Schröder: das Ende des Kapitalismus

Hi,

nicht ganz so wörtlich, aber dennoch bedeutsam:
„Die Agenda 2010 ist eben kein bloßes Sparprogramm. Die Agenda 2010 ist eine Antwort darauf, dass die Zeit der immerwährenden Zuwächse vorüber ist.“
Wie soll es denn nun neoliberal weitergehen in der Politik?
keine immerwährenden Zuwächse = kontinuierlicher Verfall.
Wer hat ne Idee?

fragt mal:
Frank

"Die Agenda 2010 ist eben kein bloßes Sparprogramm. Die Agenda

2010 ist eine Antwort darauf, dass die Zeit der immerwährenden
Zuwächse vorüber ist."
Wie soll es denn nun neoliberal weitergehen in der Politik?
keine immerwährenden Zuwächse = kontinuierlicher Verfall.
Wer hat ne Idee?

Es muß doch möglich sein, endlich auch den letzten Unternehmer (Ausbeuter) aus D zu vertreiben. Der Traum von La F würde endlich Wirklichkeit. Und der Oberöko Trittin hätte sein Abgasproblem gelöst. Vielleicht kann China uns ja dann ein wenig unterstützen. Auf jeden Fall sind wir „Arbeiter“ dann unter uns.

MfG. Vanic.

Hallo Frank,

Deine Frage spiegelt die Rat- und Tatenlosigkeit einer Politiker-Mehrheit.
Das fatale: Beim Umbau der bestehenden Gesellschaftsordnung (genauer: der Mittelherkunft und -verwendung) besteht weniger ein Erkenntnis- als vielmehr ein Umsetzungsproblem. Oder anders formuliert: es gibt viele gute Ideen, allein diese Ideen werden in endlosen Debatten so lang „zerredet“ bis der innovative Gehalt verpufft ist und bei der Umsetzung der „Rest-Idee“ fast nichts mehr vom ursprünglich guten Gedanken wiederzuerkennen ist.

Ich weiß, dass die folgende Behauptung sehr pessimistisch ist, dennoch erscheint sie, mir jedenfalls, plausibel:
Unser demokratischer Willensbildungsprozeß führt nicht (mehr) zu zukunftsfähigen Entscheidungen. (Insofern: Was heißt h e u t e eigentlich noch Demo-kratie? Und: leben wir noch in einer „Volksherrschaft“?).
Gründe für den „Auflösungsprozess“ demokratischer Prinzipien mögen sein:
Korruption, Verantwortungslosigkeit (siehe z.B. der Virtuelle Arbeitsmarkt, Toll-Collect, PISA-Studie; weitere Beispiel im Bericht des Bundesrechungshofes).
Dringende Fragen sind daher:

  1. Warum versagen die politischen Akteure bei der Konzeption und (vor allem) Umsetzung einer realistischen Zukunftsvision?
  2. Welche Menschen vertreten uns (alle) in den Parlamenten?
  3. Wie läßt sich der Lobbyismus (interessierter Wirtschaftskreise) auf eine „vernünftiges“ Maß begrenzen?
  4. Brauchen wir überhaupt so viele und so große Parlamente in Deutschland?
  5. Warum verhindern die Mächtigen den Volksentscheid?
  6. Wann wird das Berufsbeamtentum für Lehrer abgeschafft?
  7. Wie läßt sich erreichen, dass mehr fähige Menschen in die Politik gehen?
  8. Warum verlagern deutsche Unternehmen ihre Firmen in das Ausland und schaffen dort (in den letzten Jahren annähernd 2,5 Millionen Arbeitsplätze) und (!), warum kreidet der Bundeskanzler dieses Verhalten den Unternehmern an?
  9. usw.

Ich glaube, dass wir noch wesentlich mehr Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger brauchen, um Druck auf die politisch Verantwortlichen zu erzeugen. Derzeit scheint die kritische Masse noch nicht erreicht. Und das, obwohl in Deutschland ca. 17 Millionen Menschen mehr oder weniger Leidtragende der politisch-wirtschaftlich-geistigen Entwicklung der Bundesrepublik sind.
Wie ich auf diese 17 Millionen Menschen komme?
4,5 Mio. Arbeitslose + 2,9 Mio. Sozialhilfeempfäner + 1 Mio. Menschen (in Personalserviceagenturen + ABM + Umschulungen: die daher nicht als Arbeitslose in der Statistik stehen).
Macht zusammen: ca. 8,4 Millionen Menschen.
Angenommen, dass jeder dieser 8,4 Mio. Menschen mit einer Person in einem Haushalt lebt oder von einer anderen Person „abhängig“ ist: dann komme ich auf knapp 17 Millionen Menschen (ca. ein Fünftel der Einwohnerzahl), die sich wundern dürften, wenn Wirtschaftsminister Clement feststellt, dass wir in einem der reichsten Länder der Erde wohnen.
Den derzeitigen Zustand unseres Landes mit einzelnen Politikernamen zu verbinden mag nahe liegen, trifft jedoch nicht den Kern des Problems. Zugespitzt könnte man sagen: wir haben eine Demokratie ohne Demokraten. Und: wir haben gewaltige (!!) Aufgaben vor uns liegen.
Wer möchte kann ja die Wahlbeteiligung in Amerika einmal daraufhin befragen, was die Leute umtreibt, die nicht mehr wählen gehen. Ob die alle zufrieden sind?
Also: warm anziehen - der Wind wird noch deutlich rauher werden (müssen). Leider sind wir kein besonders konfliktgewohntes und -bereits Volk: sonst wäre auf den Straßen bestimmt schon mehr los.

Grüsse aus Lüneburg
Heiner Gierling

Hi!

Dringende Fragen sind daher:

  1. Warum versagen die politischen Akteure bei der Konzeption
    und (vor allem) Umsetzung einer realistischen Zukunftsvision?

Weil sie sich Lichtjahre weit vom realen Leben entfernt haben und ihre Entscheidungen ausschließlich von Meinungsumfragen und Wiederwahlwahrscheinlichkeiten diktieren lassen

  1. Welche Menschen vertreten uns (alle) in den Parlamenten?

Die, die wir verdient haben

  1. Wie läßt sich der Lobbyismus (interessierter
    Wirtschaftskreise) auf eine „vernünftiges“ Maß begrenzen?

Gar nicht. Weil der Lobbyismus sich im Handeln und Denken aller Menschen festgesetzt hat (keiner ist Willens abzugeben).

  1. Brauchen wir überhaupt so viele und so große Parlamente in
    Deutschland?

Kommt drauf an, was du unter „Demokratie“ verstehst. Man könnte auch alle abschaffen (oder auf ganz wenige reduzieren) und eine Machtkonzentration auf wenige einführen.

  1. Warum verhindern die Mächtigen den Volksentscheid?

Weil Volksentscheid in meinen Augen Unfug ist. Die Masse der Bevölkerung ist m.E. nicht in der Lage, ein ausreichendes Maß an Selbstkritik zu leisten (nach PISA hat sich mein Eindruck vom Bildungsstand der deutschen Bevölkerung drastisch zum Negativen verändert).

  1. Wann wird das Berufsbeamtentum für Lehrer abgeschafft?

Vermutlich dann, wenn die inhaltliche Qualität des Schulunterrichts endlich wieder steigt (also erst in ferner Zukunft)

  1. Wie läßt sich erreichen, dass mehr fähige Menschen in die
    Politik gehen?

Gar nicht. Wer fähig ist, geht nicht in die Politik, sondern in die Wirtschaft. Dort lässt sich mehr Geld verdienen und außerdem die Gesellschaft stärker verändern (die Politik der Zukunft machen nicht Politiker, sondern die Chefs global agierender Konzerne).

  1. Warum verlagern deutsche Unternehmen ihre Firmen in das
    Ausland und schaffen dort (in den letzten Jahren annähernd 2,5
    Millionen Arbeitsplätze) und (!), warum kreidet der
    Bundeskanzler dieses Verhalten den Unternehmern an?

Weil die Gewinnmargen dadurch wachsen.
Weil jede Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland eine Zunahme der Arbeitslosenzahlen bedeutet, was wiederum eine Mehrbelastung für die Sozialkassen nach sich zieht, was wiederum die Arbeit in Deutschland teurer macht, was zu vermehrter Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland führt.

  1. usw.

Ich glaube, dass wir noch wesentlich mehr Arbeitslose und
Sozialhilfeempfänger brauchen, um Druck auf die politisch
Verantwortlichen zu erzeugen.

Der Druck auf die politischen Verantwortlichen ist unerheblich, weil sie nicht bewegen können. Selbst die Einführung eines „Hire & Fire“-Systems im Arbeitsrecht, die Aufgabe der Arbeitgeberbeteiligung an den Krankenkassen- und Renteneinzahlungen, die Anhebung der Wochenarbeitszeit auf 48 Stunden (oder mehr), die Absenkung der Löhne und Gehälter auf die Hälfte sowie der Wegfall der diversen Unternehmenssteuern würde nicht dazu führen, dass es in diesem Land wieder aufwärts geht, weil dann die Binnennachfrage völlig einbrechen würde.
Der Karren steck im Dreck, und keiner wird ihn da rausbekommen.

Grüße
Heinrich

Hallo!

„ dass die Zeit der immerwährenden
Zuwächse vorüber ist."

Natürlich ist diese Zeit vorbei, zumindest für Deutschland betrachtet. Ich bin nicht grade ein Fan von Schröder, aber da hat er wohl Recht, falls er das tatsächlich gesagt hat.
Durch die demnächst erfolgende EU-Erweiterung werden wir irgendwann mal auf einen dem Durchschnitt der EU entsprechenden Wert von Arbeitslöhnen zumindest bei den normalen Arbeitern sinken.
Weiterhin wird in Deutschland der Anteil der Rentner sich in den nächsten Jahrzehnten wohl auf 40 bis 50 % erhöhen. Wenn diesen Rentnern ein menschenwürdiges Leben möglich sein soll, müsste die Abgabenlast, um das zu finanzieren, fast in das Uferlose steigen.
Das vertreibt die Unternehmer von selbst, da muss man nicht noch nachhelfen.
Ich hab mich in den 14 Jahren seit der Wiedervereinigung Deutschlands immer gewundert, wie sich der Staat so halten konnte. Da war (ist) mir einiges völlig unverständlich.
Aber nun ist wohl der Zeitpunkt gekommen, wo der Anfang vom Ende naht. Keiner weiß, ob es nun noch 5 Jahre oder 30 Jahre dauert, aber ich als 31-Jähriger werde es noch erleben, wenn ich das Rentenalter erleben sollte.
Wir sollten uns, wie schon geschrieben, sehr warm anziehen, und hoffen, dass es schnell geht, wenn das Kartenhaus Marktwirtschaft (vorübergehend??) in sich zusammenfällt. Das soll aber bitte schnell gehen und ohne einen 3 WK.

Wie es dann weiter geht weiß ich auch nicht, aber wegen fehlender Marktwirtschaft wird die Menschheit sicher nicht aussterben.

Freue mich auf ev. weiterführende Diskussionen,
Grüße, Steffen!

Hallo!

Der Druck auf die politischen Verantwortlichen ist
unerheblich, weil sie nicht bewegen können. Selbst die
Einführung eines „Hire & Fire“-Systems im Arbeitsrecht, die
Aufgabe der Arbeitgeberbeteiligung an den Krankenkassen- und
Renteneinzahlungen, die Anhebung der Wochenarbeitszeit auf 48
Stunden (oder mehr), die Absenkung der Löhne und Gehälter auf
die Hälfte sowie der Wegfall der diversen Unternehmenssteuern
würde nicht dazu führen, dass es in diesem Land wieder
aufwärts geht, weil dann die Binnennachfrage völlig einbrechen
würde.
Der Karren steck im Dreck, und keiner wird ihn da
rausbekommen.

Das sehe ich anders. Die Binnennachfrage hängt aktuell noch sehr von der Investitionsbereitschaft der Bevölkerung und der Nachfrage der Unternehmen ab.
Ersteres ist aktuell eine rein psychologische Frage, denn bei einem Großteil der Bevölkerung gibt es durchaus noch frei verfügbares Einkommen. Es wird halt gespart, weil man sich unsicher fühlt. Und genau hier könnten Reformen mit einer deutlichen Wirkung auf eine „bessere“ Zukunft ansetzen.
Ein realistischeres Arbeitsrecht, konkurrenzfähige Wochenarbeitszeiten und frei verhandelbare Löhne und Gehälter wären ein weiterer Standortvorteil, genau wie ein Steuersystem, welches Leistung nicht bestraft.
Ferner ist natürliche ine radikale Reform unserer sozialen Sicherungssysteme nötig. Hier muss einfach Klartext gesprochen und eine Down-to-top Betrachtung gemacht werden. Nicht die Ansprüche müssen irgendwie befriedigt werden, sondern es muss sich daran orientiert werden, was es zu verteilen gibt. Ein maximal zumutbarer Satz von 35% an abgaben auf das Einkommen insgesamt muss festgelegt und daraus dann die möglichen Mittel zur Umverteilung errechnet werden. Mehr gibt´s nicht und fertig.

Das Binnennachfrage-Problem ist dann schnell gelöst, denn die Leute, die aktiv sind, haben sofort deutlich mehr Geld zur Verfügung, welches sie dann auch ausgeben.
Ferner wird es deutlich mehr aktive geben, denn ALHI & Co. werden nur noch das nackte Überleben sichern.
Mehr muss auch nicht sein.

Denn darum geht es: Wettbewerbs- und Standortvorteile. Das Geld ist nämlich da, es fliesst nur nicht mehr nach Deutschland.
Man muss von der Polemik weg, denn die Globalisierung der Unternehmen ist lediglich eine Konsequenz aus den technischen Möglichkeiten, die wir alle auch privat gerne nutzen sowie der Akkumulation von Kapital durch teilweise 150 Jahre lang cleveres Wirrtschaften und Mergers/Acquisitions.
Diese Unternehmen treffen rein rationale Standortentscheidungen aufgrund von Vergleichen der Standortfaktoren. Diese Faktoren sind in der Wirtschaftswissenschaft bekannt und somit für jeden zugänglich und bewertbar. Nun hat jedes Land auf der Erde die Wahl, sich nach diesen Standortfaktoren auszurichten und die Global Players zu sich zu holen, oder es eben zu lassen bzw. sie zu vertreiben.
Man darf dann nur nicht über die Konsequenzen meckern, so wie beispielsweise Schröder das macht, indem er den Wegziehern mangelnden Patriotismus vorwirft.
Die letzte sowie die aktuelle Politikergeneration tat und tut alles, um den Deutschen jedweden Patriotismus auszutreiben und nur weiter brav den Kopf gesenkt zu halten.
Dass Alpha-Tiere wie unsere Unternehmer, die diese duckmäuserische Haltung wohl eher selten teilen, sich einem land von Weicheiern und linken Oberlehrern nicht mehr allzusehr verbunden fühlen, dürfte somit auf der Hand liegen.
Es geht somit nicht um Patriotismus, sondern um Unternehmertum. Von diesem Unternehmertum aus den 40er, 50er und 60er Jahre leben wir alle heute noch, nur ist aufgrund der ungünstigen demographischen Entwicklung, der Wiederverienigung und des gestigenen internationalen Wettbewerbs unter den Staaten heute wieder mehr Leistung gefragt. Die fetten Besitzstände, die man in den guten Jahren angehäuft hat, müssen nun radikal überdacht werden, da man sanfte, rechtzeitige Reformen verpennt hat.

Deutschland, und damit schließe ich mein langes Posting, wird sich ganz einfach entweder dem Wettbewerb stellen, oder mit wehenden IG-Metall-Fahnen untergehen.
Man kann durch radikale Umverteilung von Vermögen noch 15 Jahre so weitermachen. Dann werden die Lichter ausgehen.
Die Faktenlage ist, dass die Welt an Leistung misst, nicht an Sozialstaat…

Grüße,

Mathias

Hallo,

Das sehe ich anders. Die Binnennachfrage hängt aktuell noch
sehr von der Investitionsbereitschaft der Bevölkerung
und der Nachfrage der Unternehmen ab.
Ersteres ist aktuell eine rein psychologische Frage, denn bei
einem Großteil der Bevölkerung gibt es durchaus noch frei
verfügbares Einkommen.

Falsch. Es ist ein wirtschaftliches Problem. Die Mittel sind da vorhanden, wo sie nicht benötigt werden und umgekehrt.

Es wird halt gespart, weil man sich unsicher fühlt.

Nein, weil man bereits überschuldet ist.

Und genau hier könnten Reformen mit einer
deutlichen Wirkung auf eine „bessere“ Zukunft ansetzen.
Ein realistischeres Arbeitsrecht, konkurrenzfähige
Wochenarbeitszeiten und frei verhandelbare Löhne und Gehälter
wären ein weiterer Standortvorteil, genau wie ein
Steuersystem, welches Leistung nicht bestraft.

Du meinst, die Arbeiter sollen mit dem Überleben zufrieden sein. Wenn sie 48 Wochenstunden arbeiten brauchen sie auch weniger Geld, weil sie ja ohnehin keine Freizeit haben. Wer nicht als Arbeitskraft gebraucht wird ist überflüssig. (Zur Zeit so rund 5 Millionen)

Ferner ist natürliche ine radikale Reform unserer sozialen
Sicherungssysteme nötig. Hier muss einfach Klartext gesprochen
und eine Down-to-top Betrachtung gemacht werden. Nicht die
Ansprüche müssen irgendwie befriedigt werden, sondern es muss
sich daran orientiert werden, was es zu verteilen gibt.

Da wäre doch sicher Eutanasie in Deinem Sinne?

Ein
maximal zumutbarer Satz von 35% an abgaben auf das Einkommen
insgesamt muss festgelegt und daraus dann die möglichen Mittel
zur Umverteilung errechnet werden. Mehr gibt´s nicht und
fertig.

Das Binnennachfrage-Problem ist dann schnell gelöst, denn die
Leute, die aktiv sind, haben sofort deutlich mehr Geld zur
Verfügung, welches sie dann auch ausgeben.

An die anderen wird Zyankali verteilt?

Ferner wird es deutlich mehr aktive geben, denn ALHI & Co.
werden nur noch das nackte Überleben sichern.
Mehr muss auch nicht sein.

Denn darum geht es: Wettbewerbs- und Standortvorteile. Das
Geld ist nämlich da, es fliesst nur nicht mehr nach
Deutschland.

Doch, schon. da wird es aber bei den Banken ‚geparkt‘ und so den Wirtschaftskreislauf entzogen.

Man muss von der Polemik weg,

Gute Idee, warum tust Du’s nicht?

denn die Globalisierung der
Unternehmen ist lediglich eine Konsequenz aus den technischen
Möglichkeiten, die wir alle auch privat gerne nutzen

Das ist kein Grund, sich am untersten Rand zu orientieren. Willst du zurück in die Steinzeit?

Die fetten
Besitzstände, die man in den guten Jahren angehäuft hat,
müssen nun radikal überdacht werden, da man sanfte,
rechtzeitige Reformen verpennt hat.

DAS ist Polemik.

Du meinst den Anteil der AN an den gestiegenen Gewinnen durch gestiegene Produktivität? Warum? Die Produktivität sinkt doch nicht.

Deutschland, und damit schließe ich mein langes Posting, wird
sich ganz einfach entweder dem Wettbewerb stellen, oder mit
wehenden IG-Metall-Fahnen untergehen.

Unfug. Wonach Du schreist ist die Umverteilung von unten nach oben. Ist Dir aufgefallen, daß es angeblich abwärts geht, seit der Kommunismus besiegt ist? Es gibt keinen Grund mehr, den Leuten im Osten zu zeigen, wie gut es einem Arbeiter im Westen geht.
Die Unternehmensgewinne (der Großen) steigen ständig und um ein vielfaches schneller, als die Löhne.

Man kann durch radikale Umverteilung von Vermögen noch 15
Jahre so weitermachen.

Nein, dann ist das Volk verhungert. die Umverteilung von unten nah oben muß sofort aufhören.

Dann werden die Lichter ausgehen.
Die Faktenlage ist, dass die Welt an Leistung misst, nicht an
Sozialstaat…

Das ist der Fehler. Es zählt nur der Reichtum einiger weniger, das Wohl des Volkes interessiert nicht. Genau da wäre die Politik gefragt. Daß die Unternehmen nur so viel zahlen wollen, daß die Arbeitskräfte arbeitsfähig bleiben, ist bekannt. Den Überschuß durch den technischen Fortschritt dem ganzen Volk zugute kommen zu lassen ist Aufgabe der Politik. Die Unternehmer werden freiwillig nichts in diese Richtung tun.

cu Rainer

Hi!

Ein realistischeres Arbeitsrecht, konkurrenzfähige
Wochenarbeitszeiten und frei verhandelbare Löhne und Gehälter
wären ein weiterer Standortvorteil

Wie sieht das denn aus? Der Standort Deutschland muss sich mit Standorten messen, die annähernd gleiche Qualität liefern, aber aus Arbeitgebersicht über weitaus günstigere Arbeitbedingungen verfügen. Ein Arbeitnehmer in der Ukraine arbeitet länger und für weniger Geld als ein deutscher Arbeitnehmer. Die Zuschüsse dort zur Sozialversicherung sind deutlich niedriger als hier. Als Folge ist der Lebensstandard dort auch deutlich geringer.

Folglich muss in Deutschland der Arbeitnehmer auf das Niveau der Ukraine getrimmt werden: weniger Gehalt, höhere Wochenarbeitszeit, weniger Sozialleistungen, geringere Urlaubszeiten. Und folglich ein deutlich abgesenkter Lebensstandard - auf eine Ebene wie die Ukraine, Litauen oder die Mongolei.

Das Binnennachfrage-Problem ist dann schnell gelöst, denn die
Leute, die aktiv sind, haben sofort deutlich mehr Geld zur
Verfügung, welches sie dann auch ausgeben.

Die Leute haben nicht mehr Geld, weil sie statt heute von 2.500 Euro 45% abgeben müssen dann von 1200 Euro 30% abgeben müssen. Es bleibt weniger in der Tasche.

Denn darum geht es: Wettbewerbs- und Standortvorteile.

Genau. Und die liegen eindeutig im Billiglohn. Die deutschen Arbeitnehmer müssen zwangsläufig auf mindestens die Hälfte ihrer Löhne und Gehälter verzichten, wenn sie im Wettbewerb bestehen wollen. Und fallen somit als Käufer aus.

Diese Unternehmen treffen rein rationale
Standortentscheidungen aufgrund von Vergleichen der
Standortfaktoren. Diese Faktoren sind in der
Wirtschaftswissenschaft bekannt und somit für jeden zugänglich
und bewertbar. Nun hat jedes Land auf der Erde die Wahl, sich
nach diesen Standortfaktoren auszurichten und die Global
Players zu sich zu holen, oder es eben zu lassen bzw. sie zu
vertreiben.

Exakt, was ich sage. Eine Maschine zum Stanzen von Blechteilen bedienen kann auch ein Mann in der Mongolei. Nur macht der es für 10% von dem, was in Deutschland dafür verlangt wird. Motoren in ein Auto einbauen kann auch ein Chinese am Jangtse. Nur nimmt der dafür vielleicht 20% eines deutschen Gehaltes. Die Buchhaltung für ein deutsches Dienstleistungsunternehmen kann auch eine Angestellte in Malaysia führen - für 15% eines deutschen Gehaltes. Die Entscheidungen der Unternehmensführer nach Kostenfaktoren gehen genau in diese Richtung.

Deutschland, und damit schließe ich mein langes Posting, wird
sich ganz einfach entweder dem Wettbewerb stellen, oder mit
wehenden IG-Metall-Fahnen untergehen.

Auch das habe ich bereits geschrieben: Der Karren steckt im Dreck und kommt nicht mehr raus. Denn entweder gehen wir „mit wehenden IG-Metall-Fahnen“ unter oder wir führen einen Lebensstandard des 19.Jahrhunderts ein. Nur „besser“ wird es nicht.

Grüße
Heinrich

HallO!

Ein realistischeres Arbeitsrecht, konkurrenzfähige
Wochenarbeitszeiten und frei verhandelbare Löhne und Gehälter
wären ein weiterer Standortvorteil

Wie sieht das denn aus? Der Standort Deutschland muss sich mit
Standorten messen, die annähernd gleiche Qualität liefern,
aber aus Arbeitgebersicht über weitaus günstigere
Arbeitbedingungen verfügen.

Richtig.
Und deren gibt es mehr als man denkt. Die deutsche Arroganz zu denken, wir wären die Allergrößten und die dummen Ostblockler brächten es eh nicht, kann zu einem bösen Ende führen.

Ein Arbeitnehmer in der Ukraine
arbeitet länger und für weniger Geld als ein deutscher
Arbeitnehmer. Die Zuschüsse dort zur Sozialversicherung sind
deutlich niedriger als hier. Als Folge ist der Lebensstandard
dort auch deutlich geringer.

Als Folge aus den niedrigeren beiträgen zur Sozialversicherung ist der Lebenesstandard in der Ukraine niedriger als hier???

Gimme a break!!

Folglich muss in Deutschland der Arbeitnehmer auf das Niveau
der Ukraine getrimmt werden: weniger Gehalt, höhere
Wochenarbeitszeit, weniger Sozialleistungen, geringere
Urlaubszeiten. Und folglich ein deutlich abgesenkter
Lebensstandard - auf eine Ebene wie die Ukraine, Litauen oder
die Mongolei.

Es zeugt von einer eher geringen Kenntnis der einzelnen Länder, wenn Du sie unreflektierst in eine Reihe stellst…

Generell definiert sich Lebensstandard für meine Begriffe zunächst aus den Komponenten frei verfügbares Einkommen und Breite des Warenangebotes. Dann irgendwann kommt Rechtssicherheit, soziale Sicherheit und auch das Gesundheitssystem.
Der Lebensstandard in Deutschland wäre noch höher, wenn die Staatsquote niedriger wäre. Der Lebensstandard in der Ukraine ist niedriger, weil man sich zunächst vom Kommunismus erholen muss. Dies kann man am besten tun durch die Schaffung leistungsbegünstigender Rahmenbedingungen in Wirtschaft und Politik.

Das Binnennachfrage-Problem ist dann schnell gelöst, denn die
Leute, die aktiv sind, haben sofort deutlich mehr Geld zur
Verfügung, welches sie dann auch ausgeben.

Die Leute haben nicht mehr Geld, weil sie statt heute von
2.500 Euro 45% abgeben müssen dann von 1200 Euro 30% abgeben
müssen. Es bleibt weniger in der Tasche.

Das ist eben die große Frage.
Es geht m.W. weniger um Gehaltskürzungen, als vielmehr um Flexibilität.
Wer heute gewerkschaftlich garantiert ein Gehalt X verdient, selbiges jedoch nicht wert ist, muss hingegen in Zukunft mit Kürzungen rechnen.
Es lässt sich alles auf das sog. „Leistungsprinzip“ reduzieren. Folgt man diesem, läuft vieles wie von selbst.

Denn darum geht es: Wettbewerbs- und Standortvorteile.

Genau. Und die liegen eindeutig im Billiglohn. Die deutschen
Arbeitnehmer müssen zwangsläufig auf mindestens die Hälfte
ihrer Löhne und Gehälter verzichten, wenn sie im Wettbewerb
bestehen wollen. Und fallen somit als Käufer aus.

Das ist die leider weit verbreitete, jedoch keineswegs realistische Gewerkschaftsmeinung.
Um den Klassenkampf aufrecht zu erhalten, mag das Sinn machen.
Ein reali´stisches Abbild der Erwartungen ist das jedoch nicht.
Es geht in D darum, das Land wieder konkurrenzfähig zu machen. Dazu gehören flexible Gehaltsverhandlungen, klar. Viel wichtiger aber sind die steuerlichen und infrastrukturellen Gegebenheiten. Wichtig ist die politische Stimmung gegenüber Investoren.
D.h. wir müssen uns hier auf die Leute konzentrieren, die Leistung bringen. Das unbezahlbare Sozialsystem muss massiv gestrafft werden, um die Lohnnebenkosten eklatant zu senken.
Gute Gehälter kommen dann von selbst. Aber eben nur für die, die sie sich verdienen.

Diese Unternehmen treffen rein rationale
Standortentscheidungen aufgrund von Vergleichen der
Standortfaktoren. Diese Faktoren sind in der
Wirtschaftswissenschaft bekannt und somit für jeden zugänglich
und bewertbar. Nun hat jedes Land auf der Erde die Wahl, sich
nach diesen Standortfaktoren auszurichten und die Global
Players zu sich zu holen, oder es eben zu lassen bzw. sie zu
vertreiben.

Exakt, was ich sage. Eine Maschine zum Stanzen von Blechteilen
bedienen kann auch ein Mann in der Mongolei. Nur macht der es
für 10% von dem, was in Deutschland dafür verlangt wird.

…allerdings bekommt man die fertigen Teile nur schwer in kurzer Zeit nach Deutschland zurück. Evtl. stecken die Laster mit den Rohteilen wochenlang am Zoll oder im mongolischen Schlamm.
Wie gesagt: das Gesamtpaket zählt.
Es geht nicht nur um Lohnkosten.

Motoren in ein Auto einbauen kann auch ein Chinese am Jangtse.
Nur nimmt der dafür vielleicht 20% eines deutschen Gehaltes.

…und baut dabei vielleicht auch gleich die ersten drei Rückrufaktionen mit ein…

Die Buchhaltung für ein deutsches Dienstleistungsunternehmen
kann auch eine Angestellte in Malaysia führen - für 15% eines
deutschen Gehaltes. Die Entscheidungen der Unternehmensführer
nach Kostenfaktoren gehen genau in diese Richtung.

Zumindest teilweise falsch. Ich legte im letzten Posting bereits dar, wie solche Entscheidungen gefällt werden.

Deutschland, und damit schließe ich mein langes Posting, wird
sich ganz einfach entweder dem Wettbewerb stellen, oder mit
wehenden IG-Metall-Fahnen untergehen.

Auch das habe ich bereits geschrieben: Der Karren steckt im
Dreck und kommt nicht mehr raus. Denn entweder gehen wir „mit
wehenden IG-Metall-Fahnen“ unter oder wir führen einen
Lebensstandard des 19.Jahrhunderts ein. Nur „besser“ wird es
nicht.

Es gibt noch einen Mittelweg, der zumindest den Leistungswilligen eine super Chance bietet.

Man muss sich nur trauen, das offen und ehrlich auszusprechen.

Grüße,

Mathias

Hi!

Das sehe ich anders. Die Binnennachfrage hängt aktuell noch
sehr von der Investitionsbereitschaft der Bevölkerung
und der Nachfrage der Unternehmen ab.
Ersteres ist aktuell eine rein psychologische Frage, denn bei
einem Großteil der Bevölkerung gibt es durchaus noch frei
verfügbares Einkommen.

Falsch. Es ist ein wirtschaftliches Problem. Die Mittel sind
da vorhanden, wo sie nicht benötigt werden und umgekehrt.

…was uns mehrere Lösungswege aufzeigt. Umverteilung von oben nach unten ist der erste. Das klappt nicht, denn das Kapital wandert dann eben ab.
Ein weiterer Weg wäre es, Leute mit Geld nicht zu verteufeln und den Prolos im Pütt das Wort zu reden, sondern die Leute dazu zu bewegen, ihr Geld hier zu investieren.

Es wird halt gespart, weil man sich unsicher fühlt.

Nein, weil man bereits überschuldet ist.

Im Vergleich zu den Sü´d-Koreanern sind wir keineswegs überschuldet. Und dennoch wird dort konsumiert, was das Zeug hält. Und es wird investiert.
Die Stimmung ist eben leistungsorientiert.

Und genau hier könnten Reformen mit einer
deutlichen Wirkung auf eine „bessere“ Zukunft ansetzen.
Ein realistischeres Arbeitsrecht, konkurrenzfähige
Wochenarbeitszeiten und frei verhandelbare Löhne und Gehälter
wären ein weiterer Standortvorteil, genau wie ein
Steuersystem, welches Leistung nicht bestraft.

Du meinst, die Arbeiter sollen mit dem Überleben zufrieden
sein. Wenn sie 48 Wochenstunden arbeiten brauchen sie auch
weniger Geld, weil sie ja ohnehin keine Freizeit haben.

Ich meine, wir sollten uns alle an eine leistungsgerechte Bezahlung gewöhnen.
Alte Besitzstände sind eben nicht mehr haltbar.

Wer
nicht als Arbeitskraft gebraucht wird ist überflüssig. (Zur
Zeit so rund 5 Millionen)

Das ist eine grundfalsche Betrachtung, denn durch richtige politische Rahmenbedingungen könnten sofort 100.000e Arbeitsplätze geschaffen bzw. aktiviert werden.
Das tut aber natürlich erst einmal weh, denn ohne marktwirtschaftlich ausgerichtete Reformen des Steuer-, Sozial- und Arbeitsrechtsystems wird hier wohl niemand investieren.

Geld ist nämlch durchaus da. Und es würde auch dahin gehen, wo es gebraucht wird. Nur wird es sich nicht in schwarzen Löchern vernichten und dafür auch noch beschimpfen lassen…

Ferner ist natürliche ine radikale Reform unserer sozialen
Sicherungssysteme nötig. Hier muss einfach Klartext gesprochen
und eine Down-to-top Betrachtung gemacht werden. Nicht die
Ansprüche müssen irgendwie befriedigt werden, sondern es muss
sich daran orientiert werden, was es zu verteilen gibt.

Da wäre doch sicher Eutanasie in Deinem Sinne?

In „meinem Sinne“ ist es Euthanasie, das aktuelle System blauäugig und zukunftsverspielend einfach fortzuführen…

Ansonsten denke ich, kann man sich solche dummen Sprüche sparen. Es ist nicht gleich Euthanasie, wenn man die Zukunft des Landes sichern möchte und daher ein paar unangenehme Notwendigkeiten diskutiert. Arbeiten bis 70, Sozialhilfe nur für wirklich Bedürftige auf dem Existenzminimum, Abschaffung von Subventionen, wenn der Staat investiert, dann nur in zukunftsträchtige Themen.

Tun wir dies nun konsequent, gibt es in 15 Jahren vielleicht wieder ein bisschen was zu verteilen. Tun wir es nicht, geht es eben allen schlecht.

Ein
maximal zumutbarer Satz von 35% an abgaben auf das Einkommen
insgesamt muss festgelegt und daraus dann die möglichen Mittel
zur Umverteilung errechnet werden. Mehr gibt´s nicht und
fertig.

Das Binnennachfrage-Problem ist dann schnell gelöst, denn die
Leute, die aktiv sind, haben sofort deutlich mehr Geld zur
Verfügung, welches sie dann auch ausgeben.

An die anderen wird Zyankali verteilt?

Nein, sie können gerade so überleben.
Das motiviert, sich schleunigst einen neuen Job zu suchen. Es gibt mehr willige Arbeitskräfte auf dem Markt, was wiederum für Investoren interessant sein kann.

Ferner wird es deutlich mehr aktive geben, denn ALHI & Co.
werden nur noch das nackte Überleben sichern.
Mehr muss auch nicht sein.

Denn darum geht es: Wettbewerbs- und Standortvorteile. Das
Geld ist nämlich da, es fliesst nur nicht mehr nach
Deutschland.

Doch, schon. da wird es aber bei den Banken ‚geparkt‘ und so
den Wirtschaftskreislauf entzogen.

Das Geld wird dort „geparkt“, wo es Rendite bringt. Man muss dem geld also eine gute Rendite (natürlich bei gleichzeitig sinnvollen Rahmenbedingungen, was die Steuern betrifft) anbieten und schon kommt es nach Deutschland.

Man muss von der Polemik weg,

Gute Idee, warum tust Du’s nicht?

Gäääääääähnnn…

denn die Globalisierung der
Unternehmen ist lediglich eine Konsequenz aus den technischen
Möglichkeiten, die wir alle auch privat gerne nutzen

Das ist kein Grund, sich am untersten Rand zu orientieren.
Willst du zurück in die Steinzeit?

Nein, ich will Deutschland aus den Fängen der Steiunzeitsozialisten befreit sehen.
Die Zukunft ist kein bequemes Versogungsmodell für alle, sondern Leistung, Innovation und Fleiss.

Das kann man sich in den Ländern, die echtes Wirtschaftswachstum haben, ansehen. Man sehe sich nur mal in Asien um.

Die fetten
Besitzstände, die man in den guten Jahren angehäuft hat,
müssen nun radikal überdacht werden, da man sanfte,
rechtzeitige Reformen verpennt hat.

DAS ist Polemik.

Nein, das ist die Wahrheit. Das wissen alle Menschen in diesem Land, die lesen und schreiben können und sich mit der Materie auseinandergesetzt haben. Das wissen unsere Politiker, egal welcher Couleur.
Und das wissen die besten Ökonomen der Welt.
Einfach mal den „Harward Business Review“ lesen. In jeder zweiten Ausgabe steht so etwas über Deutschland.

Du meinst den Anteil der AN an den gestiegenen Gewinnen durch
gestiegene Produktivität? Warum? Die Produktivität sinkt doch
nicht.

Der Anteil der AN an steigenden Gewinnen ist zunächst steigende Arbeitsplatzsicherheit.
Da aber bei keinem ausser BMW und Infineon die Gewinne steigen, ist das Makulatur…
:wink:

Deutschland, und damit schließe ich mein langes Posting, wird
sich ganz einfach entweder dem Wettbewerb stellen, oder mit
wehenden IG-Metall-Fahnen untergehen.

Unfug. Wonach Du schreist ist die Umverteilung von unten nach
oben.

Keineswegs. Ich schreie nicht, sondern fordere ein realitisches Umfeld, in dem auch morgen noch eine Chance für die Leute besteht, in D ihr Leben zu machen.

Ist Dir aufgefallen, daß es angeblich abwärts geht, seit
der Kommunismus besiegt ist? Es gibt keinen Grund mehr, den
Leuten im Osten zu zeigen, wie gut es einem Arbeiter im Westen
geht.

Oh, jetzt wird´s spannend.
Die globale Verschwörung der Geldsäcke gegen die gute Sache der Arbeiter und Bauern…

Die Unternehmensgewinne (der Großen) steigen ständig und um
ein vielfaches schneller, als die Löhne.

Statistiken, bitte!
Die westliche Wirtschaft versinkt in verlusten und Du behauptest, die bösen Bonzen würden sich weiterhin auf Kosten der armen arbeiter die Taschen vollstopfen. Das ist doch ein Witz!

Man kann durch radikale Umverteilung von Vermögen noch 15
Jahre so weitermachen.

Nein, dann ist das Volk verhungert. die Umverteilung von unten
nah oben muß sofort aufhören.

Generell Umverteilung ist der falsche Weg.
Leistung ist die Lösung.

Dann werden die Lichter ausgehen.
Die Faktenlage ist, dass die Welt an Leistung misst, nicht an
Sozialstaat…

Das ist der Fehler. Es zählt nur der Reichtum einiger weniger,
das Wohl des Volkes interessiert nicht.

Das Volk darf auch Leistung bringen und ordentlich Geld verdienen. kein Problem.

Genau da wäre die
Politik gefragt.

Nein, da ist der einzelne Bürger gefragt, seinen Arsch hoch zu heben.
Die Politik mischt sich viel zu viel ein.
Sie sollte höchstens die Staatsquote und die Steuern massiv senken sowie das Beamtenrecht für alle ausser Sicherheits-Exekutivkräfte und Finanzorgane abschaffen…

Daß die Unternehmen nur so viel zahlen
wollen, daß die Arbeitskräfte arbeitsfähig bleiben, ist
bekannt. Den Überschuß durch den technischen Fortschritt dem
ganzen Volk zugute kommen zu lassen ist Aufgabe der Politik.

Weshalb gehst Du nicht nach Nordkorea?

Die Unternehmer werden freiwillig nichts in diese Richtung
tun.

Die sind ja so gemein!

Grüße,

Mathias

Hi!

Und deren gibt es mehr als man denkt. Die deutsche Arroganz zu
denken, wir wären die Allergrößten und die dummen Ostblockler
brächten es eh nicht, kann zu einem bösen Ende führen.

Es _wird_ zu einem bösen Ende führen.

Ein Arbeitnehmer in der Ukraine
arbeitet länger und für weniger Geld als ein deutscher
Arbeitnehmer. Die Zuschüsse dort zur Sozialversicherung sind
deutlich niedriger als hier. Als Folge ist der Lebensstandard
dort auch deutlich geringer.

Als Folge aus den niedrigeren beiträgen zur Sozialversicherung
ist der Lebenesstandard in der Ukraine niedriger als hier???

Gimme a break!!

Falsch.
Niedrigerer Lebensstandard als in D, weil in UKR längere Arbeitszeiten, deutlich niedrigere Löhne, schlechtere Sozialversorgung.

Die Leute haben nicht mehr Geld, weil sie statt heute von
2.500 Euro 45% abgeben müssen dann von 1200 Euro 30% abgeben
müssen. Es bleibt weniger in der Tasche.

Das ist eben die große Frage.
Es geht m.W. weniger um Gehaltskürzungen, als vielmehr um
Flexibilität.

Es geht ausschließlich um den Kostenfaktor. Ich habe am eigenen Leib zwei Mal miterleben dürfen, wie aus reiner Kostensicht Abteilungen dichtgemacht und Unternehmensteile ausgelagert wurden. Das Zusammenlegen wurde immer mit „Synergieeffekten“ begründet (die sich später stets als enorme Reibungsverluste dargestellt haben), die Auslagerungen brachten angeblich Kostenersparnisse - nur hat weder der Veranlasser der Umstrukturierung noch das Controlling jemals eine Nach-Kalkulation gefahren. Hauptsache, dem Vorstand und dem Aufsichtsrat kann eine Nettoersparnis von zweistelligen Millionenbeträgen versprochen werden.

Die Planer und Entscheider schauen immer nur auf das, was in kurzer oder kürzester Zeit einzusparen ist. Alles andere interessiert sie nicht. Denn im schlimmsten Fall wird der 5-Jahres-Vertrag nicht verlängert. Dann nehmen diese Leute ihre Murmeln und gehen auf einem anderen Hof kungeln. Anderer Ort, gleiches Spiel.

Es lässt sich alles auf das sog. „Leistungsprinzip“
reduzieren. Folgt man diesem, läuft vieles wie von selbst.

Leistung ist uninteressant. Zahlenspiele sind das wahre Futter für Vorstände. Schließlich sind Vorstände nur auf Zeit mit dem Unternehmen verbunden - sie leben nicht davon.

Es geht in D darum, das Land wieder konkurrenzfähig zu machen.
Dazu gehören flexible Gehaltsverhandlungen, klar. Viel
wichtiger aber sind die steuerlichen und infrastrukturellen
Gegebenheiten. Wichtig ist die politische Stimmung gegenüber
Investoren.

Wir können den Konkurrenzkampf gegen Billiglohnländer nur gewinnen, wenn wir kostenmäßig günstiger sind als sie. Und es ist ja nicht mit einem Billiglohnland getan. Wenn Ungarn zu teuer ist, dann kommt eben Rumänien dran.

D.h. wir müssen uns hier auf die Leute konzentrieren, die
Leistung bringen. Das unbezahlbare Sozialsystem muss massiv
gestrafft werden, um die Lohnnebenkosten eklatant zu senken.
Gute Gehälter kommen dann von selbst. Aber eben nur für die,
die sie sich verdienen.

Warum soll ich als Unternehmer einem leistungsfähigen und leistungsbereiten deutschen Programmierer 3.500 Euro zahlen, wenn das in Indien einer macht, der nur 1.000 Euro haben will?

Exakt, was ich sage. Eine Maschine zum Stanzen von Blechteilen
bedienen kann auch ein Mann in der Mongolei. Nur macht der es
für 10% von dem, was in Deutschland dafür verlangt wird.

…allerdings bekommt man die fertigen Teile nur schwer in
kurzer Zeit nach Deutschland zurück. Evtl. stecken die Laster
mit den Rohteilen wochenlang am Zoll oder im mongolischen
Schlamm.
Wie gesagt: das Gesamtpaket zählt.
Es geht nicht nur um Lohnkosten.

Der Unternehmer muss sich also entscheiden: extrem niedrige Produktionskosten mit gelegentlichen Lieferschwierigkeiten oder eine teure, aber pünktliche Produktion für eine Ware, die sich wegen des hohen Preises nicht verkaufen lässt. Verhältnis 1 zu 10. Da gehe ich doch das Risiko ein, dass jede dritte Lieferung schief geht. Komme ich immer noch günstiger bei weg.

Motoren in ein Auto einbauen kann auch ein Chinese am Jangtse.
Nur nimmt der dafür vielleicht 20% eines deutschen Gehaltes.

…und baut dabei vielleicht auch gleich die ersten drei
Rückrufaktionen mit ein…

Moment … Wie hast du oben noch geschrieben?

„Die deutsche Arroganz zu denken, wir wären die Allergrößten und die dummen Ostblockler brächten es eh nicht, kann zu einem bösen Ende führen.“

Ah ja …

Grüße
Heinrich

Hi!

Das sehe ich anders. Die Binnennachfrage hängt aktuell noch
sehr von der Investitionsbereitschaft der Bevölkerung
und der Nachfrage der Unternehmen ab.
Ersteres ist aktuell eine rein psychologische Frage, denn bei
einem Großteil der Bevölkerung gibt es durchaus noch frei
verfügbares Einkommen.

Falsch. Es ist ein wirtschaftliches Problem. Die Mittel sind
da vorhanden, wo sie nicht benötigt werden und umgekehrt.

…was uns mehrere Lösungswege aufzeigt. Umverteilung von oben
nach unten ist der erste. Das klappt nicht, denn das Kapital
wandert dann eben ab.

Doch klappt, aber nur weltweit.
Wie wäre es denn mit einem kontinuierlichen Finanzausgleich weltweit?

Das garantiert weltweit Stabilität.

Gruß
Frank

Hi,

wenn ich mir Mathias seine Gedanken so durchlese, gibts nur eine Lösung:
Haldol für Politiker und Volkswirte und uns gehts allen bestens!

Gruß
Frank

Hi!

Die Unternehmensgewinne (der Großen) steigen ständig und um
ein vielfaches schneller, als die Löhne.

Statistiken, bitte!
Die westliche Wirtschaft versinkt in verlusten und Du
behauptest, die bösen Bonzen würden sich weiterhin auf Kosten
der armen arbeiter die Taschen vollstopfen. Das ist doch ein
Witz!

Haben Hundt und Rogowski nicht jüngst genau das bestätigt?

Grüße
Heinrich

Hallo Mathias,

Daß die Unternehmen nur so viel zahlen
wollen, daß die Arbeitskräfte arbeitsfähig bleiben, ist
bekannt. Den Überschuß durch den technischen Fortschritt dem
ganzen Volk zugute kommen zu lassen ist Aufgabe der Politik.

Weshalb gehst Du nicht nach Nordkorea?

Die Unternehmer werden freiwillig nichts in diese Richtung
tun.

Die sind ja so gemein!

Da ist die Polemik, über die Du Dich beschwerst.

Wozu schreibst Du Beiträge, wenn Deine Meinung die einzig mögliche ist? Um andere zu belehren?
Ich denke, es macht keinen Sinn mit Dir über dieses Thema zu reden.

cu Rainer

Hi!

Und deren gibt es mehr als man denkt. Die deutsche Arroganz zu
denken, wir wären die Allergrößten und die dummen Ostblockler
brächten es eh nicht, kann zu einem bösen Ende führen.

Es _wird_ zu einem bösen Ende führen.

Wenn sich die Einstellung hier nicht ändert, vermutlich ja.

Ein Arbeitnehmer in der Ukraine
arbeitet länger und für weniger Geld als ein deutscher
Arbeitnehmer. Die Zuschüsse dort zur Sozialversicherung sind
deutlich niedriger als hier. Als Folge ist der Lebensstandard
dort auch deutlich geringer.

Als Folge aus den niedrigeren beiträgen zur Sozialversicherung
ist der Lebenesstandard in der Ukraine niedriger als hier???

Gimme a break!!

Falsch.

Allerdings.

Niedrigerer Lebensstandard als in D, weil in UKR längere
Arbeitszeiten, deutlich niedrigere Löhne, schlechtere
Sozialversorgung.

Das ist wohl Interpretationssache.
Größeres Wirtschaftswachstum, eine steigende Anzahl von Arbeitsplätzen, eine nicht total überalterte, gierige Rentnergesellschaft…

Die Leute haben nicht mehr Geld, weil sie statt heute von
2.500 Euro 45% abgeben müssen dann von 1200 Euro 30% abgeben
müssen. Es bleibt weniger in der Tasche.

Das ist eben die große Frage.
Es geht m.W. weniger um Gehaltskürzungen, als vielmehr um
Flexibilität.

Es geht ausschließlich um den Kostenfaktor. Ich habe am
eigenen Leib zwei Mal miterleben dürfen, wie aus reiner
Kostensicht Abteilungen dichtgemacht und Unternehmensteile
ausgelagert wurden. Das Zusammenlegen wurde immer mit
„Synergieeffekten“ begründet (die sich später stets als enorme
Reibungsverluste dargestellt haben), die Auslagerungen
brachten angeblich Kostenersparnisse - nur hat weder der
Veranlasser der Umstrukturierung noch das Controlling jemals
eine Nach-Kalkulation gefahren. Hauptsache, dem Vorstand und
dem Aufsichtsrat kann eine Nettoersparnis von zweistelligen
Millionenbeträgen versprochen werden.

Das ist ein Großkonzernproblem.
Der Großteil der deutschen Arbeitplätze ist jedoch im Mittelstand zu finden.
Und hier wird´s gefährlich, denn nach China geht ein Mittelständler wohl kaum, nach Polen aber durchaus…
Und das ist verhinderbar, nur hat man einfach keine Lust, sich andauernd anzuhören, was für ein Kapitalistenschwein man ist und dann auch noch Arbeitsplätze bei allerhöchsten zu erhalten, die man 200 Km weiter für die Hälfte bekommen kann.
Daher muss Deutschland sich anpassen. Und dabei ist das größte Problem der aufgeblasene Staatshaushalt.

Die Planer und Entscheider schauen immer nur auf das, was in
kurzer oder kürzester Zeit einzusparen ist. Alles andere
interessiert sie nicht. Denn im schlimmsten Fall wird der
5-Jahres-Vertrag nicht verlängert. Dann nehmen diese Leute
ihre Murmeln und gehen auf einem anderen Hof kungeln. Anderer
Ort, gleiches Spiel.

Wie gesagt, das ist ein Großkonzernproblem.

Es lässt sich alles auf das sog. „Leistungsprinzip“
reduzieren. Folgt man diesem, läuft vieles wie von selbst.

Leistung ist uninteressant. Zahlenspiele sind das wahre Futter
für Vorstände. Schließlich sind Vorstände nur auf Zeit mit dem
Unternehmen verbunden - sie leben nicht davon.

s.o.
Die Zukunft liegt in den KMUs.

Es geht in D darum, das Land wieder konkurrenzfähig zu machen.
Dazu gehören flexible Gehaltsverhandlungen, klar. Viel
wichtiger aber sind die steuerlichen und infrastrukturellen
Gegebenheiten. Wichtig ist die politische Stimmung gegenüber
Investoren.

Wir können den Konkurrenzkampf gegen Billiglohnländer nur
gewinnen, wenn wir kostenmäßig günstiger sind als sie.

Falsch. Siehe Thema Standortfaktoren: Stückkosten ist nur einer davon.

Und es
ist ja nicht mit einem Billiglohnland getan. Wenn Ungarn zu
teuer ist, dann kommt eben Rumänien dran.

Das wird es immer geben.
Für viele ist China schon wieder zu teuer…

D.h. wir müssen uns hier auf die Leute konzentrieren, die
Leistung bringen. Das unbezahlbare Sozialsystem muss massiv
gestrafft werden, um die Lohnnebenkosten eklatant zu senken.
Gute Gehälter kommen dann von selbst. Aber eben nur für die,
die sie sich verdienen.

Warum soll ich als Unternehmer einem leistungsfähigen und
leistungsbereiten deutschen Programmierer 3.500 Euro zahlen,
wenn das in Indien einer macht, der nur 1.000 Euro haben will?

…weil der Inder es nicht bringt?
Wieviele IT-Inder haben wir denn nun hier?

Exakt, was ich sage. Eine Maschine zum Stanzen von Blechteilen
bedienen kann auch ein Mann in der Mongolei. Nur macht der es
für 10% von dem, was in Deutschland dafür verlangt wird.

…allerdings bekommt man die fertigen Teile nur schwer in
kurzer Zeit nach Deutschland zurück. Evtl. stecken die Laster
mit den Rohteilen wochenlang am Zoll oder im mongolischen
Schlamm.
Wie gesagt: das Gesamtpaket zählt.
Es geht nicht nur um Lohnkosten.

Der Unternehmer muss sich also entscheiden: extrem niedrige
Produktionskosten mit gelegentlichen Lieferschwierigkeiten
oder eine teure, aber pünktliche Produktion für eine Ware, die
sich wegen des hohen Preises nicht verkaufen lässt.

Das ist pauschalierter Quatsch, sorry.
Ich arbeite für einen Mittelständler, der Massenprodukte in Deutschland produziert und in der ganzen Welt verkauft.
Unsere Leistung ist nicht der billigste Preis, sondern die Projektierung und der Service, sowie auf Wunsch eine professionelle Supply-Chain Verwaltung.
In Rumänien gibt´s dasnicht ohne weiteres, in Chinma schon gleich gar nicht.
Wir sind halt gut und bringen Leistung.

Verhältnis
1 zu 10. Da gehe ich doch das Risiko ein, dass jede dritte
Lieferung schief geht. Komme ich immer noch günstiger bei weg.

Lassen wir das, es ist Unfug.
Wenn Du beispielsweise Ersatzteile für Bagger verkaufen möchtest, ist eine verspätete von 50 Lieferungen gerade noch akzeptabel. Beim Kunden steht sonst der Bau still.
Gestern abend bei Christiansen war einer zu gast, der diese Erfahrung in Königsberg gemacht hat…

Motoren in ein Auto einbauen kann auch ein Chinese am Jangtse.
Nur nimmt der dafür vielleicht 20% eines deutschen Gehaltes.

…und baut dabei vielleicht auch gleich die ersten drei
Rückrufaktionen mit ein…

Moment … Wie hast du oben noch geschrieben?

„Die deutsche Arroganz zu denken, wir wären die Allergrößten
und die dummen Ostblockler brächten es eh nicht, kann zu einem
bösen Ende führen.“

Ah ja …

Natürlich. Du neigst zu Pauschalierungen.
Der Ostblockler kann vieles, aber nicht alles. Wir müssen uns eben die Bereiche suchen, die man hier trotz höherer Kosten gut machen kann. Und deren gibt es, wie gesagt, viele.
Wenn man aber die Zügel so weit anzieht, dass sich eine Firma generell nicht mehr lohnt, wird es eng. Und auf diesem Weg sind wir mit Leuten wie Trittin & Co.

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias,

Es lässt sich alles auf das sog. „Leistungsprinzip“
reduzieren. Folgt man diesem, läuft vieles wie von selbst.

wie willst du „Leistung“ definieren?

D.h. wir müssen uns hier auf die Leute konzentrieren, die
Leistung bringen.

Eine überdurchschnittliche Leistung erbringt auch das Pflegepersonal in Altenheimen.
Was haben sie davon?
Die AG stellen fest, dass die Arbeit anscheinend auch mit weniger Personal erledigt werden kann -> Stellenschlüsselreduzierung -> noch grössere Belastung des vorhandenen Personals -> schlechte Pflegequalität -> miserable Betreuung der Altenheimbewohner -> schlechte Public Relation -> mangelndes Vertrauen in Pflegeeinrichtungen -> fehlender Nachwuchs in Pflegeberufen -> Maximalbelastung des Pflegepersonals -> gesundheitlich bedingtes Ausscheiden von Pflegekräften -> Kollaps grosser Teile des Gesundheitssystems.
Erstrebenswert?

Das unbezahlbare Sozialsystem muss massiv
gestrafft werden, um die Lohnnebenkosten eklatant zu senken.

Es wird doch gerade gestrafft.
Demnächst wirst Du die Pfleger/innen im Krankenhaus bestechen müssen, um Dein Bett gemacht zu bekommen oder um gewaschen zu werden.
Unbezahlbar wird das Sozialsystem auch durch staatliche Beschränkungen - man schaue sich nur mal die fortschreitende Bürokratisierung im Gesundheitswesen an.

Gute Gehälter kommen dann von selbst. Aber eben nur für die,
die sie sich verdienen.

Trugschluss. Gute Gehälter bekommen die Personen, die sich am Besten und Lautesten verkaufen können.

Es gibt noch einen Mittelweg, der zumindest den
Leistungswilligen eine super Chance bietet.

So habe ich auch mal gedacht.
Schau Dich doch mal auf dem Arbeitsmarkt um - die Leistungswilligen stehen Schlange um überhaupt einen Job zu ergattern.

Man muss sich nur trauen, das offen und ehrlich auszusprechen.

Das trauen sich im Augenblick ganz viele - ob es ehrlich ist?

Gruß
karin

Hallo Rainer!

Daß die Unternehmen nur so viel zahlen
wollen, daß die Arbeitskräfte arbeitsfähig bleiben, ist
bekannt. Den Überschuß durch den technischen Fortschritt dem
ganzen Volk zugute kommen zu lassen ist Aufgabe der Politik.

Weshalb gehst Du nicht nach Nordkorea?

Die Unternehmer werden freiwillig nichts in diese Richtung
tun.

Die sind ja so gemein!

Da ist die Polemik, über die Du Dich beschwerst.

Was bitte soll man denn auch auf solche Kommentare schreiben?
Warum bitte soll denn der Unternehmer sein kapital umverteilen???
Warum wird derjenige, dem der dicke Geldbeutel eines Unternehmers nicht passt, nicht selbst einer?
Initiative ist gefragt. Wer keine hat, hat eben auch nichts. So einfach ist das.
Warum soll Leistung bestraft werden?

Wozu schreibst Du Beiträge, wenn Deine Meinung die einzig
mögliche ist? Um andere zu belehren?

Um meine Meinung kundzutun.

Ich denke, es macht keinen Sinn mit Dir über dieses Thema zu
reden.

Das ist ein Totschlagargument.
Ich denke, es macht durchaus Sinn, mit mir über dieses Thema zu reden…

Was keinen Sinn macht ist, an eine Diskussion heranzugehen, ohne wirklich zuhören zu wollen, lieber Rainer…

Grüße,

Mathias

HallO!

Die Unternehmensgewinne (der Großen) steigen ständig und um
ein vielfaches schneller, als die Löhne.

Statistiken, bitte!
Die westliche Wirtschaft versinkt in verlusten und Du
behauptest, die bösen Bonzen würden sich weiterhin auf Kosten
der armen arbeiter die Taschen vollstopfen. Das ist doch ein
Witz!

Haben Hundt und Rogowski nicht jüngst genau das bestätigt?

Nicht dass ich wüsste.

Grüße,

Mathias

Hi!

Doch klappt, aber nur weltweit.
Wie wäre es denn mit einem kontinuierlichen Finanzausgleich
weltweit?

Das garantiert weltweit Stabilität.

Das garantiert allerhöchstens weltweite Agonie.

Dass solcherlei Sozialismus zur erstickung jedweden Unternehmergeistes und Initiative führt, wurde nun hinreichend bewiesen. Daher ist es Zeitverschwendung, im 21. Jahrhundert noch solchen Irrwegen nachzugehen.

Grüße,

Mathias