Hallo,
Negativ auf den Antrag können sich z.B. zusätzlich auswirken:
- häufiger Wechsel der Bankverbindung
Letzter Wechsel war bei mir Mai 2004, seitdem bei der Postbank
- Arbeitgeberwechsel in den letzten 12 Monaten
Hatte ich grad zum Jahreswechsel
- falscher Beruf (bei Selbständigen und Freibeuflern)
- zu geringes Einkommen im Verhältnis zu den Ausgaben (für die
Ausgaben haben die Banken Mindestpauschalen)
Was für Mindestpauschalen ? Davon hab ich nie etwassgehört.
Die Mindestpauschalen sind von Bank zu Bank unterschiedlich und werden i.d.R. auch auf Nachfrage nicht bekanntgegeben, da es sich um bankinterne Weisungen handelt.
Beispiel: Die ING-Diba setzt 350 Euro pro Monat für Verpflegung für einen Ledigen an.
Für jede weitere Person werden kleinere Beträge dazuaddiert. PKW, Miete und Nebenkosten der Wohnung sind nochmal extra mit eigenen Pauschalen. Bei Nebenkosten meist um die 2 bis 3 Euro pro qm-Wohnfläche.
- bestehende Kredite/Bürgschaften
Keine vorhanden
- negative Erfahrungen der Bank mit dem Antragsteller
2 Besuche seit Kontoeröffnung *g keine Rückbuchungen seither
Was heißt seither ? Es sind also zwei Rückgaben mangels Deckung in ca 1,5 Jahren vorgekommen ? Dann ist alleine dies schon ein Ablehnungsgrund.
- Eintragung im Schuldnerverzeichnis beim Amtsgericht (länger
als der Schufa-Eintrag)
War mal was drin übers Amtsgericht, nicht mehr vorhanden.
Muß ich da beim Wohnort anfragen wenn ich das wissen wollte ?
„War mal drin“ ist gut. Banken haben ein Elefantengedächnis.
Die Lektüre der Schuldnerverzeichnisse ist Pflichtlektüre jeder Rechts/Kreditabteilung einer Bank.
Die Daten werden bei manchen Banken sogar in ein eigenes Schuldnerverzeichnis eingepflegt, egal ob Kunde oder nicht.
Während meiner Ausbildung mußte ich das auch mal machen. Bei jeder Kreditanfrage wurde dann im Verzeichnis nachgesehen, ob irgendwann mal ein Eintrag erfolgte. Wenn ja, sofort Ablehnung.
Auch alte Schufa-Meldungen werden nicht vernichtet, sondern aufbewahrt und bei Bedarf wieder rausgeholt.
Die Liste kann noch endlos verlängert werden.
Naja ich hab heute mal ein Fax an die Schufa fertig gemacht
wegen Anforderung der Auskunft - mal schauen was da nun alles
drinnen stehen mag was mich negativ sein lassen wird.
Es ging ( bitte nicht lachen ) um nen Dispo von 150 € maximal,
10% vom monatlichen Gehalt
In Anbetracht dessen, daß ein Dipo über 150 Euro die gleiche Arbeit macht, wie ein Dispo über 3.000 Euro, aber bei weitem kein so hohen Ertrag erwarten läßt, kann sogar dies ein Grund zur Ablehnung sein.
Betriebswirtschaftlich ist die Bearbeitung eines Kleinbetrages einfach zu teuer.
Sind Guthaben vorhanden (z.B. Sparbuch, VL-Konto oder ähliches) ?
Wenn nicht, wird dies als mangelde Sparfähigkeit interpretiert.
Wer aber nicht Vorsparen (Sparbuch,…) kann, kann auch nicht Nachsparen (Kredit tilgen). Wer nicht Nachsparen kann, kann auch keinen Kredit zurückzahlen.
Viel Glück mit der Schufa-Auskunft (ohne Scoring).
Gruß
Jürgen