Hallo ihr lieben Leute.
Hallo Katrin,
als erstes würde ich versuchen, herauszufinden, was schief läuft.
Das kann im häuslichen Bereich liegen (deine Freundin und er kommen mit den Pubertätsproblemen nicht wirklich klar, und der Junge am allerwenigsten),
in der Schule läuft was ziemlich sehr schräg (Brutalität auf dem Schulhof, Erpressung, Schlägereien, etc.),
sein Leben läuft derzeit aus dem Ruder und er weiß einfach nicht, wie er das wieder in den Griff bekommt.
Deine Freundin sollte seine Probleme auf jeden Fall für voll und sehr ernst nehmen, häufig fühlen sich pubertierende Jugendliche schlicht nicht ernst genommen und lehnen daraus folgend Gespräche ab. Vorwürfe, Vorhaltungen und Sprüche wie „Das hätte ich mir mal erlauben sollen“ oder „Oma hätte mich zur Schule geprügelt“ sollte sie gepflegt in die Tonne treten und da lassen.
Auch so Sachen wie " du weißt überhaupt nicht, wie gut du es hast und ich muss so schwer arbeiten um dich durchzukriegen, und was ist der Dank?" sollten nicht hier hin gehören.
Wenn deine Freundin nicht allein klar kommt, sollte sie einen Jugendpsychologen aufsuchen, den sie mit ihrem Sohn zusammen aussucht. Denn er ist die Hauptperson und er muss in erster Linie mit dem Menschen auf der anderen Seite klar kommen, zu dem Vertrauen fassen.
Ansonsten würde ich den unkonventionellen Weg gehen, mit der Lehrerin sprechen und darum bitten, den Stoff des Tages per email oder Papier zu bekommen und sich die Mühe machen, mit ihm hinsetzen und den Kram zuhause durchzuarbeiten, dass er den Anbschluss nicht wieder verliert und sich zusätzlich als Versager fühlt.
Lasst Blut abzapfen, ob er gesund ist, vielleicht liegt seine Antriebslosigkeit in gesundheitlichen Problemen. Ausserdem würde ich in Erwägung ziehen, eine Drogenscreening machen zu lassen, aber bitte nicht heimlich.
Daraus ergibt sich sicherlich schon eine Menge. Voraussetzung ist ein intensives Interesse und echte Hilfsbereitschaft ohne Vorwürfe und Streß.
Vielleicht ergibt sich auch, dass er einfach momentan faul ist und einen kräftigen Tritt in den Allerwertesten braucht, den kriegt er damit auch, wenn er sieht und merkt, was alles veranstaltet wird um ihn auf den Weg zu kriegen :o).
Klar ist das mit viel Aufwand verbunden und läuft nicht einfach so nebenbei. Wenn man da selbst noch viel Streß am Hacken hat, ist es noch nerviger, wenn die lieben Kleinen nicht in der Spur laufen. Aber das ist der Job von Kindern: nicht so zu sein, wie wir das wollen ;o)
Hoffe, dass du mit meiner Meinung vielleicht ein bißchen weiterkommst, auf jeden Fall wünsche ich deiner Freundin und ihrem Sohn alle Kraft und auch die Zeit miteinander, um wieder klar zu kommen!
Ach ja, was ich nicht verstehe, Grundschule endet mit der 4., nicht mit der 7. …? Freud´scher Verschreiber oder liegt hier schon der Hase im Pfeffer??? Bitte um Aufklärung! Danke ;o)
Liebe Grüße
Sabine
Ich bzw. meine Freundin braucht Hilfe. Sie ist so langsam
wirklich mit ihren Nerven am Ende und weiß nicht mehr weiter.
Das Problem ihr jüngster Sohn (14 Jahre alt). Er schwänzt die
Schule, die hat schon mit den Klassenlehrer und der
Vertrauenslehrerin gesprochen, es hilft alles nix, die hat
auch schon viele, viele Male mit ihm darüber gesprochen um zu
verstehen warum er das macht. Aber es hilft nix und das alles
ist seit dem Letzten Schuljahr (als er von der 6. in die 7.
Klasse kam). Seit der 7. Klasse hat alles angefangen, er ist
von der Grundschule in die Gesamtschule gewechselt. Seine
Mutter (meine Freundin) hat extra eine dörflichere Schule
gewählt und er wollte ja auch, aber er hat damals schon
ständig auf sturr gestellt, dann ist er letztes Jahr sitzen
geblieben und hat in eine Schule gewechselt die gleich um die
Ecke ihrer Wohnung ist.
Könnt ihr ihr vielleicht mit Ratschlägen helfen, wenn reden
nicht mehr hilft?
Vielen Dank schon mal im Voraus.