Hallo,
Auch Hallo,
mein lieber Mann - du ganz schön frustriert sein !!
Nein, bin nicht frustriert, sondern bin während meiner Krankheit mit offenen Augen durch die Gegend gelaufen, sonst nichts!
Wenn Du kannst geh in die PKV - da bist du das Risiko und
sonst niemand.
Was hat das mit dem hier diskutierten System zu tun?
Ändert sich dann was in der gesetzlichen Krankenkasse?
Nicht wegschieben, hinsehen!
Bist jetzt der beleidigte Kundenberater, weil Dein Gegenüber nicht so will wie Du?
Beitragsvernichtung ?! - ein schönes Wort,
nur so wie du das verwendest zeigt, dass du Stammtischparolen
aufgreifst und weitergibst - ich will nicht so viel schreiben,
Dann nenn mir andere, Du redest Dich seitdem wir hier diskutieren nur immer wieder raus, nichts von Dir zu erkennen, was man ändern könnte, nur dagegen halten.
Schreib doch mal was konstruktives dazu, bin ja gerne aufnahmefähig und lass mir auch mal was sagen wenn es halbwegs logisch klinkt.
aber nehmen wir z.B.- den von dir genannten „überteuerten“
Krankentransport und die Krankenhausverweildauer als Beispiele
für das oben gesagte:
Krankentransport : Die Krankentransportunternhemen (z.B.
MHD oder DRK) müssen 24 Stunden am Tage zur Verfügung stehen
und dementsprechendes Personal (ausgebildet und qualifiziert)
bereithalten. Daneben muss ausreichend Material immer auf
dem neusten Stand der Technik zur Verfügung stehen.
Allein so ein einfacher Krankentransportwagen ist unter
60.0000 Euro nicht zu haben - frag also nicht was ein
Notarztwagen oder Babynotarztwagen kostet.
Wenn da also Beträge herauskommen wie in meinem
Geschäftsstellenbereich, von 460,00 € pro Einsatz, dann
ist das noch günstig - und warum ? - weil z.B. die
Rettungsdienste ohne ihre ZIVIS aufgeschmissen wären.
Das muss mann einfach wissen bevor man von überteuert
redet.
so wie Du das darstellst, ist der Wagen nach genau 142,85 Rettungseinsätze bezahlt.
Gut gehen noch andere Kosten davon ab, aber mit 300 Einsätzen hast dein Geld wieder, super Rendite.
Der Wagen ist spätestens nach einem Einsatzjahr voll in der Gewinnzone und wie lange wird der Wagen eingesetzt?
Wenn Du schon das Personal anspricht, dass auf diesen Fahrzeugen Dienst machen und Du die Kostenseite sooooo hervorhebst, dann vergess nicht zu sagen, wieviel unbezahlte Stunden dort vom Bereitsschaftspersonal geschoben werden müssen, vor allem nachts.
Gegenbeispiel:
Krankenhausverweildauer - da hast du vollkommen recht.
Ich danke Dir, mal wenigstens einmal!
Es gab und gibt immer wieder die berühmten
Montagsentlassungen.
Es gibt immer Fälle die eigentlich nur 4 Tage bräuchten und
letztendlich 8 Tage brauchen. Aber auch nur wenn wir als
Krankenkasse nichts dagenen unternehmen.
So, das macht Ihr, sag mal konkretes darüber?
Abhilfe schaffen wir z.Zt. mit einem Programm, in dem die
Krankenhäuser auf Fallpauschalen „gebracht“ werden, da ist
es egal wie lange die Krankenhausverweildauer ist.
Momentan läuft es ganz gut an und wie sparen in dem Bereich
einiges ein - aber was ist die Folge ???
dass dadurch noch nicht um einen Cent die Kassenbeiträge gefallen sind, wo bleibt die Einsparung? Die Beiträge steigen bisher immer munter weiter!
Um die Betten möglichst oft zu belegen, werden jetzt die
Patienten wesentlich früher als sonst in die Anschlussheil-
behandlung verlegt und wir haben wieder das gleiche Problem.
Meine Anschlussheilbehandlung hat die BfA-Berlin bezahlt und nicht die Krankenkasse.
Eine Kur, falls ich die jemals in Anspruch nehme , zahlt auch die BfA.
Nur bei mir?
Noch etwas zu den Verwaltungskosten.
Die Annahme, dass bei Reduzierung der Kassen der Verwaltungs-
kostensatz ebenfalls reduziert würde ist falsch - ebenso
die allgemeine Ansicht, dass eine Reduzierung dieses Satzes
von
z.B. 6% auf 3% zu einer Reduzierung des Beitragssatzes führen
würde.
Warum nicht? Nenn mir plausible Gründe?
Ihr bekommt nur 3% und fertig, genau wie einfach der zukünftige Sozialempfänger auf grund einer Entlassung mit ganz erheblichen Mitteln sein Auskommen bestreiten muss.
Rürup und Hartz sagen, sowas geht ganz spielend, warum ben Kassen dann nicht?
Werden jetzt nicht überviel Verwaltungen bezahlt, die dann einfach wegfallen würden?
Gleichwohl müssen die Verwaltungskosten gesenkt werden.
Bei uns heisst das Schliessung von 128 Geschäftsstellen
und Abbauch von 1400 Mitarbeitern (von 16.000) bis zum
30.06.2003.
Sind fast 10%, grob gerechnet. Selber Abklatsch wie es die Post bei Reduzierung des Portos um einen Cent vormacht.
Die Stellen werden nicht abgebaut um Geld zu sparen, sondern nur um die Regierung auch aus dieser Schiene zu erpressen, sowie es die gesamte Industrie macht.
Ihr bekommt dann doch noch 6%, oder werden es dann eventuell noch mehr?
Das ist zwar meine persönliche Meinung, aber es wird so sein.
Bei neutralen Kundenbefragungen wurde die DAK bei einem
Ranking in die vorderste Gruppe gewählt und zwar vor allen
Dingen wegen der Erreichbarkeit (Geschäftsstelle vor Ort)
und der qualifzierten Beratung und Betreuung durch die
Mitarbeiter.
Mitbewerberkassen mit z.B. 11,9 % erreicht man in aller
Regel nur per Telefon in externen Call-Centern (Telefonkosten
?)
Meine Kasse ist im wesentlichen über Telefon erreichbar. Mir persönlich reicht das voll aus.
Was kostet die Fahrt zu der Geschäftsstelle, wenn man nicht zufällig um die Ecke wohnt?
Hier auf dem Land wohl wesentlich mehr, als ein Telefongespräch, oder?
Wann habe ich schon mal was mit der Kasse zu tun?
Jeden Tag, nein!
Zum Schluss noch eine Aussage vom Porsche-Chef, der sinngemäß
gesagt hat.
Wir wissen dass wir teuer sind und unser Produkt sich nicht
jeder leisten kann - aber wir sind gut und deshlab sind
wir erfolgreich.
Ich finde für eine Krankenkasse passt das zwar nicht ganz,
aber
ich kann ich mich immer mehr damit anfreunden.
Wenn Du Dich mit einer Nobelmarke vergleichen willst, na denn mach mal. Da kommst Du mit Deiner Ersatzkasse nicht einmal an einen Mittelklassenwagen heran.
Ein kleines Beispiel: Warum bremsen denn immer die Ersatz- und Gesetzlichen neue OP-Techniken?
So zum Beispiel die Bypass-OP, da ist es nicht mehr erforderlich, dass der Brustraum aufgesägt wird und der Patient schmerzfreier danach ist.
Nein, die Gesetzlichen lassen die Methode nicht zu?
Sag mir einen plausiblen Grund warum das so ist?
Also Günther, mach noch Deine Jahre in der Kasse weiter, verteidige Deinen Arbeitsplatz, was auch gut so ist, aber überzeugen wirst mich noch lange nicht.
Mir persönlich fallen halt solche, für Dich lächerliche Kleinigkeiten die sich aber unterm Strich zu gewaltigen Summen addieren, immer wieder unangenehm auf.
Vor allem in dem Zusammenhang, der Patient soll mehr Eigenverantwortung, besser gesagt mehr Kosten übernehnem ohne dass der Sumpf im gesamten Gesundheitswesen mal aufgeräumt wird.
Die Kassen sind doch nur noch mittlerweilen dazu da, um gewisse Personenschichten ein reiches Leben zu verschaffen.
Um die Gesundheit des Mitgliedes geht es doch schon lange nicht mehr.
Deinen bald zu entlassenen Kollegen wünsche ich jedenfalls nicht den baldigen Status eines Sozialhilfeempfängers, bloss weil nur noch Blödsinn auf allen Ebenen in unserem einst so blühenden Land gemacht wird.
Gruss
Gerd
PS: auch wenn Dir nicht alles gefällt was ich schreibe, nimm mal wenigstens etwas davon zur Kenntnis.
Ich schreibe halt wie mir der schnabel gewachsen ist und sage auch manchmal ganz bewusst krass meine Meinung, nimm es nicht persönlich.