Schusseligkeit

Hallo,

Ich schreibe dashier wegen eines Problems, das ich im Grunde ‚schon immer‘ habe, mir aber jetzt erst richtig zum Verhängnis wird…
Ich bin verflucht schusselig. Mal mehr, mal weniger, ich weiss nicht wovon es abhängt.

Ich stoße irgendwelche Gegenstände um (es gelingt mir aber fast immer, sie aufzufangen *g*), laufe gegen Säulen, hatte vor zwei Jahren sogar einen schweren Unfall, weil ich schlicht nicht bedacht habe, dass von der anderen Seite auch noch eine Straßenbahn kommen könnte . Ich komme auch desöfteren zu spät zu Terminen, weil ich zu knapp plane und nie alle Eventualitäten bedenke (bedenken will?).

Normalerweise komme ich damit ganz gut klar, nun habe ich aber dieses Semester ein Praktikum, bei dem mir das arg einen Strich durch die Rechnung macht, sodass ich mich endlich mal darum kümmern will. Nicht, dass es mir nicht glasklar wäre, was ich wie und warum tun muss, nur, dass ich nicht genug Sicherheits-Puffer einplane ect. (Kann dummerweise allmählich auch echt gefährlich werden)

Das seltsame ist ja, dass die Schusseligkeit vielleicht ein Symptom von genau dem ist, was mir bei anderen Dingen hilft (Mathematik uä.)… Ich meine, wenn ich programmiere, ist es erstmal scheißegal, ob ich dieunddie Variable jetzt auch richtig definiert habe. Wenn nicht, gibts Probleme, um die ich mich später immer noch kümmern kann, es kommt erstmal nur darauf an, mit voller Konzentration auf den innersten Lauf der Dinge zu achten. Wenn ich dagegen im Labor stehe, ist es eben nicht egal, ob ich den Kolben jetzt auch richtig festgemacht habe… Kaputt ist kaputt…

Naja, sorry, ist jetzt etwas lang geworden. Habt ihr Ideen (praktischer oder theoretischer Natur *g*) zu meinem Problem?
Danke schonmal für jede Hilfe!

Ciao,
Schussel-Amöbe.

Wichtigkeit. Bewusstheit
Hallo Amöbe!

Das mit der Schusseligkeit ist mir zum Teil bekannt.

Meine Idee dazu ist die:
Einerseits sind Dinge für dich vielleicht nicht so wichtig und du blendest sie solange aus, bis sie sich mit Vehemenz bei dir melden (beispielsweise die Straßenbahn :-/ ).

Andererseits bist du möglicherweise so ein ‚Träumerle‘ und oft in einem eher ‚unbewusstem‘ Zustand, bist in Gedanken und nicht bei der Sache.

Vielleicht kannst du üben, Dinge bewusster zu tun.

Na, mehr fällt mir grad auch nicht ein.

LiebeGrüßeChrisTine

zitat: „es kommt erstmal nur darauf an, mit voller Konzentration auf den innersten Lauf der Dinge zu achten“…

…da liegt der, so glaube ich, entscheidende punkt. da ist ein individuelles vorgehen bei dir erkennbar, das veränderbar ist.

warum muss man vorrangig den „innersten lauf der dinge“ beachten? das müsstest du dir auch mal selbst klarmachen, was das eigentlich ist und für dich bedeutet.

es ist eigentlich gar nicht eforderlich, das innerste zu sehen, man sollte anders vorgehen: sich auf viele oberflächlichkeiten konzentrieren und erst nach längerer zeit entscheiden, wo man in die tiefe geht.

es gibt menschen, die aber ein solches vorgehen verwirrt/ängstigt und daher suchen sie sich lieber aus, vieles auszublenden.

Hallo,

nur um alle Aspekte abzudecken: so etwas kann auch Zeichen einer Schilddrüsen-Funktionsstörung, Hormonstörung o.ä. sein. Schonmal beim Arzt durchgecheckt?

Gruß,

Myriam

Trick gegen das Zuspätkommen
Hallo!

Ich komme auch desöfteren
zu spät zu Terminen, weil ich zu knapp plane und nie alle
Eventualitäten bedenke (bedenken will?).

DAS kenne ich auch, und dieses Problem meistere ich mit einem Trick:
Wenn ich weiß, dass ich um acht das Haus verlassen muss, um rechtzeitig zu dem Termin zu kommen, plane ich (je nachdem, ob es für eine Reise oder nur ein Arztbesuch ist) eine halbe oder eine viertel Stunde früher fertig zu sein.
Ich setze mir also ganz bewusst das Ziel: um halb acht muss ich los!

Und dann schaffe ich es bis um acht - und kann ohne Hetzen und Eilen und Stressen zu dem Termin fahren.

Solltest Du auch die Wegzeit jedesmal wieder falsch kalkulieren, schlag auch dafür eine Viertelstunde drauf und setz den Weggehens-Zeitpunkt entsprechend früher an.

Hanna