wobei noch hinzuzufügen wäre, daß das, was in die statistik einfließt, auch entsprechend geändert wurde. Fakt ist, daß wir nicht um die 4 Mio Arbeitslosen haben, sondern ca. 10 mio durchzufüttern sind, welche arbeitsfähig wären und mit sicherheit vielfach selbst gern etwas machen würden, wenn sie denn könnten…
Ich habe Schröder noch nie gemocht, aber deswegen kann ich
mich trotzdem erinnnern:
1998: 4,5 Mio Arbeistlose
2002: 4,1 Mio Arbeitslose
… das sind auf jeden Fall zu viele, aber vor 4 Jahren waren
es mehr.
Und heute wurden die Arbeitsmarktdaten für Oktober veröffentlicht. Und siehe da, die Zahlen für 2002 sind sogar höher als für 1997.
„An der Reduzierung der Arbeitslosenzahlen will ich mich messen lassen. Wenn wir die Zahlen nicht senken, haben wir es nicht verdient wiedergewählt zu werden.“
Doch dann hat Westerwelle
den größten Fehler seiner FDP-Laufbahn gemacht: er sagte, er
wäre für alle Parteien offen. Damit war die FDP kein Thema
mehr.
Nicht Möllemann hat der FDP die Regierungsbeteiligung
gekostet, sondern Westerwelle!
Ich glaube, dass so viele Wähler gedacht haben … und genauso
gehandelt haben.
Die Wählerwanderungen sagen etwas anders.
Die FDP hat 370.000 Stimmen mehr als 98 bekommen.
Abgegeben hat die FDP an:
Grüne - 50.000
Union - 40.000
Nichtwähler - 30.000
Bekommen hat die FDP von:
PDS + 20.000
SPD + 370.000
Sonstige + 100.000
Die ex-SPD-Wähler haben wohl auf eine SPD/FDP-Koalition gehofft.
Hätte es eine klare Koalitionsaussage der FDP in Richtung Union gegeben, hätte die FDP nicht die 40.000 an die Union verloren, aber auch nicht die 370.000 von der SPD bekommen.
Fazit: Bei einer Koalitionsaussage in Richtung Union hätte die FDP viel mehr verloren als gewonnen.