Hi!
Das sehe ich anders. Die Binnennachfrage hängt aktuell noch
sehr von der Investitionsbereitschaft der Bevölkerung
und der Nachfrage der Unternehmen ab.
Ersteres ist aktuell eine rein psychologische Frage, denn bei
einem Großteil der Bevölkerung gibt es durchaus noch frei
verfügbares Einkommen.
Falsch. Es ist ein wirtschaftliches Problem. Die Mittel sind
da vorhanden, wo sie nicht benötigt werden und umgekehrt.
…was uns mehrere Lösungswege aufzeigt. Umverteilung von oben nach unten ist der erste. Das klappt nicht, denn das Kapital wandert dann eben ab.
Ein weiterer Weg wäre es, Leute mit Geld nicht zu verteufeln und den Prolos im Pütt das Wort zu reden, sondern die Leute dazu zu bewegen, ihr Geld hier zu investieren.
Es wird halt gespart, weil man sich unsicher fühlt.
Nein, weil man bereits überschuldet ist.
Im Vergleich zu den Sü´d-Koreanern sind wir keineswegs überschuldet. Und dennoch wird dort konsumiert, was das Zeug hält. Und es wird investiert.
Die Stimmung ist eben leistungsorientiert.
Und genau hier könnten Reformen mit einer
deutlichen Wirkung auf eine „bessere“ Zukunft ansetzen.
Ein realistischeres Arbeitsrecht, konkurrenzfähige
Wochenarbeitszeiten und frei verhandelbare Löhne und Gehälter
wären ein weiterer Standortvorteil, genau wie ein
Steuersystem, welches Leistung nicht bestraft.
Du meinst, die Arbeiter sollen mit dem Überleben zufrieden
sein. Wenn sie 48 Wochenstunden arbeiten brauchen sie auch
weniger Geld, weil sie ja ohnehin keine Freizeit haben.
Ich meine, wir sollten uns alle an eine leistungsgerechte Bezahlung gewöhnen.
Alte Besitzstände sind eben nicht mehr haltbar.
Wer
nicht als Arbeitskraft gebraucht wird ist überflüssig. (Zur
Zeit so rund 5 Millionen)
Das ist eine grundfalsche Betrachtung, denn durch richtige politische Rahmenbedingungen könnten sofort 100.000e Arbeitsplätze geschaffen bzw. aktiviert werden.
Das tut aber natürlich erst einmal weh, denn ohne marktwirtschaftlich ausgerichtete Reformen des Steuer-, Sozial- und Arbeitsrechtsystems wird hier wohl niemand investieren.
Geld ist nämlch durchaus da. Und es würde auch dahin gehen, wo es gebraucht wird. Nur wird es sich nicht in schwarzen Löchern vernichten und dafür auch noch beschimpfen lassen…
Ferner ist natürliche ine radikale Reform unserer sozialen
Sicherungssysteme nötig. Hier muss einfach Klartext gesprochen
und eine Down-to-top Betrachtung gemacht werden. Nicht die
Ansprüche müssen irgendwie befriedigt werden, sondern es muss
sich daran orientiert werden, was es zu verteilen gibt.
Da wäre doch sicher Eutanasie in Deinem Sinne?
In „meinem Sinne“ ist es Euthanasie, das aktuelle System blauäugig und zukunftsverspielend einfach fortzuführen…
Ansonsten denke ich, kann man sich solche dummen Sprüche sparen. Es ist nicht gleich Euthanasie, wenn man die Zukunft des Landes sichern möchte und daher ein paar unangenehme Notwendigkeiten diskutiert. Arbeiten bis 70, Sozialhilfe nur für wirklich Bedürftige auf dem Existenzminimum, Abschaffung von Subventionen, wenn der Staat investiert, dann nur in zukunftsträchtige Themen.
Tun wir dies nun konsequent, gibt es in 15 Jahren vielleicht wieder ein bisschen was zu verteilen. Tun wir es nicht, geht es eben allen schlecht.
Ein
maximal zumutbarer Satz von 35% an abgaben auf das Einkommen
insgesamt muss festgelegt und daraus dann die möglichen Mittel
zur Umverteilung errechnet werden. Mehr gibt´s nicht und
fertig.
Das Binnennachfrage-Problem ist dann schnell gelöst, denn die
Leute, die aktiv sind, haben sofort deutlich mehr Geld zur
Verfügung, welches sie dann auch ausgeben.
An die anderen wird Zyankali verteilt?
Nein, sie können gerade so überleben.
Das motiviert, sich schleunigst einen neuen Job zu suchen. Es gibt mehr willige Arbeitskräfte auf dem Markt, was wiederum für Investoren interessant sein kann.
Ferner wird es deutlich mehr aktive geben, denn ALHI & Co.
werden nur noch das nackte Überleben sichern.
Mehr muss auch nicht sein.
Denn darum geht es: Wettbewerbs- und Standortvorteile. Das
Geld ist nämlich da, es fliesst nur nicht mehr nach
Deutschland.
Doch, schon. da wird es aber bei den Banken ‚geparkt‘ und so
den Wirtschaftskreislauf entzogen.
Das Geld wird dort „geparkt“, wo es Rendite bringt. Man muss dem geld also eine gute Rendite (natürlich bei gleichzeitig sinnvollen Rahmenbedingungen, was die Steuern betrifft) anbieten und schon kommt es nach Deutschland.
Man muss von der Polemik weg,
Gute Idee, warum tust Du’s nicht?
Gäääääääähnnn…
denn die Globalisierung der
Unternehmen ist lediglich eine Konsequenz aus den technischen
Möglichkeiten, die wir alle auch privat gerne nutzen
Das ist kein Grund, sich am untersten Rand zu orientieren.
Willst du zurück in die Steinzeit?
Nein, ich will Deutschland aus den Fängen der Steiunzeitsozialisten befreit sehen.
Die Zukunft ist kein bequemes Versogungsmodell für alle, sondern Leistung, Innovation und Fleiss.
Das kann man sich in den Ländern, die echtes Wirtschaftswachstum haben, ansehen. Man sehe sich nur mal in Asien um.
Die fetten
Besitzstände, die man in den guten Jahren angehäuft hat,
müssen nun radikal überdacht werden, da man sanfte,
rechtzeitige Reformen verpennt hat.
DAS ist Polemik.
Nein, das ist die Wahrheit. Das wissen alle Menschen in diesem Land, die lesen und schreiben können und sich mit der Materie auseinandergesetzt haben. Das wissen unsere Politiker, egal welcher Couleur.
Und das wissen die besten Ökonomen der Welt.
Einfach mal den „Harward Business Review“ lesen. In jeder zweiten Ausgabe steht so etwas über Deutschland.
Du meinst den Anteil der AN an den gestiegenen Gewinnen durch
gestiegene Produktivität? Warum? Die Produktivität sinkt doch
nicht.
Der Anteil der AN an steigenden Gewinnen ist zunächst steigende Arbeitsplatzsicherheit.
Da aber bei keinem ausser BMW und Infineon die Gewinne steigen, ist das Makulatur…

Deutschland, und damit schließe ich mein langes Posting, wird
sich ganz einfach entweder dem Wettbewerb stellen, oder mit
wehenden IG-Metall-Fahnen untergehen.
Unfug. Wonach Du schreist ist die Umverteilung von unten nach
oben.
Keineswegs. Ich schreie nicht, sondern fordere ein realitisches Umfeld, in dem auch morgen noch eine Chance für die Leute besteht, in D ihr Leben zu machen.
Ist Dir aufgefallen, daß es angeblich abwärts geht, seit
der Kommunismus besiegt ist? Es gibt keinen Grund mehr, den
Leuten im Osten zu zeigen, wie gut es einem Arbeiter im Westen
geht.
Oh, jetzt wird´s spannend.
Die globale Verschwörung der Geldsäcke gegen die gute Sache der Arbeiter und Bauern…
Die Unternehmensgewinne (der Großen) steigen ständig und um
ein vielfaches schneller, als die Löhne.
Statistiken, bitte!
Die westliche Wirtschaft versinkt in verlusten und Du behauptest, die bösen Bonzen würden sich weiterhin auf Kosten der armen arbeiter die Taschen vollstopfen. Das ist doch ein Witz!
Man kann durch radikale Umverteilung von Vermögen noch 15
Jahre so weitermachen.
Nein, dann ist das Volk verhungert. die Umverteilung von unten
nah oben muß sofort aufhören.
Generell Umverteilung ist der falsche Weg.
Leistung ist die Lösung.
Dann werden die Lichter ausgehen.
Die Faktenlage ist, dass die Welt an Leistung misst, nicht an
Sozialstaat…
Das ist der Fehler. Es zählt nur der Reichtum einiger weniger,
das Wohl des Volkes interessiert nicht.
Das Volk darf auch Leistung bringen und ordentlich Geld verdienen. kein Problem.
Genau da wäre die
Politik gefragt.
Nein, da ist der einzelne Bürger gefragt, seinen Arsch hoch zu heben.
Die Politik mischt sich viel zu viel ein.
Sie sollte höchstens die Staatsquote und die Steuern massiv senken sowie das Beamtenrecht für alle ausser Sicherheits-Exekutivkräfte und Finanzorgane abschaffen…
Daß die Unternehmen nur so viel zahlen
wollen, daß die Arbeitskräfte arbeitsfähig bleiben, ist
bekannt. Den Überschuß durch den technischen Fortschritt dem
ganzen Volk zugute kommen zu lassen ist Aufgabe der Politik.
Weshalb gehst Du nicht nach Nordkorea?
Die Unternehmer werden freiwillig nichts in diese Richtung
tun.
Die sind ja so gemein!
Grüße,
Mathias