Schredder

Hallo!

Immer noch wälze ich für mein zu sanierendes Haus Konzepte, u. a. für die Heizung. Inzwischen ist klar, daß ich eine Holzheizung haben möchte. Holzpellets gibts in erreichbarer Nähe nicht. Transport über hunderte Kilometer wird entschieden zu teuer. Scheitholz-Vergasung will ich nicht so gerne, weil keine automatische Beschickung möglich ist. Also Hackschnitzel. Die Gegend hat zwar viel Wald, aber leider ist es nicht wie z. B. in Schleswig-Holstein, daß Landwirte die Knicks pflegen und dabei jede Menge Schreddergut anfällt. Leistungsfähige Schredder gibts in der Gegend m. W. nicht. Also brauche ich selbst so ein Gerät. Wohlgemerkt keinen Garten-Schredder, sondern eine Maschine, die z. B. bis zu 20 cm dicke Stämme zerkleinert. Ich stelle mir vor, Schnittholz in 1 oder 2m-Stücken anliefern zu lassen, durch den Schredder zu schicken und nach Ablagerung für den automatischen Heizungsbetrieb zu verwenden.

Für den Antrieb von einer Zugmaschine gibts solche Schredder. Ich möchte mir aber dafür keinen Trecker oder Unimog hinstellen. Der Aufwand muß auf dem Teppich bleiben. Wo gibt es Schredder mit eigenem Antrieb, die ganze Baumstämme schlucken?

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

isses nich besser, du leihst dir so ein Ding von der nächsten Firma, die Baumpflege betreibt? Einmal eine richtige Fuhre Holz angekarrt, dann einen Tag schreddern, dürfte für den Winter reichen. Oder?

Gruß
André

und warum der aufwand ? owt

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Hallo !

Versuch es mal hier :

http://www.scheppach.de

Oder beim örtlichen Stadtbauamt oder Straßenbauamt. Die wissen oft nicht, wohin mit dem Geschredderten. So bei uns.

Pellets sind geformte Briketts aus Sägespänen und -mehl. Haben eine viele höhere Heizleistung als Geschreddertes. Geschreddertes brennt weg wie Zunder.
Ist eine automtische Beheizung mit Geschreddertem überhaupt möglich? Bleibt das nicht hängen?

Schredder dieser Größe brauchen einen neuen E-Schaltkasten im Haus und ein Betonfundament.

Grüße Max

Hallo Wolfgang,

vor zwei Wochen wurde so ein Ding in „Autopsie“ auf RTL II gezeigt, wo ein Mann seine ermordete Frau häckselte um die Spuren zu beseitigen.

Das Gerät hat einen eigenen Dieselmotorantrieb und macht also auch große Äste klein. Und Leichen…

Bei uns in Speyer hat der örtliche Rasenmäher-Center BRAUN so ein Gerät zum verleihen, kostet 150€ den Tag.

Daher: Einen oder zwei Tage leihen und shreddern…

http://www.rau-forsttechnik.de/rau04.html

http://www.bgu-maschinen.de/produkte/brennholz/21.shtml

gruß

dennis

isses nich besser, du leihst dir so ein Ding von der nächsten
Firma, die Baumpflege betreibt? Einmal eine richtige Fuhre
Holz angekarrt, dann einen Tag schreddern, dürfte für den
Winter reichen. Oder?

Hallo André,

vielleicht finde ich ja in der Nähe doch noch eine Firma oder Bauern, der so ein Teil besitzt. Wenn ich aber unbedingt auf solche Maschine angewiesen bin, hätte ich gerne eine eigene in der Scheune stehen. Die Fuhre(n) Holz sind kein Problem. Die gibts nicht gegen Geld, sondern nur gegen die ortsübliche Währung (Klönschnack, Kiste Bier, Gefläsch).

Gruß
Wolfgang

Hallo,

um Holz im automatischen Heizungsbetrieb gebrauchen zu können, muß es in eine Form gebracht werden, die sich zum Transport (Brennraumbeschickung) per Schneckentrieb eignet. Deshalb wird Schnittholz zerhäckselt, dann etwa 1 Jahr zwecks Trocknung gelagert und dann verheizt.

Damit verfeuert man insgesamt Stickoxid-neutral einen nachwachsenden Rohstoff, der je nach Gegend billig und in Mengen verfügbar ist. Der Aufwand lohnt sich mit kurzer Amortisationszeit, wenn die Heizungsanlage nur groß genug ist.

Gruß
Wolfgang

http://www.scheppach.de
Oder beim örtlichen Stadtbauamt oder Straßenbauamt. Die
wissen oft nicht, wohin mit dem Geschredderten. So bei uns.
Pellets sind geformte Briketts aus Sägespänen und -mehl. Haben
eine viele höhere Heizleistung als Geschreddertes.
Geschreddertes brennt weg wie Zunder.
Ist eine automtische Beheizung mit Geschreddertem überhaupt
möglich? Bleibt das nicht hängen?
Schredder dieser Größe brauchen einen neuen E-Schaltkasten im
Haus und ein Betonfundament.

Hallo Max,

Stadtbauamt - ich wohne in der Pampa, da gibts weder Stadt noch Amt. Entweder hat man hier etwas selbst oder man muß es von weit her holen.

Pellets haben einen deutlich höheren Heizwert als Hackschnitzel, sind aber teuer (fast so teuer wie Heizöl) und es gibt sie im ganzen Landkreis nicht. Hackschnitzel erfordern viel Lagerraum und weil sie in der Gegend nicht erzeugt werden, einen eigenen Schredder. Aber dann heizt man beinahe zum Nulltarif.

Ich will im Moment klären, ob ein Schredder in Frage kommt und welcher Aufwand damit verbunden ist. Aus dem von Dennis angegebenen Link ergibt sich, daß der geeignete Schredder 7.000 € + Motor kostet und ca. 40 kW Antriebsleistung braucht. Das bekäme ich nur mit viel Aufwand ans Netz. Also wird es wohl ein Diesel-Antrieb. Die Anschaffungskosten halten sich im Rahmen, denn so viel Geld würde ich mit Pellets oder Öl in etwa 2 Jahren verheizen. Die Investition in den Schredder wird sich damit schnell rechnen.

Hackschnitzel lassen sich per Schneckenförderer transportieren. Ob dabei etwas hängen bleibt, wie Du vermutest, weiß ich nicht. Ich versuche ja erst, mich schlau zu machen. Ich habe überhaupt erst ein einziges Mal so eine Heizung in einer Tischlerei gesehen. Damals war mein Informationsstand aber noch so gering, daß ich auf die Dinge, die mich heute interessieren, nicht achtete.

Gruß
Wolfgang

Hallo Dennis,

vor zwei Wochen wurde so ein Ding in „Autopsie“ auf RTL II
gezeigt, wo ein Mann seine ermordete Frau häckselte um die
Spuren zu beseitigen.

Igitt! Aber ich habe keine Frau, also komme ich auch nicht in die Versuchung, den Schredder zweckentfremdet einzusetzen…

Bei uns in Speyer hat der örtliche Rasenmäher-Center BRAUN so
ein Gerät zum verleihen, kostet 150€ den Tag.
Daher: Einen oder zwei Tage leihen und shreddern…

Bei mir in der Nähe (will sagen: Im Umkreis von einigen zig Kilometern) gibt es nur Wald und Wiesen, die Elbe, die Sude, winzige Dörfer, aber keine Rasenmäher- und sonstige Center.

http://www.rau-forsttechnik.de/rau04.html
http://www.bgu-maschinen.de/produkte/brennholz/21.shtml

Die beiden Links passen genau. Da gibts das gesuchte Maschinchen und Angaben zu Preisen und Antriebsleistung.

Gruß
Wolfgang

ja dann ! viel Erfolg wünscht REWE. owt

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Hallo Wolfgang,

was lese ich da, jetzt überlegtst Du selbst in Richtung einer Schreddergut-Heizung, die Du mir neulich noch madig machen wolltest :wink:? Aber mal im Ernst, wo hast Du das Ding gesehen, und wie schaut es mit der von Dir damals angesprochenen Trockung und Lagerung des Schredderguts aus? Wieviel Volumen wird da wie vorgehalten und getrocknet?

Habe ja immer noch die Hoffnung auch die Biomase unserer 3500m² plus der beiden Waldstücke mal in Energie für das Haus umzusetzten, anstatt sie kostenpflichtig entsorgen zu müssen. Großer Schredder wäre bei uns kein Problem. Wenn ich mich recht entsinne, hat der Treckerclub so etwas, und da wohnt der Vorsitzende nebenan. Und wenn nicht, könnte man sich zumindest den Antrieb dort bei Bedarf ausleihen.

Gruß vom Wiz

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… wo hast Du das Ding gesehen,
und wie schaut es mit der von Dir damals angesprochenen
Trockung und Lagerung des Schredderguts aus? Wieviel Volumen
wird da wie vorgehalten und getrocknet?

Hallo,

die Anlage habe ich in einer Möbeltischlerei in der Nähe Reutlingens gesehen. Vorher ließ man die dort anfallenden Späne teuer entsorgen und heizte mit Öl. Durch den Heizungsneubau entfallen Entsorgungs- und Ölkosten. Die Problematik ist in der Tischlerei mit hohem Spanplattenanteil aber nur begrenzt mit einer Hackschnitzelheizung vergleichbar. Die Zwischenlagerung zum Trocknen kann in der Tischlerei entfallen. Dafür muß einiger Filteraufwand für Rauchgas getrieben werden. Verheizt wurden nicht nur Späne, Schleifmehl und geschredderte Stücke, sondern auch Kartonagen, altes Bauholz aus abgerissenen Schuppen, etc.

Um praktisch ausgeführte Hackschnitzelheizungen zu sehen, wird man wohl nach Österreich fahren müssen. Dort ist diese Heizungsart eher üblich als in D. Hierzulande wird Schreddergut allenfalls verwendet, um Blumenbeete abzudecken.

Übrigens wollte ich Dir eine Hackschnitzelheizung keineswegs madig machen. Ich gab nur zu bedenken, daß sich für ein paar Kubikmeter Biomasse der zu treibende Aufwand nicht rechnet.
Der Heizwert ist so gering, daß man unterhalb einiger zig m² Hackschnitzel nicht nachzudenken braucht.

Sobald man die Hackschnitzel von weit her oder gar sackweise abgepackt und bereits getrocknet beschaffen muß, wird es wirtschaftlich uninteressant - viel Volumen, relativ geringer Brennwert und hohe Kosten. Die Methode ist nur brauchbar, wenn die Hackschnitzel am Ort erzeugt werden, Lagervolumen zum Trocknen sowie einige technische Einrichtungen vorhanden sind. Hat man z. B. eine Scheune und bläst die Hackschnitzel direkt aus dem Schredder in den Lagerraum, kostet das Rohmaterial in einer waldreichen Gegend nichts. Da ist gelegentlich ein Tag zum Schreddern angesagt, ansonsten heizt man zum Nulltarif.

Der technische Aufwand rechnet sich nicht, wenn man eine Durchschnittswohnung zu beheizen hat. Z. B. 3.000 Liter Öl für etwa 1.200 € im Jahr sind kein so gewaltiger Posten, daß sich Technik und Lagerraum für Hackschnitzel amortisieren. Wenn man dabei in Zeiträumen von 10 oder noch mehr Jahren rechnen muß, um auf einen grünen Zweig zu kommen, spiele ich nicht mehr mit. Bei mir sind aber rd. 1.500 m³ zu beheizen und Lagerraum ist vorhanden. Bei so einer großen Heizungsanlage kann sich der Technikaufwand schnell lohnen.

Dagegen gefällt mir die ursprünglich verfolgte Pellets-Idee nicht mehr so recht. Das erforderliche Lagervolumen ist wegen des hohen Brennwerts und weil das Material trocken geliefert wird, recht überschaubar, aber die Kosten machen Pellets uninteressant - fast so hoch wie bei Öl oder Gas. Bevor ich jetzt alljährlich die Größenordnung von 10.000 Mark verheize, mache ich mir lieber ein paar Gedanken.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

solche Sachen gibt es ev. über Betriebsauflösungen oder Insolvenzen.
Im Netz müßte so was auch zu finden sein. ev. auch via Amtgericht

Dann gibt es noch Verwertungsgesellschaften, die kommunale Güter (Landesgüter, Bundeskrams, BW-Krams, etc.) verhökert. Über die Qualität solcher Sachen kann ich nichts sagen, aber vielleicht lohnt es sich.

Gandalf

P.S.
ist eigentlich die Zeitschrift mit dem Artikel über Pelletheizungen angekommen?