Hallo Muckele,
ich hab nur erzählt,wie es bei ihr war…!
Ich wollte dich nicht angreifen, nur relativieren.
–> wenn ich mir die bilder anschau und die nachbarn in
einer rundhütte zu 6 wohnen und auf bastmatten schlafen, sehe
ich die familie, die sogar ein auto hat und jeder sein eigenes
zimmer,fernseher etc… als wohlhabend an!
Das war dann auf dem Land. Da kommt meine Relativierung
rein. Ich halte das fuer eine Schuelertauschsituation
sehr ungewoehnlich. Normalerweise geht man doch fuer
ein ganzes Jahr und da ist dann den Eltern wie (vielleicht)
auch dem Schueler wichtig, dass dieses Jahr in D anerkannt
wird, bzw. dass ein einigermassen Standard aufrechterhalten
wird. Das sehe ich bei ‚government schools‘ auf dem
Land in Suedafrika eigentlich eher nicht.
–> die schule war 1 1/2stunden mim bus weit weg. also wars
wohl schon in ner abgelegenen gegend…oder ist das da unten
normal???
Jein. Auf dem Land eben schon. Aber das ist dann eigentlich
kein ‚normaler‘ Schueleraustausch mehr. Da du auch etwas von
der oertlichen Shebeen (Kneipe) geschrieben hast, ist die
Abgelegenheit andererseits ungewoehnlich. Vielleicht so
zu erklaeren, dass die Schueler in eine weiter entfernte,
bessere Schule gehen als die oertliche. Insgesamt ist
es allerdings schon klar, dass die Groessenverhaeltnisse und
Entfernungen in Suedafrika anders sind.
Niedrigst ist auch wieder anders (nur innerhalb Suedafrika).
–> ich hab das im verhältnis zu deutschland gesehen.sicher
gibt es anderswo noch schlimmere situationen.
Ausser Frage. Aber eben das widerspricht sich etwas
mit deinen Aussagen ueber eine ‚wohlhabende Familie‘.
Ich wollte eben auch dem Cliché entgegen wirken. Wohlhabend
ist fuer schwarze Suedafrikaner auch mehr als nur Auto und
Fernseher zu besitzen.
Solange Aya nicht mehr Informationen hat, kann man eigentlich
nichts Definitives sagen.
–> da stimm ich dir natürlich überein. wollt ja auch nur
mal von meinen erfahrungsberichten erzählen. ich weiss nämlich
nicht, ob man sich das da unten so vorstellen kann, wenn man
sich dafür entscheidet
Eben. Sie koennte aber genauso gut in eine (schwarze) Familie
kommen, die in einem der Vororte von Johannesburg wohnt, wo
Papa den BMW und Mama den Toyota Hilux faehrt, wo nur Englisch
geredet wird, und Gaertner und Dienstmaedchen im Haus wohnen.
Oder in eine (weisse) Familie in Brixton, die Englisch und
Afrikaans spricht und mit Grossmutter, Tante, Onkel, Cousin
und 20 anderen Verwandten in einem Haus wohnt. Oder in 1 von
100 anderen Varianten. Die von dir beschriebene, scheint mir
im Zuge eines Schueleraustauschs eine ungewoehnliche.
Gruesse
Elke