Hi!
Viele Unternehmen halten freiwillig soziale Incentives vor wie
z.B. Krankenversicherung, Unfallversicherung, Obst, Getränke,
Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld…
Unbestritten. Es geht ja auch darum, ob das so bleiben soll.
Das entscheiden bzw. diskutieren die betroffenen Parteien, sprich Unternehmer und Mitarbeiter. Aussenstehende geht das nichts an.
Das Problem ist nur, dass eine Beteiligung am
Misserfolg gesetzlich verhindert wird.
Eine Entlassung, Arbeitslosigkeit nennst du keine Beteiligung
am Mißerfolg?
Es ist doch in diesem Land quasi unmöglich, einzelne Mitarbeiter zu entlassen, bevor das U. nicht kpl. in Schieflage ist.
Für die Unternehmer ist der Mißerfolg meist
nicht Existenzbedrohend, für die AN schon.
Für die Unternehmer ist das viel bedrohlicher, denn (zumindest im Falle von nicht börsennotierten Unternehmen) hat der Eigentümer sein Geld in der Firma. Ohne eine Bürgschaft des GmbH Eigentümers über sein Privatvermögen räumt einem wohl kaum eine Bank eine Kreditlinie ein.
Der Mitarbeiter läuft also höchstens Gefahr, seinen Job zu verlieren. Der Unternehmer kann alles verlieren.
Was soll die Politik hier tun?
Ein guter Anfang wäre, nicht in die falsche Richtung zu
steuern.
Das ist nun recht allgemein gehalten…
Du hast den Zweck der Wirtschaft genannt, die Gesellschaft mit
Waren zu versorgen. Dies wird korrumpiert, indem die deutsche
Wirtschaft das ganze Land zu füttern hat.
Wieso? DAS ist doch der eigentliche Sinn! Das ist kein
Hinderniss, sondern Zile der Aktion!
Keineswegs. Der Staat soll von moderaten Lohnsteuern und der moderaten Besteuerung von Unternehmensgewinnen leben. Auch eine MWSt verstehe ich noch.
Was allerdings in der Realität passiert ist, dass der Staat alle Beteiligten knebelt.
Deshalb verlässt ja auch jeder das Land, der kann.
Daher sollte sich
die Politik darauf beschränken, einige wenige Regeln zu
definieren, und sich ansonsten aus der Sache herauszuhalten.
Daß das nicht funktioniert siht man.
Wo?
Wenn der Staat nicht mehr alles regeln will, so werden sich
marketgerechte Mechanismen finden.
Leider nicht. Dazu später mehr.
Bin gespannt.
Nur müsste dann der
einzelne zum mitdenken erzogen werden und Verantwortung für
sich selbst übernehmen.
Viele sind damit überfordert. Das geht nicht!
Klar geht das. S. Italien. Der Bürger hier ist viel selbständiger weil er weiss, dass er vom Staat keine Rente o.ä. zu erwarten hat.
Will unsere Regierung das überhaupt…?
Nein, weil es nicht klappen kann.
Ich erwarte die erklärung. Das aktuelle System jedenfall „klappt“ nun gar nicht, denn der Staat ist pleitew und die Leute müssen sich bei höchsten Abgaben um ihre Rente sorgen. Die Wirtschaft verlässt das Land, arbeitslos zu sein wird gesellschaftsfähig, wer arbeitet, gilt als dumm. Das nennst Du „klappen“??
Ich habe im freundeskreis einen Fall, wo vor 10 Jahren mit
10.000 Euro eine Firma eröffnet wurde, die heute ca. 1 Mio.
wert ist und 30 Leuten Arbeit gibt.
Der Staat unterstützt Existenzgründer zudem massiv.
Es gfeht also nur um Leistungsbereitschaft und um Ideen…
1.) Hat ein Arbeisloser auch die 10.000 Euro nicht. Ein
Sozialhilfeempfänger schon gar nicht.
Dafür gibt es die Unterstützung des Staates, s. „Ich-AG“.
2.) Stell Dir vor, plötzlich würde Intelligenz wie eine
Krankheit ausbrechen und alle wären dazu in der Lage und
würden sogar einen Weg finden, das ohne Kapital zu schaffen.
Wer macht dann die Arbeit in der Industrie?
Es w,ürden niemals alle Unternehmer werden. Die Arbeit machen dann diejenigen, die sie machen wollen/müssen. Schaut man sich aktuell in D um, werden das dann die Osteuropäer sein.
Die Deutschen sind aktuell noch zu verdorben von 40 Jahren Gewerkschaftsaktivität.
Initiative ist gefragt. Wer keine hat, hat eben auch nichts.
So einfach ist das.
Nun laß doch mal die Polemik!
Das ist keine Polemik, sondern die einfache Wahrheit.
Wer nichts tut, fährt eben auch keinen Benz.
Es geht nicht um den Benz. Du darfst ruhig bein
Existenzminimum anfangen.
…über welches in diesem Land jeder verfügt, ausser er geht aus Gründen des Stolzes nicht zum Sozialamt.
Du ignorierst ständig, daß nicht jeder in der Lage ist, selbst
ein Unternehmen zu gründen. Nimm es als gegeben, daß viele
Leute zum AN geboren sind. Daß für die keine Arbeit da ist,
ist nicht deren Schuld.
Doch. Sie haben die Leute gewählt, welche nun die Arbeitsplätze aus dem Land treiben! Jeder ist seines Glückes Schmied.
An der Stelle müßte man über die Ursache der Arbeitslosigkeit
reden.
S.o. Das ist leicht.
Verminderte Leistungsfähigkeit darf
nicht bestraft werden.
Nicht bestraft, aber eben auch nicht belohnt. An die schwachen
Teile der Gesellschaft soll das verteilt werden, was möglich
ist.
Es geht nicht um’s Verteilen an die, die nicht arbeiten
wollen. Es geht um die, die nicht arbeiten dürfen! Die haben
nichts falsch gemcht!
Wer „darf“ nicht arbeiten?
Mir fallen hier nur Kinder und Kranke ein. Hätten wir all die arbeitsfähigen Unwilligen nicht am Hals, könnten wir die auf Rosen betten… (Polemik Modus aus).
Wir machen jedoch massiv Schulden auf Kosten der
zukünftigen Generationen, um diese vermeintlichen
Verpflichtungen zu bezahlen.
Da macht doe Politik einen Fehler, das sehe ich auch so.
Was sollte sie denn Deiner Ansicht nach tun, ausser eminem Vorschlag zu folgen und nicht produktive Ausgaben zu kürzen…?
Würden wir uns nur um die wirklich nicht (mehr)
leistungsfähigen zu kümmern haben, wir hätten kein Problem.
Wir erlauben es viel zu vielen eigentlich nicht Bedürftigen,
sich in die soziale Hängematte zu legen.
So, so. Die Leute, die mit 45 arbeitslos werden, alles
verlieren, was sie sich aufgebaut haben, weil die Industrie
sie nicht mehr braucht, legen sich also in die soziale
Hängematte. Es reicht nicht, daß die Leute Sorgen und keine
Arbeit haben, nun werden sie von Dir auch noch verhöhnt und
beleidigt.
Wie war das mit der Polemik?
Hätten diese Leute vor 2 Jahren nicht die SPD/Grüne gewählt, so wäre die Situation nicht so verfahren.
Wie gesagt: es gibt die Jobs, nur hat man sie ins Ausland abgewählt.
Jeder hatte und hat das selbst in der Hand.
Wenn Du mich
weiterhin mit Völkermördern vergleichen möchtest, so weise ich
darauf hin, dass ich dies nicht akzeptieren werde.
OK, Entschuldigung dafür. Noch vor wenigen 100 Jahren waren
sich alle sicher, die Erde wäre eine Scheibe. Selbst alle
Wissenschaftler.
Nicht alles, was allgemein als gesichertes Wissen gilt ist
zwangsläufig deshalb richtig. … Besser so?
Diesen allgemeinplatz unterschreibe ich natürlich…
Entschuldigung im übrigen akzeptiert.
Falsch. Mir geht es, um diese Metapher weiterzuspinnen, jedoch
nicht darum, reihenweise Plätze an der Sonne auf Kosten der
Arbeitenden zu verschenken, sondern die Leute zu motivieren,
sich ihren Platz zu erarbeiten.
Fein, dann laß den Platz doch einfach! Sperr nicht 5 Millionen
aus und es läuft bestens.
Ich versuche klarzumachen, dass diese „Aussperrung“, wie Du sie nennst, nicht durch meine Idee, sondern durch die ungenügenden Standortfaktoren in Deutschland zustande kommt.
Die Wirtschaft ist immer für die Menschen da, nicht umgekehrt.
Nein, die Wirtschaft denkt an Zahlen, nicht an Menschen. Ihre
Aufgabe erfüllt sie mehr als Nebeneffekt.
Ohne Menschen keine Wirtschaft. Die reine Zahlentheorie funktioniert insofern nicht, als dass der Produktions- und Erfolgsfaktor Mensch in der BWL eine grosse Rolle spielt und somit die Wirtschaft auch von den sog. „SOft-Facts“ abhängt. Das ist in den WiWis unbestritten.
Allerdings heisst das nicht, dass sich die Menschen ihr
wirtschaftliches Wohlergehen nicht erarbeiten müssten.
Richtig.
Nur darum geht es.
Ich halte niemanden für überflüssig.
Dennoch kann es nicht sein, dass massiv einkommen umverteilt
werden, um alle Leute gleich zu machen.
Wer hat das denn nun wieder verlangt? Ich nicht!
Das ist der Tenor, den ich bislang aus Deinen Aussagen ziehe.
Wer weniger leistet
(warum auch immer), hat weniger. Warum auch nicht?
Ja, jeder Versuch, es anders zu machen ist bisher gescheitert.
Darüber sind wir uns ja einig.
Fein.
Ich führe lediglich eine Betrachtung angefangen bei den
Mitteln, die man zur Verfügung hat und bei der Verteilung
derselben nach leistungsmässigen Gesichtspunkten.
Dass natürlich auch Menschen in dieser Gesellschaft leben, die
der Hilfe der Stärkeren bedürfen, ist keine Frage. Nur kann es
schlecht sein, dass diese Gruppe irgendwann 20% der
Bevölkerung ausmacht. Wie hatten schliesslich keinen Krieg,
der Millionen Versehrte zurückgelassen hat. Also müssen die
Kriterien der Realtiät angepasst werden.
Du übertreibst schon wieder. Mal doch nicht so schwarz weiß.
Mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit meine ich, daß einer
ein Millonen-Unternehmen leiten kann, der, der in dem
Unternehmen einen Stapler fährt, das Unternehmen eben nicht
leiten könnte.
beide sind wichtig.
Auch der Abteilungsleiter könnte das nicht. Auch den könnte
der Staplerfahrer nicht ersetzen.
Als Hilfsbedürftig würde ich den Staplerfahrer nun doch nicht
gleich bezeichnen.
Das Problem ist doch die Arbeitslosigkeit. Fünf Millionen mehr
Arbeisplätze und wir würden nicht diskutieren.
Das Problem ist, dass für den Boss keine Werkshalle in Deutschland nötig ist, für den Staplerfahrer jedoch schon.
Die Voraussetzung ist also, dass es sich lohnt, die Halle in D zu betreiben. Lohnt sich das nicht mehr, sollte auch der Staplerfahrer durch seine Wahlstimme dafür sorgen, dass das wieder so wird.
Ich will mal versuchen, an einem Beispiel eine der Ursachen zu
analysieren. Leider konnte ich keine konkreten Zahlen finden,
deshalb versuche ich es ohne. 
Kein Problem, ich mag griffige Beispiele…
Vor etlichen Jahren hat ein Arbeiter in einem Autokonzern im
Jahr etwa den gegenwert eines der Autos verdient, heute ist
das auch so.
Die Belegschaft wurde seit dem stark reduziert, die
Produktionszahlen gleichzeitig erhöht. … Bleibt da nicht ein
Gewinn übrig? Oder kann ich nicht rechnen.
Das Probelm sind aber die abgebauten Arbeitsplätze!
Es bleibt nicht zwangsweise mehr Gewinn übrig, da Energiekosten (!!!), Zulieferteile, Vertriebskosten u.s.w. ebenfalls steigen.
Die Rendite von VW beispielsweise dürfte heute trotz der deutlich höheren Umsätze schlechter sein, als in den 80er Jahren.
Ich versuche es mal mit Zahlen, die weit genug von jeder
Realität entfernt sind.
1.)
10 Arbeiter bauen 100 Autos.
Dabei fallen 10% Lohnkosten an (-10), 40% Materialkosten
(-40)und der Gewinn von 50 wird mit 30 % besteuert.
Bleiben 35 Autos als Gewinn übrig.
2.)
5 Arbeiter bauen 200 Autos.
Nun fallen nur noch 5% Lohnkosten an. (-10)
Die Materialkosten sind gleich gebleiben. (-80)
Die Steuern sind auf 50% gestiegen.
Bleiben 60 übrig!!!
Es könnten auch 10 Leute die 200 autos bauen, dann wäre der
Gewinn nicht so hoch, aber es wäre niemand ‚übrig‘.
Deine Rechnung stimmt nicht, denn die Material- und Gehaltskosten pro Kopf sind keineswegs gleich geblieben.
Das Problem ist, daß der technologische Fortschritt nicht
angemessen zur Arbeitszeitverkürzung geführt hat. Der Vorteil
ist allein den Unternehmen, den Gewinnen zu gute gekommen.
Falsch, s.o.
Dadurch ging Kaufkraft verloren, wodurch die Umsätze sinken.
Hast Du das von Frank gelernt…?
Das führt widerunm zu Entlassunegn, … eine Abwärtsspirale,
die die Unternehmer in Gang gesetzt haben.
Ein absenken des Lebensstandards bringt da nur vorübergehend
scheinbare Besserung, weil der technologische Fortschritt
weiter geht, bis zu völligen Technisierung. Dann käme die
Wirtschaft prima ohne Volk aus, wenn sie nur Kunden hätte. 
Der Fehler ist, davon auszugehen, dass die Anzahl der Unternehmen und alle Kosten, die ein Unternehmen hat, konstant sind.
Füge diese Faktoren in Deine Rechnung mit ein, und Du hast die Lösung: mehr Unternehmen gleichen die sinkende Arbeitsplatzanzahl in den Firman durch Automatisierung aus. Nicht mehr Gehälter oder weniger Arbeitszeit.
und wer kriegt die neuen Firmen? Klar, derjenige mit den günstigsten Standortfaktoren…
Grüße,
Mathias