Hi,
viel muss ich ja nciht mehr schreiben, da mir meine Vorredner, besonders Wawi, sehr viel abgenommen haben.
Deine Aussage zum pädagogischen Tag habe ich da wohl missverstanden, tut mir leid. Ich hätte ihn persönlich auch lieber während der Ferien, besonders weil an unserer Schule die meisten Schüler nur ein Jahr bis zu den Prüfungen haben, da fehlt jeder Unterrichtstag.
Ja, traurig, dass du das nichtmal registrierst, dass du 1 X
pro Jahr eine kostenlose Fortbildung während der
Unterrichtszeit bekommst 
Da bist jetzt du dran mit dem Missverstehen: Ich registriere das sehr wohl. Ich weiß lediglich nicht, ob es einmal pro Schuljahr oder einmal pro Kalenderjahr ist.
Überhaupt hast Du mich hinsichtlich des päd. Tages völlig falsch verstanden: Ich beschwere mich keinesfalls. Ich wollte nur beschreiben, wie ein päd. Tag funktioniert, weil ich glaubte, dass du das nicht weißt.
Und das auch noch verpflichtend,
wo man sich nichtmal frei nehmen kann, oder lieber Untericht
geben darf.
Ich kann mir nicht einfach frei nehmen. Nur krank zählt, oder außergewöhnliche Vorkommnisse: Tod oder plötzliche schwere Erkrankung im engsten Familienkreise (dafür ist glaub ich 1 Tag frei vorgesehen … hatte ich, Gottseidank, noch nicht). Ich habe zwar 6 Wochen Urlaub, diese muss ich aber während der Schulferien nehmen.
Ein erfahrerner Lehrer spart mit den Jahren natürlich Zeit für
die Vorbereitung. Junge engagierte Lehrer brauchen mehr Zeit.
Man spart sich mit zunehmender Erfahrung zeit für die Vorbereitung. Aber nicht jeder junge Lehrer ist engagiert, und nicht jeder alte Lehrer ist nicht engagiert. Eine Kollegin Anfang 60 organisiert bei uns jedes Jahr eine Theaterveranstaltung für die Schule (bestellt eine Theatertruppe, organisiert das Programm etc) und eine Kollegin Ende 20 fühlt sich beleidigt, wann immer sie Englisch unterrichten muss (sie hätte lieber Spanisch studiert und unterrichtet)
Dummerweise tauscht sich das Lehrervolk ja nicht aus und jeder
hortet seine Arbeitsblätter wie 'ne Glucke ihr Ei. Bloß nicht
den Kollegen die eigene Arbeit abgeben.
Natürlich ist das von Kollege zu Kollege unterschiedlich. An unserer Schule wird sehr viel ausgetauscht. Ich habe im Sommerurlaub Zeitungen in England gekauft, nach interessanten Artikeln durchforstet und als Fotokopie den Kollegen zur Verfügung gestellt. Eine andere Kollegin hat zur Acceptance Speech von Barack Obama eine ganze Doppelstunde erarbeitet und den Kollegen zur Verfügung gestellt (habe die Stunde gehalten… der versäumten Unterrichtszeit renne ich immernoch hinterher, auch wenn es mir nicht leid tut. Aber die Prüfung beinhaltet nichts zur Tagespolitik). Wir archivieren Schulaufgaben und Exen, damit die Kollegen Inspiration für die Erstellung eigener Leistungsnachweise finden: auf USB-Stick und in Papierform.
Egal wie hilfreich und
beliebt und erfolgreich sie bei den Schülern ist. Man ist ja
schließlich nicht dem Schüler verpflichtet, sondern der
eigenen Eitelkeit und Urheberrecht 
Urheberrecht regelt sich in dem Fall durch persönliche Absprache. Und was die Verpflichtung gegenüber dem Schüler angeht: Ein und dieselbe Stunde funktioniert bei Lehrer A, bei Lehrer B funktioniert sie nicht. Ich halte zum Beispiel Anfang des Schuljahres impromptu speeches mit meinen Schülern, als erste Vorbereitung auf die mündliche Prüfung am Schuljahresende: 1 Schachtel mit losen (pro Los der Name eines Schülers), 1 Stapel mit Themenkärtchen (children, USA, sport, English food, … lauter solche einfachen Begriffe).
Ich ziehe einen Namen, der Schüler der drauf steht ist dran, zieht verdeckt einen Begriff, bekommt ein paar sekunden (mein Weg zurück zum Pult) zum Überlegen, und muss dann 1 Minute über den Begriff reden. In Englisch. ERzeugt bei mir Wellen der Begeisterung unter den 19-22jährigen Schülern. Meine Kollegen sind begeistert und freuen sich, aber die Stunde hat keiner übernommen. Sie haben eben ein anderes Verhältnis zu den Schülern. Ein anderes, kein schlechteres wohlgemerkt. Und die Schüler sind in der mündl. Prüfung genauso gut oder schlecht wie meine.
Soviel auch zum Thema Urheberrecht.
Nur frage ich mich, warum es einige Lehrer trotzdem schaffen,
beliebt zu sein, gute Schüler zu „produzieren“, Spaß an ihrem
Beruf zu haben und mit dem „unerzogenen renitenten Pack“ klar
kommen und von ihren Schülern akzeptiert werden.
Es hängt von sehr vielem ab. Meine persönliche Beobachtung ist, dass guter und erfolgreicher Unterricht in erster Linie davon kommt, dass man vor den Schülern man selber ist und ncihts spielt, Dass man Spaß am Beruf hat und dass man gerne da steht. Dann kommt eine Weile nichts. Und erst dann kommt die Fachkenntnis. Schüler verzeihen einem Fehler, wenn man sie zugibt (ok, überhand nehmen dürfen sie nicht
Aber mit einer Schusselei pro Woche pro Klasse kommt man spielend durch.), denn sie gehen davon aus, dass Lehrer Menschen sind, die sich zwar in dem betreffenden Gebiet besser auskennen als Schüler, aber die eben nicht perfekt sind. Meine Schüler schimpfen mich sogar aus, wenn ich mich über einen Fehler ärgere. Umgekehrt gibt es natürlich einen Bonuspunkt, wenn man besonders sattelfest ist. Erst ganz am Schluss kommen die Unterrichtsformen. Schüler können modernen Unterricht mit REferaten, Gruppenarbeit, Freiarbeit, Medienschlacht nicht so richtig leiden. Er macht zwar gelegentlich spaß (auch, weil der Lehrer weniger Kontrolle hat und man die Arbeit auf die Streber verteilen kann, während man selber Löcher in die Luft starrt), verunsichert aber in der Regel. Wenn der Lehrer vorn steht und Ergebnisse für alle hörbar und sichtbar überprüft, Ergebnisfeststellung betreibt und ein Lehrbuch verwendet, dann haben sie die Sicherheit, zu wissen, was von ihnen verlangt wird. Da kann auch das beste Arbeitsblatt nicht richtig mithalten. Ich verwende eine Mischung aus beidem: Das Lewhrbuch als Leitfaden, hinterfüttert mit selbst erstellten, übernommenen oder fotokopierten Arbeitsblättern (Warum soll ih ein Vokabelarbeitsblatt selber erstellen, wenn es fertige von der Oxford University Press gibt? Die können das eh besser.)
Die Franzi