Die charakteristischen Eigenschaften eines jeden erinnerten (projezierten) Bildes sind stehts gleich (vielleicht leicht durchscheinend, besondere Lage, unscharf, bestimmte Farblosigkeit, was auch immer…) und jedes Bild, das genau diese Eigenschaften hat, wird umgekehrt auch als „erinnert“ ausgewertet.

Nachdem nun ähnliche Phänomene (über Hynose z.B.) auch künstlich reproduzierbar sind, halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass in der gerade eben ablaufenden Wahrnehmungsverarbeitung eine Art „Fehlberechnung“ auftritt und der gerade eingehende Input in diesem Augenblick mit den charakteristischen Merkmalen „das-ist-jetzt-ein-erinnertes-Bild“ versehen wird… und damit in diesem Moment auch als „erinnert“ empfunden wird. Mit all der Überraschung, die sich daraus entwickelt.
In Wirklichkeit ist es aber nur eine gerade eben stattgefundene unbewusste Fehlbewertung/Auswertung des normalen Inputs.

(im Übrigen kann man mit den Untereigenschaften der Wahrnehmung hervorragend arbeiten…und solche und ähnliche Phänomene gezielt hervorrufen. Wen´s interessiert, der googele mal nach „Submodalitäten“ und NLP)

Naja… wem das zu tröge ist, der möge halt die Wiedergeburt oder Hellsichtigkeit oder was auch immer nehmen :o)

hallo

Dein Beispiel macht den üblichen wissenschaftlichn Irrtum.

Es verwechselt das Organ des Denkens, mit dem Instrument des Denkens.

Das Instrument ist das Bewußtsein. Dieses erinnert und vergleicht, nicht das Gehirn. Das Gehirn ist nur der organische Schauplatz.

Natürlich läßt sich über den Organismus auch das Bewußtsein beeinflussen. Aber das ist künstlich und kann sehr wohl unterschieden werden.

gruß
rolf

Hallo, bei ganz banalen Tätigkeiten ist mir das auch hin und wieder passiert. Ich habe da gedacht, genauso wie ich hier stehe und dies oder das tue, habe ich doch schon mal gemacht. Ich habe dann darüber nachgedacht, weil das unmöglich war. Meine Erklärung: Das momentan erlebte Geschehen lagert sich unmittelbar in mein Langzeitgedächnis und natürlich auch in das Kurtzzeitgedächnis ab. Ich erkläre mir diesen Vorgang als „Bewusstseinsspiegelung“. Interessant ist, dass es seit ich es mir eklären konnte, nicht mehr aufgetaucht ist.

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