Schulkind und Vollzeitjob unter einen Hut

Hallo nochmal,

ich habe keine Erfahrung mit Erstklässlern und keine Ahnung, wie andere Eltern das handhaben mit der Betreuung nach der Schule, wenn die Vollzeit arbeiten.

Daher nochmal eine Frage - Wie regelt Ihr das? vor allem, wenn es keinen Hort bis 17 Uhr oder Ganztagesschule gibt…
Man kann einen Erstklässler doch nicht allein zur Schule gehen lassen und ihn allein von der Schule kommen lassen und sich bis ca. 17/18 Uhr sich selbst überlassen… Oder geht sowas, wenn ja wie handhabt Ihr das?

LG
Bärchen

Hallo

Wie regelt Ihr das? vor allem, wenn
es keinen Hort bis 17 Uhr oder Ganztagesschule gibt…

Familie, Freunde, Tagesmutter

Man kann einen Erstklässler doch nicht allein zur Schule gehen
lassen und ihn allein von der Schule kommen lassen

Doch kann man.

und sich bis ca. 17/18 Uhr sich selbst überlassen… Oder geht sowas

Nein, das geht nicht.

Sorry… meinst du die Fragen wirklich ernst? Ich verstehe nicht ganz was du wirklich wissen möchtest. Oder ist es nur als allgemeine Umfrage gedacht?

Mit Grüßen
Simone

Hallo Bärchen,

ich habe keine Erfahrung mit Erstklässlern und keine Ahnung,
wie andere Eltern das handhaben mit der Betreuung nach der
Schule, wenn die Vollzeit arbeiten.

Daher nochmal eine Frage - Wie regelt Ihr das? vor allem, wenn
es keinen Hort bis 17 Uhr oder Ganztagesschule gibt…
Man kann einen Erstklässler doch nicht allein zur Schule gehen
lassen und ihn allein von der Schule kommen lassen und sich
bis ca. 17/18 Uhr sich selbst überlassen… Oder geht sowas,
wenn ja wie handhabt Ihr das?

Also, ein Erstklässler ist durchaus in der Lage allein zur Schule und nach Hause zu gehen. Meine beiden müssen seit der ersten Klasse mit dem Schulbus fahren, seit mein Mann wieder arbeitet werden sie ab Mittag von Oma betreut bis ich nach Hause komme oder für dan Fall das ich auf Lehrgang oder Dienstreise muss bis mein Mann zu Hause ist.

Wichtig jedoch ist uns das die Kinder Morgens quasi von uns geschickt werden, sprich die Arbeit einer Person im Haushalt darf nicht vor 8:30 beginnen. Sollte mein mann mal nicht können habe ich die Möglichkeitzwecks Gleitzeit) solange zu bleiben bis auch der letzte das Haus verlassen hat.

Aus meiner Kindheit weiß ich das ich in keinem Hort war (gab es damals nicht) und ich auch den Nachmittag allein Zuhause mit meinem Bruder (6 Jahre älter) verbracht habe. Allerdings war die Arbeitsstelle meiner Mutter nebenan und somit war sie stets erreichbar und in der Nähe.

langfristig werden wir uns aber doch noch mal nach einer Tagesmutter umschauen müssen, was allerdings nicht so einfach ist auf dem Lande :frowning:
Aber irgendwie geht es immer …

Nur ganz alleine lassen würd ich sie noch nicht.

Gruß Andrea

Hallo,

es wäre leichter Dir zu antworten wenn Du ein bischen was über die möglichen Rahmenbedingungen schreiben würdest.

Ich finde es wichtig, dass man zusammen mit dem Kind frühstückt und es dann auf den Weg bringt.
Ob das dann der Frühdienst (beginnt meist um 7) in der Schule oder in der KiTa ist oder der reguläre Schulbeginn ist egal.
Wenn Du Probleme hast die Betreuung über die reguläre Hortzeit hinaus zu organisieren, solltest Du Dich schon bei der Anmeldung erkundigen was für Möglichkeiten noch bestehen.
Meistens sieht das so aus, dass die Mütter reihum die Kinder holen und zu Hause weiterbetreuen bis sie abgeholt werden. Funktioniert logischerweise als Geben und Nehmen. Eine Alternative sind Nachbarn / Großeltern usw.

Tagesmutter wäre eine Alternative zum Hort. Oder die findest eine andere Vertrauensperson zu der Dein Kind nach der Schule geht.

Alleine zu Hause lassen würde ich einen Erstklässler nicht.

Viele Grüße

Susanne

Hallo,

ich habe eine ältere Schwester (2 1/2 Jahre Unterschied), die mich in der ersten Schulwoche mit in die Schule genommen hat. Ab dann bin ich allein die drei Haltestellen gefahren. Dann gingen wir auf getrennte Schulen und ich bin immer allein (oder halt mit Freunden, die gleich alt waren) gelaufen.
Bei uns gab es immer einen Hort, aber aus dem kamen wir dann auch ohne Eltern heim. Ab der 1. Klasse. So ganz verstehe ich das nicht. Ich wurde sogar von meiner Schwester aus dem Kindergarten abgeholt!?

Die Zeiten morgens wurden unterschiedlich verbracht, je nachdem, wie meine Mutter arbeitete. Vater fing schon eher an. Manchmal war Mama da, manchmal nicht. Selbstständigkeit nennt man das, glaube ich ;o)

Ehrlich gesagt bin ich immer wieder schockiert, wenn ich um 11.30 Uhr die Erstklässler nach Hause gehen sehe. Wer ist da schon daheim?! Ich weiß nicht, ob es hier überhaupt so etwas wie Hort gibt. Aber anscheinend eher nicht. Eigentlich ein Skandal.

Grüße,
die Lidscha

näheres
danke für Eure Antworten. Das Ding ist, dass ich im Frühjahr nächsten Jahres den Wohnort wechseln möchte und zwar dahin, wo die Jobchancen besser stehen und das ist nunmal in einigen Teilen von Westdeutschland eher gegeben als hier.

Von hier aus mich woanders bewerben bringt nichts mehr, aus Erfahrung, die meisten suchen eher aus Wohnortnähe. Und alleinerziehend ist ja schonmal der Hammer, da sehen sie gleich rot „die kommt aus einem anderen Ort und auch noch alleinerziehend, wie will die das so schnell gemanagt bekommen mit Kind-Organisation Umzug, Kinderbetreuung etc“ und es wartet ja kein AG nur auf mich bis ich fertig bin mit meinem Kram.

Daher also möchte ich mich vom neuen Ort aus - wo es zumindest etwas besser läuft als hier - bewerben, Firmen aufsuchen/vorsprechen etc.
Und das alles müsste im Frühjahr nächstes Jahr über die Bühne gehen, damit bis zur Schule alles durchorganisiert ist.

Die Frage ist nur eben, wie das dort mit der Kinderbetreuung ist nach der Schule. Da habe ich keinen Plan. Ich habe hier schon niemanden, der mal einspringt und im neuen Ort erst recht nicht. Also fallen Verwandte/Bekannte schon weg. Und wenns keinen Hort gibt oder gibts den auf jeden Fall in den alten BL? Und Tagesmutter - wie kommt man an so eine ran, übers Jugendamt? Geht das problemlos? Geht das nach EInkommen, was die dann kostet? Ich dachte auch, Tagesmütter gibt es nur für kleinere Kinder, vielleicht bis zum Kindergartenalter. Gibt es genug Tagesmütter oder sind die in den alten BL auch rar gesät?

LG
Bärchen

Hallo Bärchen,

ich weiß ja nicht, wohin du ziehen willst. Aber in
Hessen gibt es das Konzept „familienfreundliche Schule“
(zum Bsp. in Griesheim bei Darmstadt oder im Schuldorf
Bergstraße), das sind Ganztagsschulen, bei denen
Mittagessen, NAchmittagsförderkurse, AGs, Nachmittags-
betreuung angeboten wird. Am Schuldorf Bergstraße z.B.
ist ein Hort angeschlossen, den auch die kleineren
Kinder besuchen können, die nachmittags nicht unbedingt
lauter AGs belegen.
Mit Google oder über den
http://www.schulserver.hessen.de
oder über den allgemeinen deutschen
http://www.bildungsserver.de/
kannst du dich weiterklicken und relevante Schulen
rausfiltern.

Gruß
Elke

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Hallo Lidscha!

Ehrlich gesagt bin ich immer wieder schockiert, wenn ich um
11.30 Uhr die Erstklässler nach Hause gehen sehe. Wer ist da
schon daheim?! Ich weiß nicht, ob es hier überhaupt so etwas
wie Hort gibt. Aber anscheinend eher nicht. Eigentlich ein
Skandal.

Da redest Du mir aus der Seele!!! :o)))

Ich sehe noch das Lächeln eine gute Bekannte von mir, die in Berlin mit ihrer Familie lebt. Sie hat die sp. Schulausbildung gemacht und konnte sich dieses o.g Lächeln offenbar nicht verkneifen, als sie mir die detuschen Schulzeiten beschrieb! Mein erster Gedanke war, daß sie sich lustig über mich macht. Aber dann sah ich das Gesicht meines Freundes (deutscher), als sie selber über die sp. Schulzeiten aufklärte… Ich kann es noch immer nicht fassen!!!

Kurz zu unseren Zeiten: Die Schulen fangen um 9:00 an und gehen bis 13:00 oder 13:30 Uhr. Dann gibt es Mittagspause und um 3:00 geht es bis um 18:00 uhr wieder los. Die Mittagspause kann man wahlweise in die Schule (machen die allerwenigsten) oder eben nach Hause gehen. Und an die jeweilige Stelle wird gegessen. Absolut kein Problem. Und das alles von Montag bis Freitag.

Vielleicht sagt mir jetzt jemand, daß wir sehr lange Sommerpause haben: Stimmt! Ganze 8 Wochen! (Ihr habt 6) Dafür haben wir keine Pfingstferien; kein Faschingsfeier; keine Herbstferien und wenn ich mich richtig erinnere viel kürzeren Weihnachts- und Osterferien.
Ihr wird mich entschuldigen, da ich niemand beleidigen oder gar zu nahe treten will, aber unter diesen Umständen und wenn man das vergleicht: Wem wundern die „Pisa“-Ergebnissen hierzulande??? Ich weiß nur, daß ich vor -zig Jahren, als ich zur Schule ging, hätte ich auch eure Schulzeiten mit Vergnügen und wahrste Freude ausgesucht!!!

Daß Gleichaltrigen von meinem Sohn (4 Jahre) in Spanien schon ihren eigenen Namen (im Großbuchstaben) schreiben können, wundert mich dementsprechend auch nicht… Es beunruhigt mich nur irgendwie.

Schöne Grüße
Helena

Hallo,

Man kann einen Erstklässler doch nicht allein zur Schule gehen

das kommt sehr auf den Schulweg an. Wie weit ist das überhaupt. Da Du einen Umzug anstrebst kann man da nur schwerlich über die theoretischen Möglichkeiten diskutieren

bis ca. 17/18 Uhr sich selbst überlassen… Oder geht sowas,
wenn ja wie handhabt Ihr das?

Das geht auf keinen Fall

Von hier aus mich woanders bewerben bringt nichts mehr, aus Erfahrung, die meisten suchen eher aus Wohnortnähe.

Das muss nicht so sein. Aber irgendwo einfach hinziehen und dann schauen, ob das mit nem Job klappt, halte ich nicht gerade für einfacher. Ich kann mir vorstellen, dass so auch eine Wohnungssuche nicht ganz einfach ist?

Und alleinerziehend ist ja schonmal der Hammer, da sehen sie gleich rot "die kommt aus einem anderen Ort und auch noch alleinerziehend,

Da hast Du leider recht. Ich war auch Alleinerziehende und eine Jobsuche war gar nicht so einfach. Ich weiß nicht, ob sich das heute gebessert hat. Damals war es auf jeden Fall schwierig.

Und wenns keinen Hort gibt oder gibts den auf jeden Fall in den alten BL? Und Tagesmutter - wie kommt man an so eine ran, übers Jugendamt? Geht das problemlos? Geht das nach EInkommen, was die dann kostet? Ich dachte auch, Tagesmütter gibt es nur für kleinere Kinder, vielleicht bis zum Kindergartenalter. Gibt es genug Tagesmütter oder sind die in den alten BL auch rar gesät?

Tagesmütter gibt es solange, solange Du bereit bis, dafür zu zahlen. Das geht auch nicht nach Einkommen. Allerdings wo heute die Preise dafür liegen, weiß ich nicht.
Hortplätze gibt es. Außerdem hab ich auch schon häufig gehört, dass Kindergärten Schulkinder (bis zur 3. Klasse) nach der Schule betreuen. Allerdings solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass das alles Kosten sind, die man selber tragen muss. In Deinem posting kommt es mir so vor, als ob Du denkst, dass das alles kostenfrei gestellt wird.

Am einfachsten ist natürlich, wenn man Verwandte, Freunde oder Bekannte hat. Das fällt bei Dir ja alles aus.

Ich würde trotzallem erst einen Job, dann eine Wohnung suchen und anschließend die Kinderbetreuung abdecken.

Was nützt es Dir denn, wenn Du in irgendein anderes Bundesland ziehst und dann dort dennoch keinen Job findest? Und ob man ohne einen Job eine Wohnung findet? Ich stell mir das aufjeden Fall schwierig vor.

LG

Sarah

Hallo,

Ehrlich gesagt bin ich immer wieder schockiert, wenn ich um
11.30 Uhr die Erstklässler nach Hause gehen sehe. Wer ist da
schon daheim?!

Das ist doch reine Spekulation. Du weißt doch gar nicht, wohin die Kinder gehen (ggf. zur Oma?) und es sind sehr viele Leute, wenn auch unfreiwillig, zu Hause. Bei 6 Mio. Arbeitslosen sind nun mal sehr viele zu Hause. Außerdem gibt es immer noch Familien, wo eine/r (meist die Mutter) mit der Berufstätigkeit aussetzt, oder arbeitet, wenn der Ehepartner zu Hause ist.

Einfach darauf zu schließen, dass alle Kinder, die alleine auf dem Schulweg nach Hause gehen und anschließend alleine sind, halte ich für gewagt.

LG

Sarah

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Hallo,

Das ist doch reine Spekulation. Du weißt doch gar nicht, wohin
die Kinder gehen (ggf. zur Oma?) und es sind sehr viele Leute,
wenn auch unfreiwillig, zu Hause. Bei 6 Mio. Arbeitslosen sind
nun mal sehr viele zu Hause. Außerdem gibt es immer noch
Familien, wo eine/r (meist die Mutter) mit der Berufstätigkeit
aussetzt, oder arbeitet, wenn der Ehepartner zu Hause ist.

Natürlich weiß ich nicht, wohin die Kinder gehen, aber sie gehen, und das finde ich schlimm genug ;o)
Allein das Selbstverständnis, dass jemand da zu sein hat, finde ich schockierend. Das häufig gar nicht die Möglichkeit besteht, eine Alternative zu wählen, als die Kiddies zum Mittag auf die Straße zu stellen.
Sicherlich gibt es schon Ansätze mit Ganztagsschule usw., aber bei weitem nicht ausreichend.

Einfach darauf zu schließen, dass alle Kinder, die alleine auf
dem Schulweg nach Hause gehen und anschließend alleine sind,
halte ich für gewagt.

Naja, so schlimm finde ich es nicht, wenn ein sechsjähriger (oder älter) mal eins, zwei Stunden allein ist. War ich ja auch (nach dem Hort). Aber von 12 bis meinetwegen 18 Uhr ist schon sehr lange.

Grüße!

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Hallo,

Natürlich weiß ich nicht, wohin die Kinder gehen, aber sie
gehen, und das finde ich schlimm genug ;o)

Das verstehe ich nun wirklich nicht, wie ist das gemeint? Warum ist es schlimm, dass Kinder gehen?

Allein das Selbstverständnis, dass jemand da zu sein hat,
finde ich schockierend. Das häufig gar nicht die Möglichkeit
besteht, eine Alternative zu wählen, als die Kiddies zum
Mittag auf die Straße zu stellen.

Das ist doch auch eine Vermutung. Wer stellt Kinder auf die Straße?
Ich war als Erstklässler auch rund 1 Stunde alleine zu Hause und das war mir gar nicht schlimm.

auch (nach dem Hort). Aber von 12 bis meinetwegen 18 Uhr ist
schon sehr lange.

Das habe ich auch nirgendwo behauptet. M.E. geht das auch auf keinen Fall. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das sehr häufig vorkommt, ausschließen, dass es das gibt, möchte ich allerdings auch nicht.

Sicherlich gibt es schon Ansätze mit Ganztagsschule usw., aber
bei weitem nicht ausreichend.

Das ist begrüßenswert, allerdings finde ich, auch aus anderen Gründen, als NUR wegen der Betreuung. Eine Betreuung für Kinder läßt sich immer irgendwie organisieren.

LG

Sarah

Hi Sarah,

Das muss nicht so sein. Aber irgendwo einfach hinziehen und
dann schauen, ob das mit nem Job klappt, halte ich nicht
gerade für einfacher. Ich kann mir vorstellen, dass so auch
eine Wohnungssuche nicht ganz einfach ist?

ok das mit der Wohnungssuche habe ich jetzt auch auch nicht bedacht, mag sein, dass das dann schwer ist, zumindest eine Wohnung ähnlicher (Wohn-)Qualität zu bekommen. Es fallen schon einige Aspekte rein die es zu bedenken gilt. Dazu habe ich mir ja hier auch die Anregungen gesucht.

Da hast Du leider recht. Ich war auch Alleinerziehende und
eine Jobsuche war gar nicht so einfach. Ich weiß nicht, ob
sich das heute gebessert hat. Damals war es auf jeden Fall
schwierig.

wie lange hast Du denn nach einem Job gesucht? Mein Junge ist ja inzwischen 5,5 Jahre und seit 3 Jahren suche ich.

Tagesmütter gibt es solange, solange Du bereit bis, dafür zu
zahlen. Das geht auch nicht nach Einkommen. Allerdings wo
heute die Preise dafür liegen, weiß ich nicht.
Hortplätze gibt es. Außerdem hab ich auch schon häufig gehört,
dass Kindergärten Schulkinder (bis zur 3. Klasse) nach der
Schule betreuen. Allerdings solltest Du Dir darüber im Klaren
sein, dass das alles Kosten sind, die man selber tragen muss.
In Deinem posting kommt es mir so vor, als ob Du denkst, dass
das alles kostenfrei gestellt wird.

also ich habe den Kindergartenplatz hier z.B. kostenfrei und ich dachte bei niedrigem Einkommen (so hoch wird meins gerade am Anfang nicht sein) würde man dann ggf vom Jugendamt auch von den Gebühren für Hort oder Tagesmutter teil-/befreit werden, oder hat man dann kein Recht mehr drauf, wenn Kind in die Schule kommt?

Wie gesagt dass es Tagesmütter auch für Schulkinder gibt, ist mir neu. Werde mich mal hier auf dem JA diesbezügl erkundigen.

Was nützt es Dir denn, wenn Du in irgendein anderes Bundesland
ziehst und dann dort dennoch keinen Job findest? Und ob man
ohne einen Job eine Wohnung findet? Ich stell mir das aufjeden
Fall schwierig vor.

hm na mal sehen…wie gesagt Anregungen zu eigenen Überlegungen sind schonmal gut. Dafür nochmal danke an Dich und die anderen

LG
Bärchen

danke eklastic, notiert :o)

Hi Bärchen,

wie lange hast Du denn nach einem Job gesucht?

Ich war damals nicht arbeitslos, ich wollte mich verändern. Deshalb habe ich mich immer wieder mal beworben. Ich wurde zwar so gut wie immer zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Aber dann kamen die merwürdigsten Bedenken. (Nur mal jene, die es auch ausgesprochen haben, ganz zu schweigen was ggf. nur gedacht wurde)

Z.B. sagte mir einer, ich könne heiraten und wegziehen. So ein Blödsinn, eine verheiratete Frau kann doch auch wegziehen, wenn ihr Mann versetzt wird, oder arbeitslos und woanders einen Job findet. Aber das nützte mir ja nix.
Einige male bekam ich auch zu hören, mein Kind könne krank werden.
Btw. ich war ein einziges mal einen halben Tag zu Hause, und das hat mir der Chef geschenkt. Der Verwaltungsaufwand das über die KK zahlen zu lassen, war ihm wegen der paar Mücken dann einfach zu viel.

Allerdings hatte ich auch Verwandte, die mir bei Krankheit des Kindes eingesprungen sind. Als mein Sohn mal in KH war, habe ich meine Fehlzeiten mit Überstunden abgebummelt.

Übrigens hatte ich ähnliche Probleme bei der Wohnungssuche. Für den sozialen Wohnungsbau hab ich zuviel verdient, für den freien Wohnungsmarkt (der damals noch angespannter und die Mieten dadurch höher waren) zu wenig. Fand ich dann wirklich eine, für mich bezahlbare, Wohnung, hat das nie geklappt. Bei „Alleinerziehend“ hatte ich von vorne herein schlechte Karten. Obwohl sicherlich manch Verheiratete eine schlechtere Zahlungsmoral haben. Ich habe niemals meine Miete zu spät bezahlt, aber was nützt das, wenn ich eine Wohnung gar nicht erst bekomme. Meine einzigste Chance war dann die, über eine Wohnungsbaugenossenschaft.

also ich habe den Kindergartenplatz hier z.B. kostenfrei und
ich dachte bei niedrigem Einkommen (so hoch wird meins gerade
am Anfang nicht sein)

Dazu kann ich keine aktuellen Aussagen machen. Vielleicht hat sich das ja heute geändert. Aber meines Wissens muss man die Beiträge selber zahlen. Vielleicht gibt es ja Zuschüsse. Aber wenn, dann ist das für mega-niedrige Einkommen. Ich würde einfach mal zum Jugendamt gehen und mich dort ausführlich informieren.

Tagesmütter, in dem Sinne, wie ich meinte, kann man sich jederzeit suchen. Das Jugendamt stellt zwar Kontaktadressen zur Verfügung, aber ob das immer so am Besten ist? und inwieweit das (finanziell)unterstützt wird, würde ich auch mal abfragen

von den Gebühren für Hort oder Tagesmutter teil-/befreit
werden, oder hat man dann kein Recht mehr drauf, wenn Kind in
die Schule kommt?

Ich möchte Dir da jetzt keine Fehlinformationen liefern. Da kann sich mittlerweile sehr viel geändert haben, deshalb ab zum Jugendamt und beraten lassen.

Hast Du denn überhaupt niemanden in ganz DE? Job- und Wohnungssuche würden sich sicherlich einfacher gestalten, wenn Du da erstmal eine Adresse hättest und ggf. Unterschlupf findest?

Andererseits… vielleicht noch eine Anregung
Ich würde mal beim Amt (Wohnungsamt?) nachfragen, in wie weit Dir da vielleicht eine Vermittlung zusteht? Eine Wohnung des sozialen Wohnungsbaus? Aber ich weiß nicht, ob das „bundesland/ortsfremden“ auch zusteht. Aber fragen macht schlau.
Vielleicht wird Dir auch eine Wohnung vermittelt, wenn Du einen Job nachweisen kannst?

Da fällt mir gerade ein…
damals hätte ich einen Job bekommen, wenn ich eine Tagesmutter hätte nachweisen können. Das Jugendamt hätte mir eine Tagesmutter vermittelt, wenn ich einen Job nachweisen hätte können. Die Quadratur des Kreises. Und hat mich irgendwie an den Hauptmann von Köpenick erinnert. Ich hab dann später trotzdem einen Job gefunden.

LG

Sarah

Hallo

Das Ding ist, dass ich im Frühjahr
nächsten Jahres den Wohnort wechseln möchte und zwar dahin, wo
die Jobchancen besser stehen und das ist nunmal in einigen
Teilen von Westdeutschland eher gegeben als hier.

Dann kannst du ja gleichzeitig darauf achten, dass in dein neuer Wohnort einigermaßen kinderfreundlich ist. Das ist auf jeden Fall wichtig. - Du solltest also nicht zu uns ziehen: Hier wollen die aus Geldmangel 20 Spielplätze schließen, aber für eine neue Stadthalle und eine neue Tiefgarage ist genug Geld da >=(

Egal, was du für eine Betreuung du für dein Kind findest: Achte auf jeden Fall darauf, dass er da auch mit anderen Kindern zusammenkommt (aber auch nicht zu viele! In manchen Grundschul-Übermittags-Betreuungen knubbeln sich wohl die Kinder auf sehr engem Raum.).

Am schönsten würde ich es mir vorstellen, wenn du eine Tagesmutter finden könntest, die eigene Kinder (mind. eins davon im gleichen Alter, die anderen eher älter) hat, und die evtl. mit einer Tagesmuttertätigkeit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen will: Spielkameraden fürs eigene Kind ständig da haben, und nebenbei etwas Geld verdienen. Wenn die Frau dann noch etwas pädagogische Fähigkeiten hat, und auch mal was unternimmt mit den Kindern, kann das ganz toll sein.

Wenn du schon weißt, in welche Stadt du willst, könntest du auch schon Anzeigen aufgeben.

Viele Grüße
Thea

Organisationstalent

damals hätte ich einen Job bekommen, wenn ich eine Tagesmutter
hätte nachweisen können. Das Jugendamt hätte mir eine
Tagesmutter vermittelt, wenn ich einen Job nachweisen hätte
können. Die Quadratur des Kreises.

Hallo,

in so einem Fall ist es dann günstig, wenn eine Nachbarin oder eine Bekannte/entfernte Verwandte mit anderem Namen unterschreibt, dass sie für die Betreuung des Kindes zuständig ist. Die Betreuungsperson wechseln kann man schließlich immer! Sie kommt mit dem Kind nicht zurecht, ihre Fingernägel brechen ab, was weiß ich. Jedenfalls hättest du schon mal den Wisch für den AG. Und damit weiter für 'ne richtige Tagesmutter über das JA. Allerdings sind die dort auch nicht üppig. Du müsstest weiter suchen über lokale Anzeiger oder Nachbarschaft. Ich habe damals über den Lokalanzeiger eine gefunden und eine andere später über einen Aushang in einem Kulturverein (oder sowas). Auch Kindergärten sind gut, die Mütter wollen sich vielleicht mal einen € dazu verdienen.

Ich habe damals auch meine Tochter in der ersten KLasse gehabt und eine Nachbarin hat sie bis ich nach Hause kam betreut. Bezuschusst über das JA.

Eine Tagesmutter kann auch im Krankheitsfall des Kindes da sein, auch die Schließungszeiten der Horts sind dann kein Problem mehr. Es ist ein Kreuz, wenn du allein erziehst und die Betreuung selber regelst, weil keine Oma oder der Papa sich beteilgen. Auch dieses ewige Gebettel hängt einem dann zum Halse raus (sofern die Oma sich mal bereit erklärt). Und ständig bei anderen Müttern anzufragen bedeutet ja auch, dass man von seiner schmalen Zeit im Gegenzug ja deren Kinder zu betreuen hat. Also wie jetzt?!

Ich bin heilfroh, dass ich mit meiner Großen da durch bin (ich war AE als sie 3 wurde) und auch den Lütten nun in der 1. Klasse habe (den hatte ich gleich von Anfang an alleine). Die Betreuung geht bis 16 Uhr, freitags nur bis 15 Uhr. Meinen spärlichen Urlaub (28 Tage) verplempere ich dann mit dem Überbrücken von albernen Schließungszeiten (Brückentagen - morgen z. b. - Pfingstdienstag etc.). Schade. Da könnte ich meinen Urlaub tatsächlich als Urlaub nutzen - nämlich für mich - aber bei 6 Wochen Ferien in der Betreuung bleibt da keine Möglichkeit mal freie Zeit NUR für mich zu organsieren.

Tja, so isset in Deutschland. Bin ja selbst schuld - was hab ich auch Kinder bekommen?!

Kopf hoch, die Kinder werden älter!

Ich habe mich selbst organisiert: Es gibt ein regionales Forum Alleinerziehender (und „Teilzeiteltern“, bei dem wir uns austauschen und treffen. Es hilft manchmal schon, andere in ähnlicher Lage zu kennen; sehen, wie die das gemanagt haben. Sicher - gibt es auch schon Betreuungsaustausch zeitweise. Aber eine regelmäßige Betreuung können sich AEs selten bieten, da die meisten einfach nur die Kinder betreut haben müssen, selbst aber keine Zeit dafür anbieten können, andere Kinder im Gegenzug zu nehmen.

Himmel - das ist ja ein Roman geworden, eigentlich wollte ich nur mal kurz…

Liebe Grüße, mov

Hallo mov … ich wollt nur mal kurz :smile:,

ich war damals blutjung und ob der Unmöglichkeit an meine Grenze damals, gestossen. Heute würde mir das auch nicht mehr passieren. Aber ich war damals jünger, unsicherer und hab mich von solchen Sprüchen stumm machen lassen.

Ich hatte gottseidank, ein gutes Netz von Helfern.

Tja, so isset in Deutschland. Bin ja selbst schuld - was hab
ich auch Kinder bekommen?!

Ich hab ein Kind bewusst bekommen, weil ich mich nicht dagegen entschied. Er war vielleicht nicht geplant, aber durchaus gewollt. und ich würde es immer wieder so machen. Ich hatte meine Schwierigkeiten, davon ganz viel sogar, aber es ist alles gelungen und mein Sohn ist „gelungen“ Ich hab das alles ganz prima gemacht. wenn ich mir meinen Sohn so anschaue, hätt ich mir glatt nen Orden verdient. Was kümmern mich da die Begebenheiten. Ich hab das doch nicht gemacht, weil es so in DE ist, sondern OBWOHL es so in DE ist.
Und jetzt zerpflückt mich, ich kann damit leben. Ich weiss, dass ich meine Sache gut gemacht habe, so gut es eben ging. Ich habe IMMER mein bestes gegeben. Nicht mehr und nicht weniger. Manchmal war mein Bestes dünn, aber das passiert wohl der besten Familie

LG

Sarah

Hallo,

je nachdem, wo Du hinziehst, gibt es verschiedenen Angebote. Von „miserabel“ bis „ganz gut“. In Großstädten werden immer mehr Betreuende Grundschulen eingeführt, d.h. die Kinder können bis zum Nachmittag dort bleiben. Es gibt auch Kindertagesstätten, die sehr lange geöffnet sind und Betreuung von 7 - 17 Uhr anbieten - teilweise für Kinder bis zu zwölf Jahren.

Mach Dich vorher schlau!

Auf dem Land sieht es da oft sehr, sehr viel schlechter aus.

Eine von einer Kollegin praktizierte Methode fand ich auch nicht schlecht: Sie engagierte zusammen mit Gleichgesinnten eine Erzieherin, die die Kinder betreute (Elterninitiative). Teilweise muss so etwas aber durch das Jugendamt abgesegnet werden. Genaueres weiß ich leider nicht. Manchmal werden auch ausgebildete Erzieherinnen als Tagesmutter aktiv (während eigener Beurlaubung z.B.).

Gruß

Tja, so isset in Deutschland. Bin ja selbst schuld - was hab
ich auch Kinder bekommen?!

Sarah: das war ironisch gemeint… ich habe es auch alleine „durchgezogen“ - wer soll dich zerreisen? Ich sehe es ganz genaus so. Ich hätte gar nicht abtreiben können, wie der Vater verlangte (nach 3 Jahren Beziehung übrigens). 1. weil ich mich auf das Kind freute und 2. weil ich eh wusste, dass ich es erziehen kann (das erste Kind habe ich mittlerweile ja auch schon ein paar Jahre alleine gehabt). Ich fand, das wäre nur Faulheit oder Kneifen gewesen, sich dagegen zu entscheiden. Das hatte nix mit „das lebt doch schon“ oder solchen ethischen gründen zu tun. (Jetzt könnt ihr MICH zerpflücken :smile: )

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