hi
so ganz stimmt das nicht. Es gibt schon schriftliche
Leitkulturen- die indische (ich denke es ist Devanagari, die
sich auch im Thai wiederfindet)
Nicht ganz. Beide beruhen auf der alten Brahmi-Schrift. Und
das gilt auch für etliche andere indische und südostasiatische
Schriften.
Danke für die Korrektur, ich habe bei den versch. Schriften noch nicht den überblick, für mich ist mom. alles, was runterhängt, Devanagari
aber des kommt noch.
Konsonanten mit „eingebauten“ Vokalen dar (meist „a“).
Die Chinesische Schrift hat den Vorteil, dass sie nicht
phonetisch ist.
Wenn ich mich nicht irre, gibt es doch auch bei den
chinesischen Schriftzeichen phonetische Elemente. Sind nicht
viele Zeichen nach dem Muster „Ausspracheelement +
Bedeutungselement“ zusammengesetzt?
Nein, das stimmt so nicht. Das heißt: Ja, es gibt semantisch phonetische Zeichen. Du kannst aber als nicht Chinesisch-sprecher dennoch nicht ablesen wie es ausgesproche wird.
Nehmen wir mal das Zeichen… uhm… „guo“ für „vorrübergehen“.
So wir haben nun also ein Zeichen, dass „guo“ ausgesprochen wird und „vorrübergehen“ heißt. Es gibt aber noch viele andere Zeichen, die ebenfalls „guo“ gesprochen werden, schon allein, weil bei den wenigen Kombinationsmöglichkeiten eine Beschränkung da ist, wenn ich mich nicht irre gibt es nur 466 mögliche Silben, die nur durch die Töne nochmal vermehrt werden, was, gehen wir mal davon aus dass bei allen auch der Nullton möglich wäre, 2330 wären und das ist verdammt wenig.
Also, wir haben eines der vielen Zeichen das „guo“ gesprochen wird und „vorrübergehen“ heißt, allerdings haben wir das glück das DIESES Zeichen im 4. Ton ist und das mWn einzige.
Nur: Das phonetische Element ist gar nicht „guo“. Das phonetische Element ist „gao“ (hoch) und hat einen ganz anderen Ton. Gao wiederum hat so viele Bedeutungen wie Radikale, in meinem Wörterbuch sind es 9. In diversen anderen Zeichen kommt es auch vor, wird aber nicht „gao“ sondern „guo“ „gu“ oder „go“ gesprochen. ganz abgesehen von den Zeichen in denen es vorkommt, aber nicht als Phonetikum dient wie z.B. in „tie“.
Du kannst also a) nicht von einem Phonetikum auf die tatsächliche Aussprache kommen und b) kann ein „bekanntes Phonetikum“ auch gar keins sein.
Dazu kommt dann noch, dass es keinen reellen weg gibt um darauf zu kommen, dass zwei gestapelte Haken mit Kästchen in der Mitte „gao“ ausgesprochen werden, manchmal aber eben auch guo, gu oder go.
Es gibt also keine Verbindung zwischen Schrift und Phonetik, die Aussprache ist keinesfalls ablesbar. WENN du aber Chinesisch sprichst und gut in der Sprache ist und auf eins der 92% der chin. Sprache ausmachenden semantisch-phonetischen Wörter triffst, dann kannst du evtl. einen Hinweis bekommen wwie es ausgesprochen werden könnte oder ungefähr ausgesprochen wird.
Die Japaner haben dazu noch weitere Schriften erfunden, welche
auch wild gemischt wurden.
Ganz so wild auch wieder nicht. Die Benutzung der
verschiedenen Schriften ist schon relativ geregelt.
Ich meinte, dass in einem Satz schonmal genuin jap. Zeichen und chin. Zeichen gemischt stehen und nicht einmal dies, einmal das. War in Korea früher ja ähnlich.
lg
Kate