Schreibzyklen bei EEPROMs

Moin

In den meisten Datenblättern zu EEPROMs wird eine minimale Schreibzyklenzahl angegeben. Wie ist die zu verstehen ?

Kann man so oft ein Byte reinschreiben oder alle Bytes schreiben ?
Oder kann man jedes Byte so oft schreiben ?

Danke & cu

Hi pumpkin,

In den meisten Datenblättern zu EEPROMs wird eine minimale
Schreibzyklenzahl angegeben. Wie ist die zu verstehen ?

EEPROMS unterliegen aus physikalischen Gründen Abnutzungserscheinungen; ihre Speicherzellen können zwar sehr oft, aber nicht „unendlich“ viele Male programmiert werden. Eine minimale Schreibzyklenzahl von z. B. 100000 bedeutet einfach, daß der Hersteller garantiert, daß eine Speicherzelle des betreffenden EEPROMs mindestens 100000 Schreib-/Löschoperationen „aushält“. Wenn Du diesen Wert überschreitest, mußt Du das Risiko tragen, daß die Speicherzelle irgendwann das Ende ihrer Lebensdauer erreicht.

Mit freundlichem Gruß
Martin

Du kannst jedes Byte entsprechend oft schreiben - jede Zelle nutzt sich einzeln ab, die anderen bleiben unbeeinflusst.

Hallo pumpkin,

In den meisten Datenblättern zu EEPROMs wird eine minimale
Schreibzyklenzahl angegeben. Wie ist die zu verstehen ?

Kann man so oft ein Byte reinschreiben oder alle Bytes
schreiben ?

Um jetzt ganz pingelig zu werden.

Bei Speicherzellen, welche im Gelöschten Zustand eine „1“ enthalten", ist damit die Anzahl Umprogrammierungen auf „0“ gemeint.

Deshalb benutzt man bei z.B. Betriebsstunden- oder Kilometer-Zählern bestimmte Algorithmen welche sicherstellen, dass alle Bits gleichmässig „abgenutzt“ werden. Bei normaler Speicherung als Binärzahl währe sonnst Bit0 schon „verbraucht“ während Bit1 erst die halbe Zykluszahl „auf dem Buckel“ hat.

MfG Peter(TOO)

Hallo,
alle meine Vorredner (-schreiber) habe Recht, aber etwas wichtiges noch nicht genannt:
bei modernen EEPROMs werden gar keine einzelnen Bytes gelöscht oder geschrieben! Es werden durch die interne Logik IMMER Blöcke/Spalten/Zeilen KOMPLETT gelöscht und neu geschrieben. Darauf sollte man achten, wenn man wirklich bis an die Grenze gehen will/muss. Weitere Infos dazu (englisch):
http://www.microchip.com/download/appnote/eeproms/00…
Gruß
Axel

Hallo Axel,

Und hier aus der gleichen Küche der gegenteilige Beweis !!
http://www.microchip.com/download/appnote/eeproms/00…

MfG Peter(TOO)

Hallo Peter,

Und hier aus der gleichen Küche der gegenteilige Beweis !!
http://www.microchip.com/download/appnote/eeproms/00…

inwiefern ist das ein Gegenbeweis? In diesem Text wird doch nur die ‚äußere‘ Software beschrieben, soweit ich das gelesen habe. Über den inneren Ablauf im EEPROM habe ich nichts entdeckt! Ich meinte mit meinem Text wirklich den Vorgang im EEPROM selber, nicht das, was ein Mikroprozessor von außen anschiebt. Das EEPROM ist intern in Blöcken/Zeilen/Spalten organisiert (je mnach Typ/Hersteller). Beim neuschreiben einer Zelle wird ein ganzer Bereich in einen internen Puffer kopiert, dort geändert (evt. nur ein einzelnes Bit, ggf´. auch der ganze Puffer), der ganze Bereich gelöscht und aus dem Puffer wieder neu geschrieben. Deshalb ist es bei einer Lebensdauerbetrachtung eben wichtig, wie geschrieben wird. Man kann die Schreibvorgänge im Controller zusammenfassen und komplette Bereiche schreiben oder einzelne Bytes schreiben, wobei der Bereich dann eben mehrfach gelöscht und wieder beschrieben wird. Dementsprechend gibt es unterschiedliche Aussagen über die Anzahl der Schreibzyklen je nach Zugriffsart (Byteweise, Zeilenweise, Blockweise). Oft existieren z.B. für serielle EEPROMs (I2C-Bus) zumindest zwei Schreibzugriffsversionen (einzelnes Byte oder Gruppe schreiben), wobei je nach innerer Organisation des EEPROMs die Anzahl von Bytes beim Gruppenweisen Schreiben variiert.
Hab’ ich mich jetzt verständlicher ausgedrückt?
Gruß
Axel

Danke an alle (o.T.)
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