Schornstein Renovierung Klinker Auslühungen

Hallo, wir haben ein Haus Baujahr 73.
Am und teils im Haus befindet sich ein hoher Schornstein, welcher von mir mit Gerüst saniert werden soll. Die Klinker haben in den Fugen und Rissen Ausblühungen / Ausschwemmungen deren Substanz ich nicht wirklich bestimmen kann.
Es ist eine weisse Masse, die teils sogar richtige Nasen bildet.
So, wie es scheint, kommt diese nur an Stellen raus, wo der Klinker gerissen bzw die Fuge undicht war und noch ist.
Der Schornstein hat ca. eine Höhe von 9-10 Meter und offen sind drei Züge.
Da ich nun die Fugen überarbeiten will, danach entsprechend der Empfehlung der Fa. Mem die Klinker nach Säuberung mit Fassadenimprägnierung abdichten möchte (die obere Abdeckung bekommt ein spezielles neues Blech) würde ich gerne einschätzen, was dort wohl ausgelaufen sein könnte.
Vielleicht helfen noch diese Hinweise.

  • Der Mörtel für die Klinker - nicht die Fugenmasse - ist allen Anschein nach mit gelblichen Sand gefertigt. Ich habe keine Ahnung, was man damals dort genommen haben könnte. Es sieht aus wie normaler Plattenkies.

  • Eine abgebrochene Nase dieser ausgetretenen Masse habe ich in Plastikschälchen mit verschiedenen Mittelchen in Kontakt gebracht.
    Klinker und Fassadenreiniger von Mem reagiert zwar drauf, jedoch nur oberflächlich. Technische Salzsäure schäumt es vollständig auf und löst es restlos.
    Das Material ist quasi wie verhärtete Sedimentablagerungen, die man aus Kiesgruben in Norddeutschland kennt.

  • Ich suche nun einen Hinweis, um was es sich handeln könnte.

  • Welche Art Mörtel zum Aufmauern des Klinkers man wohl benutzt haben
    mag.
    Bei Bedarf kann ich ausreichend Bilder zur Verfügung stellen.

p.s. eine Vollverkleidung des Schornsteins haben wir bewusst nicht ins Auge gefasst.

Hallo, Christian, war zum Zeitpunkt Deiner Anfrage leider in Urlaub, deshalb kann ich mich erst heute melden. Die Ausblühungen an Deinem Kamin stammen sicherlich aus dem Kalkanteil, der sich im Mörtel beim Bau befunden hat. Diese Erscheinung wird dann begünstigt, wenn die Kaminzüge nicht mehr voll beheizt werden (z.B. Brennwertkessel etc.) und so das Mauerwerk nicht austrocknen kann. Deshalb werden freistehende Kamine heute mit Kunstschiefer oder Zinkblech verkleidet. Von einem Abdichten außen rate ich ab, da dann die Feuchtigkeit nicht nach außen entweichen kann und so die Verrottung fördert.