Hallo,
vor nicht allzulanger Zeit hatte ich in einem Zeitungsartikel gelesen, daß Schopenhauer immer einen Hund hatte (was Allgemeingut ist), und nach dem Verenden des letzten sich fort einen neuen, gleichen zulegte. Denen er auch immer den gleichen Namen gegeben habe, nämlich „Butz“.
Eben lese ich in Wikipedia, der Hund habe immer Atman geheißen. Was stimmt denn nun, weiß jemand was genaueres?
Eben lese ich in Wikipedia, der Hund habe immer Atman
geheißen. Was stimmt denn nun, weiß jemand was genaueres?
er hatte, einen Hund, nämlich Atman, der den Spitznamen Butz trug.
In einer anderen Biographie las ich allerdings, daß er zwei Pudel hatte, nämlich Atman und Butz.
Welche Schuhgröße hatte S., wie? Und welche Zeitung las er, wenn überhaupt? Und weiß jemand vielleicht in diesem erhabenen Brett der Philosophie als Wissenschaft, welches Klopapier er bevorzugte, hartes, männliches, oder weiches, weibliches? Und mit welcher Hand, ob linker oder rechter, sich der liebe S. nach einer Sitzung zu säubern pflegte (wie ich zum Beispiel, jedesmal mit Waschlappen, Wasser und Seife)?
„Wenn Genialität, nach Schopenhauers Beobachtung, in der… Erinnerung an das Selbst-Erlebte besteht, so möchte… ein Streben der Menschheit im Ganzen zu erkennen sein.“ (Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches, Band 2)
Wäre die Frage nach GENIALITÄT im Lebenswerk des Arthur Schopenhauer nicht interessanter zu diskutieren als bloß das banale Wissen über die Hundenamen??
einen Menschen nur auf sein Werk zu reduzieren halte ich für ziemlich daneben. Das Umfeld prägt einen Menschen und somit auch sein Werk.
Und daß er seinen Hund Atman nannte, läßt einige Rückschlüsse auf sein Wesen zu, wenn man denn weiß, was Atman bedeutet.
Ich habe mir angewühnt von Menschen die mich näher interessieren, auch den Lebenslauf anzuschauen. Bei vielen Künstlern und Philosophen erschloss sich mir sein Werk dann wesentlich besser, wenn ich den Menschen besser kannte.
Mich interessiert das Umfeld - zum Beispiel - von Schopenhauer und Nietzsche ebenfalls! Nietzsche ließ sich vom „Genius“ Schopenhauers anregen. Statt die Namen der Hunde interessieren mich aber mehr die Namen der Frauen, die Schopenhauer und Nietzsche beeinflusst haben. Es ist nicht bewiesen, dass Schopenhauers Hunde wirklich „Atman“ hießen, um den Einfluss durch die östliche Philosophie zu untermauern (die Welt ist Maya, soll heißen = Illusion), was Nietzsche veranlasste, Schopenhauers idealistischen System-Pessimismus in einen lebensbejahenden Individualismus umzudrehen (für typische Pessimisten bis heute völlig unverständlich).
Du hast recht, dass du mich „spiegelst“, warum solltest du kein Interesse haben dürfen an den Hundenamen Schopenhauers?
Aber wenn es nur darauf ankäme, in der Philosophie, entspräche das eher dem Bild-Zeitungs-Niveau, für die die banalsten Dinge immer die größte WIRKUNG beim Massenpublikum auszulösen in der Lage sind, das zeigt der Erfolg dieser deutschen Tageszeitung mit der „größten Auflage in Europa“ (10 Millionen Leser täglich können sich ja schließlich nicht irren, genauso wenig, wie die Millionen Fliegen auf einem Scheißhäufen).
Und was die Frauen von Schopenhauer und Nietzsche betrifft: Für diese habe ich deshalb ein Interesse, weil Schopenhauer so einen unglaublichen Hass hatte auf die Frauen (vgl. „Die Kunst mit Frauen umzugehen“, Beck Verlag), womöglich, weil er beim schönen Geschlecht so viele Misserfolge hatte, während Nietzsche wie ein unreifer Schuljunge immer denselben Fehler bei Frauen beging: Sobald ihm eine gefiel, wollte er sie sofort heiraten, und war doch nie erfolgreich, sein Leben lang!
Die aufregendste Affäre seines Lebens erlebte Nietzsche mit Lou Salomé, die ihn wie alle Frauen abblitzen ließ, obwohl sie den Herrn Professor (er schon fast 40 Jahre, sie erst 21) als geistiges Vorbild umwarb. Vielleicht hat Nietzsche sie ja einmal küssen dürfen, mehr aber nicht? Als er mit der schönen jungen Russin in Italien spazieren ging, am „Monte Sarco“??
Aber wenn es nur darauf ankäme, in der Philosophie,
entspräche das eher dem Bild-Zeitungs-Niveau, für die die
banalsten Dinge immer …
Ach, Claus, als ob die Banalitäten, die Marginalien, die Holzwege für die Philisophie selbst keine Rolle spielen würden.
Natürlich kann der Philosophie egal sein, ob Schopenhauers Hund nun Butz, Wutz oder Putz hieß. Dass er offensichtlich aber jeden toten Butz durch einen neuen Butz ersetzte, da hamma doch schon die These von der Ewigen Wiederkehr des Gleichen - in ausagierter Form
Und was die Frauen von Schopenhauer und Nietzsche betrifft:
Für diese habe ich deshalb ein Interesse, weil Schopenhauer so
einen unglaublichen Hass hatte auf die Frauen
Jeder vernünftige Mann mag die Frauen nicht, diese kleinwüchsigere und schwabbligere Hälfte der Menschheit.
Soll heißen: „Ich mag die Frauen nicht!“ Vielleicht kanntest du ja in deinem Leben keine so interessante Frau, wie zum Beispiel die schöne Russin Lou Salomé, die nicht nur Nietzsche den Kopf verdrehte, sondern vielen anderen Berühmtheiten der Geistesgeschichte (u. a. Rilke und Freud)???
Die Frauen sind ‚das niedrig gewachsene, schmalschultrige,
breithüftige und kurzbeinige Geschlecht‘.
Diesen Satz kann und musst auch du unterschreiben…
Waren denn alle deine Frauen in deinem Leben niedrig gewachsen, breithüftig und kurzbeinig, wie? Wo schaust du denn hin? Oder meinst du damit die Brauerreigäule, wie man sie beim Umzug zum Oktoberfest in München sieht? Meine Frau, die Isebill, ist langbeinig und schmalhüftig (nun ja, je älter sie wird, desto mehr nimmt auch ein wenig ihre Hüftebreite zu, aber es hält sich vergleichsweise noch im Idealbereich).
Das ist evident, lieber ET, aber „unterschreiben“ tu i nix!