ich bin ein wenig verwirrt und hoffe Ihr könnt die Verwirrung lösen…
Ein Stückchen weiter unten wird doch nach dem Schubbetrieb gefragt (Treibstoffzufuhr unterbinden) und dabei erwähnt, daß dies nur bei neueren Motoren ginge. Die zweite Antwort scheint das zu bestätigen („Meiner Meinung nach ist das technologischer Firlefanz, der sich eben gut verkauft.“). Ansonsten wurde hier noch nicht widersprochen.
Handelt es sich hier wirklich um eine bes. technische Einrichtung? Ich war bislang der Meinung, daß jeder (Otto)Motor diesen „Schubbetrieb“ beherrscht (auch ohne Einspritzanlage). Oder verbrannten frühere Motoren nach dem Wegnehmen vom Gas weiter Kraftstoff?
Hintergrund: beim Moppedfahren (500er Einzylinder) in früheren Jahren konnte ich bei der Verzögerung keinen Unterschied feststellen zwischen „Gas wegnehmen“ und „Benzin leer“. Würde ein einfacher Motor im Schubbetrieb weiter Kraftstoff verbrennen, müßte die Bremswirkung im ersten Fall doch geringer sein.
Richtig! Benzin wird dann ganz weggenommen. Merkt man deutlich wenn man z.B. das Gas wegnimmt und in der ebene Rollt, nach 1 - 2 sec. erhöht sich die Bremswirkung des Motors deutlich. Am Bordcomputer sieht man es ebenfalls beim Momentanverbrauch. Die Einspritzer haben diese sinvolle Funktion mittlerweile fast alle und der Einspareffekt ist mess- und spürbar!
Hintergrund: beim Moppedfahren (500er Einzylinder) in früheren
Jahren konnte ich bei der Verzögerung keinen Unterschied
feststellen zwischen „Gas wegnehmen“ und „Benzin leer“. Würde
ein einfacher Motor im Schubbetrieb weiter Kraftstoff
verbrennen, müßte die Bremswirkung im ersten Fall doch
geringer sein.
Den Unterschied zwischen Gaswegnehmen und Sprit alle erfährst Du natürlich erst unterhalb der Leerlaufdrehzahl.
Bei Sprit alle geht die Kiste nämlich aus. Das heisst, die Motorbremswirkung bleibt bis zur Leerlaufdrehzahl gleich. Darunter macht eine Motorbremswirkung nicht wirklich Sinn.
Nur wird bei der Schubabschaltung bis zum Erreichen der Leerlaufdrehzahl die Kraftstoffzufuhr unterbrochen und setzt leicht oberhalb der Leerlaufdrehzahl erst wieder ein.
Best regards
Jakob
ich hatte vor Jahren einen Opel Rekord 2.0E ohne SA. Bei Völkner habe ich dann einen SA-Bausatz gekauft und eingebaut. Der Verbrauch sank von ca 10 auf 9,5 Liter /100 km.
ich bin ein wenig verwirrt und hoffe Ihr könnt die Verwirrung
lösen…
Ein Stückchen weiter unten wird doch nach dem Schubbetrieb
gefragt (Treibstoffzufuhr unterbinden) und dabei erwähnt, daß
dies nur bei neueren Motoren ginge.
Eigentlich haben seit 10 bis 15 Jahren fast alle Einspritzer eine SA.
Die zweite Antwort scheint
das zu bestätigen („Meiner Meinung nach ist das
technologischer Firlefanz, der sich eben gut verkauft.“).
S.o. Aber naürlich ist die Effektivität der SA von der Fahrweise abhängig. Wer das Auto selten ausrollen läßt sondern bis zum Schluß Gas gibt um dann zu bremsen wird von der SA wenig haben.
Handelt es sich hier wirklich um eine bes. technische
Einrichtung?
Es gab Zusätze (wie der Völkner-Bausatz). Heute ist das aber in die Einspritzelektronik integriert.
Ich war bislang der Meinung, daß jeder
(Otto)Motor diesen „Schubbetrieb“ beherrscht (auch ohne
Einspritzanlage). Oder verbrannten frühere Motoren nach dem
Wegnehmen vom Gas weiter Kraftstoff?
So war es. Solange Ludt durch den Vergaser / Luftmengenmesser strömte wurde auch Benzin gesaugt / eingespritzt.
Hintergrund: beim Moppedfahren (500er Einzylinder) in früheren
Jahren konnte ich bei der Verzögerung keinen Unterschied
feststellen zwischen „Gas wegnehmen“ und „Benzin leer“.
Bei einer SA merkst du das in dem Moment, wo die Benzinzufuhr wieder zugeschaltet wird. Die Bremswirkung läßt etwas nach (Bei Automatik wird dieser Effekt teilweise vom Wandler verschleiert).
Würde
ein einfacher Motor im Schubbetrieb weiter Kraftstoff
verbrennen, müßte die Bremswirkung im ersten Fall doch
geringer sein.
Bei elektr. Einspritzanlagen wird diese Schubabschaltung genutzt. Um Kraftstoff zu sparen und keine Verbrennungen im Schubbetrieb und somit ein höheres Bremsmoment der Maschiene und Ruckelfreiheit zu erreichen.
Bei Vergasermotoren, war dies durch das Leerlaufsystem nicht oder nur mit hoher Aufwendung machbar.