Schröder will Krankengeld aus Kassenleistungen

herausnehmen:

http://www.echo-online.de/users/afp/ticker/030314095…

Vor ein paar Tagen war das Gespräch, dass die Zahnarztleistungen herausgenommen würden, jetzt das Tagegeld.
Was kommt als nächstes?
Bald dürfen wir Zahlen, aber keine Leistung erwarten.
So kann man natürlich auch die Kassen retten.
Grüße
Raimund

Ach Raimund,

nachdem ich die heutige Regierungserklärung mir angesehen habe, wundert mich überhaupt nichts mehr und musste erfahren, dass meine / unsere Sozialleistungen zu einem grossen Teil zur Finanzierung der Neuen Bundesländer benutzt werden.
Ich wollte es nicht glauben und suchte im Internet und siehe da:

Arbeitern und Angestellten, welche den größten Teil der Beitragszahler zu den Sozialversicherungen ausmachen, wurde demnach im Vergleich zu anderen sozialen Gruppen (z.B. Beamten und Selbständigen) eine überproportional große Last bei der Finanzierung der Einheit aufgebürdet. Durch den „versteckten“ Finanzausgleich der Bundesanstalt für Arbeit seit 1990 und bei der Rentenversicherung seit 1992 ist diese Belastung jedoch in der Öffentlichkeit nicht so deutlich geworden. Überdies führten diese indirekten Transfers dazu, daß der Bevölkerung die tatsächliche Höhe der Ein­heitskosten unklar blieb. Es muß an dieser Stelle festgestellt werden, daß die Regierung mit der Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge erneut zu einer Verschleierungstaktik griff, die sich für die Finanzierung der Einheit auch deshalb besonders eignete, weil die politischen Durchsetzungskosten dieser Maßnahme gering waren.

Jetzt soll noch einmal einer hier auf die Arbeitslosen und Arbeitslosenhilfeempfänger losgehen, vor allem die „Neubürger“ in unserem neuen finanzierten sozialfinanzierten NBL’s.

Ich bin stinksauer, zumal ich mich von gewissen Berufsgruppen anpöbeln lassen muss, dass ich oder andere Arbeitslosengeld beziehen.
Die halbe ehemalige DDR lebt von meinen/ unseren einbezahlten Sozialleistungen und von denen muss man sich noch beschimpfen lassen, wenn man selber Sozialleistungen bezieht.

Der Hammer ist, dass heute nur davon geredet wird, die Leistungen an die Empfänger zu kürzen, nicht aber die Finazierung der BL aus der Sozialversicherung herauszunehmen oder wenigstens um ein gewaltiges Mass zu kürzen, lauter Feiglinge an der Regierung, besonders der aus Hannover!!!

Mir reicht es ganz schön.

Gerd

PS: keiner wollte mir mal ne frage nach dem Versickern von ca. 60% der gesetzlichen Krankenkassenbeiträge beantworten, jetzt weiss ich es, wo die Beiträge bleiben.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
ich halte mich grundsätzlich aus solchen einseitigen
Beiträgen heraus, aber zu behaupten das 60% der gezahlten
Krankenversicherungsbeiträge für andere Zwecke als die der
gesetzlichen Krankenversicherung verwandt werden - das ist
schon sehr dreist um gaanz höflich zu bleiben.
Allein der berühmte gesunde Menschenverstand müsste dir sagen
das diese 60% nicht stimmen können.

Gruss

Günter

hallo Gerd; ich koche mit! :frowning:( o.w.T.
.

Allein der berühmte gesunde Menschenverstand müsste dir sagen
das diese 60% nicht stimmen können.

Hallo Günter,

es müßte doch möglich sein, die Summe aller Zahlungen der Krankenkassen an die Angehörigen der Heilberufe und die Krankenhäuser zu ermitteln und den gezahlten Beiträgen gegenüber zu stellen. Weißt Du, woher man die Zahlen bekommt?

Gruß
Wolfgang

Hallo,

dann beweise mir das Gegenteil,

Allein der berühmte gesunde Menschenverstand müsste dir sagen
das diese 60% nicht stimmen können.

Die Zahlen habe ich mir nicht aus den Fingern gesaugt.

Gruss

Gerd

Hallo Wolfgang,
ich bin kein Finanzfachmann und beziehe mein Wissen auch nur
aus DAK-eigenen Informationen, aus den Jahresberichten der
einzelnen Krankenkassen, Verbandsstatistiken usw.
Wenn das stimmen würde, was da so leichtfertig behauptet
wird, dann müsste jede Krankenkasse in Deutschland von
100,00 € eigenommenen Krankenversicherungsbeitrag sofort
60,00 € an den Staat abliefern und hätte nur 40,00 € für die
Leistungsausgaben zur Verfügung - tut mir leid, aber das ist
Unsinn.
Mich würde interessieren woher die Informationen über diese
ominösen 60% stammen - aber das müsste ich den fragen, der das
geschrieben hat.

Gruss

Günter

Hallo,

ich muss dir nicht das Gegenteil beweisen - umgekehrt wird
ein Schuh daraus.
Woher hast Du dein Wissen ???
Ich bin seit 35 Jahren bei einer Kranklenkasse beschäftigt
und habe daher auch Einblick in Jahresberichte (Bilanzen)
von sehr vielen Krankenkassen in Deutschland - Ich habe
in noch keiner Jahresrechnung den Posten Ablieferung
an das Bundesfinanzministerium oder unter Sonstiges Begriffe
w.z.B. Aufbau Ost usw. gefunden…
Also woher weisst du das alles und wie funktioniert nach mit
der 60% igen „Versickerung“ der Krankenversicherungsbeiträge
(und nur von denen rede ich hier) ??

Gruss

Günter

… dann müsste jede Krankenkasse in Deutschland von
100,00 € eigenommenen Krankenversicherungsbeitrag sofort
60,00 € an den Staat abliefern…

Hallo Günter,

so einfach und überschaubar geht es nicht zu. Zunächst einmal wird ein Teil der Beiträge für die Verwaltung der Krankenkasse verbraucht. Die Krankenlkassen behaupten zwar, daß dieser Anteil nur bei wenigen Prozent liegt, aber schon bei der Definition, was zur Verwaltung gehört und was nicht, hört die Klarheit auf. In diesem Zusammenhang: Zahllose Krankenkassen verwendeten Beiträge zum Immobilienerwerb. Für das eigene Verwaltungsgebäude geht das in Ordnung. Die Bauwerke sind aber regelmäßig um ein Vielfaches größer. Da wurde oft mit Renditen durch Vermietung gerechnet, die sich danach nicht einmal hinsichtlich der Größenordnung als haltbar erwiesen. Statt Rendite banden sich etliche Krankenkassen Geldgräber (Beitragsgräber) ans Bein.

Der nächste Punkt sind die kassenärztlichen Vereinigungen. Das sind Verwaltungsgebilde - überflüssig wie ein Kropf - zwischen Leistungserbringer und Krankenkasse, die Geld kosten. Wieder Geld zu 100% aus Beiträgen.

Ein weiterer Punkt ist der Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen. Eine klamme Kasse wird von anderen Kassen in einer Art Solidargemeinschaft unterstützt - wieder aus Beiträgen, woraus auch sonst.

Bis hierher war von den Kosten der Heilbehandlung noch keine Rede. Es ging nur um Verwaltungen, Immobilien, zwischengeschaltete Verwaltungen und hin und her geschobenes Geld.

Darüber hinaus fungieren Krankenkassen als Einzugsstelle für sämtliche Sozialabgaben. Diesen ganzen Verwaltungs-Schnick-Schnack leisten wir uns nicht nur ein Mal, es müssen gleich viele hundert Krankenkassen sein. Ein gewaltiger Wasserkopf, der mit Heilbehandlung nichts, aber auch rein gar nichts zu tun hat, lebt von den Beiträgen der Versicherten. Was übrig bleibt, geht in die Heilbehandlung. Wenn das Geld nicht reicht, werden die Beiträge erhöht, am geldverschlingenden System wird aber nicht gerührt. Ich weiß nicht, wie hoch der versickernde Anteil am Beitragsaufkommen ist. Aber der gesamte Apparat ist gigantisch und auf Undurchschaubarkeit angelegt. Ich halte es keineswegs für ausgeschlossen, daß dafür genau so viel verbraten wird, wie für die Heilbehandlung.

Gruß
Wolfgang

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Hallo,
das mag ja vielleicht stimmen (Der Verwaltungskostensatz bei der
DAK liegt übrigens bei 6%), aber dann fällt das wohl höchstens
unter den Begriff Verschwendung und überflüssig (Kassenärztliche
Vereinigung sei hier nur als Beispiel genannt), aber keinesfalls
ist es so dass Krankenversicherungsbeiträge für andere Zwecke
als mit der Krankenversicherung im Zusammenhang stehende verwandt
werden.

Gruss

Günter
PS: Der RSA ist ein Verschiebebahnhof - nichts anderes !!!

Hallo,

leider muss ich Dir sagen, ich habe niemals behauptet, dass 60% der Gelder pur an den Staat gehen, so habe ich bestimmt nicht geschrieben und will es auch so nicht verstanden haben.

Aufbau Ost? Natürlich geht dort Geld aus den Krankenkassen massiv dafür rüber, heisst nur Strukturausgleich, 15% meiner Kasse z.B.

Hier einige Beispiele, wie auch Wolfgang wohl treffend erklärt hat, wo Geld sinnlos vernichtet wird. Wir nennen es im Folgenden Beitragsvernichtung!

Das Zauberwort, wo sich niemand auch nur was sinnvolles vorstellen kann, heisst wohl Strukturausgleich. Hier kann doch der Berliner Verein alles reinpacken, was ihm auch nur so einfällt und keiner kann es richtig kontrollieren, was mit den Summen dort gemacht wird. Beitragsvernichtung!

Meine Info’s habe ich von einem Mitarbeiter einer Krankenkasse, dass nur 40% tatsächlich die Behandlungskosten ausmachen. Ok, Nebenkosten müssen anfallen, aber 60%???
6% für die Verwaltung ihrer Mitglieder erhält z.B. meine Kasse, was wohl alle Gesetzlichen oder Ersatzkassen erhalten, oder?

Nehmen wir an, diese Zahl sollte Gültigkeit haben, lass uns mal die Anzahl der Kassen halbieren, dann haben wir wohl nur noch 3% der Verwaltungskosten, wir könnten auch Vierteln.
Ich weiss dann ist das restliche Personal überlastet.
Die zu laut jammern werden einfach durch Willige ersetzt, so wie in der Industrie.
Und alle älteren Mitarbeiter, Du etwa auch?, die durch Beförderungen und Tariferhöhungen in hohe Lohn- Gehaltsklassen gekommen sind, werden einfach entlassen und durch junges, billiges Personal ersetzt, somit kann die Vorstandsschaft ihre üppigen Gehälter halten, auch die Uralten darunter.
Die entlassen werden bezahlt das Sozialamt, auf die paar mehr kommt es auch nun wirklich mehr drauf an, oder?
Das wäre doch mal wirklich 'ne Einsparung, oder doch nicht? Frag mal unsere Industriebosse, die können dir das auf einen Cent genau ausrechnen.
Hier mal nicht Beitragsvernichtung, sondern wirtschaftliches Denken, oder doch nicht?

Sogar dem Blindenverein in Berlin ist dieser Missstand aufgefallen, les die Kanzlerrede nach, der will Euch auch an den Kragen, mal sehen ob er das wirklich schafft einen Grossteil der gesetzlichen Kassen abschzuschaffen.

Dann die wirklich unnötigen Untersuchungen in Arztpraxen und Krankhäusern, alles doppelt und dreifach. Beitragsvernichtung!

Dann die sich unberechtigt aufs Nachbars Karte behandeln lassen, oder in München am Monoptorus sich für 20€ das Teil ausleihen.
Beitragsvernichtung!

Dann die überteuerten Krankentransporte. Beitragsvernichtung!
Ich wurde per Taxi von Landhut nach Passau zu einer Herzoperation verlegt, der Termin ging begründet durch zu viele Notfälle daneben, ok, kommt vor.
Per Bahn und Gepäck!!! bin ich abgereist und kam auf dem selben Weg wieder dort an, vorher war ich nur eingeschränkt transportfähig.

Dann die Hubschraubereinsätze, die wirklich sehr gut sind und auch notwendig sind. Aber nicht wie die Kosten für den Flug in unglaublicher Höhe verteilt werden, deutlicher muss ich wohl Dir gegenüber nicht werden, oder?. Beitragsvernichtung.

Dann die bekannten, sagen wir es mal so, voll ausgeschöpften Möglichkeiten zur Abrechnung der aufgelaufenen Behandlungskosten. Beitragsvernichtung!

Meine sinnlose Aufentshaltstage im Krankenhaus, die wirklich auch einem Laien auffallen mussten, dass dieses nur zum Belegen der Betten gedacht war. Ich sage Dir nur Montagsentlassungen.
Beitragsvernichtung!

Dann noch die Medikamente. Hier wird wohl mit allen Mitteln jede rechtliche Möglichkeit ausgeschöpft um die Kosten seitens der Hersteller in die Industrie in die Höhe zu treiben, oder?
War doch erst kürzlich im Fernsehen, auch hier Beitragsvernichtung.
Ebenso die heimliche Erhöhung der Zuzahlung, nämlich auf dem Wege der Mogelpackungen N3 mit 60 anstatt 100 Tabletten. Unfähigkeit eines Gesundheitsministeriums, dies zu unterbinden. Oder sitzen aus der Regierung zu viel Abgeordnete oder deren Spezis in den Aufsichtsräten der entsprechenden Industrie?

Und so könnte ich Dir sicherlich noch Hunderte von Beispielen aufführen was mir persönlich auffällt, wo Geld sinnlos auf Kosten der Beitragszahler verballert wird und mit keinem Argument der Welt auch nur gerechtfertigt ist.

Eine Gesundheitsreform auf dem Rücken der Beitragszahler ist also nie und nimmer gerechtfertigt, solange in Berlin von den Politikern immer das Pferd von hinten aufgezäumt wird.

Ich bleibe dabei, die Politiker wollen nie und nimmer das Problem an der Wurzel anpacken und manche Politiker sind wirklich nicht dazu geeignet ausser dumme Sprüche vom Stapel zu lassen, wenn nicht sie nicht mal wissen was eine Semmel (Brötchen) beim Bäcker kostet und wieviel das beim Sozialhilfeempfänger ausmacht.

ich muss dir nicht das Gegenteil beweisen - umgekehrt wird
ein Schuh daraus.

Ich glaube kein Schuh!

Reicht Dir das jetzt?
Eines stinkt mir an der ganzen Sache gewaltig. Ich kann nicht wirklich was dagegen unternehmen ohne straffällig zu werden.

Schönen Tag noch

Gerd

Hallo,
mein lieber Mann - du ganz schön frustriert sein !!
Wenn Du kannst geh in die PKV - da bist du das Risiko und
sonst niemand. Beitragsvernichtung ?! - ein schönes Wort,
nur so wie du das verwendest zeigt, dass du Stammtischparolen
aufgreifst und weitergibst - ich will nicht so viel schreiben,
aber nehmen wir z.B.- den von dir genannten „überteuerten“
Krankentransport und die Krankenhausverweildauer als Beispiele
für das oben gesagte:

Krankentransport : Die Krankentransportunternhemen (z.B.
MHD oder DRK) müssen 24 Stunden am Tage zur Verfügung stehen
und dementsprechendes Personal (ausgebildet und qualifiziert)
bereithalten. Daneben muss ausreichend Material immer auf
dem neusten Stand der Technik zur Verfügung stehen.
Allein so ein einfacher Krankentransportwagen ist unter
60.0000 Euro nicht zu haben - frag also nicht was ein
Notarztwagen oder Babynotarztwagen kostet.
Wenn da also Beträge herauskommen wie in meinem
Geschäftsstellenbereich, von 460,00 € pro Einsatz, dann
ist das noch günstig - und warum ? - weil z.B. die
Rettungsdienste ohne ihre ZIVIS aufgeschmissen wären.
Das muss mann einfach wissen bevor man von überteuert
redet.

Gegenbeispiel:

Krankenhausverweildauer - da hast du vollkommen recht.
Es gab und gibt immer wieder die berühmten Montagsentlassungen.
Es gibt immer Fälle die eigentlich nur 4 Tage bräuchten und
letztendlich 8 Tage brauchen. Aber auch nur wenn wir als
Krankenkasse nichts dagenen unternehmen.
Abhilfe schaffen wir z.Zt. mit einem Programm, in dem die
Krankenhäuser auf Fallpauschalen „gebracht“ werden, da ist
es egal wie lange die Krankenhausverweildauer ist.
Momentan läuft es ganz gut an und wie sparen in dem Bereich
einiges ein - aber was ist die Folge ???
Um die Betten möglichst oft zu belegen, werden jetzt die
Patienten wesentlich früher als sonst in die Anschlussheil-
behandlung verlegt und wir haben wieder das gleiche Problem.

Noch etwas zu den Verwaltungskosten.
Die Annahme, dass bei Reduzierung der Kassen der Verwaltungs-
kostensatz ebenfalls reduziert würde ist falsch - ebenso
die allgemeine Ansicht, dass eine Reduzierung dieses Satzes von
z.B. 6% auf 3% zu einer Reduzierung des Beitragssatzes führen
würde.
Gleichwohl müssen die Verwaltungskosten gesenkt werden.
Bei uns heisst das Schliessung von 128 Geschäftsstellen
und Abbauch von 1400 Mitarbeitern (von 16.000) bis zum
30.06.2003.
Bei neutralen Kundenbefragungen wurde die DAK bei einem
Ranking in die vorderste Gruppe gewählt und zwar vor allen
Dingen wegen der Erreichbarkeit (Geschäftsstelle vor Ort)
und der qualifzierten Beratung und Betreuung durch die
Mitarbeiter.
Mitbewerberkassen mit z.B. 11,9 % erreicht man in aller
Regel nur per Telefon in externen Call-Centern (Telefonkosten ?)

Zum Schluss noch eine Aussage vom Porsche-Chef, der sinngemäß
gesagt hat.
Wir wissen dass wir teuer sind und unser Produkt sich nicht
jeder leisten kann - aber wir sind gut und deshlab sind
wir erfolgreich.

Ich finde für eine Krankenkasse passt das zwar nicht ganz, aber
ich kann ich mich immer mehr damit anfreunden.

Gruss

Günter

Hallo,

Auch Hallo,

mein lieber Mann - du ganz schön frustriert sein !!

Nein, bin nicht frustriert, sondern bin während meiner Krankheit mit offenen Augen durch die Gegend gelaufen, sonst nichts!

Wenn Du kannst geh in die PKV - da bist du das Risiko und
sonst niemand.

Was hat das mit dem hier diskutierten System zu tun?
Ändert sich dann was in der gesetzlichen Krankenkasse?
Nicht wegschieben, hinsehen!
Bist jetzt der beleidigte Kundenberater, weil Dein Gegenüber nicht so will wie Du?

Beitragsvernichtung ?! - ein schönes Wort,

nur so wie du das verwendest zeigt, dass du Stammtischparolen
aufgreifst und weitergibst - ich will nicht so viel schreiben,

Dann nenn mir andere, Du redest Dich seitdem wir hier diskutieren nur immer wieder raus, nichts von Dir zu erkennen, was man ändern könnte, nur dagegen halten.
Schreib doch mal was konstruktives dazu, bin ja gerne aufnahmefähig und lass mir auch mal was sagen wenn es halbwegs logisch klinkt.

aber nehmen wir z.B.- den von dir genannten „überteuerten“
Krankentransport und die Krankenhausverweildauer als Beispiele
für das oben gesagte:

Krankentransport : Die Krankentransportunternhemen (z.B.
MHD oder DRK) müssen 24 Stunden am Tage zur Verfügung stehen
und dementsprechendes Personal (ausgebildet und qualifiziert)
bereithalten. Daneben muss ausreichend Material immer auf
dem neusten Stand der Technik zur Verfügung stehen.
Allein so ein einfacher Krankentransportwagen ist unter
60.0000 Euro nicht zu haben - frag also nicht was ein
Notarztwagen oder Babynotarztwagen kostet.
Wenn da also Beträge herauskommen wie in meinem
Geschäftsstellenbereich, von 460,00 € pro Einsatz, dann
ist das noch günstig - und warum ? - weil z.B. die
Rettungsdienste ohne ihre ZIVIS aufgeschmissen wären.
Das muss mann einfach wissen bevor man von überteuert
redet.

so wie Du das darstellst, ist der Wagen nach genau 142,85 Rettungseinsätze bezahlt.
Gut gehen noch andere Kosten davon ab, aber mit 300 Einsätzen hast dein Geld wieder, super Rendite.
Der Wagen ist spätestens nach einem Einsatzjahr voll in der Gewinnzone und wie lange wird der Wagen eingesetzt?
Wenn Du schon das Personal anspricht, dass auf diesen Fahrzeugen Dienst machen und Du die Kostenseite sooooo hervorhebst, dann vergess nicht zu sagen, wieviel unbezahlte Stunden dort vom Bereitsschaftspersonal geschoben werden müssen, vor allem nachts.

Gegenbeispiel:

Krankenhausverweildauer - da hast du vollkommen recht.

Ich danke Dir, mal wenigstens einmal!

Es gab und gibt immer wieder die berühmten
Montagsentlassungen.
Es gibt immer Fälle die eigentlich nur 4 Tage bräuchten und
letztendlich 8 Tage brauchen. Aber auch nur wenn wir als
Krankenkasse nichts dagenen unternehmen.

So, das macht Ihr, sag mal konkretes darüber?

Abhilfe schaffen wir z.Zt. mit einem Programm, in dem die
Krankenhäuser auf Fallpauschalen „gebracht“ werden, da ist
es egal wie lange die Krankenhausverweildauer ist.
Momentan läuft es ganz gut an und wie sparen in dem Bereich
einiges ein - aber was ist die Folge ???

dass dadurch noch nicht um einen Cent die Kassenbeiträge gefallen sind, wo bleibt die Einsparung? Die Beiträge steigen bisher immer munter weiter!

Um die Betten möglichst oft zu belegen, werden jetzt die
Patienten wesentlich früher als sonst in die Anschlussheil-
behandlung verlegt und wir haben wieder das gleiche Problem.

Meine Anschlussheilbehandlung hat die BfA-Berlin bezahlt und nicht die Krankenkasse.
Eine Kur, falls ich die jemals in Anspruch nehme , zahlt auch die BfA.
Nur bei mir?

Noch etwas zu den Verwaltungskosten.
Die Annahme, dass bei Reduzierung der Kassen der Verwaltungs-
kostensatz ebenfalls reduziert würde ist falsch - ebenso
die allgemeine Ansicht, dass eine Reduzierung dieses Satzes
von
z.B. 6% auf 3% zu einer Reduzierung des Beitragssatzes führen
würde.

Warum nicht? Nenn mir plausible Gründe?
Ihr bekommt nur 3% und fertig, genau wie einfach der zukünftige Sozialempfänger auf grund einer Entlassung mit ganz erheblichen Mitteln sein Auskommen bestreiten muss.
Rürup und Hartz sagen, sowas geht ganz spielend, warum ben Kassen dann nicht?
Werden jetzt nicht überviel Verwaltungen bezahlt, die dann einfach wegfallen würden?

Gleichwohl müssen die Verwaltungskosten gesenkt werden.
Bei uns heisst das Schliessung von 128 Geschäftsstellen
und Abbauch von 1400 Mitarbeitern (von 16.000) bis zum
30.06.2003.

Sind fast 10%, grob gerechnet. Selber Abklatsch wie es die Post bei Reduzierung des Portos um einen Cent vormacht.
Die Stellen werden nicht abgebaut um Geld zu sparen, sondern nur um die Regierung auch aus dieser Schiene zu erpressen, sowie es die gesamte Industrie macht.
Ihr bekommt dann doch noch 6%, oder werden es dann eventuell noch mehr?
Das ist zwar meine persönliche Meinung, aber es wird so sein.

Bei neutralen Kundenbefragungen wurde die DAK bei einem
Ranking in die vorderste Gruppe gewählt und zwar vor allen
Dingen wegen der Erreichbarkeit (Geschäftsstelle vor Ort)
und der qualifzierten Beratung und Betreuung durch die
Mitarbeiter.
Mitbewerberkassen mit z.B. 11,9 % erreicht man in aller
Regel nur per Telefon in externen Call-Centern (Telefonkosten
?)

Meine Kasse ist im wesentlichen über Telefon erreichbar. Mir persönlich reicht das voll aus.
Was kostet die Fahrt zu der Geschäftsstelle, wenn man nicht zufällig um die Ecke wohnt?
Hier auf dem Land wohl wesentlich mehr, als ein Telefongespräch, oder?
Wann habe ich schon mal was mit der Kasse zu tun?
Jeden Tag, nein!

Zum Schluss noch eine Aussage vom Porsche-Chef, der sinngemäß
gesagt hat.
Wir wissen dass wir teuer sind und unser Produkt sich nicht
jeder leisten kann - aber wir sind gut und deshlab sind
wir erfolgreich.

Ich finde für eine Krankenkasse passt das zwar nicht ganz,
aber
ich kann ich mich immer mehr damit anfreunden.

Wenn Du Dich mit einer Nobelmarke vergleichen willst, na denn mach mal. Da kommst Du mit Deiner Ersatzkasse nicht einmal an einen Mittelklassenwagen heran.
Ein kleines Beispiel: Warum bremsen denn immer die Ersatz- und Gesetzlichen neue OP-Techniken?
So zum Beispiel die Bypass-OP, da ist es nicht mehr erforderlich, dass der Brustraum aufgesägt wird und der Patient schmerzfreier danach ist.
Nein, die Gesetzlichen lassen die Methode nicht zu?
Sag mir einen plausiblen Grund warum das so ist?

Also Günther, mach noch Deine Jahre in der Kasse weiter, verteidige Deinen Arbeitsplatz, was auch gut so ist, aber überzeugen wirst mich noch lange nicht.

Mir persönlich fallen halt solche, für Dich lächerliche Kleinigkeiten die sich aber unterm Strich zu gewaltigen Summen addieren, immer wieder unangenehm auf.

Vor allem in dem Zusammenhang, der Patient soll mehr Eigenverantwortung, besser gesagt mehr Kosten übernehnem ohne dass der Sumpf im gesamten Gesundheitswesen mal aufgeräumt wird.

Die Kassen sind doch nur noch mittlerweilen dazu da, um gewisse Personenschichten ein reiches Leben zu verschaffen.

Um die Gesundheit des Mitgliedes geht es doch schon lange nicht mehr.

Deinen bald zu entlassenen Kollegen wünsche ich jedenfalls nicht den baldigen Status eines Sozialhilfeempfängers, bloss weil nur noch Blödsinn auf allen Ebenen in unserem einst so blühenden Land gemacht wird.

Gruss

Gerd

PS: auch wenn Dir nicht alles gefällt was ich schreibe, nimm mal wenigstens etwas davon zur Kenntnis.
Ich schreibe halt wie mir der schnabel gewachsen ist und sage auch manchmal ganz bewusst krass meine Meinung, nimm es nicht persönlich.

Hallo Gerd,
lassen wir es gut sein - Du hast deine Meinung - ich
habe mein Wissen - jeder hat etwas Recht und so soll
es bleiben.

Gruss

Günter

Hallo Wolfgang,

dazu müsstest du wahrscheinlich Beziehungen haben und eine GuV einer GKV bekommen. In der Regel sehen das die Vereinsvorstände.

Ansonsten gibt es dazu keine Offenlegungspflicht.

Gruß
Marco

PS: mehr dann weiter oben.

Hallo Gerd,

nachdem ich die heutige Regierungserklärung mir angesehen
habe, wundert mich überhaupt nichts mehr und musste erfahren,
dass meine / unsere Sozialleistungen zu einem grossen Teil zur
Finanzierung der Neuen Bundesländer benutzt werden.

Du… das stand aber nicht erst seit gestern fest. Sie wurden aber auch durch Steuern, und das im Wesentlichen finanziert.
Die Sozialleistungen, insbesondere und fast ausschließlich im Bereich der Rentenversicherung, wurden und werden zur Finanzierung der Rentner in der ehemaligen DDR herangezogen. Dies begründet die Tatsache, dass die Leute ja schließlich auch eingezahlt haben und das ihr Leben lang. Nur weil es den Staat nunmehr nicht mehr gibt, kann man denen noch lange nicht die Rente kürzen.
Die Finanzierung betrifft keine Leistungen außerhalb der persönlichen Transferleistungen. Von daher ist es schlicht falsch, dass diese Gelder die neuen Bundesländer finanzieren.

Alles weitere dazu sollte aber eher im Bereich Wirtschaft besprochen werden.

Durch den „versteckten“
Finanzausgleich der Bundesanstalt für Arbeit seit 1990 und bei
der Rentenversicherung seit 1992 ist diese Belastung jedoch in
der Öffentlichkeit nicht so deutlich geworden.

Hier haben wir es doch: Bundesanstalt für Arbeit = Arbeitslosenversicherung. Keine Finanzierung von irgendwelchen anderen Dingen. Auch dazu wurden Beiträge eingezahlt, in der DDR aber so verschwindend gering, weil es eh nur keine faktische Arbeitslosigkeit gab.

führten diese indirekten Transfers dazu, daß der Bevölkerung
die tatsächliche Höhe der Ein­heitskosten unklar blieb.

Das die Arbeitslosen finanziert werden müssen, dass war vorher klar und ist kein verstecken von Kosten. Strukturelle Arbeitslosigkeit würde ich persönlich auch nicht unbedingt als Kosten der Einheit ausmachen.

Jetzt soll noch einmal einer hier auf die Arbeitslosen und
Arbeitslosenhilfeempfänger losgehen, vor allem die „Neubürger“
in unserem neuen finanzierten sozialfinanzierten NBL’s.

Ich arbeite. Ich arbeite seit 6 Jahren. Davor war ich in der Schule. Darf ich nicht wettern und meckern? Auch nicht gegen Westdeutsche Mitbürger? Das ich es schäbig finde, dass sie nicht arbeiten, wenn sie gesund sind und nur deswegen nicht arbeiten, weil sie nicht wollen? Darf ich das nicht, weil ich ein Ostdeutscher bin? Meinst du das ernsthaft?
Tröste dich. Ich schimpfe auch auf Ostdeutsche. Da kannst dich umhorchen hier im Forum.

Ich bin stinksauer, zumal ich mich von gewissen Berufsgruppen
anpöbeln lassen muss, dass ich oder andere Arbeitslosengeld
beziehen.

Ich würde dich anpöbeln, wenn du es so bezeichnen willst. Insbesondere dann, wenn du arbeiten kannst und dir nur zu „fein“ bist, gewisse Arbeiten anzunehmen. Habe ich kein Recht dazu? Hast nur du das Recht?
Vergiss bitte dabei nicht, dass die meisten jungen Menschen im Osten Deutschlands leben bzw. daher kommen und die jungen Menschen bekannterweise künftig die Sozialversicherung tragen müssen. Klar gibt es Gründe dafür. Diese zu beseitigen strebt sich die Regierung scheinbar an. Und für alles, was ich künftig bekommen werde, habe ich auch brav gezahlt.

Die halbe ehemalige DDR lebt von meinen/ unseren einbezahlten
Sozialleistungen und von denen muss man sich noch beschimpfen
lassen, wenn man selber Sozialleistungen bezieht.

Interessant. 50% sind also arbeitslos (Arbeitslosenversicherung), Pflegefälle (nicht die sprichwörtlichen, Pflegeversicherung --> Achtung, Wartezeiten und Pflichtbeitragszeiten) oder Rentner (Rentenversicherung --> auch hier gibt es Mindestbeitragszeiten etc.) Das würde bedeuten ca. 7-7,5 Mio. Menschen. Gute Theorie. Andererseits leben von meinem Geld auch im Westen mindestens genauso viele. Du vergisst, wir haben ein umlagefinanziertes System. Das heißt: Solange du nicht einzahlst, bezahle ich dich. Egal, ob du vorher eingezahlt hast oder nicht.

lauter
Feiglinge an der Regierung, besonders der aus Hannover!!!

Und du würdest es anders machen, richtig?

PS: keiner wollte mir mal ne frage nach dem Versickern von ca.
60% der gesetzlichen Krankenkassenbeiträge beantworten, jetzt
weiss ich es, wo die Beiträge bleiben.

Dazu will ich nur kurz sagen: Die Ausgaben (Leistungen) in der GKV dürften wohl eher um einiges höher liegen, als 100%.
Grund: In der PKV haben wir eine durchschnittliche Kostenquote von über 80%. Wie du aber weißt, zahlt dort jedes Risiko einen risikogerechten Beitrag. Es gibt keine Familienversicherung, es ist nicht einkommensabhängig, es gibt dort anfänglich im Wesentlichen nur Gesunde und und und.

Dagegen die GKV: Rentner, Arbeitslose, Pflegefälle, kostenfreie Mitversicherung, Kranke.

Warum sollte dort die Kostenquote geringer sein?

Aber auch ich kann viel erzählen:

Zahlen aus dem Statistischen Taschenbuch 2001 für das Jahr 2000:

Krankenversicherung:

Leistungsausgaben: 205.473 Mio. DM (West), 40.864 Mio. Ost
Das macht 83,4:16,6% Ausgaben
Im gleichen Jahr gab es 82.141.000 Einwohner in Deutschland, davon geschätze 14,5 Mio. (wahrscheinlich eher mehr) in Ostdeutschland. Somit wären es min. 17,65% an der Bevölkerung. Noch Fragen? Übrigens haben auch andere unabhängige Institute festgestellt, dass der Krankenstand im Osten geringer ist, wie im Westen (Krankengeld). Warum? Mehr Sorge um den Arbeitsplatz. Und das dort die Menschen gesünder sind, weil oft weniger Allergien.

Aber weiter.

Mitglieder in der GKV: 41208000 (West) 9828000 (Ost). Macht einen Anteil von 19,26%. Sprich was schlussfolgern wir hieraus?

Trotz eines fast 20%igen Anteils der Gesamtmitglieder, werden nur knapp 16,6% der Ausgaben bezogen. Immer noch deiner pauschalen Meinung?

Das dort wahrscheinlich aber auch weniger Beiträge eingenommen werden, steht auf einem anderen Papier. Das du aber nur „die da“ finanzierst, halte ich als Pauschalaussage schlichtweg als falsch.

In diesem Sinne.

Gruß
Marco

PS. Deine Einsparungsmöglichkeiten sind ja gerade im Bereich der Personalkosten eher übertrieben. So unterbelastet sind die guten Leute da nämlich auch nicht.