Schulkind und Vollzeitjob unter einen Hut

Hallo Sarah!,

Das ist doch reine Spekulation.

Selbstverständlich, aber sehr naheliegend, wie ich finde…

Du weißt doch gar nicht, wohin
die Kinder gehen (ggf. zur Oma?) und es sind sehr viele Leute,
wenn auch unfreiwillig, zu Hause. Bei 6 Mio. Arbeitslosen sind
nun mal sehr viele zu Hause.

du sagst 6 Mio Arbeitslose. Ok. Und jetzt? Wieviele Kinder? Aussrdem haben nur Arbeitlose Kinder? Oder auch berufstätigen???

Außerdem gibt es immer noch
Familien, wo eine/r (meist die Mutter) mit der Berufstätigkeit
aussetzt, oder arbeitet, wenn der Ehepartner zu Hause ist.

Ja, Aber oft zwangsläufig, weil es nichts anders übrig bleibt.
Es ist Tatsache, daß nicht alle (und wenn Du mich fragst, nicht einmal die Mehrheit) eine Oma/Opa zur Hand haben, die ums Eck lebt und in der Lage ist, auf ein 6-Jähriger aufzupassen!

Einfach darauf zu schließen, dass alle Kinder, die alleine auf
dem Schulweg nach Hause gehen und anschließend alleine sind,
halte ich für gewagt.

Vermutlich sind sie dann nicht allein daheim, aber in diesem Lande ist das mit der Kinderbetreuung nicht einfach.

Schöne Grüße
Helena

Danke Sarah und nochmal an ALLE
habt mir sehr geholfen, so paar Anregungen sind schon gut. DANKE

Hallo Helena,

ich wollte mit meinem posting keinesfalls behaupten, dass Kinderbetreuung in unserem Lande optimal ist. Beiweitem nicht.

Ich möchte nur mal kurz aus meinem Leben berichten…

mein Sohn wurde nach der Schule z.T. von meiner Mutter betreut (z.T., weil das nicht in allen Jahren so war)
er ging nach der Schule alleine dorthin, aber nicht, weil er gemusst hätte, er hat sich mit Händen und Füßen geweigert, täglich abgeholt zu werden. Und, nachdem der Schulweg dann mal klar war, haben wir ihn auch alleine laufen lassen.

andere Menschen hätten ihn nun sehen können und draus schließen, dass die armen Kinder alleine sind. Das war er aber nie, und sicherlich viele andere auch nicht.

Selbstverständlich, aber sehr naheliegend, wie ich finde…

s.o.

du sagst 6 Mio Arbeitslose. Ok. Und jetzt? Wieviele Kinder?
Aussrdem haben nur Arbeitlose Kinder? Oder auch
berufstätigen???

Das habe ich nicht gesagt. Ich wollte damit nur aufzeigen, dass die Kinder ggf. wo hin laufen, wo sie nicht alleine sind. Entweder ist jemand zu Hause, sie gehen zu einer Oma oder einer Tagesmutter. Man kann nicht einfach annehmen, das ein Kind, das alleine läuft, auch unbetreut ist.
Mein Kind wollte alleine (bzw. natürlich mit Kameraden streckenweise) laufen, er wollte einfach nicht von Erziehungsberechtigten geholt werden. War aber dennoch nicht unbeaufsichtigt. Das schließt sich einfach nicht ein.

Ja, Aber oft zwangsläufig, weil es nichts anders übrig bleibt.
Es ist Tatsache, daß nicht alle (und wenn Du mich fragst,
nicht einmal die Mehrheit) eine Oma/Opa zur Hand haben, die
ums Eck lebt und in der Lage ist, auf ein 6-Jähriger
aufzupassen!

Keine Ahnung. Scheinbar war ich da schon sehr bevorzugt, und ich danke es heute noch meinen Verwandten. Ohne sie hätte ich wohl manchesmal dumm aus der Wäsche geschaut. Danke dass Du mich dran erinnerst, ich glaube, das sollte ich unbedingt mal wieder zum Thema machen. Das war mir sehr oft eine große Hilfe, wie ich es OHNE hätte schaffen sollen, ohne dass es negativ auf meinen Job wirkt… ich weiss es nicht, ehrlich. Ich hatte, gottseidank, immer viele helfende Hände.

Vermutlich sind sie dann nicht allein daheim, aber in diesem
Lande ist das mit der Kinderbetreuung nicht einfach.

Das stimmt, und das muss sich ändern. Manche Grundschüler sind ggf. wirklich alleine, weil sich die Mutti (Eltern) keine Betreuung leisten können, Tagesmütter sind ja auch nicht gerade billig, zumal, wenn man in unteren Lohngruppen verdient. Eine adäquate Betreuung und ein warmes Essen sollte das mindeste sein, was wir den Kindern bieten.

LG

Sarah