Schulverweigerung

Hallo
Die Hamburger Behörden wollen nach dem Hungertod eines kleinen Mädchens die Schulpflicht stärker durchsetzen.
Im Kreis Paderborn haben wir eine Gruppe streng religiöser Baptistenfamilien, die Ihre Kinder schon monatelang der Schulpflicht entziehen. Die Behörden sind hilflos. Sie werden von diesen Eltern vorgeführt und die Behörden lassen sich vorführen.
Hier ein Link
http://www.wdr.de/themen/kultur/bildung_und_erziehun…

Der Link is schon etwas älter aber das Problem ist IMMER noch nicht gelöst.
Jochen

Hallo Jochen!

Wie Du aus meiner Vika ersehen kannst, wohne ich mitten drin und bekomme die Infos zu den Schulverweigerern täglich frisch.

Was meinst Du wohl, wie sauer die Mehrzahl der Bevölkerung hier ist!!
Es wird vermittelt, bis der Arzt kommt. Gespräche über Gespräche, z.T. bis zu nachtschlafender Stunde.

Als Elternvertreterin habe ich damals an der Grundschule auch hautnah die Vorstellungen der Eltern miterlebt.
Sportunterricht, Schwimmunterricht, Sexualkunde, Klassenfahrten- oder Feste, das alles ist „Schweinkram“.

Wenn ich mir überlege, wieviel Geld und Zeit hier investiert wird, um dem Gesetz mehr als genüge zu tun, geht mir der Hut hoch.

Nicht nur unser Sohn sitzt an Schulmobiliar, das antiquiert und viel zu klein für die mindestens 1,85-Jungs ist, Unterricht fällt aus, an allen Ecken und Enden fehlt Geld für die Bildung, und an anderer Stelle wird es m.E. (wie bei den Schulverweigerern) aus dem Fenster geworfen.

Und es ärgert mich einfach, dass so viele integrationswillige Menschen hier keine Schnitte bekommen, während andere ihre eigenen Ghettos ganz bewusst errichten und dann mögicherweise auch noch damit durchkommen.

Angelika

Hi

Der Link is schon etwas älter aber das Problem ist IMMER noch
nicht gelöst.

11.01.05 - und wurden sie nun zwangsweise dem Unterricht zugeführt? Müsste doch passiert sein? Werden die Kosten für diese Art von „Taxi“ den Eltern in Rechnung gestellt? Ich kann es nur hoffen.

Die Entziehung des Sorgerechts dürfte eine lange und schwierige Geschichte werden. Wie ist die Sachlage derzeit?

Hallo Jochen,

ich erinnere mich noch gut an eine Klassenkameradin, die in der ersten Klasse von ihren Eltern daheim gehalten werden sollte, um dort im Haushalt zu helfen, und überhaupt würde die Schule sie nur verderben, das bräuchte sie nicht.

Nach mehreren unentschuldigten Fehltagen (und sicherlich auch Telefonaten zwischen Schule und Eltern, die wir anderen Kinder natürlich nicht mitbekommen haben) ist sie dann regelmäßig mit der Polizei zur Schule gekommen. Nämlich immer dann, wenn sie wieder mind. einen Tag unentschuldigt gefehlt hatte…

Weiß nicht mehr, wie es ausging, aber es war der Kleinen damals unheimlich peinlich, das vor der ganzen Klasse zugeben zu müssen, dass ihre Eltern sie nicht zur Schule gehen lassen wollten. Darum ist es mir sicherlich noch im Kopf geblieben.

Fazit meines Beitrags: Warum ging es damals und heute nicht mehr?

Grüße
Natascha

Hallo,

Weiß nicht mehr, wie es ausging, aber es war der Kleinen
damals unheimlich peinlich, das vor der ganzen Klasse zugeben
zu müssen, dass ihre Eltern sie nicht zur Schule gehen lassen
wollten. Darum ist es mir sicherlich noch im Kopf geblieben.

Fazit meines Beitrags: Warum ging es damals und heute nicht
mehr?

ES GEHT natürlich, ist aber auch eine Frage des politischen Willens. Gesetze sind eben auch auslegbar (" … kann zugeführt werden …").

Die Hamburger Behörden wollen nach dem Hungertod eines kleinen
Mädchens die Schulpflicht stärker durchsetzen.

selbst schuld. Sollen sie mal versuchen. Jeden Tag einen Bullen abordern, der den Kleinen seinem alleinseligmachenden Schulbetrieb zuführt, dürfte selbst für die Behörde ein klein wenig ermüdend sein. Ich kann den Eltern nur zurufen: Weiter so! Keiner kann Eurem Sprößling vorschreiben, wieviel Rechnen oder Schreiben er sich reinzieht. Keiner!!

Die Behörden sind hilflos. Sie werden

von diesen Eltern vorgeführt und die Behörden lassen sich
vorführen.

Und das ist gut so.

Hier ein Link
http://www.wdr.de/themen/kultur/bildung_und_erziehun…

Vergiß den Link. Interessiert niemand.

Der Link is schon etwas älter aber das Problem ist IMMER noch
nicht gelöst.

Tja, Jochen, vielleicht haben wir hier überhaupt kein Problem. Wer sagt denn eigentlich, daß Kidz zur Schule gehen müssen, um schlau zu werden? Der Nobelpreisträger Bertrand Russell hat keinen müden Tag in der Penne zugebracht. Und der war nicht der einzige, der Schule nicht mochte und später eine Größe wurde. In den 60ern (die ich nicht verherrlichen möchte) gab es den sattsam bekannten Spruch: „Unter den Talaren der Mief von 1000 Jahren“. Eben solches trifft auf die Schule zu. Sie ist in ihrer heutigen Form so gut wie wertlos.

Gruß

und schlaft weiter!

jo perrey (ex-OStR Gymnasium)

jo perrey (ex-OStR Gymnasium)

Ja, in der Tat, manchmal irren die Behörden, sogar wenn es um Beförderungen vom StR zum OStR geht, oder nicht?

Wenn ich deine diversen Äußerungen hier so anschaue, dann frage ich mich, ob du deinen Beamtenstatus noch ruhigen Gewissens damit vereinbaren kannst. Einem normalen Arbeitgebener gegenüber würde man das Rufschädigung nennen.

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In einem uneffektiven Unrechtssystem tätig zu sein heißt noch lange nicht ein inkompetenter Lehrer sein, und Beförderungen werden bei uns nicht nach Gesinnungstreue vergeben. Die Zeiten sind vorbei. Auch wenn sie von Bürgern wie Ihnen zurückgewünscht werden.
Im übrigen: Schnüffler („diverse Äußerungen“) sind mir zuwider.

Alles klar, Kleiner?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

@ Jo: fair bleiben!
Hallo Jo!

Für mein Empfinden ist es schon harter Tobak, wenn man einem anderen User (der sich u.a. häufig in den Brettern Kinder, Schule etc. aufhält - ebenso wie ich übrigens -) die Bezeichnung „Schnüffler“ auf´s Auge drückt und ihn dann mit „Kleiner“ bezeichnet.

Ich habe Michael für sein posting bezüglich der Verwaltungs-Dienstgrade ein Sternchen gegeben. Und zwar gerne.
Warum?
Weil auch ich mitunter kopfschüttelnd über Deinen Beiträgen saß und dachte, das darf doch einfach nicht wahr sein. Solche Vorschläge aus dem Mund eines ehemaligen Beratungslehrers??

Wenn Dir das hiesige Schulsystem offenbar so missfällt, warum führst Du dann in Deiner Unterschrift immer den „Titel“ Ex-Oberstudienrat?

Angelika

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Wenn Dir das hiesige Schulsystem offenbar so missfällt, warum
führst Du dann in Deiner Unterschrift immer den „Titel“
Ex-Oberstudienrat?

Auch aus Saulus wurde bekanntlich irgendwann mal ein Paulus. Ich war es allerdings schon zu aktiven Zeiten, und die Aufsichtsbehörde hatte zuweilen alle Hände voll zu tun mit mir. Natürlich kann ich den Zusatz der Berufsbezeichnung auch weglassen, aber ich meine, es könnte nicht schaden, wenn der geneigte Leser weiß, es sitzen nicht nur angepaßte pädagogische Schrumpfköpfe hinter dem heimischen Schreibtisch.

Hallo Jo,

aber ich meine, es könnte nicht schaden, wenn der
geneigte Leser weiß, es sitzen nicht nur angepaßte
pädagogische Schrumpfköpfe hinter dem heimischen Schreibtisch.

Dafuer hinterlaesst du den Eindruck, dass hier ein
Schrumpfkopf sitzt, der allen, die versuchen ihren Kindern
die Schule so gut wie moeglich, so akzeptabel, so profitabel
wie moeglich zu gestalten (denn die Kinder muessen ja
hingehen, nicht ich!), einfach nur vorwirft, sie seien
angepasste Spiesser.

Ich mag mit dem deutschen Schulsystem nicht 100%ig
gluecklich sein (ich weiss es noch nicht, meine Erfahrungen
sind begrenzt), aber ich weiss, dass meine Kinder

  1. hin muessen - sie brauchen Schulbildung
  2. hin wollen - sie brauchen den Austausch mit Gleichaltrigen,
    ich bin nicht in der Lage auch nur annaehernd die gleichen
    Moeglichkeiten fuer soziale Kontakte fuer sie zu organisieren.

Ich werde mich immer fuer meine Kinder einsetzen, aber
ihnen von vorneherein zu vermitteln, dass Schule nur doof und
unwichtig ist, macht es ihnen im Leben ganz bestimmt nicht
leichter.

Ich hab zwar bis jetzt erst 6 Monate Erfahrung mit deutschen
SChulen, aber dafuer hab ich mit meinen Kindern bereits die
vierte Schule durch – bis jetzt bin ich immer gut gefahren,
wenn ich den Lehrern vertrauensvoll entgegen gekommen bin.
Und erstmal davon ausgegangen bin, dass niemand absichtlich
nur das Schlechteste fuer die Schueler will.

Gruesse
Elke

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Hallo Jo,

… hinterlaesst du den Eindruck, dass hier ein

Schrumpfkopf sitzt

danke für den neuen Titel. Können wir uns auf SOR (Schrumpf-Oberrat) einigen?

(denn die Kinder muessen ja

hingehen, nicht ich!)

das war der Punkt, richtig. Sie müssen. Und zwar immer länger, je älter die Geschichte von Schule in westlichen Breiten geschrieben wird (die Schulpflicht in Preussen begann mit 2-3 Stunden 2- bis 3mal wöchentlich).
In anderen Kulturen lesen Kinder 10 Stunden/Tag den Koran (und es würde ihnen nicht gut bekommen, wenn sie es nicht täten); bei uns marschieren sie in aller Herrgottsfrühe zu ihren Bildungskästen, wo sie alles mögliche Nützliche über Jesus lernen, über den Generationswechsel beim Farn und über Gerhart Hauptmann und die Weber, wo sie über Holzpferde springen und eine Note dafür bekommen, und wo sie was auf die Finger bekommen, wenn sie das Komma falsch setzen.

sie brauchen den Austausch mit Gleichaltrigen,

ich bin nicht in der Lage auch nur annaehernd die gleichen
Moeglichkeiten fuer soziale Kontakte fuer sie zu organisieren.

Das ist die traurige Tatsache: der soziale Wandel, im Grunde: der Arbeitsmarkt, bestimmt das denaturierte Dasein unserer Kinder.

ihnen von vorneherein zu vermitteln, dass Schule nur doof und
unwichtig ist, macht es ihnen im Leben ganz bestimmt nicht
leichter.

Das sehe ich auch so. Es hat wenig Sinn, den Kindern das Verquere ihrer Situation vorzuhalten.

bis jetzt bin ich immer gut gefahren,

wenn ich den Lehrern vertrauensvoll entgegen gekommen bin.

Das ist auch im Sinne der Kooperation zwischen Elternhaus und Schule. Was viele Eltern noch nicht begriffen haben.

Und erstmal davon ausgegangen bin, dass niemand absichtlich

nur das Schlechteste fuer die Schueler will.

Davon gehe ich auch aus. Obwohl ich in meiner Gutachter-Tätigkeit auch schon schwarze Schafe erlebt habe, die zuweilen entschlossen sind, alles zu tun, um dem Schüler zu schaden. Gottseidank ist diese Spezies selten.

SOR

Hi,

Tja, Jochen, vielleicht haben wir hier überhaupt kein Problem.
Wer sagt denn eigentlich, daß Kidz zur Schule gehen müssen, um
schlau zu werden? Der Nobelpreisträger Bertrand Russell hat
keinen müden Tag in der Penne zugebracht. Und der war nicht
der einzige, der Schule nicht mochte und später eine Größe
wurde.

und wie ist das Verhältnis zwischen diesen Menschen und denjenigen, die nur etwas wurden, weil sie in die Schule gingen?
Abgesehen davon ist Bertrand Russell ein nicht mehr ganz zeitgemäßes Beispiel, er verbrachte seine Jugend im vorletzten Jahrhundert.
Also bei den Beispielen kann ich deine Argument wirklich nicht folgen.

Gruß
Corneö

Als Elternvertreterin habe ich damals an der Grundschule auch
hautnah die Vorstellungen der Eltern miterlebt.
Sportunterricht, Schwimmunterricht, Sexualkunde,
Klassenfahrten- oder Feste, das alles ist „Schweinkram“.

Wer wollte einer bestimmten Glaubensrichtung die Ansicht verwehren, daß Sexualkunde „Schweinkram“ ist? Es ist zumindest ein komplett entbehrliches Fach. Macht vielleicht Sinn in Indien oder Namibia (Geburtenkontrolle), aber nicht in Deutschland. Schwimmunterricht ist ebenso entbehrlich, außer, man müßte ständig mit Sturmfluten rechnen. Sport sollte man treiben, wenn man dazu Lust hat - ohne Noten. Aber wer Kinder 6 Stunden am Tag zum Stillsitzen zwingt, hat vielleicht auch ein schlechtes Gewissen, und versucht, das Allernötigste nachzuholen … Klassenfahrten? Spaßzwang! Wegfahren und auf engstem Raum mit Leuten schlafen, die ich vielleicht sowieso nicht ausstehen kann? Da nehm ich lieber TUI. Oder warte, bis ich Betriebsausflüge machen darf.

Wenn ich mir überlege, wieviel Geld und Zeit hier investiert
wird, um dem Gesetz mehr als genüge zu tun, geht mir der Hut
hoch.

Maßlos übertrieben. Es muß nicht jeder Neuapostole und Baptist dieselben Ansichten über Schule haben wie wir. Lassen wir ihnen doch ihre Weltanschauung! Chacun à son gout.

Nicht nur unser Sohn sitzt an Schulmobiliar, das antiquiert
und viel zu klein für die mindestens 1,85-Jungs ist,

… die erste vernünftige Beobachtung, die ich hier lese.

Unterricht fällt aus, an allen Ecken und Enden fehlt Geld für
die Bildung

das ist gut so. Eine antiquierte Einrichtung wird nicht besser dadurch, daß man sie über alle Maßen finanziert. Rausgeworfenes Geld.

während andere ihre

eigenen Ghettos ganz bewusst errichten und dann mögicherweise
auch noch damit durchkommen.

Abschieben! Oder?

„Angelika“ heißt doch eigentlich „Engelchen“. Dafür kommst du aber ganz schön militant rüber …

jp

und wie ist das Verhältnis zwischen diesen Menschen und
denjenigen, die nur etwas wurden, weil sie in die Schule
gingen?

Versteh die Frage nicht.

Abgesehen davon ist Bertrand Russell ein nicht mehr ganz
zeitgemäßes Beispiel, er verbrachte seine Jugend im vorletzten
Jahrhundert.

Stimmt. Als er geboren wurde (1872), gab es in Großbritannien seit 2 Jahren die Schulpflicht (nicht „Schulzwang“, wie bei uns). Kein Mensch kommt in UK deswegen auf die Idee, Kinder zu Hause mit der Polente abzuholen. Es muß nur nachgewiesen werden, daß irgendeine Form der Unterweisung - auch durch die eigenen Eltern - stattfindet (sog. Home Schooling). In Frankreich und anderen westeuropäischen Ländern ist es ähnlich.

werden, daß irgendeine Form der Unterweisung - auch durch die
eigenen Eltern - stattfindet (sog. Home Schooling). In
Frankreich und anderen westeuropäischen Ländern ist es
ähnlich.

Ja,
um irgendwelche religioesen Vorstellungen am Leben zu halten.

Finde auch das es genug Lehrer gibt die voellig unfaehig sind (man braucht sich nur mal eine PH anzuschauen).

Trotzdem Schulzwang ist wichtig.
Schon um zu verhindern das irgendwelche religioesen Freaks ihre Kinder vom Schulbesuch abhalten, damit sie nicht mit der Wirklichkeit in Beruehrung kommen.
Brutale Geldstrafen waeren hier eine Loesung, um der Polizei solch ueberfluessige Arbeit zu ersparen.

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Hallo!

und wie ist das Verhältnis zwischen diesen Menschen und
denjenigen, die nur etwas wurden, weil sie in die Schule
gingen?

Versteh die Frage nicht.

Na, das ist doch nicht so schwer. Wieviele Menschen sind so hochbegabt, daß sie autodidaktisch überdurchschnittliche Leistungen bringen. Diese Anzahl geteilt durch durch die Zahl der „Durchschnittsschüler“ ist dann das Verhältnis.
Damit hat er aber doch Recht. Du hast ein Einzelbeispiel gebracht. Sicherlich kann man noch die eine oder andere Person nennen, die ähnliches geschafft hat. Das sind und bleiben aber Ausnahmen.

Michael

Hallo jp!

Wer wollte einer bestimmten Glaubensrichtung die Ansicht
verwehren, daß Sexualkunde „Schweinkram“ ist?

Das kann man der Glaubensrichtung natürlich nicht verwehren, wobei ich persönlich die genannten Ansichten für völlig verquer halte. Die Darstellung des Themas im Unterricht hat doch nichts mit Pornografie zu tun, sondern soll aufklären über natürliche Zusammenhänge.

Denkst du eigentlich auch mal an die Kinder, welchen Schaden sie durch einen solche Erziehung davontragen, und mit welchen Folgen sie in ihrem zukünftigen Leben zu kämpfen haben werden?

Es ist zumindest
ein komplett entbehrliches Fach.

Wenn man sich so die Zahl der ungewollten Schwangerschaften bei Minderjährigen anschaut, möchte man meinen, daß da einige im Unterricht besser hätten aufpassen sollen.

Abgesehen davon ist Sexualkunde üblicherweise ein Teilgebiet der Biologie. Willst du ernsthaft behaupten, Biologie wäre entbehrlich?

Klassenfahrten? Spaßzwang! Wegfahren und auf
engstem Raum mit Leuten schlafen, die ich vielleicht sowieso
nicht ausstehen kann? Da nehm ich lieber TUI. Oder warte, bis
ich Betriebsausflüge machen darf.

Mir scheint, du hast eine schlimme Kindheit hinter dir. Das du mit deiner Einstellung damals auf Klassenfahrten keinen Spaß gehabt hast, wundert mich inzwischen nicht mehr. Bei uns gab es niemanden, der gesagt hat: „Ooooh, Klassenfahrt? Nööö, laßt uns die Woche lieber hier bleiben und lernen!“ Welches Kind sagt denn so was?

Wenn ich mir überlege, wieviel Geld und Zeit hier investiert
wird, um dem Gesetz mehr als genüge zu tun, geht mir der Hut
hoch.

Maßlos übertrieben. Es muß nicht jeder Neuapostole und Baptist
dieselben Ansichten über Schule haben wie wir. Lassen wir
ihnen doch ihre Weltanschauung! Chacun à son gout.

Wir leben allerdings in einer Gemeinschaft, in der man sich an gewisse Regeln halten muß, damit das System funktioniert. Solange die Weltanschauung der Eltern niemanden in seinen persönlichen Freiheiten einschränkt ist es auch ok. Das Kind hat aber offensichtlich nicht die Möglichkeit für sich selbst zu entscheiden.

Unterricht fällt aus, an allen Ecken und Enden fehlt Geld für
die Bildung

das ist gut so. Eine antiquierte Einrichtung wird nicht besser
dadurch, daß man sie über alle Maßen finanziert.
Rausgeworfenes Geld.

Was spricht dagegen, das Geld für die Einstellung qualifizierter Lehrer einzusetzen? Oder vernünftige Möbel, damit die Kinder nach ein paar Jahren nicht mit einer schiefen Wirbelsäule aus der Schule entlassen werden?
Außerdem: Von „über alle Maßen finanziert“ kann man bei uns wohl kaum sprechen. Über solche und auch andere Äußerungen von dir kann man wirklich nur den Kopf schütteln.

„Angelika“ heißt doch eigentlich „Engelchen“. Dafür kommst du
aber ganz schön militant rüber …

Du solltest besser mal vor deiner eigenen Tür kehren. Radikale Ansichten habe ich bisher auschließlich von dir gelesen. Ich hoffe Lehrer mit deiner Einstellung sind bei uns selten…

Michael

4 „Gefällt mir“

[MOD] Ab hier bitte Schluss!
Hallo Jo und alle anderen Diskutanten,

da sich meiner Meinung nach die einzelnen Standpunkte mehrfach wiederholen, möchte ich euch bitten, das Thema hier zu beenden und vor allen Dingen persönliche Angriffe in Zukunft zu unterlassen.

Gruß Alex [MOD]