Schuluniform gegen Burka?

Grad bei tonline:
http://onnachrichten.t-online.de/c/00/00/26/264.html

Jetzt erklär mir mal einer folgendes: Ein Zwang, bestimmte Kleidungsstücke in der Schule tragen zu müssen soll dem Trend entgegenwirken, dass Kopftücher und Burkas (sozusagen das Sinnbild des Kleidungszwanges) getragen wird?

Zwang wird durch Zwang ersetzt?

Wie wird dem Zwangskleidungtragen entgegengewirkt, wenn die Kinder lernen, vorgeschriebene Einheitskleidung zu tragen? Das ist doch gerade ein Schritt Richtung Kopftuch und Burka, oder etwa nicht?

Nick

Hallo Nick,

Grad bei tonline:
http://onnachrichten.t-online.de/c/00/00/26/264.html

Jetzt erklär mir mal einer folgendes: Ein Zwang, bestimmte
Kleidungsstücke in der Schule tragen zu müssen soll dem Trend
entgegenwirken, dass Kopftücher und Burkas (sozusagen das
Sinnbild des Kleidungszwanges) getragen wird?

Zwang wird durch Zwang ersetzt?

Wie wird dem Zwangskleidungtragen entgegengewirkt, wenn die
Kinder lernen, vorgeschriebene Einheitskleidung zu tragen? Das
ist doch gerade ein Schritt Richtung Kopftuch und Burka, oder
etwa nicht?

Kommt darauf an, was man erreichen will.
Hier in Basel laufen auch gerade entsprechende Tests an verschiedenen Schulen und in anderen Teilen der SChweiz wird auch gerade über Schuluniformen laut nachgedacht.

Allerdings gehts nicht gegen Kopftücher und Burkas, sondern darum, die ganzen Probleme, welche durch den Markenklamottentrend enstanden sind zu unterbinden. Wenn jeder die selbe Kleidung hat, macht es keinen Sinn mehr einem anderen Kleidungsstücke, unter gewaltandrohung, abzunehmen.
Zudem werden auch alle Diskussionen, wie, welche Rockkürzelänge noch gestattet werden kann oder ob durchsichtige Blusen getragen werden sürfen, hinfällig.

MfG Peter(TOO)

Gegen die Uniform, gegen die Verschleierung
Ich halte von Schuluniformen überhaupt nichts.

Der einzige Grund, warum plötzlich nach Uniformen geschrien wird ist Faulheit.

a) Dann sehen die deutschen Schüler ja top aus, so wie in anderen Ländern. Unser Bildungssystem ist zwar Schrott, aber macht ja nix, man sieht gut aus.

b) Wenn es keine Markenklamotten mehr gibt, dann sind es halt die Haare. Oder die Nase. Oder mal wieder die Hautfarbe. Kinder finden immer etwas wegen dem sie sich besser als andere fühlen.
Markenklamotten wegzusperren hilft kein Stück, im Gegenteil, den Kindern wird die Möglichkeit genommen, eine eigene Linie zu entwickeln, sich einen Stil zuzulegen, ihre Persönlichkeit durch Kleidung auszudrücken.
Ok, das mag für kleine Schulkinder nicht gelten- an Grundschulen sehe ich Uniformen auch nicht als Problem- wohl aber, wenn aus den Kindern Jugendliche werden die lernen müssen selbst entscheidungen zu treffen.
Oder haben eure Eltern euch auch in der 10. Klasse noch das Butterbrot geschmiert?

Die Geschichte mit den Markenklamotten ist in Wirklichkeit nur das Ergebnis davon, dass die Lehrer keine Möglichkeit haben den Mist, den manche Eltern bei ihren Kindern verzapfen, zu unterbinden.
Und dann gibt es Mobbing, Degradierung und Cliquenkriege. Doch die Markenklamotten sind nur ein kleiner Teil davon und vollkommen ersetzbar durch jegliche andere Form von „Anderssein“.

Wenn man DAS unterbinden will gibts nur eins: Schuluniform, Haare einheitlich auf 5 mm stutzen, blond färben, blaue Kontaktlinsen rein, weißes Make Up, wachstums-hemmer oder unterstützter und absolut gleicher Speiseplan und Freizeitbereich.

DANN wird es eventuell mit etwas Glück keine Degradierungen mehr geben.

Viel Spaß.

H wie Hola.

Man konnte regelrecht die Uhr danach stellen, bis jemand Deines Alters sowas fabriziert.

Der einzige Grund, warum plötzlich nach Uniformen geschrien
wird ist Faulheit.

Das wird schon seit Jahren, beinahe Jahrzehten diskutiert. Wenn Du die entsprechenden Themen immer nur dann wahrnimmst, wenn es BILD & Co. - oder andere - hochkochen, ist das tatsächlich ein Zeichen von Faulheit. Nämlich der Deinigen.

…Wenn es keine Markenklamotten mehr gibt, dann sind es halt
die Haare. Oder die Nase. Oder 'mal wieder die Hautfarbe.

Nonsens.

  1. Als ob es jetzt anders wäre…

  2. Harmlose „Grausamkeiten“ der Kinder in diese Richtung gehören schon seit Anbeginn der Zeit dazu.

  3. Diese recht junge Tendenz zur Oberflächlichkeit (über evolutionsbiologische Grundmuster hinaus) ist den Medien geschuldet.
    Schalte spaßeshalber den Fernseher ein und dann durchdenke die Bemerkung weiter oben nochmal.

Markenklamotten wegzusperren hilft kein Stück, im Gegenteil,
den Kindern wird die Möglichkeit genommen, eine eigene Linie
zu entwickeln, sich einen Stil zuzulegen, ihre Persönlichkeit
durch Kleidung auszudrücken.

Genau! Mein Gott! Die armen Kinder!

Die haben es schon schwer, sich unter diesem unendlich eingeschränkten Merkel-Regime ungehindert zu entfalten. Antiautoritäre Erziehung; Laissez-faire-Haltung der staatlichen Bildungseinrichtungen; extrem medial geprägte, von Kindesbeinen an in die Köpfe gepreßte Werte, Vorbilder, verquere Lebensentwürfe; freie Berufswahl; Meinungsfreiheit; Glaubensfreiheit; … [Stunden später] … - ja, also echt! Da kann man schon den Kopf schütteln, wie die Partei hier versucht, mit der Schuluniform den letzten Rest Individuum zu vernichten!

Die Geschichte mit den Markenklamotten ist in Wirklichkeit nur
das Ergebnis davon, dass die Lehrer keine Möglichkeit haben
den Mist, den manche Eltern bei ihren Kindern verzapfen, zu
unterbinden.
Und dann gibt es Mobbing, Degradierung und Cliquenkriege. Doch
die Markenklamotten sind nur ein kleiner Teil davon und
vollkommen ersetzbar durch jegliche andere Form von
„Anderssein“.

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Ist die Schuluniform da, so wird es mit Sicherheit andere Baustellen geben. Die Frage ist ein klares „Und??“. Dann wird eben der nächste Mißstand angegangen, und dann der nächste, und der nächste.

„Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen…“ las man einst im Faust. Stete Verbesserung durch neue Schwierigkeiten ist ein Grundprinzip menschlicher Entwicklung - natürlich ist es bequemer, lieber den ersten Schritt zu scheuen, jahreland darüber zu diskutieren und schlußendlich nichts zu tun. Bravo. Eine hervorragende Mentalität, die wir da momentan haben.

Wenn man DAS unterbinden will gibts nur eins: Schuluniform,
Haare einheitlich auf 5 mm stutzen, blond färben, blaue
Kontaktlinsen rein, weißes Make Up, wachstums-hemmer oder
unterstützter und absolut gleicher Speiseplan und
Freizeitbereich.

Das ist ja wohl mehr als polemisch.

Als Paradebeispiel kann man doch Japan sehen. Dort hat sogar jede Schule ihre eigen Uniform. Eine Uniform ist es trotzdem noch - sogar eine optisch gelungene. Es ist doch lächerlich, wenn sich hier in diversen Versuchen die Schüler abwenden und man dann sieht, welche FETZEN und LUMPEN da getragen werden sollen. Ein paar simple Vorgaben (sieh Japan) - Randbedingungen sozusagen - und dann geht es los.

Über solche banalen und offenkundig sozial wirksamen Dinge wie Schuluniformen wird immer wieder nur in Deutschland geredet…und geredet…es hört gar nicht auf, aus allen Ecken zu reden.

MfG

P.S.

Kinder finden immer etwas wegen dem sie sich besser als andere
fühlen.

Kleiner Hinweis für das bevorstehende Sinologiestudium: Das Wörtchen ‚wegen‘ fordert den Genitiv, wie bspw. bei „wegen des Regens“.

Grad bei tonline:
http://onnachrichten.t-online.de/c/00/00/26/264.html

Zwang wird durch Zwang ersetzt?

Hast Du den Artikel wirklich gelesen???

Da wird doch lediglich berichtet, wie es in einigen wenigen Schulen anläuft, die Schulkleidung eingeführt haben.
Diese ist nicht bindend, weil das Grundgesetz dieses untersagt.

Es geht lediglich darum, dass es endlich mal Schulen gibt, die es ihren Schülern ermöglicht, sich und ihre Schule zu repräsentieren.

Da steht nichts von Zwang.

Was schlaue Leute und Politiker da reininterpretieren ist zweitrangig.

Nicolle

H wie Hola.

Man konnte regelrecht die Uhr danach stellen, bis jemand
Deines Alters sowas fabriziert.

Der einzige Grund, warum plötzlich nach Uniformen geschrien
wird ist Faulheit.

Das wird schon seit Jahren, beinahe Jahrzehten diskutiert.
Wenn Du die entsprechenden Themen immer nur dann wahrnimmst,
wenn es BILD & Co. - oder andere - hochkochen, ist das
tatsächlich ein Zeichen von Faulheit. Nämlich der Deinigen.

Oh ja sorry, wie konnte ich nur die Dreistigkeit begehen und nie Bild lesen? Frechheit von mir. Echt mal. Wie konnte ich es auch wagen auf die jetztige Diskussion einzusteigen? Ich dummdödel.
Natürlich gibts die Diskussion seit Jahren, und wenn der Mist erstmal eingeführt wird, wird es auch immer die Diskussion darüber geben, ob man’s nicht doch wieder abschafft.

…Wenn es keine Markenklamotten mehr gibt, dann sind es halt
die Haare. Oder die Nase. Oder 'mal wieder die Hautfarbe.

Nonsens.

  1. Als ob es jetzt anders wäre…

Hab ich nicht behauptet.

  1. Harmlose „Grausamkeiten“ der Kinder in diese Richtung
    gehören schon seit Anbeginn der Zeit dazu.

Du bist dir aber darüber im klaren das „harmlose Grausamkeiten“ ein Paradoxon sind, ja? Es gibt keine harmlosen Grausamkeiten, entweder ist etwas harmlos, oder Grausam. Wer meint Grausamkeiten seien was harmloses, putziges was halt dazu gehört hat eindeutig zu viele Filme konsumiert.

  1. Diese recht junge Tendenz zur Oberflächlichkeit (über
    evolutionsbiologische Grundmuster hinaus) ist den Medien
    geschuldet.
    Schalte spaßeshalber den Fernseher ein und dann durchdenke die
    Bemerkung weiter oben nochmal.

Und was bitte macht das besser? Oh, die Medien habens verschuldet, dann müssen wir ja nix dran ändern…

Markenklamotten wegzusperren hilft kein Stück, im Gegenteil,
den Kindern wird die Möglichkeit genommen, eine eigene Linie
zu entwickeln, sich einen Stil zuzulegen, ihre Persönlichkeit
durch Kleidung auszudrücken.

Genau! Mein Gott! Die armen Kinder!

Die haben es schon schwer, sich unter diesem unendlich
eingeschränkten Merkel-Regime ungehindert zu entfalten.
Antiautoritäre Erziehung; Laissez-faire-Haltung der
staatlichen Bildungseinrichtungen; extrem medial geprägte, von
Kindesbeinen an in die Köpfe gepreßte Werte, Vorbilder,
verquere Lebensentwürfe; freie Berufswahl; Meinungsfreiheit;
Glaubensfreiheit; … [Stunden später] … - ja, also echt! Da
kann man schon den Kopf schütteln, wie die Partei hier
versucht, mit der Schuluniform den letzten Rest Individuum zu
vernichten!

Wieso Partei? Du tust grade zu als wäre es ein persönlicher Feldzug von mir gegen irgendeine Partei. Bisher hat doch so gut wie jede Partei das Thema schon aufgegriffen (CDU, klar. Auch SPD, FDP, nur bei den Grünen noch nicht. Aber die Grünen sind auch ne Klasse für sich).

Wo gehobelt wird, fallen Späne. Ist die Schuluniform da, so
wird es mit Sicherheit andere Baustellen geben. Die Frage ist
ein klares „Und??“. Dann wird eben der nächste Mißstand
angegangen, und dann der nächste, und der nächste.

Angegangen. Ja sicher. Ich bin zwar jung, aber du bist da scheinbar wesentlich naiver.

„Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen…“
las man einst im Faust. Stete Verbesserung durch neue
Schwierigkeiten ist ein Grundprinzip menschlicher Entwicklung

  • natürlich ist es bequemer, lieber den ersten Schritt zu
    scheuen, jahreland darüber zu diskutieren und schlußendlich
    nichts zu tun. Bravo. Eine hervorragende Mentalität, die wir
    da momentan haben.

In welchem Faust? ich habe den Faust I hier liegen und diese Zeile ist nicht drin.
Entwicklung?
Hallo? Die *Entwicklung* war es die Schuluniform abzuschaffen, wir sind doch nicht mehr im Mittelalter.
Empfindest du eine Einführung der Schuluniform wirklich als „Neuentwicklung“ und Lösung aller Probleme? Lebst auf dem selben Planeten wie ich?

Ich behaupte auch nicht das man „nichts“ tun soll. Aber es bringt nix die Symptome zu bekämpfen wenn man nichts gegen die WURZEL des Problems tut.
Man muss den Kindern wieder beibringen Achtung und Respekt voreinander, vor den Eltern zu haben, anstatt sich die Zeit damit zu vertreiben sich gegenseitig wegen irgendeinem Mist fertig zu machen- und es kann ja wirklich alles sein.
Die Schuluniform einzuführen und zu denken „Oh, toll. Jetzt ist alles in Ordnung“ führt zu Augenklappen, und nix Anderem.

Wenn man DAS unterbinden will gibts nur eins: Schuluniform,
Haare einheitlich auf 5 mm stutzen, blond färben, blaue
Kontaktlinsen rein, weißes Make Up, wachstums-hemmer oder
unterstützter und absolut gleicher Speiseplan und
Freizeitbereich.

Das ist ja wohl mehr als polemisch.

Das entspricht deinen eigenen Worten weiter oben: Dann wird eben das nächste Problem angegangen… was wär das nach den Schuluniformen denn? Frisur? Warum nicht, in Nordkorea läuft’s doch schon so.

Als Paradebeispiel kann man doch Japan sehen. Dort hat sogar
jede Schule ihre eigen Uniform. Eine Uniform ist es trotzdem
noch - sogar eine optisch gelungene. Es ist doch lächerlich,
wenn sich hier in diversen Versuchen die Schüler abwenden und
man dann sieht, welche FETZEN und LUMPEN da getragen werden
sollen. Ein paar simple Vorgaben (sieh Japan) -
Randbedingungen sozusagen - und dann geht es los.

Die Schuluniformen in Japan sind ja noch „nett“ allerdings sehe ich in D eher grobstrick-Pulunder in Ausfluss-Gelb und Schimmelgrün.
Natürlich schreien jetzt viel nach Japan, besonders die Manga-verrückten kleinen Fangirls die sowieso alles in der Welt am liebsten wie Japan hätten.
Aber hat mal wer auf das restliche Schulsystem in Japan geschaut?

Hast du dich mal darüber informiert was für schwere und wirklich weittragende Mobbingfälle die dort haben? Da ist Mobbing kein Einzelfall mehr, das ist normal. Es ist sogar normal das regelmäßig Leute ihre Schullaufbahn nicht schaffen weil sie vorher psychiatrische Hilfe brauchen oder im Krankenhaus landen. Und hast du dir mal die Suizidrate angeguckt?
Es gibt wirklich genug Informationen im Netz.

Achja. Die Toten sind dann wahrscheinlich die „Späne“ vom „Hobeln“, was?
Sorry, aber für mich ist das nicht tragbar und ich werde mit aller Kraft dafür sorgen, dass es in Deutschland nicht dazu kommt, und wenn ich selbst eine Partei gründen muss.

Über solche banalen und offenkundig sozial wirksamen Dinge wie
Schuluniformen wird immer wieder nur in Deutschland
geredet…und geredet…es hört gar nicht auf, aus allen Ecken
zu reden.

Reden ist besser als Schweigen. Was Deutschland mit Schweigen geschafft hast, solltest du jedem Geschichtsbuch entnehmen können, und das nicht nur an einer Stelle.

P.S.

Kinder finden immer etwas wegen dem sie sich besser als andere
fühlen.

Kleiner Hinweis für das bevorstehende Sinologiestudium: Das
Wörtchen ‚wegen‘ fordert den Genitiv, wie bspw. bei „wegen des
Regens“.

Danke für die Info :smile:

Gruß,
Kate

Hallo,
Ich habe noch NIE eine Schülerin in Burka gesehen und kenne niemand
(viele Leherer im Bekanntenkreis), die diesen Fall kennen. Und ich
wohne in Berlin. Ich habe auch höchstens einmal alle Paar Jahre mal ine
erwachsene Frau auf der Strasse in einer Burka gesehen.
Wenn also in einem Kaff in Bayern ein Mädchen in Burka zur Schule
geschickt wird, kann das kaum ein Argument sein bundesweit eine
Schuluniform einzuführen.
Ein akzeptabeler Grund für eine Schuluniform finde ich, dass ein Kind
nicht seine soziale Herkunft augenscheinlich mit sich herumtragen muss.
Viele Grüße
Chili

Argumentationslücke

Grad bei tonline:
http://onnachrichten.t-online.de/c/00/00/26/264.html

Zwang wird durch Zwang ersetzt?

Hast Du den Artikel wirklich gelesen???

Schon, aber Du offensichtlich weder meinen noch den verlinkten.

Da wird doch lediglich berichtet, wie es in einigen wenigen
Schulen anläuft, die Schulkleidung eingeführt haben.
Diese ist nicht bindend, weil das Grundgesetz dieses
untersagt.

Es geht lediglich darum, dass es endlich mal Schulen gibt, die
es ihren Schülern ermöglicht, sich und ihre Schule zu
repräsentieren.

Da steht nichts von Zwang.

Da steht erstens sehr wohl etwas von Zwang, und zwar soll für die 5. und 6. Klasse eine „Schulkleidung“ vorgeschrieben werden.

Und zweitens gings mir gar nicht darum, was in den Schulen passiert, sondern allein um die Argumentation: „Zwangskleidung (Schuluniform) hilft gegen Zwangskleidung (Kopftuch).“ Eine Argumentation, die in meinen Augen sich selbst widerspricht.

Nick

Hallo Nick,

Jetzt erklär mir mal einer folgendes: Ein Zwang, bestimmte
Kleidungsstücke in der Schule tragen zu müssen soll dem Trend
entgegenwirken, dass Kopftücher und Burkas (sozusagen das
Sinnbild des Kleidungszwanges) getragen wird?

Was mir dazu einfällt:
Die Pro- und- Contra- Argumente zur Schuluniform sollen hier jetzt mal nicht das Thema sein, nur das scheinbare „Pro“- Argument, dass dem Tragen von Kopftüchern entgegengewirkt werden soll.

OK, nehmen wir also an, dass Schuluniformen flächendeckend eingeführt werden und dazu gehört, dass jegliche Kofbedeckungen, die nicht Teil der Uniform sind, nicht getragen werden dürfen.
Dann kommt vielleicht Schülerin X, deren Glauben es verlangt, dass sie ein Kopftuch/ Turban/ Strickmütze/… trägt und klagt, weil sie in der freien Ausübung ihrer Religion behindert wird. Was dann?

Bekommt sie Recht, war alles umsonst. Bekommt sie nicht Recht und das Gericht entscheidet, dass die Schule bzw. der Staat entscheiden darf, was die Schüler tragen, dann hätte man wohl ein generelles Kopftuchverbot auch so erlassen können. (mal davon abgesehen, dass eine Entscheidung in dieser Frage sehr lange dauern kann -> siehe jetziger Kopftuchstreit). Oder habe ich etwas übersehen?

Als einziges Argument für die Schuluniform kann ich das Kopftuchtragen wegen obiger Argumentation nicht sehen. Entweder man findet noch andere Gründe, um Uniformen einzuführen oder man sagt gleich, dass es eigentlich nur um ein Verbot des Kopftuches (s. Frankreich) geht.

Zwang wird durch Zwang ersetzt?

Generell muss das noch nichts Schlechtes sein. Im Prinzip sind alle Gesetze eine Art Zwang. Man kann immer Beispiele konstruieren finden, wo ein Zwang (durch die Familie) durch einen anderen (vom Staat) ersetzt wird und das wohl nicht als generell schlecht angesehen wird. Bsp: Eine gläubige Familie möchte nicht, dass ihr Kind in die Schule geht, weil es dort
i)Böse Sachen (Evolution) lernt
ii)von anderen Kindern schlecht beeinflusst wird
iii)auf eine andere Weise der Hölle anheim fällt
In solchen Fällen muss das Kind aber. Schulpflicht=Zwang?

Gruß
Kati

Also, ich persönlich bin auch FÜR Schuluniformen (SU) oder zumindest für festere Regeln, was getragen werden darf und was nicht. Sehr viele Länder der Welt haben SU, warum sollten wir sowas nicht auch haben? Die Leute dort finden auch nichts schlechtes daran, und wenn wir die erst mal 20 Jahre haben, dann wird man hier auch sagen „es gehört eben dazu“.

Und um den Punkt auszuräumen, was die Entfaltungsmöglichkeiten angeht: Sicher werden die Kinder/Jugendlichen gezwungen, den ganzen Tag, die ganze Woche, ja sogar in den Ferien in der SU rumzulaufen!

Ich würde jetzt gern mehr schreiben, muss aber mein Essen fassen, sonst fall ich noch um,…

PS: Auch in Foren empfiehlt es sich, Kommata (.,;:smile: in ausreichender Anzahl zu verwenden.