Schröder: das Ende des Kapitalismus

Hi!

Doch klappt, aber nur weltweit.
Wie wäre es denn mit einem kontinuierlichen Finanzausgleich
weltweit?

Das garantiert weltweit Stabilität.

Das garantiert allerhöchstens weltweite Agonie.

Dass solcherlei Sozialismus zur erstickung jedweden
Unternehmergeistes und Initiative führt, wurde nun hinreichend
bewiesen. Daher ist es Zeitverschwendung, im 21. Jahrhundert
noch solchen Irrwegen nachzugehen.

Wieso ist es die erstickung unternehmerischen Tuns, wenn ich dadurch dennoch besser verdienen kann? Und das sogar sicher?
Man könnte z.B. die Managergehälter mit gewinnanbhängigen Salden versüssen.

Es ist die einzig möglich stabile Wiertschaftsform.

Gruß
Frank

Hallo Mathias,

Ich denke, es macht keinen Sinn mit Dir über dieses Thema zu
reden.

Das ist ein Totschlagargument.
Ich denke, es macht durchaus Sinn, mit mir über dieses Thema
zu reden…

Weshalb gehst Du nicht nach Nordkorea?

Wie hätte ich sonst darauf reagieren sollen?
Mit ‚Diskussion‘ hatte das ja nicht viel zu tun.

Warum bitte soll denn der Unternehmer sein kapital
umverteilen???

Soll er doch gar nicht. Wenn der Unternehmer keinen Vorteil sieht, tut er nix. Das ist legitim und das einzige System, das jemals funktioniert hat.
Falsch ist nur , das als Selbstzweck anzusehen.
Die Wirtschaft ist dazu da, das Volk mit Waren zu versorgen.
Das funktioniert nach obigem Prinzip bisher am besten.
Allmählich entwickelt es sich aber so, daß diese Versorgung nur noch für einen, immer kleiner werdenden Teil der Bevölkerung gut funktioniert. Die Unternehmer machen dabei nichts falsch, das habe ich nicht behauptet.
Die Politik muß hier steuernd eingreifen, daß nicht Bedarf besteht, der gedeckt werden könnte, aber nicht gedeckt wird, weil sich der gut funktionierende Mechanismus verselbständigt hat und nicht mehr im ursprünglichen Sinne funktioniert.

Warum wird derjenige, dem der dicke Geldbeutel eines
Unternehmers nicht passt, nicht selbst einer?

Das meinst Du nicht ernst. Daß dazu Kapital nötig wäre, weißt Du selbst.

Initiative ist gefragt. Wer keine hat, hat eben auch nichts.
So einfach ist das.

Nun laß doch mal die Polemik!

Warum soll Leistung bestraft werden?

Soll doch gar nicht. Aber verminderte Leistungsfähigkeit darf auch nicht bestraft werden. Darauf zielst Du aber ab.

Wozu schreibst Du Beiträge, wenn Deine Meinung die einzig
mögliche ist? Um andere zu belehren?

Um meine Meinung kundzutun.

Da gab es vor Dir auch schon Leute, die dachten, sie wären im Alleinbesitz der Wahrheit. Einer davon hieß Honecker. :wink:

Ich denke, es macht durchaus Sinn, mit mir über dieses Thema
zu reden…

So lange Du ernsthaft bleibst, ist’s OK.

Was keinen Sinn macht ist, an eine Diskussion heranzugehen,
ohne wirklich zuhören zu wollen, lieber Rainer…

Ich höre schon zu.
Ich höre aber immer Visionen von einem besseren Deutschland, in dem ein sehr großer Teil des Volkes keinen Platz hat. In denen es um die Wirtschaft geht, nicht um die Menschen.
Menschen sind von Natur aus verschieden und nicht alle gleich leistungsfähig. Die letzten in der Hitliste sind in Deiner Theorie einfach überflüssig. Das finde ich ziemlich menschenverachtend, damit kann ich mich nicht abfinden. Deshalb muß ich Dir auch widersprechen.

Meinst Du nicht selbst, Du zäumst das Pferd von hinten auf?

cu Rainer

Hi!

Und deren gibt es mehr als man denkt. Die deutsche Arroganz zu
denken, wir wären die Allergrößten und die dummen Ostblockler
brächten es eh nicht, kann zu einem bösen Ende führen.

Es _wird_ zu einem bösen Ende führen.

Ein Arbeitnehmer in der Ukraine
arbeitet länger und für weniger Geld als ein deutscher
Arbeitnehmer. Die Zuschüsse dort zur Sozialversicherung sind
deutlich niedriger als hier. Als Folge ist der Lebensstandard
dort auch deutlich geringer.

Als Folge aus den niedrigeren beiträgen zur Sozialversicherung
ist der Lebenesstandard in der Ukraine niedriger als hier???

Gimme a break!!

Falsch.
Niedrigerer Lebensstandard als in D, weil in UKR längere
Arbeitszeiten, deutlich niedrigere Löhne, schlechtere
Sozialversorgung.

Und denen ging es vor 15 Jahren mindestens doppelt so gut!

Gruß
Frank

Hi!

Und deren gibt es mehr als man denkt. Die deutsche Arroganz zu
denken, wir wären die Allergrößten und die dummen Ostblockler
brächten es eh nicht, kann zu einem bösen Ende führen.

Es _wird_ zu einem bösen Ende führen.

Wenn sich die Einstellung hier nicht ändert, vermutlich ja.

Genau! Das erste mal, dass ich dir Recht gebe :smile:
Wann bist du endlich für ne Revolution breit? Wenn du hungrig in Unterhosen unter ner Brücke schlafen musst oder erst später?

fragt:
Frank

Hi!

Es lässt sich alles auf das sog. „Leistungsprinzip“
reduzieren. Folgt man diesem, läuft vieles wie von selbst.

wie willst du „Leistung“ definieren?

Leistung in ihrer minimal notwendigen Form ist das selbständige Erwirtschaften des Lebensunterhaltes für sich und ggf. die Familie.
Weiterhin bedeutet Leistung in diesem Kontext hier die Bereitschaft, sich einzusetzen, sich nicht nur bei garantiertem Tarifgehalt irgendwo aufbewahren lassen, sondern gut zu sein in dem, was man macht.

D.h. wir müssen uns hier auf die Leute konzentrieren, die
Leistung bringen.

Eine überdurchschnittliche Leistung erbringt auch das
Pflegepersonal in Altenheimen.

Richtig.

Was haben sie davon?

Ein Gehalt.

Die AG stellen fest, dass die Arbeit anscheinend auch mit
weniger Personal erledigt werden kann ->
Stellenschlüsselreduzierung -> noch grössere Belastung des
vorhandenen Personals -> schlechte Pflegequalität ->
miserable Betreuung der Altenheimbewohner -> schlechte
Public Relation -> mangelndes Vertrauen in
Pflegeeinrichtungen -> fehlender Nachwuchs in Pflegeberufen
-> Maximalbelastung des Pflegepersonals ->
gesundheitlich bedingtes Ausscheiden von Pflegekräften ->
Kollaps grosser Teile des Gesundheitssystems.
Erstrebenswert?

Nein. Aber so etwas passiert eben. Ich schrieb ja bereits, dass die staatlichen Ausgaben (von denen das Pflegesystem nun mal abhängt) nur so hoch sein können, wie die Einnahmen.
Daraus muss sich die Qualität der Pflege definieren.
Parallel dazu kann man private Einrichtungen eröffnen, die es den Leuten erlauben, die rechtzeitig Vorsorge getroffen haben, eine bessere Pflege zu bekommen. Das regelt der Markt.

Das unbezahlbare Sozialsystem muss massiv
gestrafft werden, um die Lohnnebenkosten eklatant zu senken.

Es wird doch gerade gestrafft.

Das ist noch nicht einmal die Spitze des Eisberges.

Demnächst wirst Du die Pfleger/innen im Krankenhaus bestechen
müssen, um Dein Bett gemacht zu bekommen oder um gewaschen zu
werden.

Hierfür gibt es Zusatzversicherungen.
Die staatliche Minimalbetreuung muss natürlich einen Mindeststandard erfüllen. Mehr jedoch nicht.

Unbezahlbar wird das Sozialsystem auch durch staatliche
Beschränkungen - man schaue sich nur mal die fore

Richtig. Weshalb schafft man nicht die Lobbyistenclubs ab und lässt den markt die Sache regeln. 4-5 Krankenkassen würden locker ausreichen. Wir brauchen keine 300.
Die Ärztelobby mit ihren erpressungsversuchen müsste für jeden Stzreikaufruf wegen Volksverhetzung zur Rechenschaft gezogen werden.

Gute Gehälter kommen dann von selbst. Aber eben nur für die,
die sie sich verdienen.

Trugschluss. Gute Gehälter bekommen die Personen, die sich am
Besten und Lautesten verkaufen können.

Unwahr.

Es gibt noch einen Mittelweg, der zumindest den
Leistungswilligen eine super Chance bietet.

So habe ich auch mal gedacht.
Schau Dich doch mal auf dem Arbeitsmarkt um - die
Leistungswilligen stehen Schlange um überhaupt einen Job zu
ergattern.

Das liegt an den politischen Rahmenbedingungen. Die Diktatur des Proletariats ist zu teuer geworden.

Man muss sich nur trauen, das offen und ehrlich auszusprechen.

Das trauen sich im Augenblick ganz viele - ob es ehrlich ist?

In meinem Fall ja.

Grüße,

Mathias

Hallo Frank!

Genau! Das erste mal, dass ich dir Recht gebe :smile:

Ehrt mich das…?

Wann bist du endlich für ne Revolution breit? Wenn du hungrig
in Unterhosen unter ner Brücke schlafen musst oder erst
später?

Ich bin bereits jetzt für eine „Revolution“ bereit. Nur fürchte ich, wünsche ich mir da eine etwas andere Richtung, als sie Dir vorschwebt…

Grüße,

Mathias

HallO!

Warum bitte soll denn der Unternehmer sein kapital
umverteilen???

Soll er doch gar nicht. Wenn der Unternehmer keinen Vorteil
sieht, tut er nix. Das ist legitim und das einzige System, das
jemals funktioniert hat.

In der Realität stimmt das ja auch nicht.
Viele Unternehmen halten freiwillig soziale Incentives vor wie z.B. Krankenversicherung, Unfallversicherung, Obst, Getränke, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld…

All das machen die Leute ja nicht, weil sie gezwungen werden. Vielmehr sind sich viele Unternehmer auch ihrer sozialen Verantwortung bewusst und beteiligen ihre Mitarbeiter am Erfolg. Das Problem ist nur, dass eine Beteiligung am Misserfolg gesetzlich verhindert wird.
So würde das „alle in einem Boot“-Gefühl noch stärker…

Falsch ist nur , das als Selbstzweck anzusehen.
Die Wirtschaft ist dazu da, das Volk mit Waren zu versorgen.
Das funktioniert nach obigem Prinzip bisher am besten.
Allmählich entwickelt es sich aber so, daß diese Versorgung
nur noch für einen, immer kleiner werdenden Teil der
Bevölkerung gut funktioniert. Die Unternehmer machen dabei
nichts falsch, das habe ich nicht behauptet.
Die Politik muß hier steuernd eingreifen, daß nicht Bedarf
besteht, der gedeckt werden könnte, aber nicht gedeckt wird,
weil sich der gut funktionierende Mechanismus verselbständigt
hat und nicht mehr im ursprünglichen Sinne funktioniert.

Was soll die Politik hier tun?
Du hast den Zweck der Wirtschaft genannt, die Gesellschaft mit Waren zu versorgen. Dies wird korrumpiert, indem die deutsche Wirtschaft das ganze Land zu füttern hat. Daher sollte sich die Politik darauf beschränken, einige wenige Regeln zu definieren, und sich ansonsten aus der Sache herauszuhalten.
Wenn der Staat nicht mehr alles regeln will, so werden sich marketgerechte Mechanismen finden. Nur müsste dann der einzelne zum mitdenken erzogen werden und Verantwortung für sich selbst übernehmen.
Will unsere Regierung das überhaupt…?

Warum wird derjenige, dem der dicke Geldbeutel eines
Unternehmers nicht passt, nicht selbst einer?

Das meinst Du nicht ernst. Daß dazu Kapital nötig wäre, weißt
Du selbst.

Ich habe im freundeskreis einen Fall, wo vor 10 Jahren mit 10.000 Euro eine Firma eröffnet wurde, die heute ca. 1 Mio. wert ist und 30 Leuten Arbeit gibt.
Der Staat unterstützt Existenzgründer zudem massiv.
Es gfeht also nur um Leistungsbereitschaft und um Ideen…

Initiative ist gefragt. Wer keine hat, hat eben auch nichts.
So einfach ist das.

Nun laß doch mal die Polemik!

Das ist keine Polemik, sondern die einfache Wahrheit.
Wer nichts tut, fährt eben auch keinen Benz. Nur haben wir das hier stark verwässert, indem eine Politik der Gleichmacherei und der maximalen Staatsquote uns eingelullt hat.

Warum soll Leistung bestraft werden?

Soll doch gar nicht. Aber verminderte Leistungsfähigkeit darf
auch nicht bestraft werden. Darauf zielst Du aber ab.

Nicht bestraft, aber eben auch nicht belohnt. an die schwachen Teile der Gesellschaft soll das verteilt werden, was möglich ist. Wir machen jedoch massiv Schulden auf Kosten der zukünftigen Generationen, um diese vermeintlichen Verpflichtungen zu bezahlen.

Würden wir uns nur um die wirklich nicht (mehr) leistungsfähigen zu kümmern haben, wir hätten kein Problem. Wir erlauben es viel zu vielen eigentlich nicht Bedürftigen, sich in die soziale Hängematte zu legen.

Wozu schreibst Du Beiträge, wenn Deine Meinung die einzig
mögliche ist? Um andere zu belehren?

Um meine Meinung kundzutun.

Da gab es vor Dir auch schon Leute, die dachten, sie wären im
Alleinbesitz der Wahrheit. Einer davon hieß Honecker. :wink:

Das denke ich nicht.
Ferner lehne ich einen solchen Vergleich ab. Wenn Du mich weiterhin mit Völkermördern vergleichen möchtest, so weise ich darauf hin, dass ich dies nicht akzeptieren werde.

Ich denke, es macht durchaus Sinn, mit mir über dieses Thema
zu reden…

So lange Du ernsthaft bleibst, ist’s OK.

Ich bin viel zu ernsthaft…

Was keinen Sinn macht ist, an eine Diskussion heranzugehen,
ohne wirklich zuhören zu wollen, lieber Rainer…

Ich höre schon zu.
Ich höre aber immer Visionen von einem besseren Deutschland,
in dem ein sehr großer Teil des Volkes keinen Platz hat.

Falsch. Mir geht es, um diese Metapher weiterzuspinnen, jedoch nicht darum, reihenweise Plätze an der Sonne auf Kosten der Arbeitenden zu verschenken, sondern die Leute zu motivieren, sich ihren Platz zu erarbeiten.

In
denen es um die Wirtschaft geht, nicht um die Menschen.

Die Wirtschaft ist immer für die Menschen da, nicht umgekehrt. Allerdings heisst das nicht, dass sich die Menschen ihr wirtschaftliches Wohlergehen nicht erarbeiten müssten.

Menschen sind von Natur aus verschieden und nicht alle gleich
leistungsfähig. Die letzten in der Hitliste sind in Deiner
Theorie einfach überflüssig. Das finde ich ziemlich
menschenverachtend, damit kann ich mich nicht abfinden.
Deshalb muß ich Dir auch widersprechen.

Ich halte niemanden für überflüssig.
Dennoch kann es nicht sein, dass massiv einkommen umverteilt werden, um alle Leute gleich zu machen. Wer weniger leistet (warum auch immer), hat weniger. Warum auch nicht?

Meinst Du nicht selbst, Du zäumst das Pferd von hinten auf?

Keineswegs. Im Gegenteil.
Ich führe lediglich eine Betrachtung angefangen bei den Mitteln, die man zur Verfügung hat und bei der Verteilung derselben nach leistungsmässigen Gesichtspunkten.
Dass natürlich auch Menschen in dieser Gesellschaft leben, die der Hilfe der Stärkeren bedürfen, ist keine Frage. Nur kann es schlecht sein, dass diese Gruppe irgendwann 20% der Bevölkerung ausmacht. Wie hatten schliesslich keinen Krieg, der Millionen Versehrte zurückgelassen hat. Also müssen die Kriterien der Realtiät angepasst werden.

Grüße,

Mathias

Hi!

Das ist ein Großkonzernproblem.
Der Großteil der deutschen Arbeitplätze ist jedoch im
Mittelstand zu finden.
Und hier wird´s gefährlich, denn nach China geht ein
Mittelständler wohl kaum, nach Polen aber durchaus…

Ich rede nicht von Siemens, VW oder der Deutschen Telekom. Sennheiser z.B. dürfte kaum ein Großkonzern sein, hat seine Produktion aber lockerflockig aus Kostengründen nach Taiwan verlegt. Otis (baut u.a. Rolltreppen und Fahrstühle) produziert inzwischen in Tschechien und verlagert weiter Richtung Ukraine - weil die 400 Mitarbeiter zu teuer sind. Die Firma, in der meine bessere Hälfte arbeitet, denkt derzeit intensivst darüber nach, die Hälfte der 350 Angestellten zu feuern und die Aufgaben nach Bangalore/Indien auszulagern.

Warum soll ich als Unternehmer einem leistungsfähigen und
leistungsbereiten deutschen Programmierer 3.500 Euro zahlen,
wenn das in Indien einer macht, der nur 1.000 Euro haben will?

…weil der Inder es nicht bringt?
Wieviele IT-Inder haben wir denn nun hier?

Es geht nicht um die Inder hier bei uns. Es geht um die Inder in Indien oder die Malayen in Malaysia oder die Chinesen in China, die die Aufgaben deutscher Arbeitnehmer für eine Bruchteil an Kosten erledigen. Das zu stoppen, funktioniert nur, wenn auch wir hier für einen Bruchteil des bisherigen Gehaltes arbeiten.

Ich arbeite für einen Mittelständler, der Massenprodukte in
Deutschland produziert und in der ganzen Welt verkauft.
Unsere Leistung ist nicht der billigste Preis, sondern die
Projektierung und der Service, sowie auf Wunsch eine
professionelle Supply-Chain Verwaltung.
In Rumänien gibt´s dasnicht ohne weiteres, in Chinma schon
gleich gar nicht.
Wir sind halt gut und bringen Leistung.

Wart’s nur ab. Vermutlich wird auch für euch die Luft ab dem 1.Mai dünner. Wenn euer Chef erst mal spitz kriegt, dass Polen die gleiche Leistung für weniger Geld erbringen, könnte auch eure Firma fällig sein.

Grüße
Heinrich

Hallo Mathias,

Viele Unternehmen halten freiwillig soziale Incentives vor wie
z.B. Krankenversicherung, Unfallversicherung, Obst, Getränke,
Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld…

Unbestritten. Es geht ja auch darum, ob das so bleiben soll.

Das Problem ist nur, dass eine Beteiligung am
Misserfolg gesetzlich verhindert wird.

Eine Entlassung, Arbeitslosigkeit nennst du keine Beteiligung am Mißerfolg? Für die Unternehmer ist der Mißerfolg meist nicht Existenzbedrohend, für die AN schon.

Was soll die Politik hier tun?

Ein guter Anfang wäre, nicht in die falsche Richtung zu steuern.

Du hast den Zweck der Wirtschaft genannt, die Gesellschaft mit
Waren zu versorgen. Dies wird korrumpiert, indem die deutsche
Wirtschaft das ganze Land zu füttern hat.

Wieso? DAS ist doch der eigentliche Sinn! Das ist kein Hinderniss, sondern Zile der Aktion!

Daher sollte sich
die Politik darauf beschränken, einige wenige Regeln zu
definieren, und sich ansonsten aus der Sache herauszuhalten.

Daß das nicht funktioniert siht man.

Wenn der Staat nicht mehr alles regeln will, so werden sich
marketgerechte Mechanismen finden.

Leider nicht. Dazu später mehr.

Nur müsste dann der
einzelne zum mitdenken erzogen werden und Verantwortung für
sich selbst übernehmen.

Viele sind damit überfordert. Das geht nicht!

Will unsere Regierung das überhaupt…?

Nein, weil es nicht klappen kann.

Ich habe im freundeskreis einen Fall, wo vor 10 Jahren mit
10.000 Euro eine Firma eröffnet wurde, die heute ca. 1 Mio.
wert ist und 30 Leuten Arbeit gibt.
Der Staat unterstützt Existenzgründer zudem massiv.
Es gfeht also nur um Leistungsbereitschaft und um Ideen…

1.) Hat ein Arbeisloser auch die 10.000 Euro nicht. Ein Sozialhilfeempfänger schon gar nicht.
2.) Stell Dir vor, plötzlich würde Intelligenz wie eine Krankheit ausbrechen und alle wären dazu in der Lage und würden sogar einen Weg finden, das ohne Kapital zu schaffen. Wer macht dann die Arbeit in der Industrie?

Initiative ist gefragt. Wer keine hat, hat eben auch nichts.
So einfach ist das.

Nun laß doch mal die Polemik!

Das ist keine Polemik, sondern die einfache Wahrheit.
Wer nichts tut, fährt eben auch keinen Benz.

Es geht nicht um den Benz. Du darfst ruhig bein Existenzminimum anfangen.
Du ignorierst ständig, daß nicht jeder in der Lage ist, selbst ein Unternehmen zu gründen. Nimm es als gegeben, daß viele Leute zum AN geboren sind. Daß für die keine Arbeit da ist, ist nicht deren Schuld.

An der Stelle müßte man über die Ursache der Arbeitslosigkeit reden.

Verminderte Leistungsfähigkeit darf
nicht bestraft werden.

Nicht bestraft, aber eben auch nicht belohnt. An die schwachen
Teile der Gesellschaft soll das verteilt werden, was möglich
ist.

Es geht nicht um’s Verteilen an die, die nicht arbeiten wollen. Es geht um die, die nicht arbeiten dürfen! Die haben nichts falsch gemcht!

Wir machen jedoch massiv Schulden auf Kosten der
zukünftigen Generationen, um diese vermeintlichen
Verpflichtungen zu bezahlen.

Da macht doe Politik einen Fehler, das sehe ich auch so.

Würden wir uns nur um die wirklich nicht (mehr)
leistungsfähigen zu kümmern haben, wir hätten kein Problem.
Wir erlauben es viel zu vielen eigentlich nicht Bedürftigen,
sich in die soziale Hängematte zu legen.

So, so. Die Leute, die mit 45 arbeitslos werden, alles verlieren, was sie sich aufgebaut haben, weil die Industrie sie nicht mehr braucht, legen sich also in die soziale Hängematte. Es reicht nicht, daß die Leute Sorgen und keine Arbeit haben, nun werden sie von Dir auch noch verhöhnt und beleidigt.

Wenn Du mich
weiterhin mit Völkermördern vergleichen möchtest, so weise ich
darauf hin, dass ich dies nicht akzeptieren werde.

OK, Entschuldigung dafür. Noch vor wenigen 100 Jahren waren sich alle sicher, die Erde wäre eine Scheibe. Selbst alle Wissenschaftler.
Nicht alles, was allgemein als gesichertes Wissen gilt ist zwangsläufig deshalb richtig. … Besser so?

Falsch. Mir geht es, um diese Metapher weiterzuspinnen, jedoch
nicht darum, reihenweise Plätze an der Sonne auf Kosten der
Arbeitenden zu verschenken, sondern die Leute zu motivieren,
sich ihren Platz zu erarbeiten.

Fein, dann laß den Platz doch einfach! Sperr nicht 5 Millionen aus und es läuft bestens.

Die Wirtschaft ist immer für die Menschen da, nicht umgekehrt.

Nein, die Wirtschaft denkt an Zahlen, nicht an Menschen. Ihre Aufgabe erfüllt sie mehr als Nebeneffekt.

Allerdings heisst das nicht, dass sich die Menschen ihr
wirtschaftliches Wohlergehen nicht erarbeiten müssten.

Richtig.

Ich halte niemanden für überflüssig.
Dennoch kann es nicht sein, dass massiv einkommen umverteilt
werden, um alle Leute gleich zu machen.

Wer hat das denn nun wieder verlangt? Ich nicht!

Wer weniger leistet
(warum auch immer), hat weniger. Warum auch nicht?

Ja, jeder Versuch, es anders zu machen ist bisher gescheitert. Darüber sind wir uns ja einig.

Ich führe lediglich eine Betrachtung angefangen bei den
Mitteln, die man zur Verfügung hat und bei der Verteilung
derselben nach leistungsmässigen Gesichtspunkten.
Dass natürlich auch Menschen in dieser Gesellschaft leben, die
der Hilfe der Stärkeren bedürfen, ist keine Frage. Nur kann es
schlecht sein, dass diese Gruppe irgendwann 20% der
Bevölkerung ausmacht. Wie hatten schliesslich keinen Krieg,
der Millionen Versehrte zurückgelassen hat. Also müssen die
Kriterien der Realtiät angepasst werden.

Du übertreibst schon wieder. Mal doch nicht so schwarz weiß.
Mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit meine ich, daß einer ein Millonen-Unternehmen leiten kann, der, der in dem Unternehmen einen Stapler fährt, das Unternehmen eben nicht leiten könnte.
Auch der Abteilungsleiter könnte das nicht. Auch den könnte der Staplerfahrer nicht ersetzen.
Als Hilfsbedürftig würde ich den Staplerfahrer nun doch nicht gleich bezeichnen.
Das Problem ist doch die Arbeitslosigkeit. Fünf Millionen mehr Arbeisplätze und wir würden nicht diskutieren.

Ich will mal versuchen, an einem Beispiel eine der Ursachen zu analysieren. Leider konnte ich keine konkreten Zahlen finden, deshalb versuche ich es ohne. :wink:

Vor etlichen Jahren hat ein Arbeiter in einem Autokonzern im Jahr etwa den gegenwert eines der Autos verdient, heute ist das auch so.
Die Belegschaft wurde seit dem stark reduziert, die Produktionszahlen gleichzeitig erhöht. … Bleibt da nicht ein Gewinn übrig? Oder kann ich nicht rechnen.
Das Probelm sind aber die abgebauten Arbeitsplätze!

Ich versuche es mal mit Zahlen, die weit genug von jeder Realität entfernt sind.

1.)
10 Arbeiter bauen 100 Autos.
Dabei fallen 10% Lohnkosten an (-10), 40% Materialkosten (-40)und der Gewinn von 50 wird mit 30 % besteuert.
Bleiben 35 Autos als Gewinn übrig.

2.)
5 Arbeiter bauen 200 Autos.
Nun fallen nur noch 5% Lohnkosten an. (-10)
Die Materialkosten sind gleich gebleiben. (-80)
Die Steuern sind auf 50% gestiegen.
Bleiben 60 übrig!!!

Es könnten auch 10 Leute die 200 autos bauen, dann wäre der Gewinn nicht so hoch, aber es wäre niemand ‚übrig‘.

Das Problem ist, daß der technologische Fortschritt nicht angemessen zur Arbeitszeitverkürzung geführt hat. Der Vorteil ist allein den Unternehmen, den Gewinnen zu gute gekommen.
Dadurch ging Kaufkraft verloren, wodurch die Umsätze sinken. Das führt widerunm zu Entlassunegn, … eine Abwärtsspirale, die die Unternehmer in Gang gesetzt haben.
Ein absenken des Lebensstandards bringt da nur vorübergehend scheinbare Besserung, weil der technologische Fortschritt weiter geht, bis zu völligen Technisierung. Dann käme die Wirtschaft prima ohne Volk aus, wenn sie nur Kunden hätte. :wink:

cu Rainer

Hi!

Viele Unternehmen halten freiwillig soziale Incentives vor wie
z.B. Krankenversicherung, Unfallversicherung, Obst, Getränke,
Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld…

Unbestritten. Es geht ja auch darum, ob das so bleiben soll.

Das entscheiden bzw. diskutieren die betroffenen Parteien, sprich Unternehmer und Mitarbeiter. Aussenstehende geht das nichts an.

Das Problem ist nur, dass eine Beteiligung am
Misserfolg gesetzlich verhindert wird.

Eine Entlassung, Arbeitslosigkeit nennst du keine Beteiligung
am Mißerfolg?

Es ist doch in diesem Land quasi unmöglich, einzelne Mitarbeiter zu entlassen, bevor das U. nicht kpl. in Schieflage ist.

Für die Unternehmer ist der Mißerfolg meist
nicht Existenzbedrohend, für die AN schon.

Für die Unternehmer ist das viel bedrohlicher, denn (zumindest im Falle von nicht börsennotierten Unternehmen) hat der Eigentümer sein Geld in der Firma. Ohne eine Bürgschaft des GmbH Eigentümers über sein Privatvermögen räumt einem wohl kaum eine Bank eine Kreditlinie ein.
Der Mitarbeiter läuft also höchstens Gefahr, seinen Job zu verlieren. Der Unternehmer kann alles verlieren.

Was soll die Politik hier tun?

Ein guter Anfang wäre, nicht in die falsche Richtung zu
steuern.

Das ist nun recht allgemein gehalten…

Du hast den Zweck der Wirtschaft genannt, die Gesellschaft mit
Waren zu versorgen. Dies wird korrumpiert, indem die deutsche
Wirtschaft das ganze Land zu füttern hat.

Wieso? DAS ist doch der eigentliche Sinn! Das ist kein
Hinderniss, sondern Zile der Aktion!

Keineswegs. Der Staat soll von moderaten Lohnsteuern und der moderaten Besteuerung von Unternehmensgewinnen leben. Auch eine MWSt verstehe ich noch.
Was allerdings in der Realität passiert ist, dass der Staat alle Beteiligten knebelt.
Deshalb verlässt ja auch jeder das Land, der kann.

Daher sollte sich
die Politik darauf beschränken, einige wenige Regeln zu
definieren, und sich ansonsten aus der Sache herauszuhalten.

Daß das nicht funktioniert siht man.

Wo?

Wenn der Staat nicht mehr alles regeln will, so werden sich
marketgerechte Mechanismen finden.

Leider nicht. Dazu später mehr.

Bin gespannt.

Nur müsste dann der
einzelne zum mitdenken erzogen werden und Verantwortung für
sich selbst übernehmen.

Viele sind damit überfordert. Das geht nicht!

Klar geht das. S. Italien. Der Bürger hier ist viel selbständiger weil er weiss, dass er vom Staat keine Rente o.ä. zu erwarten hat.

Will unsere Regierung das überhaupt…?

Nein, weil es nicht klappen kann.

Ich erwarte die erklärung. Das aktuelle System jedenfall „klappt“ nun gar nicht, denn der Staat ist pleitew und die Leute müssen sich bei höchsten Abgaben um ihre Rente sorgen. Die Wirtschaft verlässt das Land, arbeitslos zu sein wird gesellschaftsfähig, wer arbeitet, gilt als dumm. Das nennst Du „klappen“??

Ich habe im freundeskreis einen Fall, wo vor 10 Jahren mit
10.000 Euro eine Firma eröffnet wurde, die heute ca. 1 Mio.
wert ist und 30 Leuten Arbeit gibt.
Der Staat unterstützt Existenzgründer zudem massiv.
Es gfeht also nur um Leistungsbereitschaft und um Ideen…

1.) Hat ein Arbeisloser auch die 10.000 Euro nicht. Ein
Sozialhilfeempfänger schon gar nicht.

Dafür gibt es die Unterstützung des Staates, s. „Ich-AG“.

2.) Stell Dir vor, plötzlich würde Intelligenz wie eine
Krankheit ausbrechen und alle wären dazu in der Lage und
würden sogar einen Weg finden, das ohne Kapital zu schaffen.
Wer macht dann die Arbeit in der Industrie?

Es w,ürden niemals alle Unternehmer werden. Die Arbeit machen dann diejenigen, die sie machen wollen/müssen. Schaut man sich aktuell in D um, werden das dann die Osteuropäer sein.
Die Deutschen sind aktuell noch zu verdorben von 40 Jahren Gewerkschaftsaktivität.

Initiative ist gefragt. Wer keine hat, hat eben auch nichts.
So einfach ist das.

Nun laß doch mal die Polemik!

Das ist keine Polemik, sondern die einfache Wahrheit.
Wer nichts tut, fährt eben auch keinen Benz.

Es geht nicht um den Benz. Du darfst ruhig bein
Existenzminimum anfangen.

…über welches in diesem Land jeder verfügt, ausser er geht aus Gründen des Stolzes nicht zum Sozialamt.

Du ignorierst ständig, daß nicht jeder in der Lage ist, selbst
ein Unternehmen zu gründen. Nimm es als gegeben, daß viele
Leute zum AN geboren sind. Daß für die keine Arbeit da ist,
ist nicht deren Schuld.

Doch. Sie haben die Leute gewählt, welche nun die Arbeitsplätze aus dem Land treiben! Jeder ist seines Glückes Schmied.

An der Stelle müßte man über die Ursache der Arbeitslosigkeit
reden.

S.o. Das ist leicht.

Verminderte Leistungsfähigkeit darf
nicht bestraft werden.

Nicht bestraft, aber eben auch nicht belohnt. An die schwachen
Teile der Gesellschaft soll das verteilt werden, was möglich
ist.

Es geht nicht um’s Verteilen an die, die nicht arbeiten
wollen. Es geht um die, die nicht arbeiten dürfen! Die haben
nichts falsch gemcht!

Wer „darf“ nicht arbeiten?
Mir fallen hier nur Kinder und Kranke ein. Hätten wir all die arbeitsfähigen Unwilligen nicht am Hals, könnten wir die auf Rosen betten… (Polemik Modus aus).

Wir machen jedoch massiv Schulden auf Kosten der
zukünftigen Generationen, um diese vermeintlichen
Verpflichtungen zu bezahlen.

Da macht doe Politik einen Fehler, das sehe ich auch so.

Was sollte sie denn Deiner Ansicht nach tun, ausser eminem Vorschlag zu folgen und nicht produktive Ausgaben zu kürzen…?

Würden wir uns nur um die wirklich nicht (mehr)
leistungsfähigen zu kümmern haben, wir hätten kein Problem.
Wir erlauben es viel zu vielen eigentlich nicht Bedürftigen,
sich in die soziale Hängematte zu legen.

So, so. Die Leute, die mit 45 arbeitslos werden, alles
verlieren, was sie sich aufgebaut haben, weil die Industrie
sie nicht mehr braucht, legen sich also in die soziale
Hängematte. Es reicht nicht, daß die Leute Sorgen und keine
Arbeit haben, nun werden sie von Dir auch noch verhöhnt und
beleidigt.

Wie war das mit der Polemik?
Hätten diese Leute vor 2 Jahren nicht die SPD/Grüne gewählt, so wäre die Situation nicht so verfahren.
Wie gesagt: es gibt die Jobs, nur hat man sie ins Ausland abgewählt.
Jeder hatte und hat das selbst in der Hand.

Wenn Du mich
weiterhin mit Völkermördern vergleichen möchtest, so weise ich
darauf hin, dass ich dies nicht akzeptieren werde.

OK, Entschuldigung dafür. Noch vor wenigen 100 Jahren waren
sich alle sicher, die Erde wäre eine Scheibe. Selbst alle
Wissenschaftler.
Nicht alles, was allgemein als gesichertes Wissen gilt ist
zwangsläufig deshalb richtig. … Besser so?

Diesen allgemeinplatz unterschreibe ich natürlich…

Entschuldigung im übrigen akzeptiert.

Falsch. Mir geht es, um diese Metapher weiterzuspinnen, jedoch
nicht darum, reihenweise Plätze an der Sonne auf Kosten der
Arbeitenden zu verschenken, sondern die Leute zu motivieren,
sich ihren Platz zu erarbeiten.

Fein, dann laß den Platz doch einfach! Sperr nicht 5 Millionen
aus und es läuft bestens.

Ich versuche klarzumachen, dass diese „Aussperrung“, wie Du sie nennst, nicht durch meine Idee, sondern durch die ungenügenden Standortfaktoren in Deutschland zustande kommt.

Die Wirtschaft ist immer für die Menschen da, nicht umgekehrt.

Nein, die Wirtschaft denkt an Zahlen, nicht an Menschen. Ihre
Aufgabe erfüllt sie mehr als Nebeneffekt.

Ohne Menschen keine Wirtschaft. Die reine Zahlentheorie funktioniert insofern nicht, als dass der Produktions- und Erfolgsfaktor Mensch in der BWL eine grosse Rolle spielt und somit die Wirtschaft auch von den sog. „SOft-Facts“ abhängt. Das ist in den WiWis unbestritten.

Allerdings heisst das nicht, dass sich die Menschen ihr
wirtschaftliches Wohlergehen nicht erarbeiten müssten.

Richtig.

Nur darum geht es.

Ich halte niemanden für überflüssig.
Dennoch kann es nicht sein, dass massiv einkommen umverteilt
werden, um alle Leute gleich zu machen.

Wer hat das denn nun wieder verlangt? Ich nicht!

Das ist der Tenor, den ich bislang aus Deinen Aussagen ziehe.

Wer weniger leistet
(warum auch immer), hat weniger. Warum auch nicht?

Ja, jeder Versuch, es anders zu machen ist bisher gescheitert.
Darüber sind wir uns ja einig.

Fein.

Ich führe lediglich eine Betrachtung angefangen bei den
Mitteln, die man zur Verfügung hat und bei der Verteilung
derselben nach leistungsmässigen Gesichtspunkten.
Dass natürlich auch Menschen in dieser Gesellschaft leben, die
der Hilfe der Stärkeren bedürfen, ist keine Frage. Nur kann es
schlecht sein, dass diese Gruppe irgendwann 20% der
Bevölkerung ausmacht. Wie hatten schliesslich keinen Krieg,
der Millionen Versehrte zurückgelassen hat. Also müssen die
Kriterien der Realtiät angepasst werden.

Du übertreibst schon wieder. Mal doch nicht so schwarz weiß.
Mit unterschiedlicher Leistungsfähigkeit meine ich, daß einer
ein Millonen-Unternehmen leiten kann, der, der in dem
Unternehmen einen Stapler fährt, das Unternehmen eben nicht
leiten könnte.

beide sind wichtig.

Auch der Abteilungsleiter könnte das nicht. Auch den könnte
der Staplerfahrer nicht ersetzen.
Als Hilfsbedürftig würde ich den Staplerfahrer nun doch nicht
gleich bezeichnen.
Das Problem ist doch die Arbeitslosigkeit. Fünf Millionen mehr
Arbeisplätze und wir würden nicht diskutieren.

Das Problem ist, dass für den Boss keine Werkshalle in Deutschland nötig ist, für den Staplerfahrer jedoch schon.
Die Voraussetzung ist also, dass es sich lohnt, die Halle in D zu betreiben. Lohnt sich das nicht mehr, sollte auch der Staplerfahrer durch seine Wahlstimme dafür sorgen, dass das wieder so wird.

Ich will mal versuchen, an einem Beispiel eine der Ursachen zu
analysieren. Leider konnte ich keine konkreten Zahlen finden,
deshalb versuche ich es ohne. :wink:

Kein Problem, ich mag griffige Beispiele…

Vor etlichen Jahren hat ein Arbeiter in einem Autokonzern im
Jahr etwa den gegenwert eines der Autos verdient, heute ist
das auch so.
Die Belegschaft wurde seit dem stark reduziert, die
Produktionszahlen gleichzeitig erhöht. … Bleibt da nicht ein
Gewinn übrig? Oder kann ich nicht rechnen.
Das Probelm sind aber die abgebauten Arbeitsplätze!

Es bleibt nicht zwangsweise mehr Gewinn übrig, da Energiekosten (!!!), Zulieferteile, Vertriebskosten u.s.w. ebenfalls steigen.
Die Rendite von VW beispielsweise dürfte heute trotz der deutlich höheren Umsätze schlechter sein, als in den 80er Jahren.

Ich versuche es mal mit Zahlen, die weit genug von jeder
Realität entfernt sind.

1.)
10 Arbeiter bauen 100 Autos.
Dabei fallen 10% Lohnkosten an (-10), 40% Materialkosten
(-40)und der Gewinn von 50 wird mit 30 % besteuert.
Bleiben 35 Autos als Gewinn übrig.

2.)
5 Arbeiter bauen 200 Autos.
Nun fallen nur noch 5% Lohnkosten an. (-10)
Die Materialkosten sind gleich gebleiben. (-80)
Die Steuern sind auf 50% gestiegen.
Bleiben 60 übrig!!!

Es könnten auch 10 Leute die 200 autos bauen, dann wäre der
Gewinn nicht so hoch, aber es wäre niemand ‚übrig‘.

Deine Rechnung stimmt nicht, denn die Material- und Gehaltskosten pro Kopf sind keineswegs gleich geblieben.

Das Problem ist, daß der technologische Fortschritt nicht
angemessen zur Arbeitszeitverkürzung geführt hat. Der Vorteil
ist allein den Unternehmen, den Gewinnen zu gute gekommen.

Falsch, s.o.

Dadurch ging Kaufkraft verloren, wodurch die Umsätze sinken.

Hast Du das von Frank gelernt…?

Das führt widerunm zu Entlassunegn, … eine Abwärtsspirale,
die die Unternehmer in Gang gesetzt haben.
Ein absenken des Lebensstandards bringt da nur vorübergehend
scheinbare Besserung, weil der technologische Fortschritt
weiter geht, bis zu völligen Technisierung. Dann käme die
Wirtschaft prima ohne Volk aus, wenn sie nur Kunden hätte. :wink:

Der Fehler ist, davon auszugehen, dass die Anzahl der Unternehmen und alle Kosten, die ein Unternehmen hat, konstant sind.
Füge diese Faktoren in Deine Rechnung mit ein, und Du hast die Lösung: mehr Unternehmen gleichen die sinkende Arbeitsplatzanzahl in den Firman durch Automatisierung aus. Nicht mehr Gehälter oder weniger Arbeitszeit.
und wer kriegt die neuen Firmen? Klar, derjenige mit den günstigsten Standortfaktoren…

Grüße,

Mathias