Hallo,
habe eine Allgemeine Frage zu Bundesschatzbriefen. - Habe noch keinen Artikel dazu hier gefunden.
Habe ich es richtig verstanden, dass wenn man mit dem Gedanken spielt, Bundesschatzbriefe zu erwerben, erstmal ein Schuldbuchkonto eröffnen muss? Hört sich so nach Schulden an… Also eher negativ.
Im Internet habe ich gelesen, dass die Verwaltung kostenlos sein soll, wenn man sein Schuldbuchkonto online führt.
Oder haben Bundesschatzbriefe und das Schuldbuchkonto rein gar nichts miteinander zu tun? - Was genau ist ein Schuldbuchkonto? Ich werde irgendwie gar nicht schlau.
Die zweite Frage, die ich habe ist, weshalb der Staat Schatzbriefe Typ A und Typ B anbietet, wenn für ihn Schatzbriefe vom Typ B doch deutlich nachteiliger sind?
Oder ist Typ A eher was für Großverdiener, die ihre 10 Millionen anlegen, und dann die Zinsen lieber jährlich versteuern wollen? 
Liebe Grüße!
Ich glaube, der Name „Schuldbuchkonto“ impliziert, dass für die BRD ein Schuldbuch geführt wird, in dem ihre Gläubiger eingetragen werden. Der Anteil, den man dir schuldet, ist dein Schuldbuchkonto. Also stehen da nicht deine Schulden, sondern die des Staates
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Man kann Bundesschatzbriefe auch über seine Bank erwerben und in ein gewöhnliches Depot einbuchen. Erwerb und Depothaltung sind beim Schuldbuchkonto allerdings komplett gebührenfrei, bei der Bank eher nicht.
Die zweite Frage, die ich habe ist, weshalb der Staat
Schatzbriefe Typ A und Typ B anbietet, wenn für ihn
Schatzbriefe vom Typ B doch deutlich nachteiliger sind?
Du musst wissen, dass Bundesschatzbriefe für den Kleinanleger geschaffen wurden. D.h. was für den Staat vor- oder nachteiliger ist, stand wohl gar nicht so im Vordergrund. Die Modelle haben beide ihre Vor- und Nachteile für den einzelnen. Steuerlich sinnvoll ist z.B. der Zinsen im Nachhinein ausschüttende Schatzbrief, wenn man seine Zinserträge in die Zukunft verlagern möchte, wo sie evtl. günstiger besteuert werden. Ausserdem werden hier die Zinsen angesammelt und damit automatisch zu höheren Zinssätzen verzinst, als man bei einer Neuanlage (gleichbleibendes Zinsniveau angenommen) erhält.
Oder ist Typ A eher was für Großverdiener, die ihre 10
Millionen anlegen, und dann die Zinsen lieber jährlich
versteuern wollen? 
Zum Beispiel, wobei die vielleicht im Moment lieber zum anderen Typ greifen, weil ab 2009 nur noch 25% pauschal besteuert werden.
Grüße,
Sebastian
Vielen dank an die beiden Antwortenden, dass ich nnerhalb von kaum einer halben Stunde solche umfassenden Antworten erhalten habe.
Habs kapiert. :o)
Liebe Grüße!
Hallo
nur eine kurze Anmerkung.
Schatzbriefe vom Typ B doch deutlich nachteiliger sind?
Oder ist Typ A eher was für Großverdiener, die ihre 10
Millionen anlegen, und dann die Zinsen lieber jährlich
versteuern wollen? 
Anleger in dieser Grössenordung werden sich in der Regel garnicht mit Bundesschatzbriefen beschäftigen.
Zum anderen bewrikt die neue steuerliche Regelung (ab 2009) schon jetzt, dass in den meisten Fällen (sofern Freibetrag ausgeschöpft ) Typ B sinnvoller ist.
Zudem bewirkt der Zinseszinseffekt im Typ B quasi einen Steuerstundungseffekt.
Gruss
Börsenfan1968