Ich habe folgendes Problem:
Leider bin ich an einen etwas unseriösen Webhoster geraten, nach mehreren kleineren Auseinandersetzungen habe ich den Vertrag gekündigt. Leider muss ich aber noch eine gewisse Zeit den Kündigungsschutz beachten und bin deshalb noch immer an diese „Firma“ gebunden.
Da ich weitere Seiten im Internet habe, bin ich mittlerweile zu einem anderen Anbieter gewechselt, der mir auch die Möglichkeit gibt, über MySQL CMS-Systeme zu verwalten.
Die Domain meines alten gekündigten Anbieters leite ich zur Zeit über die index.html auf dem alten Webspace zum neuen Anbieter um.
Sehr zum Ärger der alten Firma, die mir regelmässig meine index.html mit eigenen Daten überschreibt und die Weiterleitung ausser Kraft setzt. Spätestens 2 Tage nach dem Hochladen meiner index wird diese von denen überschrieben und ist unbrauchbar.
Meine Frage also:
Schaffe ich es irgendwie, entweder die index.html mit einem Passwort zu versehen, um Löschen oder Überschreiben zu verhindern? Oder gar den kompletten Webspace abzusichern?
Im Endeffekt hat natürlich der Server-Betreiber Befehlsgewalt über die gehosteten Dateien seiner Kunden, aber ich wills ihm gern etwas schwerer machen.
Im Endeffekt hat natürlich der Server-Betreiber Befehlsgewalt
über die gehosteten Dateien seiner Kunden, aber ich wills ihm
gern etwas schwerer machen.
Ist es nicht so, dass er zwar die Hardware zur Verfügung stellt, die Daten darauf jedoch dir gehören?
Ich würde das nämlich so sehen und das wiederum würde eine Klage möglich machen, da der Serverbetreiber nicht das Recht hat auf meine Daten zuzugreifen oder die gar zu verändern. Klar ist das keine kurzfristige Lösung, aber eine Veränderung deiner Daten muss doch verboten sein und damit hättest den Ar… doch an den Eiern. Wenn diese Weiterleitung noch dazu für eine gewerbliche Aktivität von Nöten ist, wäre da sogar noch Geld rauszuholen, weil er deine Tätigkeit wissentlich einschränkt und dadurch geschäftschädigend ist. Im geringsten Fall Nötigung, für den schlimmsten hab ich grad kein Wort parat
Dachte an die DNS Zone beim Provider oder wo auch immer er die hat. Irgend ein DNS Server muss ja wissen auf welchem Server die Web Seite ist. Es handelt sich da um den NS Eintrag.
.:Hallo,
Kannst Du nicht einfach die DNS Einträge so ändern, dass diese
direkt auf den neuen Server verweisen.
Die DNS-Einträge auf welchem Server genau?
Gruß
loderunner
ganz so einfach und eindeutig, wie einige Leute hier glauben machen möchten ist die Sache keineswegs. Man sollte mal die Vertragsinhalte genau studieren, bevor man hier zu einer Aussage kommt. Es gibt durchaus gerade im niedrigsten Preissegment Verträge die reine Weiterleitungen ausschließen. Und dann würde sich höchstens noch die Frage stellen, ob man den Kunden so wie geschrieben zur Vertragstreue anhalten darf, oder ob man ihm gleich einen Anwalt mit kostenbewehrter Unterlassungserklärung auf den Hals schickt.
Gruß vom Wiz
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Ich würde das nämlich so sehen und das wiederum würde eine
Klage möglich machen, da der Serverbetreiber nicht das Recht
hat auf meine Daten zuzugreifen oder die gar zu verändern.
Die AGB der Hostingprovider beinhalten üblicherweise die Vereinbarung, das bei Zahlunsgrückstand gesperrt und irgendwann auch gelöscht werden darf. Damit ist das Thema durch. Können tut er’s ohnehin -> Provider ist root und kann alles.
Ich habe einmal die bisherigen Antworten überflogen.
Ich würde es einmal wie folgt tricksen, wenn die Möglichkeit dafür besteht: Bei fast allen Webservern wird die Konfiguration bzw. das Server-Verhalten mit der Datei „.htaccess“ je Verzeichnisast gesteuert, festgelegt, erweitert und/oder eingeschränkt. Manche Konfigurationen werden vom Provider unabänderbar für die Kunden festgelegt, andere können geändert werden, indem man die .htaccess-Datei anpasst.
Wenn die Directive „DirectoryIndex“ angepasst werden kann und der Provider weiterhin davon ausgeht, dass die Datei „index.html“ ersetzt werden soll, kannst Du die Reihenfolge, nach der Dateien als Index im Verzeichnis(ast) geladen werden sollen, problemlos neu festlegen. Beispiel für .htaccess:
Obigen Eintrag „DirectoryIndex …“ mit / in .htaccess einfügen und übertragen; Deine gewünschte Seite kopierst dann Du demnach auf „daheim.html“, die „index.html“ lässt Du einfach stehen - damit sie auch überschrieben werden kann.
Sollte dies funktionieren, bist Du das geschilderte Problem mit dem ollen Provider vom Hals.
Dachte an die DNS Zone beim Provider oder wo auch immer er die
hat.
Zum einen wird da wohl niemand außer dem Provider drauf Zugriff haben.
Zum zweiten nutzt das gar nichts. Weil:
Irgend ein DNS Server muss ja wissen auf welchem Server
die Web Seite ist. Es handelt sich da um den NS Eintrag.
die holen ihre Einträge von übergeordneter Stelle. Und die wieder von weiter oben. Bis man dann bei der Denic landet. Und genau dort ist der Eintrag auch wieder vom Provider vorgenommen worden, der ihn ja nicht freigeben will.
Ergo: das wird wohl nichts.
Gruß
loderunner
Ich würde das nämlich so sehen und das wiederum würde eine
Klage möglich machen, da der Serverbetreiber nicht das Recht
hat auf meine Daten zuzugreifen oder die gar zu verändern.
Die AGB der Hostingprovider beinhalten üblicherweise die
Vereinbarung, das bei Zahlunsgrückstand gesperrt und
irgendwann auch gelöscht werden darf. Damit ist das Thema
durch. Können tut er’s ohnehin -> Provider ist root und
kann alles.
Wenn ich ja im Zahlungsrückstand wäre, würde ich dieses Verhalten durchaus verstehen - bin ich aber nicht. Ich hatte 2 Domains bei diesem Provider angemeldet, eine eigene Seite und die eines Bekannten. Beide sind bereits gekündigt, aus folgendem Grund:
Ich hatte die Rechnung zu spät bezahlt, da wollten sie plötzlich 5 Euro Mahngebühr nachfordern. Ich hatte den Rechnungsbetrag schon bezahlt (ohne Mahngebühr von der ich nichts wusste - sie wurde nachberechnet als das Geld schon raus war). In dem Moment, wo mein Geld bei denen einging und sie mir die Zahlung der Rechnung (und zwar der vollen Rechnung) bestätigten, schlossen sie mir die Seite wegen der 5 Euro Mahngebühr. Und nicht wie man es vieleicht von STRATO oder so gewohnt ist, mit einem Vermerk „Diese Seite ist vorrübergehend nicht erreichbar“ sondern mit dem Hinweis „Diese Seite wurde gesperrt - Bitte setzen Sie sich mit buchhaltung@**mainunion.XX in Verbindung“
Dann der nächste Hammer - in der Vorstellung neuer
Kundenseiten auf deren Webspace stehen viele URL´s - unter
anderem die Seite eines Lanzer-Fanclubs (Lanzer = verbotener
Rechtsrock)und weitere vom Unternehmen gehostete rechte
Seiten. (z.b. stolzundfrei.com)
Ich als angehender Unternehmer halte recht wenig davon, wenn
meine Seite mit solchen URLs in einer Liste steht.
IANAL, aber IMHO ist das Verändern von Daten ein Kündigungsgrund, wenn Du Nachbesserung gefordert hast. Also den Provider vorwarnen und dann gegebenenfalls mitrechtlichen Schritten drohen. Außerdem kannst Du einen KK-Antrag stellen und die Domain zu Deinem neuen Provider mitnehmen, dann sind diese Spielchen aus.
Deiner Warnung vor kleinen Providern möchte ich mich in der Pauschalität aber wirklich nicht anschließen.
der bisherige Provider hat wegen der Kündigungsfrist noch die Finger auf dem Eintrag. Daran kann auch die Denic nichts ändern. Und wenn die nichts ändert, bringt die Änderung des Eintrags auf dem DNS nichts - wobei die ja eh mangels Zugriff nicht möglich ist.
Wenn der Umzug erstmal komplett vollzogen ist, wird das anders sein (wobei zu befürchten ist, dass sich auch denn der alte Provider erstmal sträuben wird), dann hilft Dein Link zur Denic vielleicht weiter.
Gruß
loderunner