Hallo Peter,
ich meine, du schüttest das Kind mit dem Bade aus. Was du an Gegenargumenten nennst, will ich wie folgt kommentieren:
Das Ganze ist, bis auf wenige Ausnahmefälle, einfach nur
idiotisch !!
„Wenige Ausnahmefälle“ sind schon _sehr_ viel wert! Aber schaun’ wir mal…
25% Verluste.
Die 60W Lampe benötigt also 80W zum Betrieb.
Wenn du also dein Hütte auf Kabellos umrüstest, steigt dein
Stromverbrauch entsprechend.
Ein Lampenschirm reduziert den Wirkungsgrad noch viel mehr und der Stromverbrauch steigt entsprechend. Niemand verlangt deshalb den Verzicht auf Lampenschirme oder z. B. indirekte Beleuchtung.
Auch die Im Labor erzielten Verluste von „nur“ 10% sind
wesentlich schlechter als das was ein Kupferdraht leistet.
Mit diesem Argument könntest du jegliche Akku-Technologie, die ja auch den kabellosen Betrieb von Geräten ermöglicht, als absurd erklären. Und dabei ist der Wirkungsgrad von Akkus noch schlechter!
Wir sind gerade dabei, den Energieverbrauch durch Standby in
den Griff zu bekommen und nun soll so etwas kommen ?!?!
Da fehlt ein Zusammenhang.
Wenn dann jeder so etwas hat, bekommen wir das selbe Problem
welches wir mit WLAN auch schon haben: Der Nachbar bezieht
dann den Strom über deinen Zähler …
Ähhh - na und? Er bezieht ja auch das Licht vor meiner Haustür von mir, anteils- und leistungsmäßig in ungefähr dem gleichen Maß, und ich gräme mich nicht!
Bei einer flächendeckenden Anwendung stellt sich zudem die
Frage, wie sich diese Anlagen gegenseitig vertragen. Die
gegenseitige Beeinflussung könnte zu zusätzlichen Verlusten
führen.
Das ist eine Unterstellung. Ich halte das 1. für ausgeschlossen und 2. im Zweifelsfall für vernachlässigbar bzw. irrelevant.
Eine weitere Frage ist, wie sich leitende Gegenstände im Feld
verhalten werden, bzw. wie viele Verluste sie erzeugen. Da
wäre dann vielleicht Plastikbesteck im Wohnzimmer angesagt.
Fragt sich auch was passiert, wenn eine Halskette zufällig mal
40W absorbiert, während sie getragen wird …
Das lasse ich gelten (obwohl eigentlich eine Resonanz erforderlich ist und sich mit einer Art Bandspreizung was machen lassen müsste).
Dann wäre dann noch das Stichwort „Elektrosmog“ …
Das lasse ich erst recht gelten. In einem Land in dem „Elekrostrahlung“ „böse“ ist, egal wie stark sie ist (wer kann denn schon 10 mW von 10 W oder 10 kW unterscheiden) sehe ich ein hohes Akzeptanzproblem.
Aus physikalischen Gründen (Übertragungsstrecke maximal
Lambda/4) kommt für die Übertragung nur das Kurzwellenband in
Frage (3MHz bis 30MHz, entsprechend Lambda 100m bis 10m). Der
Prototyp des MIT arbeitet mit 10MHz.
Fragt sich jetzt, wer sich freiwillig einen Kurzwellensender
mit so 1 bis 2kW ins Wohnzimmer stellen will ?
Warum so viel? Wir betreiben mit Akkus doch auch nur Kleingeräte. Mit einem 10 W-Sender unter dem Wohnzimmertisch lässt sich zweifellos nicht alles, aber schon sehr viel machen!
Zuerst soll ja nur der Laptop dran … dann noch die 5.1
Audioanlage und dann will die Hausfrau auch noch einen
Kabellosen Staubsauger !!! Und schon sind wir bei 1 bis 2 kW.
Nein, eben nicht. Siehe Akkus, die verdammt auch keiner, weil er seinen (großen) Staubsauger nicht damit betreiben kann. Und die Audioanlage ist ortsfest, die will er gar nicht damit betreiben.
Nebenbei: Ich habe die neusten Artikel nicht gelesen, nur mal einen älteren vor ein paar Monaten. Und ob das System aus anderen Gründen unpraktikabel ist, weiß ich nicht und will ich nicht ausschließen. Skeptisch bin ich auch. Wenn z. B. die Empfangsantenne 3 Meter Durchmesser haben muss…
Grüße
Uwe