Schröder ? Find ich gut !

Hallo Leute,

nachdem sich hier immer mehr mit der Frage beschäftigen, wie man die eben erst gewählte Regierung wieder los werden könnte bzw wie lange sich Schröder wohl noch halten kann, würde mich mal interessieren, wer diese Fragen stellt.
Sind es Schröder-Wähler, die jetzt enttäuscht sind ?
Oder sind es Stoiber- (oder sonst-was-) Wähler, die es nicht ertragen können, eine demokratische Entscheidung zu akzeptieren ?

fragt sich die

Heidi

Hallo Heidi,

nachdem sich hier immer mehr mit der Frage beschäftigen, wie
man die eben erst gewählte Regierung wieder los werden könnte
bzw wie lange sich Schröder wohl noch halten kann, würde mich
mal interessieren, wer diese Fragen stellt.
Sind es Schröder-Wähler, die jetzt enttäuscht sind ?
Oder sind es Stoiber- (oder sonst-was-) Wähler, die es nicht
ertragen können, eine demokratische Entscheidung zu
akzeptieren ?

Ich denke es sind nicht nur die Einen und auch nicht ausschließlich die Anderen die hier schreiben. Es sind wohl Menschen die, wann sie das auch immer festgestellt haben, unzufrieden mit dem sind was jetzt nach der Wahl von der Regierung gemacht wird.
Wenn man eine Regierung kritisiert und mit ihr nicht einverstanden ist, dann hat das IMHO nichts damit zu tun, daß man „eine demokratische Entscheidung“ nicht akzeptiert.
Man kann aber über demokratische Wege nachdenken diese ungeliebte Regierung zu entlassen.
Ferner sollte eine demokratische Enmtscheidung niemals eine Absolution für eine Regierung sein.
Im übrigen finde ich die Diskussion die hier oft stattfindet „die anderen hätten es nicht anders gemacht“ ziemlich müssig.
Wenn jemand etwas klaut dann gehört er bestraft (hier nicht wiedergewählt) und schon gar nicht mit der Begründung hätte er es nicht geklaut dann hätte es der andere getan.
Es läuft ja derzeit ein Film über dieses Thema (Titel???) das ist Science- Fiction und eine Strafe eine Repressalie für etwas das man in der Zukunft eventuell oder auch wahrscheinlich getan hätte??? da habe ich doch so meine Zweifel…

Grüsse
PP

Ich wüsste halt einfach gerne, ob es hier Leute gibt, die sagen „Ich habe den Schröder gewählt, weil…und jetzt tut mir das leid und heute würde ich den Stoiber wählen weil…“
Das … würde mich eben interessieren !
Ich habe z.B. den Schröder gewählt weil ich ihn viel sympatischer finde als Stoiber (und weil ich ein geborener Sozialist bin :wink:) , aber ich würde das selbstverständlich auch wieder tun !

mit ausnahmslos jeder demokratischen entscheidung kann ich zum beispiel leben. um aber mit den worten des herrn schröder zu sprechen, werde ich nicht an all meinen ansprüchen ( auch an mich selbst ) festhalten, da ich mich zu denen zähle, die die situation sehr wohl erkannt haben.

hallo Heidi,

Ich habe z.B. den Schröder gewählt weil ich ihn viel
sympatischer finde als Stoiber

Dies ist der denkbar schlechteste Grund eine partei zu wählen.
Ich habe z.B. Stoiber nicht gewählt, weil er kirt vielleicht sympatisch ist (er ist es nicht!), sondern weil ich die bisherige Partei (besonders die Grünen) für unfähig halte, diese gewaltige Aufgabe zu meistern. Sie haben sich als käuflich erwiesen. Genauso Schröder: er hat schon bei der Wahl, bei der er ans Ruder kam gelogen. Davor (sogar am gleichem Tag 3 mal!) und nach der Wahl. Ihm ist nur eines wichtig: an der Macht zu sein. Und so ist es im gesteigerten Verhältnis bei den Grünen. Was ich nicht verstehe, ist, dass sie mehr als 3 % bekommen haben!
Ich hätte sogar die FDP gewählt (nicht wegen Möllemann oder Westerwelle), wenn Westerwelle nicht vor der Wahl von der CDU abgerückt wäre und sinngemäß gesagt hätte: „wer uns mehr bietet, zu denen gehen wir!“ Ich wollte sie wählen, damit die CDU nicht evtl. zuviel Stimmen bekommt. Nichts schlimmeres, als dass eine Partei die absolute Mehrheit bekommt.
Grüße
Raimund

Wenn wir schon dabei sind,

ich habe u.a. gegen Schröder gestimmt weil ich der festen Überzeugung bin, daß die bunten eine schlechte Arbeit in den vergangenen vier Jahren gemacht haben. Deshalb konnte ich sie nicht wiederwählen.
Ob die anderen es besser gemacht hätten?
Weder meine Glaskugel, noch der Kaffeesatz haben es mir verraten.
Wie ich oben bereits schrieb es ist müßig über hätte und würde zu schreiben.
Die rotgrünen HABEN, schlecht gearbeitet und ob sie es in Zukunft besser machen würden war für mich kein Ausschlage weil die Aussagen aller Politiker eine Halbwertszeit von wenigen Stunden haben. Also wie kann ich die einen oder anderen aufgrund ihrer Aussagen für besser finden, wenn diese Aussagen Lügen sind und die Demokratie vehöhnen.

hallo Peterle,
so ähnlich waren meine überlegungen.
Hätte Schröder seine Arbeit gut gemacht, ich hätte SPD gewählt. Wie die Partei heißt, ist mir vollkommen gleichgültig. Können muss sie was. Und wenn die regierende fast nur Mist baut, dann ist die Frage nicht: „ob´s die anderen besser können?“ Sondern: „schlechter kann´s nicht werden. also gib den anderen ´ne Chance!“
Welches blöde Gesicht mich vom Plakat angrinst, ist vollkommen gleichgültig. Ich will ihn ja nicht bumsen!
Grüße
Raimund

Hallo Heidi,

Du weisst doch, meckern ist immer einfacher als Lösungen zu erarbeiten. Und wenn man endlich wieder einen Verantwortlichen gekührt hat…
Ausserdem ist der gemeine Deutsche zusätzlich im Grunde seines Herzens ein konservativer Pessimist, so dass er erstens meint, es wird eh nicht besser, wobei er zweitens insgeheim in seiner wohligen Wärme hofft, dass es zumindest nicht anders wird… Das ganze verpackst Du dann in aufgeklärtes Halbwissen mit einem Schuss Wahrheit und einer grossen Prise Polemik und schon hast Du eine wunderbare, sinnlose politische Diskussion, an der Freundschaften zerbrechen:smile:

Der aufgeklärt halbwissende und derzeit sehr polemische Optimist
Jürgen

oki. bleibt mir nur, dir auf dem marsch in den kollektivismus alles gute zu wünschen.

TOM

richtig : " wenn man etwas besser machen will, muss man es anders machen, aber wenn man es anders macht, ist nicht gesagt, das man es besser macht " ( lichtenberg oder so )

das anders machen vermisse ich hier in deutschland, postiv gesehen

Hallo Leute,

nachdem sich hier immer mehr mit der Frage beschäftigen, wie
man die eben erst gewählte Regierung wieder los werden könnte
bzw wie lange sich Schröder wohl noch halten kann, würde mich
mal interessieren, wer diese Fragen stellt.
Sind es Schröder-Wähler, die jetzt enttäuscht sind ?
Oder sind es Stoiber- (oder sonst-was-) Wähler, die es nicht
ertragen können, eine demokratische Entscheidung zu
akzeptieren ?

Hallo Heidi
Schröder hat 6000 Stimmen mehr bekommen, das ist mehr als knapp, also ist doch Fakt, jeder zweite Deutsche will Schröder nicht.
Ich auch nicht.
Vier Jahre Schröder, was ist besser geworden?
Nichts.
Mehr Arbeitslose, höhere Steuern, höhere Preise (Benzin, Versicherungen, Renten usw.).
Jetzt gibt es noch mal vier Jahre Schröder.
Was wird besser?
Nichts.
Was wird teurer?
Alles, was nicht juristisch anfechtbar ist.
Na toll, hatte man uns nicht versprochen, Steuererhöhungen kämen nicht in Frage, der Haushalt sei solide finanziert?
Nennt man das nicht Lügen?
Doch, das sind Lügen.
Gruß
Rainer

Auf Schröder schimpfen- der macht doch gar nichts
Hallo Rainer,

Vier Jahre Schröder, was ist besser geworden?
Nichts.
Mehr Arbeitslose, höhere Steuern, höhere Preise (Benzin,
Versicherungen, Renten usw.).

Dann sieh Dir mal das Wetter an. Ist auch nicht besser geworden. Orkan, es gab sogar Tote. Was ist das nur für eine Sch***-Regierung!?

Du erwähnst Benzin, Versicherungen und Renten. Beim Benzin trägt die Ökosteuer zur Verteuerung bei. Obwohl ich Vielfahrer bin, fehlt mir die Bereitschaft, mich um solchen Pippifax, uber diese paar Pfennig, aufzuregen. Das sage ich ganz unabhängig von meiner Überzeugung, daß Energie immer noch zu billig ist.

Bei Versicherungen kannst Du nur die gesetzlichen Krankenversicherungen meinen. Da sehe ich allerdings einen Mißstand, der seit Jahrzehnten gewachsen ist. Will man dort wirkungsvoll etwas tun (also kein Gerede um Zehntelprozente), muß Marktwirtschaft und Kostentransparenz hinein. Dann darf nicht mehr der Mief von Standesorganisationen bestimmen, dann muß Kostentransparenz her. Dann muß jeder Versicherte wissen (und spüren!), was der Dienst von Arzt, Apotheke und Krankenhaus gekostet hat. Dann darf die Solidargemeinschaft nur noch für den Katastrophenschutz, mithin für eine Grundsicherung zuständig sein und der Rest ist Privatsache. Auf diese Weise würde das Gesundheitswesen bezahlbar sein und bleiben. Das Gejammere bei solchen Ideen höre ich schon. Wer will das denn durchsetzen? Etwa eine der großen Volksparteinen? Das glaubst Du hoffentlich selbst nicht. Deren Wählerschaft ist so breit gefächert, daß sie niemandem auf die Füße treten werden.

Hast Du heute die Regierungserklärung des Kanzlers gehört? Für die Innen-, Wirtschafts- und Finanzpolitik war es reines Gewäsch. Diese Rede vom Typ „paßt für alle Gelegenheiten“ hätte ich ihm auch schreiben können. Die Erwiderung von Frau Merkel stammte aus der gleichen Schublade. Es ging letztlich um kurzfristig schmerzlose Besitzstandswahrung und ansonsten weiter wie gehabt. Es bleibt beim Staat, der sich um alles kümmert. Es bleibt bei einem Beamtenrecht aus Kaisers Zeiten, die Wehrpflicht bleibt und es bleibt bei den Sprechblasen von Aufschwung und Wachstum - es ändert sich nichts. Deshalb werden die Staatsschulden weiter steigen und natürlich auch die Zinslasten. Wenn heute Herr Eichel verspricht, 2006 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen, wird er 2006 erzählen, daß das auch geklappt hätte, wenn nicht völlig unvorhergesehen… blablabla. Solche Vorsätze höre ich seit einem Vierteljahrhundert. Bisher hat noch keine Regierung auch nur den bescheidensten Ansatz erkennen lassen, die Kosten zu senken. Das würde nämlich bedeuten, daß sich der Staat auf Kernaufgaben beschränkt, statt sich regulierend und reglementierend in allen Lebensbereichen zu betätigen und sei es nur mit einem Verwaltungsapparat, mit dessen Hilfe sich wieder Pöstchen besetzen und Staatsdiener versorgen lassen. Diesbezüglich sind die großen Parteien aus dem gleichen Holz.

Die großen Parteien samt ihren Führungsfiguren sind zu keinen Veränderungen bereit. Das haben sie für jedermann sichtbar über Jahrzehnte gezeigt. Eine erkennbare Richtung wird nur durch den kleinen Koalitionspartner bestimmt. Die schrittweise Stillegung der KKWs ist so eine Richtungsentscheidung. In der Verfassung verankerter Tierschutz, langsame Veränderungen in landwirtschaftlichen Produktionsmethoden, um nur wenige Beispiele zu nennen - solche Dinge bekommen die großen Parteien nicht auf die Reihe. Herr Schöder könnte ohne weiteres Chef der CDU sein, Frau Merkel Vorsitzende der SPD. Beide müßten sich bei solchem Tausch nicht verbiegen. Die großen Parteien sind profillos und austauschbar geworden. Auf den Schröder zu schimpfen, halte ich deshalb für unbegründet. Schließlich macht er doch gar nichts :smile:

Gruß
Wolfgang

Hallo Heidi
Schröder hat 6000 Stimmen mehr bekommen, das ist mehr als
knapp, also ist doch Fakt, jeder zweite Deutsche will Schröder
nicht.

Jeder Zweite = die Hälfte = 1/2 = 50 %

CDU/CSU: 38,8 %
Spd: 38,8 %

–> 38,8 % ungleich 50 %, okay?

Ich auch nicht.

:wink:

Vier Jahre Schröder, was ist besser geworden?
Nichts.

Das ist eine sehr kurzsichtige Antwort. Ich könnte jetzt aufzählen was ich gute finde (Kindergeld, Rückfahren Staatsverschuldung, Steuerreform, Ökosteuer), und dann wirst Du sicher mir ein paar Sachen dagegen sagen.
NUR: Wichtig ist, was jeder einzelne für wichtiger hält.

Beispiel Ökosteuer: Ist es Dir wichtiger, dass dem braven Steuerzahler „das Geld nicht aus der Tasche gezogen wird“ (von Ich-kanns-nicht-mehr-hören-noch-sie-sehen-Merkel-Gebetsmühle), oder ist es Dir wichtiger, dass in einiger Zeit sogar der letzte aufhört, für 100m zum Bäcker zu fahren, dass nur so eine Veränderung im Erdöl denken entsteht? Wie gesagt, jeder muss das für sich entscheiden. Aber ich entscheide mich garantiert nicht für das Hier-Und-Jetzt denken der Union (Staatsverschuldung, Steuerpolitik etc).

Mehr Arbeitslose, höhere Steuern, höhere Preise (Benzin,
Versicherungen, Renten usw.).

Das ist einfach nur falsch. Es gibt seit 1998 (4,5 bis 4,2 Mill) ca. 500.00 bis 200.000 Arbeitslose weniger. Und da hab ich noch nicht die ABMler dazugezählt. Wenn man den Medien glauben schenken möchte, dann hätte sich die Zahl wahrscheinlich verdreifacht…

Steuern: ->Steuerreform

Höhere Preis: Die Teuro-Phase hat nur die gestört, die sich nicht informiert haben. Ehrlich wahr…
Schau Dir mal ausserdem die Inflationsberichte der EZB der letztn Jahre an. Vergleiche dazu Berichte von vor 1999/8

Jetzt gibt es noch mal vier Jahre Schröder.
Was wird besser?
Nichts.

Von solchen Schwarzmalereien und Vogelflugleserei halte ich 0 (in Worten „Null“).

Was wird teurer?
Alles, was nicht juristisch anfechtbar ist.

Von solchen Verallgemeinerungen und Welteruntergangsstimmungsäusserungen siehe einen Absatz weiter oben bzw. den Teil mit den Berichten der EZB.

Na toll, hatte man uns nicht versprochen, Steuererhöhungen
kämen nicht in Frage, der Haushalt sei solide finanziert?

First: Verschiebung (denn sie treten ja in Kraft, nur später), sind keine Erhöhung.
Dann: „Nennt man das nicht Lügen?“ Nein, nur das populistische Geschrimmsel eines BildZeitungs-Redakteurs…

Doch, das sind Lügen.

Tja, das ist die Frage…

Zu Guter LEtzt: Ich bin mit der derzeitigen Regierung in vielen Punkten nicht einverstanden (konnte zB die Steuererhöhungsdiskussion vor ca. 2 Wochen nicht verstehen; ich finde, Reform im Gesundheitswesen etc…), aber der Ansatz, wirtsch. Probleme im Hier und Jetzt auszutragen, Weniger Priveligierte zu fördern und Priveligiertere zu belasten, darüber hinaus noch auf die Umwelt zu achten, und die Staatsverschuldung zurückzufahren, das beachte ich.

Und ich kann nicht vestehen, nur weil die Kneipe anner Ecke die Preis verdoppelt hat und auf dem Flohmarkt die Sachen nicht mehr 1 Mark kosten sondern 1 € die Leute das ganze nicht gesamtwirtschaftlich beachten…

Fazit: Ich bin mit vielen Sachen der Regierung nicht zufrieden, aber das Unverständis wäre bei der Union gg. 100 gehend. Von der Spass und Populismus-Mölle Partei will ich da gar nicht reden.

Grüsse

Andreas

Hallo Rainer, du schreibst:

Hallo Heidi
Schröder hat 6000 Stimmen mehr bekommen, das ist mehr als
knapp, also ist doch Fakt, jeder zweite Deutsche will Schröder
nicht.
Ich auch nicht.
Vier Jahre Schröder, was ist besser geworden?
Nichts.
Mehr Arbeitslose, höhere Steuern, höhere Preise (Benzin,
Versicherungen, Renten usw.).
Jetzt gibt es noch mal vier Jahre Schröder.
Was wird besser?
Nichts.
Was wird teurer?
Alles, was nicht juristisch anfechtbar ist.
Na toll, hatte man uns nicht versprochen, Steuererhöhungen
kämen nicht in Frage, der Haushalt sei solide finanziert?
Nennt man das nicht Lügen?
Doch, das sind Lügen.
Gruß
Rainer

Ich habe Schröder noch nie gemocht, aber deswegen kann ich mich trotzdem erinnnern:
1998: 4,5 Mio Arbeistlose
2002: 4,1 Mio Arbeitslose
… das sind auf jeden Fall zu viele, aber vor 4 Jahren waren es mehr.

Haushaltsdefizit war vor vier Jahren wesentlich höher (damals wurde die 3%-grenze aus dem EU-Stabilitätspakt gearde eingeführt und ein gewisser Herr Waigel hat es damals mittels anerkannt „kreativer“ Buchhaltung geschafft, die 3% zumindest auf dem Papier hinzubekommen - vorher hatte er das nicht gebraucht und deshalb war die Neuverschuldung auch wesentlich höher!)

Höhere Preise gab und gibt es jedes Jahr. Bei einer Inflationsrate von derzeit zwischen 1,2% und 1,7% können wir eigentlich ganz zufieden sein (ich erinnere mich an Zeiten mit wesentlich höherer Inflation)

Ökosteuer? Nun ja, die Mehrheit hat entschieden …

Hast du sonst keine Argumente?

huhu!!

Du sprichst davon, dass du die Grünen für unfähig hälst zu regieren, und das sie käuflich sind, sagst aber, dass du die FDP gewählt hättest, die jawohl die käuflichste aller Parteien ist in deutschland??!(„Wir hängen unser Fähnchen nach dem Wind“…haste ja auch selber geschrieben…„wer bietet mehr“)
Hmm…das ist doch nicht so ganz stimmig!!

Grüßle
Pia

PS: Umweltpolitik sollte im Moment das aller wichtigste sein, und davon haben nunmal die Grünen am meisten und vor allem auch gute Vorschläge, was bei den anderen Parteien viel zu kurz kommt.
Sieht man ja schon daran, dass der EDI Umweltpolitik im Wahlk®ampf zur Chefsache erwählt hat und dann im kompletten Wahlkampf wenig bis gar nichts davon rüber gekommen ist, was die CDU denn nun FÜR DIE UMWELT tun will…

hallo Pia,

sie war es bis kurz vor der Wahl nicht. Zumindest hatte es nicht den Anschein. Mir ging´s auch nicht darum, dass die FDP unbedingt an´s Ruder kommt. Es war aber die einzige Alternative, der CDU die absolute Mehrheit zu versauen.
Da ich aber die CDU/CSU als Regierungspartei wollte (nicht wegen dem „schönen“ Stoiber!), musste ich eine Partei wählen, die eine Koalitionaussage vor der Wahl trifft. Die Grünen haben sich für die SPD entschieden, die FDP für die CDU/CSU und die anderen waren undiskutabel. Doch dann hat Westerwelle den größten Fehler seiner FDP-Laufbahn gemacht: er sagte, er wäre für alle Parteien offen. Damit war die FDP kein Thema mehr.
Nicht Möllemann hat der FDP die Regierungsbeteiligung gekostet, sondern Westerwelle!
Ich glaube, dass so viele Wähler gedacht haben … und genauso gehandelt haben.

Ich kann nur sagen, wir sind seit dem 3.Reich nicht nmehr so belogen worden, wie von dieser Regierung. Alles, was vor der Wahl versprochen wurde, ist bereits 1 Woche danach nicht mehr wahr. Wäre das Hochwasser nicht gekommen und Bush mit seinem Irak-Problem, stünden wir heute nicht so besch…en da. Ich erinnere nur daran, dass Schröder der erste war, der von uneingeschränkter Solidarität sprach. Keinen anderen Staatschef sah ich , sich so anzubieten, wie unseren selbstverliebten Bundeskanzler. Wenn ich seinen Satz von gestern zur Opposition höre, ( Sie saßen hier, Sie sitzen hier und sie werden immer hier sitzen ) kann ich mir nicht vorstellen, daß er das selbst glaubt. Wäre heute noch einmal Wahl, gäbe es einen anderen Ausgang.

Auf
den Schröder zu schimpfen, halte ich deshalb für unbegründet.
Schließlich macht er doch gar nichts :smile:

Das stimmt, aber wir müssen es bezahlen, das ist der Punkt, und das wird richtig teuer :wink:
*wink*
Rainer

vergleichen will gelernt sein

Ich habe Schröder noch nie gemocht, aber deswegen kann ich
mich trotzdem erinnnern:
1998: 4,5 Mio Arbeistlose
2002: 4,1 Mio Arbeitslose
… das sind auf jeden Fall zu viele, aber vor 4 Jahren waren
es mehr.

Stimmt nicht. Du vergleichst Sommer/Herbst-Werte mit Jahresduchschnitt bzw. Winterwerten. Tatsache ist, die Arbeitslosenzahl lag per Ende September 2002 leicht über September 1998.

Hinzu kommt, daß durch die Neuregelung der geringfügigen Beschäftigung (630 Mark-Jobs) die Statistik mit en Vorjahren überhaupt nicht mehr vergleichbar ist. Aus Regierungskreisen wurde damals sogar zugegeben, daß sich dadurch die ALQ um mindestens 0,4% reduziert hat. Der tatsächliche Wert dürfte deutlich darüberliegen.

Haushaltsdefizit war vor vier Jahren wesentlich höher (damals
wurde die 3%-grenze aus dem EU-Stabilitätspakt gearde
eingeführt und ein gewisser Herr Waigel hat es damals mittels
anerkannt „kreativer“ Buchhaltung geschafft, die 3% zumindest
auf dem Papier hinzubekommen - vorher hatte er das nicht
gebraucht und deshalb war die Neuverschuldung auch wesentlich
höher!)

Die Neuverschuldung des Bundes lag 1998 bei 28,8 Mrd. Euro, für das Gesamtjahr 2002 waren 21,1 Mrd. geplant, im 1. Hj. 2002 waren es aber schon 19,9 Mrd. Euro. Mehr muß man dazu eigentlich nicht sagen.

Und was die kreative Buchführung angeht: Da sollte das SPD-Lager lieber schweigen.

Gruß
C.