Hallo Björn.
Ich hoffe, du brauchst das Ganze nur in 2 Dimensionen, dann ist es nicht so viel Schreibarbeit.
Nach unten wirkt die Gewichtskraft G=m*g=m*9.81 N/kg.
m ist die Masse des geworfenen Gegenstandes (in kg).
Zur Seite wirkt die Windkraft W (positiv oder negativ, je nach Windrichtung), der Einfachheit halber immer genau waagrecht und zeitlich konstant. Auch der Luftwiderstand ist nicht berücksichtigt. Wie groß du W wählen mußt, damit realistische Flugbahnen rauskommen, mußt du halt ausprobieren.
Die Differentialgleichungen für die Bewegung in x- und y-Richtung sind zum Glück unabhängig voneinander. Damit kriegst du
d^2/dt^2 x = W
d^2/dt^2 y = -G (Minus, weil Gravitation immer nach unten wirkt)
d^2/dt^2 ist die zweite Ableitung von x bzw. y
Wenn man das löst, erhält man
x(t) = x0 + u0*t + 1/2*W*t^2 (1)
y(t) = y0 + v0*t - 1/2*G*t^2 (2)
X0 und y0 sind die Koordinaten des Startpunktes
u0 und v0 sind die Anfangsgeschwindigkeiten in x- bzw. y-Richtung
Das liefert dir dann zu jedem Zeitpunkt t (in Sekunden) die x- und y-Koordinaten (in Meter)
Vielleicht brauchst du aber eine Darstellung y(x), also Höhe in Abhängigkeit von der bereits zurückgelegten Strecke. Dann mußt du (1) nach t auflösen und in (2) einsetzen:
(1) =: t = { u0 - sqrt [u0^2-2\*W\*(x-x0)] } / W (3)
sqrt ist die Quadratwurzel.
Du mußt aber beachten, daß der Wind so stark sein könnte, daß deine Kanonenkugel wieder zurückgeweht wird. Dann bekommst du hier arge Probleme.
Wie auch immer, du setzt in (3) das x ein, bekommt dein t und das kannst du dann in (2) reinsetzen und bekommst dein y.
Noch zum Schluß: wenn du keine Anfangsgeschwindigkeit in x- und y-Richtung gegeben hast sondern einen Geschwindigkeitsbetrag V und einen Abschußwinkel alpha relativ zur x-Achse, dann kannst du so umrechnen:
u0 = V * cos alpha
v0 = V * sin alpha
Die meisten Programmiersprachen verwenden das Bogenmaß (rad) für die Sinus und Cosinus-Funktion, deshalb die Umrechnung:
alpha [rad] = (pi / 180) * alpha [°]
hoffe, du kommst klar, sonst frag nach.
für ein kleines spiel brauch ich mal die
formel für einen schrägen wurf, allerdings
soll auch noch eine variable
windgeschwindigkeit mit einbezogen werden,
quasi so wie in den spielen „tank wars“
oder „worms“.
btw.: wo gibts brauchbare formelsammlungen
im netz?
Warum kauft du dir nicht ein Buch, das ist doch viel praktischer. Meine Empfehlung:
Horst Kuchling
Taschenbuch der Physik
Fachbuchverlag Leipzig im Carl Hanser-Verlag
ISBN 3-446-18692-1 Buch anschauen
Steht auch was zu deinem Problem drin.
Grüße und bobok
Semjon.