Hallo Experten!
Mich würd mal interessieren:
Warum gibt es eigentliche diese vielen Schulferien? 13 Wochen im Jahr und im Sommer gleich 6 Wochen am Stück?
Wo kommt das her und wird sich daran nie etwas ändern?
LiebeGrüßeChrisTine
Hallo Experten!
Mich würd mal interessieren:
Warum gibt es eigentliche diese vielen Schulferien? 13 Wochen im Jahr und im Sommer gleich 6 Wochen am Stück?
Wo kommt das her und wird sich daran nie etwas ändern?
LiebeGrüßeChrisTine
Hi ChrisTine
Warum gibt es eigentliche diese vielen Schulferien?
Das möchte ich auch mal wissen.
Aus deiner ViKa entnehme ich, dass du Berufsschullehrerin bist. Dann ehrt dich deine Frage umso mehr. 
Vielleicht gibt es soviel Ferien, weil die meisten Lehrer sich so überlastet fühlen… 
Ich persönlich würde die Gewichtung auch ganz anders machen - aber da hat ja vermutlich jeder so seine eigenen Vostellungen. Statt der Winerferien hätte ich z.B. lieber längere Osterferien, die auch eher später im Jahre liegen, ich denke da an Mitte April bis Mitte Mai.
Diese Winterferien da im Februar würde ich ganz streichen und die Sommerferien verkürzen. Just my two cents.
Gruß,
Branden
Hallo ChrisTine,
teilweise gehen die Ferien auf die Bedürfnisse der früheren bäuerlichen Lebensweise zurück (Aussaat, Ernte …).
Die Herbstferien hießen früher „Kartoffelferien“.
Dabei mussten die Kinder mithelfen und der zwangsweise Schulbesuch (Schulpflicht) wurde deshalb von den Bauern oft ungern gesehen.
Heute redet zunehmend die Tourismusindustrie bei der Gestaltung der Ferien mit.
Freundliche Grüße
rotmarder
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Hallo,
in allen Ländern, in denen ich bisher gelebt habe, gibt es zwischen 11 und 14 Wochen Ferien im Jahr. Irgendwo scheint da ein Konsens vorzuliegen.
Am besten war es m.E. übrigens in Zimbabwe geregelt: Schuljahresbeginn im Januar, 3 Monate Schule, 1 Monat Ferien um Ostern herum, 3 Monate Schule, 1 Monat Winterferien, 3 Monate Schule, 1 Monat Ferien um Weihnachten herum.
Meine Erfahrung war, dass die Kinder (und die Eltern) den „break“, die Ausruhzeit wirklich gebrauchen konnten. Aber 1 Monat ist lange genug. Ob das für ältere Berufsschüler gilt (das Ausruhenmüssen) weiß ich nicht.
Gruß
Elke
Hi,
sowohl Schüler als auch Lehrer brauchen die Auszeit. Sowohl zum Erholen, als auch (die einen) um versäumten Stoff nachzuholen oder (die anderen) zu korrigieren.
Jetzt an der beruflichen Oberschule habe ich wahnsinnig viele Parallelklassen, was die Vorbereitung extrem vereinfacht und auch das Korrigieren verkürzt. Ich könnte auch mit 1-2 Wochen weniger Ferien leben. Aber ich korrigiere auch gerne in der Ferien und habe dafür jede nacht mind. 6-7 Stunden schlaf(Andere Kollegen machen es umgekehrt, korrigieren während der Unterrichtszeit, versäumen viel Schlaf, haben aber die Ferien frei) - mit weniger Ferien könnte ich das nicht mehr.
Am Gymnasium (und ich denke Haupt-, Gesamt- und REalschule ebenfalls) ist das ganz anders. 25 Stunden Untericht pro Woche bedeutet 6 Klassen (ungefähr, bei Hauptfächern) aus je anderen Stufen. Und das ist ein erheblicher Mehraufwand, der schon seine Zeit braucht.
Ich denke, du hast eher (wie ich) viele Parallelklassen, die Ersparnis habe ich beim Wechsel vom Gymnasium an die berufl. Oberschule gespürt.
Die Franzi
Moin ChrisTine,
Schüler, besonders jüngere, brauchen immer mal wieder eine Auszeit. Irgendwann ist das Gehirn „satt“ und der Lernstoff muss sich setzen können, manche Schüler nutzen die Ferien ja sogar zum Wiederholen. Außerdem tut es auch der Psyche gut, einige Zeit ohne straffen Stundenplan, Schuldisziplin, ständiger Gemeinschaft mit der Schulklasse zu leben.
In Frankreich hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass 6-8 Wochen Unterricht „am Stück“ wohl ganz gut zumutbar sind, unterbrochen von 8-14 Tagen Ferien. Seit ich Kontakt zu F habe, gibt es dort im Februar/März Winterferien; die Zeit zwischen Weihnachts- und Osterferien ist also nicht ewig lang.
In den 70er Jahren hat man die Osterferien umgetauft in Frühjahrsferien und sie vom Osterfest abgekoppelt, um eben diesen Rhythmus beibehalten zu können. Die Tourismusindustrie hat damals zwar Zeter und Mordio geschrien, aber die Regierung ist stark geblieben.
Während meiner Zeit als Französisch-Lehrer habe ich eine Menge französischer Kollegen kennengelernt und nur positive Meinungen zu dieser Regelung gehört.
Grüße
Pit
P.S.: auch die kleinen alten Römer hatten schon Ferien:
„Feriae [Der Römer unterscheidet 45 im Kalender festliegende Feste („feriae publicae“) und Feste, die von den Pontifices jährlich neu terminiert wurden („feriae conceptivae“): „Ferien“ im Sinne von schulfreien Tagen gab es außer an den Feiertagen („dies nefasti“) wegen der Hitze von Ende Jubi bis Mitte Oktober]“
http://www.gottwein.de/latine/LLLf.php
Was heißt hier denn „viel“?
Irgendwann muss der beste Workaholic sich mal ausruhen, du siehst doch was mit denen passiert die es nicht tun- Gastritis, Magengeschwür, Herzinfarkt. Lustig, sollte man alle Kinder gleich zu erziehen! Natürlich ist nur Aufopferung für die Gesellschaft im strikten Zeitplan wichtig, Rente gibts eh nimmer, also besser gleich mit mitte vierzig sterben!
Also wenn wir schon so anfangen…
Ferien sind schlicht und einfach NOTWENDIG.
Irgendwann sind sowohl Schüler als auch Lehrer K.O.
Natürlich gibt es Mutanten, ich hatte selbst einen Mathelehrer der bis zur Pensionierung NIE krank war (jedenfalls nicht zur Unterrichtszeit) und in den Ferien diverse Kurse gab, seine Klausuren megaschnell (und hart) korrigierte und irgendwie den ganzen Tag an der Schule war.
Aber das ist nicht der Normalfall.
Was glaubst du warum die Unterrichtszeiten 45 min. umfassen statt eine anständige Stunde (60min.) ?
Weil man eben festgestellt hat, dass nach dieser Zeit die Konzentration erheblich absinkt und eine Pause nötig wird.
Das passiert auch auf längere Zeit („ferienreif“).
Gut, über die Ferienverteilung selbst lässt sich streiten. Ich fand die Herbstferien immer Überflüssig und hätte lieber länger Weihnachtsferien gehabt um zu überwintern.
(War früher glaub ich auch so, man hat den Weihnachtsferien eine Woche geklaut, um die „Kartoffelferien“ zu verlängern).
Momentan bin ich mit meinen Ferienzeiten an der Uni sehr zufrieden. Vier Monate durchackern und dann erstmal Pause (naja, da muss man auch ackern, aber man kann die Schlafdefizite von „früh Aufstehen“ + „bis 3 Uhr morgens durcharbeiten“ mal ausgleichen), und um die stressigste Zeit des Jahres nochmal Ferien.
Ich persönlich finde die Simbabwe Regelung die Elke unten vorgestellt hat gar nicht schlecht, ich glaub die hätte ich als Schüler auch sehr gemocht.
lg
Kate
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Auf eine sachliche Frage,
, liebe Kate,
…wünsche ich mir sachliche Antworten. Damit kann ich am meisten anfangen.
Was heißt hier denn „viel“
Mit viel meinte ich, dass das im Vergleich zu den meisten Arbeitnehmern viel Ferien sind, vermute mal fast doppelt soviel.
Irgendwann muss der beste Workaholic sich mal ausruhen, du
siehst doch was mit denen passiert die es nicht tun-
Gastritis, Magengeschwür, Herzinfarkt. Lustig, sollte man alle
Kinder gleich zu erziehen! Natürlich ist nur Aufopferung für
die Gesellschaft im strikten Zeitplan wichtig, Rente gibts eh
nimmer, also besser gleich mit mitte vierzig sterben!
Davon war keine Rede. Ich hab die Länge der Ferien in keiner Weise bewertet. Ich wollte nur einfach wissen, woher diese Regelungen stammen.
Also wenn wir schon so anfangen…
Wer ist jetzt „wir“?
Ferien sind schlicht und einfach NOTWENDIG.
Irgendwann sind sowohl Schüler als auch Lehrer K.O.
Natürlich gibt es Mutanten, ich hatte selbst einen Mathelehrer
der bis zur Pensionierung NIE krank war (jedenfalls nicht zur
Unterrichtszeit) und in den Ferien diverse Kurse gab, seine
Klausuren megaschnell (und hart) korrigierte und irgendwie den
ganzen Tag an der Schule war.
Also daher weht der Wind. Na, gut, dass wir jetzt deine persönliche
Geschichte kennen.
Aber das ist nicht der Normalfall.
Der Normalfall scheint mir auch eher zu sein, dass Lehrern die vielen Ferien eher geneidet als gegönnt werden und sie mitnichten als worcaholics gesehen werden. Nur um auch mal ein bisschen polemisch zu sein… *g*
Was glaubst du warum die Unterrichtszeiten 45 min. umfassen
statt eine anständige Stunde (60min.) ?
Weil man eben festgestellt hat, dass nach dieser Zeit die
Konzentration erheblich absinkt und eine Pause nötig wird.
Dort, wo ich unterrichte, gibt es eher 90 Minuten am Stück, weil sich dann unterschiedliche Unterrichtsphasen abwechseln und die Konzentration nicht durch Raum-/Lehrerwechsel dauernd unterbrochen wird. Das empfinden meine Schüler so übrigens auch als angenehmer.
Gut, über die Ferienverteilung selbst lässt sich streiten. Ich
fand die Herbstferien immer Überflüssig und hätte lieber
länger Weihnachtsferien gehabt um zu überwintern.
(War früher glaub ich auch so, man hat den Weihnachtsferien
eine Woche geklaut, um die „Kartoffelferien“ zu verlängern).Momentan bin ich mit meinen Ferienzeiten an der Uni sehr
zufrieden. Vier Monate durchackern und dann erstmal Pause
(naja, da muss man auch ackern, aber man kann die
Schlafdefizite von „früh Aufstehen“ + „bis 3 Uhr morgens
durcharbeiten“ mal ausgleichen), und um die stressigste Zeit
des Jahres nochmal Ferien.
Ich persönlich finde die Simbabwe Regelung die Elke unten
vorgestellt hat gar nicht schlecht, ich glaub die hätte ich
als Schüler auch sehr gemocht.
Und die hat mir auch gefallen.
LiebeGrüßeChrisTine
, liebe Kate,
…wünsche ich mir sachliche Antworten. Damit kann ich am
meisten anfangen.
Deine Frage habe ich im Zusammenhang mit „Schaffen wir doch diesen oder jeden Teil mal ab“ leider schon viel zu oft gehört.
Was heißt hier denn „viel“
Mit viel meinte ich, dass das im Vergleich zu den meisten
Arbeitnehmern viel Ferien sind, vermute mal fast doppelt
soviel.
Dann hättest du das eventuell auch so schreiben können? Die deutsche Sprache ist schön, formulier doch einfach einen längeren Satz- dann muss auch weniger interpretiert werden.
Davon war keine Rede. Ich hab die Länge der Ferien in keiner
Weise bewertet. Ich wollte nur einfach wissen, woher diese
Regelungen stammen.
Tut mir Leid, dass ich dich falsch verstanden habe, aber die Kombination von „diese vielen Ferien“ und „wird sich daran nie was ändern?“ las sich für mich so, als dass du mit der Situation unzufrieden wärest.
Ferien sind schlicht und einfach NOTWENDIG.
Irgendwann sind sowohl Schüler als auch Lehrer K.O.
Natürlich gibt es Mutanten, ich hatte selbst einen Mathelehrer
der bis zur Pensionierung NIE krank war (jedenfalls nicht zur
Unterrichtszeit) und in den Ferien diverse Kurse gab, seine
Klausuren megaschnell (und hart) korrigierte und irgendwie den
ganzen Tag an der Schule war.Also daher weht der Wind. Na, gut, dass wir jetzt deine
persönliche
Geschichte kennen.
Igitt, ein Beispiel, widerlich sowas
Man kann doch so schön in der Luft herumtheoretisieren 
Was „daher weht der Wind“ heißen soll, verstehe ich hier auch nicht. Ich habe mich weder positiv och negativ über ihn geäußert.
Dort, wo ich unterrichte, gibt es eher 90 Minuten am Stück,
weil sich dann unterschiedliche Unterrichtsphasen abwechseln
und die Konzentration nicht durch Raum-/Lehrerwechsel dauernd
unterbrochen wird. Das empfinden meine Schüler so übrigens
auch als angenehmer.
Das halte ich für eher ungewöhnlich. Wir hatten zwar auch Doppelstunden, aber dazwischen 5 Minuten Pause.
Mir ging jeder Raumwechsel gehörig auf den Keks, aber soweit ich das von meinen Freunden mitbekomme, die Lehramt studieren, gilt es in der Theorie immernoch als erstrebenswert, möglichst viele Raumwechsel zu haben um die Schüler „wach und fit“ zu halten, oder was weiß ich.
Allerdings bist du auch an einer Berufsschule, da hast du evtl. eine andere Theorie in der Ausbildung die auf ältere Schüler abgestimmt ist?
lg
Kate
Mehraufwand, und nur so nebenbei …
Moin Franzi,
zeitweilig habe ich Englisch, Französisch und Spanisch in verschiedenen Klassen zwischen der 5. und der 13. unterrichtet. Da gab es dann Tage, an denen ich die drei Sprachen in den verschiedensten Altersstufen hatte - glatt zum Trizophrenwerden!

Pit
Hi,
Da gab es dann Tage, an denen ich die drei
Sprachen in den verschiedensten Altersstufen hatte - glatt zum
Trizophrenwerden!
Nur Tri- ? Du vergisst die Persönlichkeiten, die sich mit den Eltern beschäftigen müssen, und Aufsichtführen, und streitende Kinder, und Fünftkläßler, die ihre Heftfarbe vergessen haben und …
die Franzi
Hallo Lehrerin,
Warum gibt es eigentliche diese vielen Schulferien?
Ich nehme Mal an, weil Wissens erweiterung mehr Energie erfordert, als Wissens anwendung /Routine.
Auch nehme ich an, dass es - neben den von @rotmarder erwähnten „historischen“ Gründen - an der Leistungsfähigkeit und dem Regenerationsbedürfnis der Kleinsten otientiert ist.
Berufsschule Mal ausgenommen, denn Berufsschüler müssen während der Ferien - wie die Lehrer eigentlich auch (!) - nämlich arbeiten!!.
Unter 18 haben sie mehr Urlaubsanspruch, aber ab 18 nicht mehr, als den
gesetzlichen, der 4 Wochen beträgt (Lehrer haben 2 Wochen mehr = 6 Wo. und könnten mE offiziell auch gerne 8 Wochen bekommen)
Theoretisch stehen Lehrern nämlich auch nur 6 Wochen Ferien zu und in den übrigen Ferienzeiten haben sie zu arbeiten!
Wöchentlich sogar - im Gegesazt zu den „üblichen“ Arbeitern 42 Std. pro Woche!! -.
Somit ist die Ferienzeit von 13 Wochen keinesfalls (!!) offizielle Ferienzeit für Lehrer. Man hört aber immer wieder, dass es Lehrer gibt, die jahresarbeitszeitsdurchschnittlich tatsächlich mehr als 6 Wochen Urlaub haben
(Es sei ihnen ob ihres stressigen Jobs auch gerne 8 Wochen gegönnt (!!), aber keine 13 Wochen, die einige unengagierte Lehrer aber anscheinend haben… äääh nehmen)
13 Wochen
im Jahr und im Sommer gleich 6 Wochen am Stück?
In dieser Zeit haben Lehrer opffiziell KEINE vollen 6 Wochen Ferien, sondern auch Arbeitszeit! Z.B. um Fortbildungen zu besuchen, statt dies während der Schulzeit oder dem pädagogischen Tag (noch mehr Unterrichtsausfall) zu tun.
Um Unterrichtsmaterialien zu aktualisieren und neu zu kreieren. Um Unterrichtspläne, neue Unterrichtmethoden zu entwickeln, um den Unterricht interessanter, anschaulicher und abwechslungsreicher, realitätsbezogener, begreifbarer, verständlicher zu gestalten. Um sich Gedanken zu machen, wie man den Unterricht umgelstalten kann um die Schüler zum Lernen zu motivieren. Gruppenarbeiten, Projekte, Außenaktivitäten zu planen.
Wo kommt das her und wird sich daran nie etwas ändern?
Ich denke nicht. Selbst durchschnittliche Erwachsene und Berufstätige haben durchschnittlich nach 6-8 Wochen Arbeit das Bedürfnis nach kurzer Ruhepause. I.d.R. reichen da allerdings 1-3 Tage um auszuspannen und neue Kraft zu tanken.
Tag für Tag Input zu haben/zu verarbeiten, mit dem „Druck“, das alles wissen zu müssen und abgeprüft zu werden, erfordert - glaube ich - wesentlich mehr Energie und Aufwand, als täglich Routinearbeiten zu erledigen, oder sein Wissen anzuwenden. Man ermüdet schneller, ist abgefüllt, weil einfach nichts mehr ins Hirn geht.
Ich habe mit über 40 nochmal die Schulbank gedrückt und bemerkt, dass mich Unterricht von 8- 16 Uhr schneller auslaugte, als ein 14 Std. Arbeitsstag (mit Verantwortung für 5 AN und ein Kleinunternehmen).
Die Schulferien gelten für 6 - max. ca. 19/20-jährige. Sicher brauchen 20-jährige nicht so lange Regenerationsphasen wie unsere kleinen 6-jährigen Möpse.
OT: Aber wenn es schon zu viel ist, die Unterrichtszeiten
für pubertierende um 1 Std. zu verschieben (Insiderthema) was meinst du würde es für ein Aufruhr geben, wenn man die Fereinzeiten nach Klassenstufen regulieren wollte.
Die Schulferien sind vermutlich an die Leistungsfähigkeit und benötigten Regenerationsphasen von Heranwachsenden und Kindern orientiert. Mit den Urlaubstagen der Lehrer hat das aber auch NULL zu tun. Denn wie gesagt haben Lehrer eine 42- Std. Woche und nur 6 Wochen Urlaub.
Allerdings haben Lehrer das Privileg von nichts und niemandem kontrolliert zu werden, denn sie genißen das Privileg eines unkündbaren Beamten mit Jahresarbeitszeit auf Vertrauensbasis.
Wie sehr dieses Vertrauen von jedem einzelnen Lehrer ernst genommen wird kann eben keiner kontrollieren. Es gibt wie überall solche und solche !
Und die dt. Lehrer zählen weltweit immerhin noch zu den sehr gut bezahlten, zumindest gemessen an ihren Leistungen im Vergleich zu den Pisasiegern Finnland (wenn auch nur um 6 % vom Q): http://www.ifo.de/pls/guest/download/ifo%20Schnelldi…
Seite 3 vorletzter Absatz.
Während deutsche Lehrer der Sekundarstufe I über ein Drit-
tel mehr verdienen als der Durchschnitt der Deutschen, lie-
gen ihre finnischen Kollegen beim Gehalt nur gut 27% über
dem nationalen Durchschnitt.
Dies soll keine Lehrerschelte sein!! Jeder weiß aus seiner eigenen Kindheit, wie rar gute Lehrer sind, und welchen Einfluss sie auf uns hatten. Ein guter Lehrer hat uns sogar für ein „verhasstes“ Fach begeistern und für gute Noten sorgen können 
TM, die als Alleinerziehende auch große Probleme hat, die langen Ferienzeiten zu überbrücken
Man hört aber immer wieder,
dass es Lehrer gibt, die jahresarbeitszeitsdurchschnittlich
tatsächlich mehr als 6 Wochen Urlaub haben(Es sei ihnen
ob ihres stressigen Jobs auch gerne 8 Wochen gegönnt (!!),
aber keine 13 Wochen, die einige unengagierte Lehrer aber
anscheinend haben… äääh nehmen)
statt dies während der Schulzeit oder dem
pädagogischen Tag (noch mehr Unterrichtsausfall) zu tun.
Ich kann an einem pädagogischen Tag (zumindest hier in Bayern) nicht selbständig auf Fortbildung gehen. Ein pädagogischer Tag ist hier Pflicht (ich weiß grad nicht mit welcher Häufigkeit, einmal pro Schuljahr oder so). Es handelt sich dabei um eine Fortbildungsveranstaltung, die an der Schule stattfindet, sich an den Bedürfnissen des dortigen Kollegiums orientiert und einen Büroarbeitstag dauert. Es herrscht Dienstpflicht (also Anwesenheitspflicht, Krankschreibung ist natürlich möglich), ich kann also nicht einfach so fortbleiben.
Selbst wenn ich an einem pädagogischen Tag zu einer anderen Fortbildungsveranstaltung gehen dürfte, würde das nciht zu mehr Unterrichtsausfall führen - ich wäre dann halt am päd. Tag nicht da.
Die Schulferien gelten für 6 - max. ca. 19/20-jährige. Sicher
brauchen 20-jährige nicht so lange Regenerationsphasen wie
unsere kleinen 6-jährigen Möpse.
Nein, die gelten für alle Schulen, gleich, wie alt die Schüler: Auch meine Tanzschule hat diese Ferien. Egal, welcher Kurs - auch die Erwachsenenkurse.
Wie sehr dieses Vertrauen von jedem einzelnen Lehrer ernst
genommen wird kann eben keiner kontrollieren. Es gibt wie
überall solche und solche !
Nun ja … ob man rechtzeitig mit den Korrekturen fertig ist und die noten rechtzeitig hat, das fällt schon auf, und das verbraucht auch die meiste Zeit.
Die Franzi
Guten Abend,
Die Schulferien gelten für 6 - max. ca. 19/20-jährige. Sicher
brauchen 20-jährige nicht so lange Regenerationsphasen wie
unsere kleinen 6-jährigen Möpse.Nein, die gelten für alle Schulen, gleich, wie alt die
Schüler:
Das stimmt so nicht. In BY zumindest kann im Bereich der beruflichen Schulen die Lage der Ferien abhängig von der geltenden Schulordnung von den einzelnen Schulen festgelegt werden.
Beispiel Pflege:
BFSO Pflege § 13 Schuljahr und Ferien
(2) 1 Die Gesamtdauer der Ferien (unterrichtsfreien Zeit) während eines Schuljahres beträgt […] mindestens 36 Werktage. 2 Mindestens einmal im Jahr muß für jede Klasse eine zusammenhängende Ferienzeit von wenigstens drei Wochen vorgesehen werden. 3 Die Ferienzeiten legt der Schulleiter im Einvernehmen mit dem Schulträger fest; er soll dazu die Lehrerkonferenz und den Schülerausschuß hören.
Eine ähnliche Formulierung findet sich zB auch in der BFSO HeilB.
Hier besteht also ein gewisser Spielraum. Allerdings kann die zuständige Bezirksregierung diesen Spielraum wieder einschränken. Zugegeben, die meisten Schulen die ich kenne aber eben nicht alle) halten sich an die „amtlichen“ Ferien.
Auch meine Tanzschule hat diese Ferien. Egal, welcher
Kurs - auch die Erwachsenenkurse.
Ich hoffe doch mal du hast hier das "
" vergessen. Denn deine Tanzschule kann (als Betrieb der freien Wirtschaft) Ferien machen wann Sie will. Da aber während der offiziellen Schulferien erfahrungsgemäß viele Leute in Urlaub sind, halten sich Einrichtungen wie zB Tanzschulen auch ganz gerne daran. Aber sicher nicht weil sie müssen.
Gruß
Wawi
Hi,
aso, wieder was gelernt. Hab es halt an meiner Berufsschule (ja, ich hab auch mal was ordentliches gelernt*fg*) und Tanzschule so beobachtet und nie hinterfragt.
gute Nacht für heut,
Die Franzi
Man hört aber immer wieder,
Ich kann an einem pädagogischen Tag (zumindest hier in Bayern)
nicht selbständig auf Fortbildung gehen.
Das habe ich auch nicht behauptet.
Aber ich finde diese päd. Tage zu Unterrichtszeiten extrem unpassend, zumal Lehrer eben während eines Großteils der unterrichtsfreien Zeiten Arbeitszeit haben.
Als Elternteil erachte ich es als schlichtweg unverschämt, einen päd. Tag innerhalb der Unterrichtszeit abzuhalten. Das kann man auch in die Ferienzeit legen, ohne dass Unterricht ausfällt. Für Fortbildungen - die ich für absolut wichtig und vernachlässigt halte - swollte es verpflichtend sein, die in der unterrichtsfreien Zeit zu nehmen, da dies ja 7 Wochen/Jahr Arbeitszeit der Lehrer ist.
In der freien Wirtschaft müssen dürfen die AN die Fortbildungen/Weiterbindungen sogar oft zusätzlich zu ihrer normalen AZ leisten. Oft müssen sie das sogar selbst bezahlen oder unbez. Urlaub nehmen (z.B. Bildungsurlaub).
Ein pädagogischer Tag
ist hier Pflicht (ich weiß grad nicht mit welcher Häufigkeit,
einmal pro Schuljahr oder so).
Ja, traurig, dass du das nichtmal registrierst, dass du 1 X pro Jahr eine kostenlose Fortbildung während der Unterrichtszeit bekommst 
Es handelt sich dabei um eine
Fortbildungsveranstaltung, die an der Schule stattfindet, sich
an den Bedürfnissen des dortigen Kollegiums orientiert und
einen Büroarbeitstag dauert. Es herrscht Dienstpflicht (also
Anwesenheitspflicht, Krankschreibung ist natürlich möglich),
ich kann also nicht einfach so fortbleiben.
Ooooch wie böse von dem Dienstherren
((
Brummt er euch doch tatsächlich eine Fortbildung auf, die auch noch innerhalb der Unterrichtszeit stattfindet und der Unterricht deshalb ausfällt. Und das auch noch verpflichtend, wo man sich nichtmal frei nehmen kann, oder lieber Untericht geben darf. Wie ungerecht die ArbeitsBeamtenwelt doch ist.
Selbst wenn ich an einem pädagogischen Tag zu einer anderen
Fortbildungsveranstaltung gehen dürfte, würde das nciht zu
mehr Unterrichtsausfall führen - ich wäre dann halt am päd.
Tag nicht da.
Darum geht es nicht, sondern darum, dass diese päd. Tage in die unterrichtsfreie Zeit gelegt werden sollten. Alles andere ist eine Unverschämtheit. Für Fortbildungen ist auch in der unterrichtsfreien Zeit Zeit, da die Lehrer eben von diesen 13 Wochen Ferien = unterrichtsfrei eben noch 7 wochen Arbeitszeit haben !!!
Wie sehr dieses Vertrauen von jedem einzelnen Lehrer ernst
genommen wird kann eben keiner kontrollieren. Es gibt wie
überall solche und solche !Nun ja … ob man rechtzeitig mit den Korrekturen fertig ist
und die noten rechtzeitig hat, das fällt schon auf, und das
verbraucht auch die meiste Zeit.
Genau, und dafür braucht man 7 Wochen im Jahr
Zudem muss man unterscheiden, welche Fächer ein Lehrer hat und ob er Klassenlehrer ist. Und natürlich, wie engagiert er ist und ob er Schwellenunterricht macht, oder diesen auch wirklich vorbereitet.
Ein erfahrerner Lehrer spart mit den Jahren natürlich Zeit für die Vorbereitung. Junge engagierte Lehrer brauchen mehr Zeit. Dummerweise tauscht sich das Lehrervolk ja nicht aus und jeder hortet seine Arbeitsblätter wie 'ne Glucke ihr Ei. Bloß nicht den Kollegen die eigene Arbeit abgeben. Egal wie hilfreich und beliebt und erfolgreich sie bei den Schülern ist. Man ist ja schließlich nicht dem Schüler verpflichtet, sondern der eigenen Eitelkeit und Urheberrecht 
Ein Deputat von 32 Schulstunden entspricht 24 Std./wö. reiner AZ während der Unterrichtszeit. Bei einer regelm. AZ von 42 Std./wö sind dies 18 Std./wö, also 3,6 Std. tägl. für Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen etc…
Zuzüglich der 7 Wochen unterrichtsfreie Zeit, die Arbeitszeit ist.
Das wären dann 294 Std. Verteilt man diese auf die Unterrichtszeit von 176 Unterrichtstagen, sind das zusätzlich 1,67 Std., also täglich zusätzlich 5,2 Std zum Unterricht. Das ergäbe täglich eine AZ von 10 Std., die ein Lehrer arbeiten müsste, um seine Sollarbeitszeit zu leisten und sämtliche Ferien frei zu haben. Also arbeiten diese Lehrer, die sämtliche Ferien frei nehmen täglich von 8-19 Uhr (incl. 1 Std. Pause) Von 19 Uhr bis 20 Uhr kümmern sie sich um ihre Kinder und ab 20 Uhr ist dann der Haushalt/Ehefrau/Ehemann/Freunde dran 
Lehrer haben es nicht leicht, und ich möchte nicht mit ihnen tauschen. Aber trotzdem:„Neue Lehrer braucht das Land!!“
Und manche jammern auf hohem Niveau.
Die Ausbildung ist bundesweit ziemlich mies, Burn Out Syndrome häufig, weil die Bedingungen (Klassengröße, finanz. Mittel etc.) für Schüler und auch für Lehrer belastend sind 
Nur frage ich mich, warum es einige Lehrer trotzdem schaffen, beliebt zu sein, gute Schüler zu „produzieren“, Spaß an ihrem Beruf zu haben und mit dem „unerzogenen renitenten Pack“ klar kommen und von ihren Schülern akzeptiert werden. Kaum ein normaler AN hat so viel Spielraum seinen Arbeitsplatz selbst zu gestalten. Und nur auf’s fehlende Geld kann man es nicht schieben.
TM
Hi,
Nur Tri- ? Du vergisst die Persönlichkeiten, die sich mit den
Eltern beschäftigen müssen, und Aufsichtführen, und streitende
Kinder, und Fünftkläßler, die ihre Heftfarbe vergessen haben
und …
genau!
Das ist sicherlich extrem anstrendend 
Und leider ist es schon so, dass mangelnde Erziehung einfach nicht durch die Schule kompensierbar ist. Es ist eigentlich auch nicht deren Aufgabe. Aber die Arbeitswelt wird immer härter. Immer weniger Zeit für die Kids.
Wäre die Ausbildung besser, und/oder gäbe es geregelte Zugangsvoraussetzungen für die Eignung als Lehrer, wäre der Klassenteiler kleiner etc. sähe vieles auch nicht so übel aus.
Einige Lehrer schaffen es ja auch, ihre Meute im Griff zu haben und ihnen spaß am Lernen zu vermitteln. Aber das sind dann wohl die Naturtalente, für die Beruf wirklich Berufung bedeutet. Mitunter wird man aber sicher auch resignieren, weil es eben kein leichter Job ist.
TM
Vergleich?
Ein Deputat von 32 Schulstunden entspricht 24 Std./wö. reiner
AZ während der Unterrichtszeit. Bei einer regelm. AZ von 42
Std./wö sind dies 18 Std./wö,
Du weisst aber sicher, dass solche Rechnungen nur im Vergleich mit anderen Berufsgruppen Sinn machen?
Ein Lehrer, der an einem Vormittag 6 Schulstunden hält, ist ca. von 7:30 - 13:30 Uhr an der Schule (geschätzt). Das sind bereits 6 Stunden. Wenn er noch 3-4 Stunden mit Vorbereiten und Korrigieren verbringt, ist er bereits über der üblichen Wochenarbeitszeit.
Du scheinst dagegen 6 Schulstunden nur als 6x45 Min = 4,5h anzuerkennen. - rechnest du bei anderen Berufen auch nur die hochkonzentrierte Zeit? Hast Du einmal versucht abzuschätzen, wie viel Zeit ein „normaler“ Angestellter innerhalb seiner 8 h am Arbeitsplatz mit Kaffeetrinken, kopieren, Plausch mit den Kollegen auf dem Flur, Absprechen von Terminen, Anweisungen an die Sekretärin, Telefonieren, durchs Gebäude laufen von A nach B, Suchen von verlegten Gegenständen, Abwimmeln von Störern, ganz zu schweigen von Surfen während der Arbeitszeit, Sammeln für Geburtstagsgeschenke, etc. verbringt?
Welche Arbeitszeit bleibt bei einem Manager mit 60-Stundenwoche, wenn man ihn nach den Maßstäben beurteilt, die üblicherweise an Lehrer angelegt werden?
Viele Grüsse, Walkuerax
Hallo,
Genau, und dafür braucht man 7 Wochen im Jahr
Zudem muss
man unterscheiden, welche Fächer ein Lehrer hat und ob
er Klassenlehrer ist. Und natürlich, wie engagiert er ist und ob
er Schwellenunterricht macht, oder diesen auch wirklich vorbereitet.
Gut erkannt.
Ein erfahrerner Lehrer spart mit den Jahren natürlich Zeit für
die Vorbereitung. Junge engagierte Lehrer brauchen mehr Zeit.
Auch gut erkannt.
Dummerweise tauscht sich das Lehrervolk ja nicht aus und jeder
hortet seine Arbeitsblätter wie 'ne Glucke ihr Ei. Bloß nicht
den Kollegen die eigene Arbeit abgeben.
Was bringt dich zu dieser pauschalen Erkenntnis?
Das gibt es sicher (habe ich schon so ähnlich erlebt), meine Erfahrung ist hier jedoch im Großen und Ganzen eine komplett andere!
Ein Deputat von 32 Schulstunden entspricht 24 Std./wö. reiner
AZ während der Unterrichtszeit. Bei einer regelm. AZ von 42
Std./wö sind dies 18 Std./wö, also 3,6 Std. tägl. für
Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen etc…
Zuzüglich der 7 Wochen unterrichtsfreie Zeit, die Arbeitszeit
ist.
Das wären dann 294 Std. Verteilt man diese auf die
Unterrichtszeit von 176 Unterrichtstagen, sind das zusätzlich
1,67 Std., also täglich zusätzlich 5,2 Std zum Unterricht. Das
ergäbe täglich eine AZ von 10 Std., die ein Lehrer arbeiten
müsste, um seine Sollarbeitszeit zu leisten und sämtliche
Ferien frei zu haben. Also arbeiten diese Lehrer, die
sämtliche Ferien frei nehmen täglich von 8-19 Uhr (incl. 1
Std. Pause) Von 19 Uhr bis 20 Uhr kümmern sie sich um ihre
Kinder und ab 20 Uhr ist dann der Haushalt/Ehefrau/Ehemann/
Freunde dran
ist kompletter Schmarrn.
Um es vorwegzunehmen: ich bin sehr zufrieden mit meiner Berufswahl und beschwere mich auch nicht 
Aber bei inkompetentem Gefasel und absolut substanzlosen Milchmädchenrechnungen muss ich mich doch mal einschalten.
Folgendes gilt auf jeden Fall für Theorielehrer an berufliche Schulen ich denke auch für Gymnasien in BY.
Für GS, HS, RS kann ich leider mangels Ahnung nicht sprechen.
Ein Arbeitnehmer zB in der Metallindustrie hatte (bis jetzt zumindest) eine 35h-Woche und damit ca. 1600 Arbeitsstunden/Jahr.
Bei einer „normalen“ 40h Woche ergeben sich es ungefähr 1800h/Jahr.
Ich habe 25 Unterrichtsstunden Pflichtzeit, macht bei 39-40 Schulwochen roundabout 730 Arbeitsstunden.
Ich habe 9 verschiedene Klassen in drei verschiedenen Fächern (1- und 2-stündige Fächer), überall müssen Schulaugaben und Stegreifaufgaben geschrieben werden. Ich rechne pro Schulaufgabe (pro einzelner Schülerarbeit) ca. 1h Korrekturzeit und pro Stegreifaufgabe in etwa 30 min Korrekturzeit (manchmal gehts auch schneller dafür dauerts ein andermal wieder länger). Ich habe in etwa 470 einzelne Schulaufgaben und ebenso viele Exen pro Schuljahr. Macht etwa 470h + 235h Korrekturzeit.
An Verwaltungsarbeit habe ich in etwa 1h/Tag (2 Klassleitungen, Kontrolle der Klassenbücher, Prüfen der Absenzen und Entschuldigungen, Anfordern + Führen + Abschließen der Schülerakten und Notenbögen, Verweise schreiben
usw usw usw.) Auch hier am Jahresanfang wesentlich mehr Verwaltung (v.a. bei einer 10.Klasse), zum Zwischenzeugnis wieder ansteigend (Probezeitende der 10.), ebenso zum Jahresende (Zwischen-/Abschlussprüfungen). Ich veranschlage das mal mit etwa 180h/Jahr.
Allein mit diesen Zahlen kommt man auf ca 1600h Arbeitsstunden/Jahr (da war doch vorhin was …)
Bis dahin hat noch keine Konferenz stattgefunden, kein Schülergespräch, kein Elterngespräch, keine Aktion außerhalb der Schule zB Berufsbasar, Projekt mit anderen Schulen etc pp.
Nicht enthalten ist bislang auch die Vor-/Nachbereitung des Unterichts, das Erstellen von Schulaufgaben (auch hier kann man meist nicht einfach so aus dem Archiv greifen) und v.a. es wurde noch keine einzige Abschlussprüfung korrigiert, und das dauer je nach Fach und Art der Prüfung besonders lange!
Rechnet man das noch alles mit hinein ist man weit über den 1600 und je nach Schulart, Außmaß der Korrekturen und Konferenzen, und dem eigenem Engagement sowie außerschulischen Veranstaltungen locker an den 1800 Arbeitsstunden einer 40-h Woche, bzw an der 42h-Woche mit ca. 1900h, oft aber sogar weit darüber 2000h (+)
Wie gesagt, unbestritten ist, dass es auch Lehrer gibt, die das System zu ihrem Vorteil ausnutzen, die gibt es aber in jeem anderen Job auch …
Kaum ein normaler AN hat so viel Spielraum seinen Arbeitsplatz selbst
zu gestalten.
Auja, ich hab eimmerhin so eine Art eigenen Schreibtisch, da kann ich meine Ablage hinstellen wo ich will, die Schubladen werden auch außschließlich nach meinem Geschmack bestückt.
Und im Klassenzimmer stelle ich die Tische zu jedem Stundenbeginn anders, je nach Laune und Klasse, an die Tafel schreibe ich natürlich auch wie und was ich will.
So gestalte ich meinen Arbeitsplatz…
Also arbeiten diese Lehrer, die sämtliche Ferien frei nehmen
täglich von 8-19 Uhr (incl. 1 Std. Pause) Von 19 Uhr bis 20
Uhr kümmern sie sich um ihre Kinder und ab 20 Uhr ist dann
der Haushalt/Ehefrau/Ehemann/Freunde dran
Auch wenn das scheints ironisch gemeint sein soll, so ist hier doch ein Körnchen Wahrheit dran.
Ich bin zB meist gegen 16 manchmnal auch erst 17 Uhr zu Hause, die Zeit bis ca. 19/20h gehört der Familie, dann gehts an den Schreibtisch, mal nur bis 21.30h/22h mal aber auch bis 24h/1h/2h …
Wie gesagt, das soll kein Jammern sein (auch nicht auf hohem Niveau
, aber das musste mal gesagt werden.
Gruß
Wawi
Hallo,
du schreibst richtig, dass Unterricht vorbereitet werden muss und dafür (auch) die Ferien da sind. Ich würde deine Gedanken mal etwas erweitern und greife deshalb mal ein paar deiner Ideen auf…
Ein Deputat von 32 Schulstunden entspricht 24 Std./wö. reiner
AZ während der Unterrichtszeit. Bei einer regelm. AZ von 42
Std./wö sind dies 18 Std./wö, also 3,6 Std. tägl. für
Unterrichtsvorbereitung, Korrekturen etc…
Zuzüglich der 7 Wochen unterrichtsfreie Zeit, die Arbeitszeit
ist.
Das wären dann 294 Std. Verteilt man diese auf die
Unterrichtszeit von 176 Unterrichtstagen, sind das zusätzlich
1,67 Std., also täglich zusätzlich 5,2 Std zum Unterricht. Das
ergäbe täglich eine AZ von 10 Std., die ein Lehrer arbeiten
müsste, um seine Sollarbeitszeit zu leisten und sämtliche
Ferien frei zu haben.
Nur um deine Rechnung mal ein wenig in Frage zu stellen:
Eine Sekretärin, die alle 45 Minuten Akten über den Flur trägt (je 5 Minuten lang) - hat die dann Pause oder zählt das zur Arbeitszeit? (Wie ist das analog bei Lehrern?)
Wie ist das mit der Aufsicht? Sollen deine Kinder in den Pausen sich selbst überlassen sein oder ist das auch weitere Arbeitszeit?
Und Klassenfahrten? Ein typischer Tageslablauf ist: spätenstens um 7 Schüler wecken, nach Mitternacht schlafen dann die meisten wieder, zwischendrin eigentlich Dauereinsatz, selbst / besonders während der Mahlzeiten. Da kommen einige Stunden zusammen. (Und mindestens einmal ist auch noch ein „Nacheinsatz“ notwendig…)
Neben Unterricht solltest du auch solche Dinge wie Konferenzen (Fach-, Fachbereichs-, Gesamt-, …-konferenzen) und Arbeitsgruppentreffen mit einkalkulieren
Und dann wären da noch Fachgespräche unter Kollegen (ja, sowas gibt es häufig - auch wenn du dies mehrfach bezweifelst in deinen Ausführungen), Informationsaustausch über „Kunden“ (auch bekannt als Schüler), Ausbildungsgespräche / Prüfungen mit Referendaren, Organisation & Verwaltung von Schülerakten, Vorlesewettbewerbe, Elternsprechtage, Lesenächte, Tage der offenen Tür, Weihnachtskonzerte, Wandertage etc. Hier mal eine Stunde, da mal ein ganzer Nachmittag… es läppert sich…
Du gehst bei deiner Rechnung von einer 5-Tage-Woche aus… Das ist illusorisch. Korrekturen werden am Wochenende erledigt; selbst wenn keine da sind (kommt selten vor): Spätestens am Sonntagabend sollte man mal schauen, was man für den Montagmorgen geplant hat.
Für Fortbildungen ist auch in der
unterrichtsfreien Zeit Zeit, da die Lehrer eben von diesen 13
Wochen Ferien = unterrichtsfrei eben noch 7 wochen Arbeitszeit
haben !!!
Unterrichtsfrei vielleicht, aber nicht dienst-/ schulfrei. In diesem Schuljahr hatte ich z.B. bereits an 7 Tagen Bereitschaftsdienst.
Die Planung für längere Familienveranstaltungen, die in diesem Schuljahr liegen, lief so ab:
„Kannst du Ostern?“ - Nein, da bin ich für zwei Wochen (von drei Wochen „Ferien“) mit Schülern unterwegs.
„Wie wär’s dann mit Pfingsten?“ - Nein, da bin ich von Schulschluss am Freitag bis zum Abend vor Schulbeginn mit Schülern unterwegs.
„Na, dann eben gleich zu Beginn der Sommerferien“ - Ja, aber nicht in den ersten 1,5 Wochen … da bin ich … (und auch nicht in der letzten Woche, da liegen meist Termine in der Schule an…)
Damit reduziert sich jetzt die Wochenanzahl der „Ferien“ spontan…
(Und noch ein Vergleich mit der bösen Nicht-Beamten-Arbeitswelt: Während andere Arbeitgeber die Kosten für Dienstreisen komplett übernehmen, muss ich bei Abgabe der Meldung einer Fahrt mit Schülern gleichzeitig eine Verzichtserklärung unterschreiben. Nur wenn Haushaltsmittel vorhanden sind, werden diese anteilig auf alle Betroffenen verteilt. Einen vollständigen Ersatz der Fahrtkosten gibt es nie.)