Hallo Ihr da draußen im Lande,
habt bitte die Lust und Zeit, lest Euch meine Zeilen durch und meldet Euch, wenn Ihr gleiches erlebt, bzw. praxisnahe Tips habt, da ich selber unentschlossen bin:
Ich habe mir vorletztes Jahr endlich älteres Wohneigentum leisten können. Leider war der Keller feucht, ich konnte nicht recht einschätzen, wie dringend hier Abhilfe geboten schien. Ich habe die Nerven verloren und nicht den Handwerker meines Vertrauens ausgewählt, sondern unbedarft einen anderen zunächst sympathischen Handwerker beauftragt, der aber trotz telefonischer Zusicherung nie erschienen ist. In Androhung einer Ersatzvornahme hat sich dann ein weiterer Handwerksbetrieb im angeblichen Auftrag des ausgebliebenen angeboten, der sich die Verhältnisse angeschaut und zu meiner Erleichterung die Ausführung zugesagt hat.
Wenige Tage vor Beginn hat mir der Auftragnehmer unangekündigt ein abgeändertes Angebot mit erheblich höherem Entgelt für die eigentlich gleichen Arbeiten abgenötigt und meine Arglosigkeit wohl schamlos ausgenutzt.
Die Arbeiten sind dann auch pünktlich begonnen und ausgeführt worden. Jedoch haben die Arbeiter zu ganz unterschiedlichen Zeiten angefangen, manchmal waren sie tagelang bis zu eineinhalb Wochen gar nicht da. Meiner Beobachtung nach waren die nur mit den nötigsten ausgestattet, sprachen keine Silbe deutsch, kamen immer in Gruppen, wobei immer Zwei bei mir gearbeitet, der Rest weitergefahren ist und die bei mir zurückgebliebenen meist spät (nach 18Uhr) abgeholt haben. Waren die Arbeiten vorher fertig, lungerten sie wartend in meinem Garten. Aber keine Frage, die waren außerordentlich fleißig.
Ich habe fleißig meine Abschläge gezahlt und den Fortgang der Arbeiten betrachtet ohne wirklich beurteilen zu können, ob diese fachgerecht erfolgten.
Über weitere haarsträubende Erlebnisse während dieser acht Wochen könnte ich noch Bücher schreiben.
Terminabsprachen mit dem Vorabeiter waren Glückssache, angekündigte Absprachen zur weiteren vorgehensweise wurden nicht eingehalten, oft habe ich mich mit „Händen und Füssen gestikulierend“ mit den Arbeitern auseinandergesetzt und habe mich eigentlich nach der unfallfreien Beendigung der Arbeiten gesehnt.
Als der Zeitpunkt erreicht war, bat ich um eine aufgeschlüsselte Schlussrechnung, ohne jedoch die nicht ausgeführte Leistungen aufzuführen und den entsprechend niedrigeren Gesamtpreis ausweisen soll. Alleine hiefür waren schon mehrere Anläufe notwendig.
Der Auftragnehmer erschien also vor Kurzem bei mir, hat meine Mängelhinweise zur Kenntnis genommen, aber auch um Barzahlung gebeten!
In einem langem Streitgespräch habe ich mich mündlich zu einem ( zu geringen) Preisnachlass hinreißen lassen, werde ihn aber unter Hinweis der natürlich rechnerisch falschen Rechnung nachträglich ablehnen wollen. Ein weiterer Grund, die Restforderung zurückzuhalten ist eine tellergroße Ausblühung an der von außen angeblich gut isolierten Kellerinnenwand (Mauerwerk war vorher an der Stelle nicht so feucht). Meiner Auffassung nach keine Kleinigkeit. Der Auftragnehmer erwartet dieser Tage die Überweisung der Restsumme.
Was sollte ich versuchen, was unterlassen?