Hallo,
Eine Freundin erzählt mir, dass sie abends immer aufschreibt,
wenn jemand etwas Nettes zu ihr gesagt hat. Das fand ich eine
gute Idee und werde das in Zukunft auch tun.
So etwas später, wenn man nicht so gut drauf ist, nochmal zu lesen, kann einem helfen wieder fröhlicher zu werden.
Aber ich würde
noch gerne mehr aufschreiben, weiß jedoch nicht, was und wie.
Wie könnte ich denn am besten vorgehen, damit mir das
Schreiben auch irgendwas bringt?
Das wäre wohl ganz einfach so, wie es dir am leichtesten von der Hand geht - schließlich ist das nur für dich allein. Fang einfach mal an ohne viel zu überlegen. Schreib auf, was dich bewegt, egal was… Mach keine Wissenschaft draus, das verkrampft nur.
Meine täglichen Erlebnisse
möchte ich eigentlich nicht ausführlich aufschreiben.
Vielleicht nur die wichtigeren und in Stichworten… Kannst dann mal deinen Enkeln genau erzählen, wann du dich das erste Mal verliebt hast…
Vielleicht einfach nur meine momentanen Gefühle und Gedanken?
Auch das gehört dazu. Ein Tagebuch in dem du deine ganz persönlichen Gefühle, Probleme beschreibst, kann dir dabei helfen die Probleme zu lösen, weil das Schreiben dich dazu bringt es klar zu formulieren. Dabei können dann schon Ideen auftauchen, die zur Lösung beitragen. Das wird übrigens auch therapeutisch eingesetzt.
Oder hat jemand vielleicht ein paar Fragen, mit denen ich mich
auseinandersetzen könnte? So nach dem Motto:
„Was hat mir heute besonders gut gefallen?“
Immer gut da aufbauend!
„Was hat mich aufgeregt?“
Auch gut, um zu hinterfragen: warum habe ich mich aufgeregt? Gab es wirklich einen Anlaß dazu? War die Aufregung unnötig, unnütz? Wäre es besser gewesen das einfach ganz gelassen zu akzeptieren bzw. hinzunehmen?
„Was hat mich traurig gemacht?“
Ebenfalls gut, so kann man sich die Traurigkeit von der Seele schreiben, das erleichtert schon beim Schreiben, so wie wenn man deshalb weint. Diese Passagen nicht unbedingt wieder lesen oder nur dann, wenn du so fit bist, daß dich nichts umhauen kann - sonst läufst du Gefahr in Selbstmitleid zu verfallen. Aber nach einem Jahr kannst du wahrscheinlich darüber lächeln und dir sagen: war ja eigentlich gar nichts zum traurig sein…
„Was habe ich heute Gutes / Schlechtes getan?“
Über das Gute ausführlich schreiben. Über das Schlechte kurz und prägnant, dir Besserung vornehmen, oder aus Fehlern lernen und dann weglegen.
Viel Erfolg, alles was DIR wichtig ist, kann ins Tagebuch, es gibt keine Grenzen.
Gruß,
p+p