Ich hab einen sehr guten Freund, der grad massive Probleme in der Schule hat. Er is in der 11. Klasse, hat vielleicht in der mIttelstufe etwas zu wenig getan, lernt aber jetzt wie bescheuert, kommt aber selten über die 4 - hinaus.
Jetzt stellt sich natürlich eine gewisse Frustration ein, weil er halt merkt, dass seine Bemühungen nichts nützen und ist kurz davor aufzugeben.
Wie kann ich ihm helfen und irgendwie dazu bringen, weiter zu machen und sich nicht hängen zu lassen?
Solchen Durchhänger hatte ich in der 9/10 Klasse, ich kann mich gut erinnern. Da kann es natürlich sein, dass dein Freund Wissenlücken aus der Nichtstu-Zeit hat, die sich jetzt trotz Einsicht und Fleiß rächen.
Gut ist es meiner Erfahrung nach, wenn er fachliche Unterstützung sucht - das kommt auf die Schule an. Er könnte sich an einen Vertrauenslehrer wenden, und ihm davon erzählen, dass er trotz Lernens keine Erfolge erzielen kann, und ihn um Lernvorschläge bitten, mit der Absicht durch andere Lernmethoden weiter voranzukommen (ich lerne soviel, und es kommen nur 4er raus. was kann ich tun).
Er kann sich auch an die jeweiligen Lehrer wenden, und sie um eine Einschätzung bitten, wo seine Lücken konkret sind. Sicher gibt es auch von ihnen Ratschläge wie er Wissen nachholen kann.
Timemanagement ist so ein Modewort geworden, hinter dem der Gedanke steckt viel Arbeit in einem begrenzten Zeitrahmen besser zu bewältigen. Wenn er sich über sein Lernpensum im Klaren ist (z.B. wenn Vokabeln nachzuholen sind), dann lernt es sich mit Etappenplänen leichter, als mit dem Fernziel „ich muss 1000 Vokabeln nachholen“. Jeden Tag 10 Vokabeln - rechne das mal auf 3 - 4 Monate hoch .
Manche Schüler lernen gut ihm Team. Vielleicht findet er ja unter seinen Klassenkameraden jemanden, der sich mit ihm auf die nächste Schulaufgabe vorbereitet. Das Wissen von Zweien ergänzen manchmal prima, außerdem kommen gerade bei Mathe-Vorbereitungen Lösungstricks auf, die nützlich sind.
Der Frust bleibt garantiert auf der Strecke, wenn dein Freund sich über seinen Status quo einen Überblick verschafft, wenn er sich Lernpensen machbar einteilt, wenn er Lehrer um Unterstützung bittet und sich mit „Kollegen“ zusammentun kann, die auf ihn in vieler Hinsicht abfärben - im Sinne von gucken, wie die das schaffen.
hi
besteht das problem denn eher darin dass er trotz lernen den stoff nich in den
kopf kriegt oder liegts an den klausuren, zb blackout oder probs das gelernte
in zb neue texte umzusetzen?
das problem sollte man also erstmal genau lokalisieren und dann kann man
gezielt daran arbeiten. wer also alles weiß, aber in klausuren so komisches
zeug schreibt dass es keiner versteht, der sollte zu hause mehr schreiben üben
als stoff pauken
wenn genauer klar ist worans liegt,dann kann man auch mit gezielteren fragen
nach hilfe zu lehrern gehen…
mfg
jj
Da es die Lehrer sind, die die Noten vergeben, sollte er diese ansprechen und fragen, wo seine Schwächen konkret liegen, wo er sich verbessern kann, was für Hilfen ihm der Lehrer empfiehlt, wie er lernen sollte… Vielleicht kann er ja auch mit freiwilligen Referaten seine Noten aufbessern.
Manche Lehrer scheinen ein „einmal schlechter Schüler, immer schlechter Schüler“-Denken im Kopf zu haben. Wenn er auf die Lehrer zugeht und seinen Arbeitswillen zeigt signalisiert er diesen Lehrern, dass er nicht in diese Schublade gesteckt werden will, auch unter diesem Gesichtspunkt halte ich das Gespräch mit den Lehrern für wichtig.
Da es die Lehrer sind, die die Noten vergeben, sollte er diese
ansprechen und fragen, wo seine Schwächen konkret liegen,
ein sehr schöner Tip
Vielleicht kann er ja auch
mit freiwilligen Referaten seine Noten aufbessern.
Wenn es nur um die Noten geht, ist dies zwar möglich. Doch muss man dabei befürchten, dass er sich dann in allen anderen Fächern hängenlässt. Es war bei mir zumindest so, dass ich in der Oberstufenzeit im Grunde genommen superviel für Referate tun musste. Fürs Lernen selbst blieb dann kaum noch Zeit. Und dazu sollte es ja nicht kommen.
Manche Lehrer scheinen ein „einmal schlechter Schüler, immer
schlechter Schüler“-Denken im Kopf zu haben.
Oh ja, das kenne ich- Schubladendenken. Allerdings liegts ja auch ein bisschen an den Schülern. Wenn man in der gesamten Mittelstufenzeit in Mathe beispielsweise nur 3en und 4en hatte, gibt es im Laufe der Zeit immer mehr Lücken, da muss man sich in der Oberstufe dann nicht wundern.
Wenn er auf die
Lehrer zugeht und seinen Arbeitswillen zeigt signalisiert er
diesen Lehrern, dass er nicht in diese Schublade gesteckt
werden will.
Und wenn der Lehrer grundsätzlich ein Schubladendenker ist, bringt ihm das ganze gar nichts. Ansonsten natürlich wichtig.