Hallo,
Das ist, zumindest für bestimmte Probleme, die Untertreibung
des Tages!
Hier mal ein typisches Gerüst eines LaTeX-Dokuments.
\documentclass[a4paper, 12pt]{scrreprt}
\usepackage[german]{babel} % für deutsche Anpassungen
\usepackage[latin1]{inputenc} % für Umlaute direkt
\usepackage[T1]{fontenc} % damit die Trennmuster stimmen
\usepackage[dvips]{graphicx} % zum einbinden von Grafik
\begin{document}
\tableofcontents % Damit das Inhaltsverzeichnis am Anfang kommt
\listoffigures % Abbildungsverzeichnis
\listoftables % Tabellenverzeichnis
\chapter{Hier gehts los}
Text text text
\section{Unterabschnitt}
Blabla
\begin{figure}
\centering % Die grafik wird zentriert!
\includegraphics{}
\caption{Reeperbahn bei Nacht} % Und bekommt eine Unterschrift
\end{figure}
noch ein bisschen Text
evtl. \subsection{Unter-Unterabschnitt}
\end{document}
Das Layout wird automatisch optimal mit dem Expertenwissen eines professinellen Setzers gestaltet. Als Laie sollte man nur in den äußersten Notfällen eingreifen. Wo ist das Problem? Man gibt eben – wie ich finde sehr naheliegende – Markup-Befehle ein, anstatt in Menüs rumzuklicken. Dafür funktioniert aber auch garantiert immer das automatische Erstellen der Verzeichnisse (da nur \tableofcontents eingeben zu müssen hat immer am meisten „Ohhh“ und „Echt?“ bei den Leuten hervorgerufen, denen ich LaTeX-Kurse gegeben habe), die Nummerierung aller Überschiften, Seiten, Abbildungen, Tabellen, etc.
Und wenn man mal a5 doppelseitig anstatt a4 einseitig braucht? Kein Problem, einfach in der ersten Zeile anstatt „a4paper“ „a5paper, twopage“ eingeben, zweimal LaTeX drüber, fertig.
Hätte mir den Kommentar auch verkneifen können, aber
vermutlich wurmt es mich noch immer, daß ich als
LaTeX-Anwender an den einfachsten Problemen gescheitert bin.
o)
Welchen denn? Warum fragst Du denn nicht? 
Es ist insbesondere dann nicht so leicht, wie einem die
Anwender immer glauben machen möchten, wenn man genau weiß,
wie man etwas haben möchte.
Du sollst eben nicht das Layout machen, das macht der Setzer! Du bist der Autor! Ds Layout muss knifflig sein, weil man dazu ohnehin Expertenwissen braucht.
Dafür gibt es für nahezu jeden Zweck ein Paket. Programm-Quellcode mit Syntaxhighlighting automatisch einbinden? \usepackage{listings}. Automatisch Einheiten und Maße richtig setzen? \usepackage{units} Lieber Type1 Times als „Computer Modern“? \usepackage{times} und so weiter und so fort.
Es ist nicht Frage, ob es geht. Es
ist die Frage wie und den richtigen Anwender zu finden, der es
einem erklären kann. Und ob es dann komfortabel ist, das steht
noch mal wieder auf einem völlig anderen Blatt.
Zum Texte schreiben gibt es meiner Meinung nach (und der Meinung nahezu aller, die mit LaTeX mal einen längeren Text verfasst haben) nichts komfortableres. Zum künstlerischen Gestalten einzelner Flugblätter oder dem Layout von Werbebroschüren sicher nicht. Da wäre aber auch Word nicht das Mittel der Wahl.
Gruß
Fritze