gleich ist Schulanfang und ich verfalle in eine tiefe Depression. Ich weiss, dass ich sehr mit meinem Sohn verbunden bin, aber trotzdem konnte mir noch kein so gut gemeinter Rat helfen. Es ist wenige die Schule, die mir dabei Sorgen bereitet, sondern der berühmte weitere Schritt, den er sich von mir entfernt. Zudem wurden meine Arbeitsbedingungen so umgestellt, dass ich ihn zu einem Großteil des Tages kaum mehr sehe. Wem geht es ähnlich?
Nachdem Dir bisher kein Ratschlag so wirklich hat helfen können…
Mein Knirps hat morgen auch Schulanfang und ich freu mich wie ein Schneekönig )
Sehen werde ich ihn allerdings nicht weniger als vorher, da ich schon die ganze Zeit vollzeit arbeite…das kommt erst in 1, 2 Jahren, wenn er mit seinen Freunden auf Achse geht
Das mit dem Loslösen fängt doch schon vieeeel früher an. Der erste Schritt ist fast immer von einem weg, nie auf einen zu, die erste verbale Entscheidung ist nahezu immer ein „nein“ nie eine Zustimmung…das fällt uns nur noch nicht so auf
Freu Dich, dass Du einen so gelungenen kleinen Menschen auf das Leben vorbereiten kannst und bisher schon so gute Arbeit geleistet hast!
Warte mal bis die Hausaufgaben kommen, dann wirst Du schon sehen, wie sehr Du noch gebraucht wirst *lach*
gleich ist Schulanfang und ich verfalle in eine tiefe
Depression. Ich weiss, dass ich sehr mit meinem Sohn verbunden
bin, aber trotzdem konnte mir noch kein so gut gemeinter Rat
helfen. Es ist wenige die Schule, die mir dabei Sorgen
bereitet, sondern der berühmte weitere Schritt, den er sich
von mir entfernt. Zudem wurden meine Arbeitsbedingungen so
umgestellt, dass ich ihn zu einem Großteil des Tages kaum mehr
sehe. Wem geht es ähnlich?
Hallo Edith,
gott-sei-dank hielt sich das bei mir vor etwa 8 Jahren in Grenzen. Aber ich kann dir erzählen, dass ich immer noch wie zur Kindergartenzeit gefordert bin. Das hat nicht immer etwas mit einer 100%igen Anwesenheit zu tun (ich arbeite 30 Stunden die Woche, meistens mehr).
An manchen Tagen sind die Kinder in jeder Hinsicht so erschöpft, da sind Streicheleinheiten überlebenswichtig. Schulkinder brauchen klare Rahmenbedingungen wie Aufsteh-, Eß- und Schlafgehrituale, jemand der sie zum Lernen oder Spielen motiviert, einen vertrauenswürdigen Kummerkasten, jemanden der sie mit einem neuen Schulfüller oder mit dem absolut tollsten Sweatshirt ihr Ego aufmöbelt…du kannst so viel für ihn zu tun, egal wieviel Zeit du mit ihm verbringen wirst.
Bis zum Kindergarten sind Kinder wie kleine Sprossen, jetzt gilt es die größer werdenen Bäumchen zu stützen, zu nähren und zu schützen.
Deine Traurigkeit ist normal. Laß sie ohne groß darüber nachzudenken kommen, und sie wird genau so wieder verschwinden, wenn du erst einmal in den Mühlen des Schulalltags steckst.
Es ist wenige die Schule, die mir dabei Sorgen
bereitet, sondern der berühmte weitere Schritt, den er sich
von mir entfernt.
Warte nur ab, meine Kinder sind jetzt 14 und 16 und ich habe durchaus das Gefühl, dass sie sich wieder annähern, auf einer anderen Ebene zwar, aber es macht schon Spaß mit den beiden Wahlen, Platon oder ‚richtige‘ Bücher zu diskutieren.
Oder kurz: Es gibt ein Leben nach der Einschulung.
Es ist weniger die Schule, die mir dabei Sorgen
bereitet, sondern der berühmte weitere Schritt, den er sich
von mir entfernt.
Kannst du das noch ein wenig genauer erklären? Hat es mit der Schule nichts zu tun oder doch ein bisschen? Ich fand, dass meine Kinder im Kindergarten in der Woche wesentlich mehr Zeit verbracht hatten als in der Grundschule, so dass dann eher wieder eine Annäherung stattgefunden hatte.
Worüber ich in der Grundschulzeit nicht froh war, war die Tatsache, dass die Schule einfach nicht gerade gut war, und dass die Kinder sich da hauptsächlich nur gelangweilt und das faulenzen gelernt haben.
Zudem wurden meine Arbeitsbedingungen so
umgestellt, dass ich ihn zu einem Großteil des Tages kaum mehr
sehe.
Dass du da Depressionen bekommst, das kann ich allerdings verstehen. Ist das vielleicht der Hauptgrund für deine Depressionen? Ich kann mir leicht vorstellen, dass dein Sohn darüber auch nicht fröhlich ist. Kann man es anders organisieren? Vielleicht durch einen Mittagsschlaf, so dass er abends länger wach sein kann? Oder noch mal mit dem Arbeitgeber reden?
Ansonsten kann ich mich den anderen anschließen und sagen, dass Kinder auch mit 12 Jahren noch nicht abgenabelt sind. Es ändert sich zwar vieles, aber der Kontakt wird nicht weniger intensiv.
vielen Dank euch allen. Ihr habt mir sehr geholfen und manchmal mußte ich sogar etwas lachen. Aber es tut trotzdem noch weh, genauso wie ich ihn damals in den Kindergarten gebracht habe. Es ist eine Welt, in der er jetzt alleine bestehen muss. Ich kann ihm zwar ein bißchen helfen, aber er ist trotzdem auf sich allein gestellt. Ich hoffe, dass er es schafft.