Rütmuss des Schlafens und des trinkens ca 2
-3 Stunden.
Hallo, kann es vielleicht sein, daß Ihr dem Kind zuviel gebt? Ich habe meine 6 Kinder (das 1. aus Unsicherheit, die andern aus Überzeugung) nach dem Schema unserer Hebamme gestillt: in den Wachstumsphasen, also um den 7. Tag, die 6.- 8.Woche, 2.- 3. Monat, um den 6. Monat herum, alle 2 Stunden die Brust gegeben, nicht öfter wegen Gefahr des Wundwerdens - Schmerzen - Milchstau. In den übrigen Zeiten habe ich zugesehen, daß ich mit dem Kind auf einen 4-Stunden-Rhythmus komme. Das ging jedesmal sehr schnell und pendelte sich bei 6,10,14 Uhr usw. ein, lustig, wie im Lehrbuch, dachte ich. Ich habe die Kinder dazu tagsüber übrigens geweckt, um nachts mehr Ruhe zu haben.
Jede Brust gab ich höchstens 10 Minuten (wenn es so lange trinken wollte); nicht länger. In Wachstumsphasen habe ich die Kinder dann herumgetragen bis zum nächsten Stillen oder im Wagen gefahren, das mochten sie alle gerne.
Mein 4. Kind schrie allerdings sehr oft an der Brust. Dazu las ich per Zufall in einem alten Buch, daß „diese Ungezogenheit bald vorübergeht“, wenn die Mutter fest bleibt und sich nicht beirren läßt durch das Geschrei. Fand ich interessant, daß man das als Ungezogenheit bezeichnete, aber es war wirklich so und ging auch vorüber. Tja, in dem Alter fängt Erziehung schon längst an!
Ins Bettchen legen war am Anfang auch kein Problem, jetzt
schreit er da auch sogar ohne vorher gestillt worden zu sein.
Habt Ihr es mal mit dem Kinderwagen und draußen versucht? Ich habe auch meine Winterkinder von Anfang an immer draußen schlafen gelegt (tagsüber), auch wenn der Wagen eine Reifschicht hatte; das macht überhaupt nichts. (wenn es nicht zu warm eingepackt ist)
Draußen schliefen meine Kinder alle viel besser und länger. Meine 16 Mon. alte Tochter lege ich auch jetzt bei dem Regenwetter unter der Folie mit Belüftung nach draußen, da schläft sie mindestens 3 Stunden.
Wenn mein Mann sie mal im Haus hinlegt, ist nach 1 Stunde „fertig“ - und knatschig…
Habe manchmal das Gefühl das ihm die Rückenlage nicht gefällt
bevor ich soweit war, daß ich das Kind an die Wand klatsche, habe ich es auch mal auf dem Bauch schlafen gelegt - dann allerdings nur wenig zugedeckt und natürlich ohne Kopfkissen, nur auf dem Laken (Wärme begünstigt den plötzlichen Tod, sagte meine letzte Hebamme).
Er schreit bis in den SChlaf, welcher natürlich iM nur ca 1
Stunde ist weil er dann wieder Hunger hat und alles geht von
vorne los.
Seid Ihr sicher, daß das Geschrei Hunger bedeutet (meistens nicht, nach meiner Beobachtung - laßt Euch nicht verleiten daurch, daß das Kind an der Brust gierig sáugt; das ist nur für ein besseres Gefühl)? Vielleicht will er nur kuscheln, was erzählt oder vorgesungen haben, einfach die Eltern erleben.
Versucht mal, die 4 Stunden einzuhalten. Aber in den nächsten Tagen könnte vielleicht auch schon der Wachstumsschub einsetzen, manche Kinder sind früher dran als andere; das müßt Ihr eben beobachten.
Habt Ihr TV oder Radio laufen? Das kann zuviel Geräuschkulisse sein. Er ist es vielleicht gewöhnt, aber künstliche Musik ist zu durcheinander, um richtig aufgenommen zu werden für so Kleine. Deshalb lieben sie ja auch Spieluhren (nur 1 Ton) und menschliche Stimmen so sehr.
Man kann auch dem Kind versuchen, den Daumen in den Mund zu schieben: Deine eine flache Hand drückt Babys Faust mit dem Daumen an den Mund, und Deine andere Hand hält an Babys Hinterkopf dagegen - das gibt ein bißchen Halt (auch wenn sichs komisch anhört) und erinnert das Baby an die Enge im Bauch. Hat bei meinem 6. Kind hervorragend funktioniert - den Trick zeigte mir die Hebamme noch in der 1. Woche!
wir habens mit Sab Simplex probiert,
meine Hebamme sagte mal, wenns mit Sabtropfen nicht weggeht, warens auch keine Blähungen (hab ich auch beobachtet) - wenns nichts nützt, laßt sie weg.
meine Frau trinkt Kümmel/Fenscheltee
Fencheltee durchblutet die Beckenorgane besser, soll bei zu schwacher Monatsblutung helfen. Bei mir hat dadurch der Zyklus wieder eingesetzt, obwohl ich voll gestillt habe (3 Mon.), und in der Schwangerschaft bekam ich dadurch vorzeitige Wehen und Blutungen - habe allerdings auch 1 l getrunken, das war zuviel (wußte ich nicht).
Zum Thema Unverträglichkeit: Ich mußte beim 2.Kind meine Ernährung umstellen und dabei kam heraus, daß Zucker und Weißmehl die Übeltäter sind, die alles andere unverträglich machen (leider auch Salzstangen und sowas). Die ließ ich alle weg, auch Säfte (!!), und dann konnte ich vieles mehr vertragen als vorher.
Wenn das Baby wirklich Blähungen von dem Inhalt der Muttermilch hat, so habe ich beobachtet, daß wir beide gleichzeitig Schmerzen hatten. Also: das Kind hat gebrüllt, ich stellte fest, daß mein Bauch kneift und konnte also sagen: das Kind hat wohl auch Bauchweh! Dann habe ich es bäuchlings quer über meine Knie gelegt, so daß der weiche Bauch direkt auf meine Knie kam - aua - und vor und zurück gerullert - das klingt brutal, erst brüllt das Kind auch mehr, aber nach den Naturgesetzen entweicht ein Gas schneller unter Druck. Dann lagen sie immer ganz entspannt und genossen das Gerullere.
Den gleichen Effekt erzielt man, wenn man das Kind einfach „zusammenfaltet“, daß es wieder die Haltung wie im Bauch annimmt. Ich habe es immer zusammengeklappt und wieder gestreckt (hin und her, immer wiederholen), diese Übung ausnahmsweise auch gegen den Widerstand des Kindes, weil das Quetschen der Luft am Anfang wehtut. Das drückt dann die Luft raus und gefällt dem Baby als Erinnerung an die Zeit im Bauch.
Ich habe eine Mutter erlebt, die ihr Kind nach russischem Vorbild mit Knien an den Bauch gezogen zusammengewickelt hat - es gab Ruhe. Babys mögen es eng.
(Habt Ihr übrigens ein großes Kinderbett? Vielleicht kommt sich der Kleine darin verloren vor? Kind quer reinlegen oder restlichen Platz mit harten gerollten Decken oder Handtüchern ausstopfen.)
Eins meiner Kinder mochte es auch besonders gerne, wenn eine Rolle von Moltontuch oder Handtuch auf beiden Seiten neben dem Gesicht lag zum Ankuscheln.
Vorsicht: Das Kind darf dabei niemals zu warm werden! Eher zu kalt als zu warm!
Gebt vielleicht einfach mal ein paar Tips, vielleicht auch
was, was ihr gemacht habt auch wenns bei euch nicht geholfen
hat bei uns kann es das ja vielleicht doch.
Von einer richtigen Erkrankung mit der man zum Arzt muss gehe
ich erst mal nicht aus. Wenn natürlich keine Änderung eintritt
werden wir zum Arzt gehen aber zuerst würde ich gerne noch was
probieren.
Ich denke, am meisten müßt Ihr ruhig bleiben. Fahrt mit dem Schreihals auf dem Bauch im Kinderwagen oder Karre liegend 1 Std. spazieren, das tut Euch allen gut. Ihr braucht jetzt besonders die Glückshormone, die durch Bewegung entstehen!
Keine Bange vor den andern Leuten - Autos machen noch mehr Krach.
Das war jetzt ein bißchen viel, aber vielleicht könnt Ihr Euch irgendwas rauspicken…
Liebe Grüße
Heike