Hi Bärchen,
wie lange hast Du denn nach einem Job gesucht?
Ich war damals nicht arbeitslos, ich wollte mich verändern. Deshalb habe ich mich immer wieder mal beworben. Ich wurde zwar so gut wie immer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Aber dann kamen die merwürdigsten Bedenken. (Nur mal jene, die es auch ausgesprochen haben, ganz zu schweigen was ggf. nur gedacht wurde)
Z.B. sagte mir einer, ich könne heiraten und wegziehen. So ein Blödsinn, eine verheiratete Frau kann doch auch wegziehen, wenn ihr Mann versetzt wird, oder arbeitslos und woanders einen Job findet. Aber das nützte mir ja nix.
Einige male bekam ich auch zu hören, mein Kind könne krank werden.
Btw. ich war ein einziges mal einen halben Tag zu Hause, und das hat mir der Chef geschenkt. Der Verwaltungsaufwand das über die KK zahlen zu lassen, war ihm wegen der paar Mücken dann einfach zu viel.
Allerdings hatte ich auch Verwandte, die mir bei Krankheit des Kindes eingesprungen sind. Als mein Sohn mal in KH war, habe ich meine Fehlzeiten mit Überstunden abgebummelt.
Übrigens hatte ich ähnliche Probleme bei der Wohnungssuche. Für den sozialen Wohnungsbau hab ich zuviel verdient, für den freien Wohnungsmarkt (der damals noch angespannter und die Mieten dadurch höher waren) zu wenig. Fand ich dann wirklich eine, für mich bezahlbare, Wohnung, hat das nie geklappt. Bei „Alleinerziehend“ hatte ich von vorne herein schlechte Karten. Obwohl sicherlich manch Verheiratete eine schlechtere Zahlungsmoral haben. Ich habe niemals meine Miete zu spät bezahlt, aber was nützt das, wenn ich eine Wohnung gar nicht erst bekomme. Meine einzigste Chance war dann die, über eine Wohnungsbaugenossenschaft.
also ich habe den Kindergartenplatz hier z.B. kostenfrei und
ich dachte bei niedrigem Einkommen (so hoch wird meins gerade
am Anfang nicht sein)
Dazu kann ich keine aktuellen Aussagen machen. Vielleicht hat sich das ja heute geändert. Aber meines Wissens muss man die Beiträge selber zahlen. Vielleicht gibt es ja Zuschüsse. Aber wenn, dann ist das für mega-niedrige Einkommen. Ich würde einfach mal zum Jugendamt gehen und mich dort ausführlich informieren.
Tagesmütter, in dem Sinne, wie ich meinte, kann man sich jederzeit suchen. Das Jugendamt stellt zwar Kontaktadressen zur Verfügung, aber ob das immer so am Besten ist? und inwieweit das (finanziell)unterstützt wird, würde ich auch mal abfragen
von den Gebühren für Hort oder Tagesmutter teil-/befreit
werden, oder hat man dann kein Recht mehr drauf, wenn Kind in
die Schule kommt?
Ich möchte Dir da jetzt keine Fehlinformationen liefern. Da kann sich mittlerweile sehr viel geändert haben, deshalb ab zum Jugendamt und beraten lassen.
Hast Du denn überhaupt niemanden in ganz DE? Job- und Wohnungssuche würden sich sicherlich einfacher gestalten, wenn Du da erstmal eine Adresse hättest und ggf. Unterschlupf findest?
Andererseits… vielleicht noch eine Anregung
Ich würde mal beim Amt (Wohnungsamt?) nachfragen, in wie weit Dir da vielleicht eine Vermittlung zusteht? Eine Wohnung des sozialen Wohnungsbaus? Aber ich weiß nicht, ob das „bundesland/ortsfremden“ auch zusteht. Aber fragen macht schlau.
Vielleicht wird Dir auch eine Wohnung vermittelt, wenn Du einen Job nachweisen kannst?
Da fällt mir gerade ein…
damals hätte ich einen Job bekommen, wenn ich eine Tagesmutter hätte nachweisen können. Das Jugendamt hätte mir eine Tagesmutter vermittelt, wenn ich einen Job nachweisen hätte können. Die Quadratur des Kreises. Und hat mich irgendwie an den Hauptmann von Köpenick erinnert. Ich hab dann später trotzdem einen Job gefunden.
LG
Sarah