Schröder ein Verbrecher ?

Als da hat die etwas komische Angela wohl ein Eigentor geschossen.

Wer hat den die Bevölkerung mit BSE-verseuchtem Fleisch vergiftet. jahrelang ?
Wer hat sich jahrelang von Fleischindustrie und Futtermittelhersteller bestechen lassen und seine Wähler verraten ???

Das ist doch alles in der CDU-Regierungszeit passiert, jetzt kommt es erst raus, weil die CDU es nicht mehr in der Opposition vertuschen kann.

Frage an unsere Experten, sind wir wirklich im Allgemeinen so blöd, daß wir auf solch eine Aktion hereinfallen und vergessen, wer den Bock geschossen hat ?

Muss ich noch die Gesetze beachten, darf ich nicht auch aus finanziellen Gründen die Leute ermorden, die CDU hat doch auch viele Menschen in den letzten Jahren vergiftet, Kinder und Frauen, in den den nächsten 10 - 15 Jahren werden hunderte an Creutzfeld-Jacobs sterben, qualvoll, da ist meine Kugel humaner.

Wie geht`s weiter, dürfen die Verantwortentlichen einfach zurücktreten, die in Unfähigkeit oder kriminellen Vorsatz eingestrichene Kohle behalten und weiter dicke Diäten als Abgeordnete einstreichen ???

In welcher Bananenrepublik leben wir ???

Schreiben wir einen Brief an die CDU, damit sie wissen, dass wir doch nicht so doof sind, wie die es glauben, oder schweigen wir weiter ?

Spielt alles nur eine untergeordnete Rolle.
Die SPD hat JETZT die Verantwortung und nicht die CDU/ CSU. Und die SPD lügt der Bevölkerung was vor und keine holde Angela oder sont wer. Schon vergessen?

Au weia, immer diese Propaganda

Hallo Ewald,

Dein Post habe ich erhalten.

Zur Frage, ob Schröder ein Verbrecher ist, vertrete ich die Ansicht, dass der viele sogenannten Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft kriminell handeln. Das darf man natürlich nicht zu laut sagen, solange man es nicht beweisen kann. Selbst wenn man es kann, ist es ein langer Weg - falls überhaupt -, bis die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Dies sieht man momentan allzu deutlich an Kohls „Ehrenwort“.
   Solange es der Politik ermöglicht wird, gegen die Bevölkerung vermeintliche Entscheidungen durchzusetzen, wird sich in diesem Land an der Willkür der Verantwortlichen nichts ändern. Quasi leben wir in einer „demokratischen Diktatur“. Selbst wenn sich die Bevölkerung gegen irgendeine Sache zu Beginn einer Legislaturperiode ausspricht, so hat letzten Endes doch nur Möglichkeit, via Stimmzettel gegen diese Entscheidung zu protestieren. Doch die besagte Sache ist längst beschlossen, und das aufgrund der politischen Rückhaltes auch meist mit den Stimmen der Opposition. Also kann man diese genausowenig wählen.
   Es bleibt sich ziemlich gleich, welche Partei (des Bundestages) man wählt, eine wirkliche Entscheidung und grundlegende Veränderung im Land lässt sich dadurch nicht herbei führen. Dazu bedarf es nur einen Blick zurück in 50 Jahre BRD oder sogar noch weiter zurück in die Weimarer Republik.
   Bedauerlich ist aber vor allem, dass die Regierten den Regierenden solch freie Hand lassen, sonst hätten wir nicht die heutige Situation. Merkwürdigerweise werden solche Aussagen mit Kommunismus und Revolution gleichgesetzt, aber ich spreche hier von echter Demokratie, und nicht dem vorherrschenden System. Doch die Mehrheit der Bevölkerung zeigt dafür keinerlei Interesse. Sie ist damit beschäftigt zu überlegen, von welcher Ideologie bzw. Partei sie sich ausnehmen lässt, und damit sieht sie gegenüber der Demokratie ihre Schuldigkeit getan zu haben. Das erinnert sehr an Animateure in beliebten Touristenorten: Man wird nicht mehr selbst aktiv, sondern bezahlt andere dafür, einen zu unterhalten. Im Gegensatz zu Politik und Politikern verweigert man aber eine weitere Zahlung, wenn die Show schlecht ist, weil man hier noch direkt (s)eine Macht ausüben kann.

Marco

Hallo, Ewald
da ist die SPD und die anderen um keinen Deut besser!
Allerdings ist das wieder zurückgezogene Plakat mehr als geschmacklos. Die Aussage stimmt zwar: er hat in der Rentenfrage die Wähler betrogen und es ist richtig, das als Wahlkampfthema zu verwerten. Doch bitte nicht mit solchen Geschmacklosigkeiten.
Grüße
Raimund

Hallo Marco,

Leider hast Du recht

vertrete ich die Ansicht, dass viele sogenannte
Verantwortliche in Politik und Wirtschaft kriminell
handeln… , wird sich in diesem Land an der Willkür der
Verantwortlichen nichts ändern. Quasi leben wir in
einer „demokratischen Diktatur“.

Ich nenne das Politikermonarchie

   Bedauerlich ist aber vor allem, dass die Regierten den
Regierenden solch freie Hand lassen,…

Dafuer sorgen die Regierenden selbst indem sie ein System verteidigen, welches es anderen sehr, sehr schwer macht darin einzudringen. Mit vollem Verstaendnis fuer Deine unten genannte Wahlalternative, sobald eine kleine Partei genuegend Stimmen hat, entlarven sich die Prominenten dieser Gruppe auch als Macht(Geld)hungrig.

Gibt es ueberhaupt eine Loesung?

Gruesse Rudolf

Direkte Demokratie (o.T.)
Hi Marco!

Zugegeben, daß augenblickliche System ist nicht 100% perfekt. Die Bevölkerung wird als Stimmvieh gehalten, daß alle vier Jahre einen leckeren Knochen vorgeworfen bekommt um es dazu zu bewegen die eine oder die andere Partei zu wählen.
Du schlägst aus diesen Gründen einen Übergang zu etwas vor das Du „direkte Demokratie“ nennst. Was verstehst Du darunter? Sollen alle Entscheidungen per Volksentscheid entschieden werden? Sollen die Legislaturperioden verkürzt oder die Dauer der Amtszeiten beschränkt werden?
Grundsätzlich sehe ich solche Tendenzen in einem 80Mio. Einwohner Land mit sehr gemischten Gefühlen. Nach dazu, da es hierzulande Regionen gibt in denen um die 20% extremistische Parteien wählen.
Außerdem will ich darauf hinweisen, daß man auch in außerparteilichen Organisationen durchaus gute Möglichkeiten hat, politische Entscheidungen zu beeinflussen. Das Hauptproblem ist doch nicht das System, sondern die Politikverdrossenheit der „Generation Golf“, oder täusche ich mich da?

Gruß
Tom

DP in Regierung und Opposition:

Der Unterschied zwischen ehrlichen Buergern und
Verbrechern ist, dass sich die einen an die Gesetze
halten, die anderen nicht.

Politiker sind also keine Verbrecher.

Die Gesetze selber zu machen, erleichert aber
ganz erheblich, sich daran zu halten…

Marco

Hi, allein das Porto für den Brief ist es nicht wert, den Brief loszuschicken, die CDU ist eben christlich und nicht sozial.
Basta, Briefe nutzen nichts, die nehmen dir trotzdem das Salz vom Butterbrot.
Tschüß

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Hallo Rudolf!

Gibt es ueberhaupt eine Loesung?

Zumindest einen Ansatz macht Hans Herbert von Arnim (http://www.jungefreiheit.de/archiv00/150yy11.htm), obwohl ich dagegen wäre, würde es nur noch zwei Parteien geben. Das Problem ist ja wohl, dass etablierte Partei nur aufgrund mangelnder Alternativen gewählt werden. Man meint das kleinere Übel zu wählen und muss hinterher feststellen, dass es genauso gross wie das vorherige war.
   Zuerst einmal wäre es wichtig, dass die Bevölkerung direkt wählen kann, und nicht irgendeine Partei, die zusammen mit einer anderen eine Mehrheit bildet und dann Reglementierung trifft, mit denen man nicht einverstanden ist. Denn:

Konnte ich für oder gegen den Radikalenerlass stimmen? Nein!
Konnte ich für oder gegen die Stationierung von Atomwaffen hierzulande stimmen? Nein!
Konnte ich für oder gegen die Wiedervereinigung stimmen? Nein!
Konne ich für oder gegen den Euro stimmen? Nein!
Konnte ich für oder gegen die Rechtschreibreform stimmen? Nein!
Konnte ich für oder gegen Auslandseinsätze Deutschlands stimmen? Nein!
Konnte ich für oder gegen die Ökosteuer stimmen? Nein!
Konnte ich für oder gegen die Steuer- und Rentenreform stimmen? Nein!
Kann ich für oder gegen die Einstellung des Verfahrens gegen Kohl nach Zahlung von zwei- oder dreihunderttausend Mark wegen der Schwarzgeldaffäre stimmen? Mit Sicherheit nicht!
Und werde ich jemals einen Politiker wählen können, weil die Geschichte und Erfahrung zeigt, dass Wahlversprechen letztlich nur preiswerte Willenserklärungen und Makulatur sind? Ohne Worte.

Denn es ist ziemlich gleichgültig, welche Partei man wählt. Drei Beispiele: Helmut Kohl sagte 1990, die Steuern werden nicht erhöht; drei Monate nach der Wahl musste man zugeben, dass sie doch erhöht werden. - Angela Merkel wollte, als sie noch Umweltministerin war, selbst eine Ökosteuer einführen, und diese auch gegen die EU durchdrücken. Kaum war sie in der Opposition, sprach sie sich dagegen aus. - Scharping war in der Opposition gegen die Erhöhung des Wehretats, als Verteidigungsminister sträubte er sich gegen Einschränkungen.

Es sollte Direktwahlen und Volksentscheide geben. Zudem sollten etwaige monetäre Ansprüche der Politiker, der Parteien, der Parteifraktionen und Parteienstiftungen überprüft werden, denn sie werden allesamt von Steuergeldern bezahlt. (Von 1991 bis 1994 waren das insgesamt sechs Mrd. Mark., wovon CDU/CSU und SPD aufgrund ihren Mehrheiten den Löwenanteil erhielten.) Weshalb sollte man nicht fordern, dass Politiker weniger Gehalt beziehen sollen? Man sieht doch, dass sie trotz üppiger Diäten korrupt sind. (Und der „Beruf“ des Landtagsabgeordneten war ursprünglich als Ehrenamt gedacht.)
   Die Parteien im Bundestag, insbesondere CDU/CSU und SPD, wissen natürlich, dass Direktwahlen und Volksentscheide ihre Macht ankratzen würde, weshalb es schwierig ist überhaupt solche Entscheide auf den Weg zu bringen. Dass sie jedoch gerne die Volksmeinung befragen, wenn es ihnen dient, sahen wir zuletzt an der Unterschriftensammlung gegen den Doppel-Pass.

Marco

Hallo Tom!

Außerdem will ich darauf hinweisen, daß man auch in
außerparteilichen Organisationen durchaus gute Möglichkeiten
hat, politische Entscheidungen zu beeinflussen. Das
Hauptproblem ist doch nicht das System, sondern die
Politikverdrossenheit der „Generation Golf“, oder täusche ich
mich da?

Ich würde das Pferd anders aufzäumen: Nicht weil die Parteiverdrossenheit existiert, setzt sich die Bevölkerung so wenig für ihre eigenen politische Belange ein, sondern weil die Politik sich nicht für die Bevölkerung einsetzt, gibt es diesen Verdruss. Wie häufig haben wir das schon gehört oder uns selbst geärgert, wenn wieder einmal irgend etwas Unfreundliches beschlossen wurde, wir aber wussten, dass wir nicht dagegen tun können. Denn als einzelne sind wir ja machtlos; sogar als Gruppe, wenn wir nicht gerade als Wählerpotential entdeckt werden.
   Weil sie derzeit so sehr im Gerede ist, sei sie erwähnt: Die 68er-Generation wollte Systemveränderungen. Im Grunde ging es doch darum, dass die Politik Wasser predigte und Wein trank. Der „Muff aus 1000 Jahren“ war unübersehbar, und im Gegensatz zu heute wurde sich gegen das System zu wehren versucht. Ich finde es bezeichnend, dass seinerzeit die Polizei so hart durchgriff gegen die Demonstranten, denn sie kratzten am Machtpotential des Staates, obwohl und gerade weil die Menschen zu jenem Volk gehörten, von dem ja laut Grundgesetz die Gewalt auszugehen hat.
   Ja, man kann sagen, wir leben in einem sehr freien Land, wenn wir uns mit anderen vergleichen. Doch diese vermeintlich freiheitlich-demokratische Grundordnung, die Politiker so gerne in den Mund nehmen, ist nur eine Ummantelung, die den Kern verbergen soll. Denn was darf ich, darfst Du in diesem Land entscheiden? (Wenn Du Lust hast, lies auch mal die vorhin verfassten Zeilen unter http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarticl… an.)

Um das ganze ein bisschen abzukürzen: Ich erachte es als einen äusserst wichtigen, ja elementaren Punkt, dass man erkennt, dass die Demokratie nicht gleich eines göttlichen Geschenks vom Himmel fiel, sondern von sterblichen Menschen erdacht und fortgeführt wurde. So konnte es erst geschehen, dass wir die heutigen Gesetze und Verordnungen besitzen, über die letztendlich nur wenige Personen des Volkes ohne Mitbestimmung des Volkes entschieden haben. Doch weil es Menschen sind, denken sie erst einmal an sich und ihre Versorgung. (Als spontanes, banales Beispiel, weil ich gestern ein Video mit einer Franz-Josef-Strauss-Doku geschaut habe: Der Privatflieger FJS forderte die Steuerbefreiung für Flugbenzin.) Oder eine Gruppe bietet eine entsprechende Summe - fast jeder Mensch hat seinen Preis. Warum soll das gerade mit jenen Leuten anders sein, die die Ellenbogen einsetzen mussten, um in Machtpositionen zu gelangen!

Grundsätzlich sehe ich solche Tendenzen in einem 80Mio.
Einwohner Land mit sehr gemischten Gefühlen. Nach dazu, da es
hierzulande Regionen gibt in denen um die 20% extremistische
Parteien wählen.

Da muss man erst einmal fragen, woher dieser Extremismus rührt. Er entsteht nicht unwillkürlich, sondern bedarf eines Drucks von aussen. Zudem ist es auch eine Frage des (politischen) Standpunktes: Womöglich sehen sich extreme Parteien nicht als extrem an und erachten das Vorgehen der Regierenden als eine Art von Extremismus. Insofern müsste man auch die CSU als eine extremistische Partei ansehen, zumindest wenn man an Stoibers Stammtischreden denkt. Oder ein Aussenminister Fischer, der gegen geltendes Völkerrecht Deutschland in einen Krieg führte.
   Man kann den extremistischen Parteien auch Populismus vorwerfen, wenn sie wieder einmal verkünden, das Boot wäre voll. Doch weshalb springen Menschen auf solche Aussagen an, weshalb denken sie so? - Aber in gleicher Weise kann man den Populismus auch bei den „gemässigten“ Parteien ausmachen, wenn sie zum Beispiel wieder einmal ein Zeichen gegen Rechts setzen und in vorderster Reihe einer Demonstration marschieren. Licherketten brannten zu Lichtenhagen, Mölln, Solingen, doch kaum waren sie verloschen, ging auch die Politik zur Tagesordnung über und man überliess es kleinen Organisationen, sich gegen Rechts zu wenden. Hier wurde schon längst die Zivilcourage gezeigt, die Politiker gerade im vergangenen Jahr wieder laut einforderten. Sie sollten mit der Zivilcourage endlich bei sich selbst beginnen; doch solange sie das Selbstbestimmungsrecht haben und die Bevölkerung kein Mitbestimmungsrecht besitzt, wird sich nichts ändern.

Marco

Tja, das ist der einzigste Weg - direkte Demokratie und kein Geld, bzw. gleiche Regelung wie bei den Arbeitslosen für die Politiker. 12 Monate 63 % und dann je nach Bedürftigkeit. Nur so geht`s, auch wenn das Volk sich eine Fehlentscheidung leistet, dazu hat das Volk das Recht.

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Hallo Marco!

Die Gesetze selber zu machen, erleichert aber
ganz erheblich, sich daran zu halten…

…und so braucht man sich kaum noch die Frage zu stellen, was mit einem Verbrechen geschieht, das gesetzlich legitimiert wird.

Marco