Schutz vor Ausbeutung (k)ein Grundrecht?

das Thema kann man hier wie dort thematisieren.

mit einem kleinen unterschied: hier gehört es nicht hin.

Ansichtssache.

brettbeschreibung.

Und am Anfang
steht das Recht, das Recht auf Leben.

das ist ein satz ohne inhalt

Was wäre denn einer mit Inhalt der ein Recht auf ein
würdevolles Leben begründet?

der inhalt bestünde zum beispiel in einer definition der menschenwürde. die hast du immer noch nicht gebracht. nur ein haufen gemeinplätze und unsinnige forderungen. so wird das nichts.

Wer auf Hilfe der Gemeinschaft, des Staates angewiesen ist,
ist keine Selbstversorger/-in.

ach was? sowas wie ein rentner zum beispiel?

Selbständig einen
Hartz-IV-Antrag stellen zu können und Aufstockung bzw.
komplett Sozialleistungen zu erhalten, ist Abhängigkeit!

ah so. und jemand der arbeitet ist nicht abhängig? du verlangst selbständigkeit für alle? und wer genau bezahlt das, ohne alle abhängig genau davon zu machen? kaufzwang für alle angebote? und durch wen dann?

sorry, das wird mir hier zu blöd. diskutier mit wem du willst, aber nicht mit mir. stammtisch ist woanders.

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Hi,

Hallo,

…es würden sich immer weniger Menschen mit dem Unternehmen identifizieren können, der Job sei nur noch bloßer Broterwerb.

Das ist doch ein sehr interessanter Aspekt, der wohl auch
zeigt, dass dem allein mit Gesetzen usw. nicht beizukommen
ist.

Jein, ja… Doch werden Menschen ausgebeutet, wieso sollen sie sich dann für das Wohl der Sklavenhalter/-innen bzw. Brötchengeber/-innen interessieren?

Schlecker-Ehefrau soll monatlich 60.000 € erhalten. Wo ist hier die Relation zu den Verdiensten von tatsächlich arbeitenden Menschen: http://www.zeit.de/wirtschaft/unternehmen/2012-08/sc…

Und Unternehmen holen sich dann wieder Frischfleisch. Wir haben ja genug Menschen.

So ist das nun mal, wenn Angebot und Nachfrage
auseinandergehen. Dieses Problem lässt sich auch nicht dadurch
beheben, dass der Staat durch Gesetze das Angebot noch weiter
erhöht bzw. die Nachfrage einschränkt.

Doch durch z.B. das Bedingungslose Grundeinkommen und würden Menschen einander lernen menschlicher zu behandeln. Sprich je schlechter mit Menschen umgegangen wird, und dies von kleinaufan, umso größer ist die Gefahr, dass sie das auch mit anderen machen oder zum Kostenfaktor für die Gesellschaft werden, da sie nicht wirklich arbeits- oder lebenstüchtig werden.

z.B.
gerade im Handwerk schon Prämien, dass Jugendliche überhaupt
bei ihnen einen Ausbildung machen.

Das sieht mir doch nach einer typischen Reaktion in einer
Marktwirtschaft aus, wenn sich Angebot und Nachfrage
verschieben. Gleichzeitig haben wir über

Unternehmen zahlen also nicht nach Angemessenheit und Fairness sondern nur wenn sie nicht anders können? Im Grunde haben wir eine moderne Lohnsklaverei.

7 Milliarden Menschen und gehen auf die 9 Milliarden Menschen rassant bis 2050 zu. Die Leute wollen ja Alle wo leben. Heißt das dann, wir stocken Berufstätige mit Leuten aus dem Ausland auf oder kommt dann das Grundeinkommen, wenn spätestens die Alten auf die Barrikaden gehen, die ein Leben lang gearbeitet haben und dann im Alter sich nicht mal mehr ihre Miete leisten können?

Das haben wir in Deutschland schon längere Zeit so gemacht. Wo
lebst Du? Ausländer arbeiten hier seit mehr als 50 Jahren. Sie
haben zum Wohlstand hier beigetragen und tun bis heute häufig
die Arbeit, für die sich Deutsche zu fein sind und die es sich
dank des Sozialstaats im Zweifel leisten können, diese Arbeit
nicht zu tun.

Es ist nicht nur so, dass Ausländer/-innen hier Jobs machen die die Deutschen nicht machen möchten. Und ich persönliche habe es auch nicht so mit den Nationen und Grenzen. Finde Multikulti klasse. Doch was ist das für eine Gesellschaft in der wir leben, wenn Menschen bzw. Entscheidungsträger/-innen überlegen, dass wenn die Pflege der Alten zu kostspielig wird, die Senioren nach Indien auszusiedeln, da durch die Pflege viel günstiger wäre als hierzulande? Also, erst darf man möglichst sein Leben lang für das „Vaterland“ schuften und dann soll man rausgeworfen werden, weil man zu teuer ist, da man ja nichts mehr bringt?

Mit dem bedingungslosen Grundeinkommen lösten sich imho viele Probleme, denn wenn niemand mehr arbeiten muss,

Dieser Ansatz ist falsch. Es muss ja auch erstmal jemand
dieses Grundeinkommen erarbeiten und es muss denen weggenommen
werden, damit es verteilt werden kann.

Das Geld ist ja da, und wird weiter da sein und auch sich mehren können, nur leider sehr ungerecht verteilt. Ist es rechtens, wenn 1 % der Bevölkerung ein Drittel des „Reichtums“ besitzt? http://www.diedenker.org/inhalte/viewtopic.php?t=1370

Un würden Leute mit einem Mindesteinkommen sich leichter was anderes suchen bzw. da die Unternehmen (Friseurgeschäfte, Einzelhandel, einfache Arbeiter-/innen…) weiterlaufen müssen, würden diese Menschen dann sicherlich vielfach angemessener gezahlt werden.

Das ist in der Tat wahrscheinlich, wobei dann natürlich diese
angemessenere Bezahlung sicher eine Wirkung auf die Preise
hätte, womit dann die nur Grundeinkommensbezieher sicher nicht
viel besser daständen als heute.

Nicht unbedingt. So es Mindestlohnforderungen gibt, die ich zwar nicht für DIE Lösung halte, könnte es auch Maximalverdienstforderungen geben. Wieviel Geld im Monat braucht ein Mensch tatsächlich zum leben und wann ist genug genug? Das mag sicherlich individuell sein? Doch sind Managergehälter, vor allem wenn sie dann auch noch Scheiße bauen, in fünf- und sechsstelligen Summen wirklich nötig und richtig?

Mit einem Grundeinkommen könnte Jede/r soviel dazu verdienen wie er / sie das mag bzw. entsprechende Ideen dafür hat. Und Geld ist in der Tat nicht alles. Menschen die einen Job machen können der ihnen entspricht und den sie von Herzen gern tun, macht sie auch glücklicher und zufriedener. Und wer macht die scheiß Jobs? Nun, wohl auch Menschen, so es dafür keine technischen Innovationen gibt, doch die sind dann halt definitiv besser zu entlohnen.

diese sich selbst nicht mehr finanzieren können und auf Sozialleistungen angewiesen sind? Wo bleibt hier die Würde

Diese Sozialleistungen tragen doc genau dazu bei. Allerdings stellt sich wohl auch hier die Frage, wo man die Menschenwürde festmacht.

Beispielsweise daran sich selbst finanzieren zu können, ohne jedwede Sozialleistungen, nicht auf das finanzielle Unterstützungen angewiesen zu sein.

Es gibt nunmal Menschen, die auf Unterstützung angewiesen
sind, da sie ihren Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten
können.

Doch woran liegt das? Das sind ja nicht nur kranke Menschen oder z.B. Menschen die Familienmitglieder pflegen oder ihre Kinder groß ziehen sondern es sind auch, und dies immer mehr, Menschen, die Vollzeit arbeiten.

In anderen Systemen fallen die unten durch. Hier

werden sie von Sozialleistungen aufgefangen.

Pest oder (fast) Cholera. Das ist keine Lösung.

Das

Grundeinkommen wäre auch „nur“ eine staatliche Sozialleistung.

Nein, das wäre es überhaupt nicht! Denn ein bedingungsloses Grundeinkommen stünde allen Leuten zu, gleich wieviel sie monatlich dazu verdienen oder auch nicht. Sprich auch die Schlecker-Ehefrau bekäme ihr bedingungsloses Grundeinkommen.

Oder gehen wir davon aus, dass es vom Himmel fallen wird?

Kann man, machte jedoch wenig Sinn. Wie gesagt, das Geld ist ja da, nur wird es von einem kleinen Teil gebunkert. Sprich möglichst ab sofort müssten Unternehmensgewinne so verteilt werden, dass alle Mitarbeiter/-innen davon ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

und wo sind hier alle Menschen gleich?

Naja, zumindest haben alle die gleichen Rechte auf diese Sozialleistungen.

Jein, doch was ich so höre und lese, werden teils Leute
unterschiedlich von ihren ARGE-Sachbearbeitern gut oder
schlecht behandelt.

Das Gesetz ist für alle gleich. Dass Menschen Fehler machen,
ist auch nichts Neues. Spätestens vor Gericht werden solche
Fehler behoben.

Fehler können, müssen jedoch nicht behoben werden. Je mehr Geld jemand hat umso clevere oder hinterlistigere Anwälte kann man sich leisten. Abgesehen davon, ob Recht oder Unrecht, wer das Geld hat, kann Rechtsstreitereien locker aussitzen, indes anderen das Geld ausgeht oder sie es erst recht gar nicht wagen, ihr Recht einzuklagen.

Ansonsten gehört das SGB II ganz klar zum von

mir genannten: Gut gemeint aber schlecht gemacht.

Was wäre dann eine Lösung?

Und teils wird sich da auch immer wieder zu Ungunsten der Leute verrechnet beim anrechenbaren Einkommen. Nicht umsonst auch wird teils gut und gerne geklagt.

Und dann wird der Fall am für alle gleichen Gesetz gemesen.

So dieses den Anwälten gerade einfällt und zitiert wird, vielleicht.

Und ist es nicht ärgerlich, sich selbst etwas nicht leisten zu können, und aber nicht zu wissen dass man ein Recht über die ARGE darauf hätte, doch die Mitarbeiter/-innen wissen das auch nicht bzw. sagen das von sich aus den Leuten nicht?

Ja. Ein klarer Fall von gut gemeint und schlecht gemacht.

Wie ginge es denn besser?

Müsste es nicht ein Gesetz geben, dem nach (Wirtschafts-)unternehmen nur geführt werden dürfen, wenn all deren Mitarbeiter/-innen, nicht nur die Manager/-innen, von ihren Verdiensten sich und ihr Leben selbst versorgen können müssen?

Und die anderen würden dann zwangsweise geschlossen?

Ja oder die Unternehmen würden angemessene Löhne zahlen.

O.K. Dann beschäftigen wir uns erstmal mit denen, die
geschlossen werden.

Soll heißen?

Angenommen man würde allen Unternehmen sagen, insbesondere den Konzernen, alle ihre Mitarbeiter/-innen müssen von ihrem Verdienst sich selbst finanzieren können, denkst Du wirklich, die würden schließen?

Wenn diese Forderung so pauschal wäre, dann fielen mir mehrere
Option bzw. Fragen ein.
Was ist mit Leuten, die nur halbtags arbeiten wollen? Bekommen
die einen doppelt so hohen Stundenlohn wie ihrer
Vollzeitkollegen?

Unsinn. Bedingungsloses Grundeinkommen wäre DIE Lösung.

Wer legt das Niveau von selbst versorgen fest?

Beim Bedingunslosem Grundeinkommen würde der Betrag bis zum Tod gesichert sein. Allerdings dachte ich dabei solange man in dem entsprechenden Unternehmen arbeitet. Und wie sich der Betrag für Selbsterhaltung bzw. Selbstfinanzierung errechnet, das wäre Sozialleistungen und ein gewisses Plus. Denn wie geschrieben: Arbeiten muss sich ja auch lohnen! Wieso soll jemand für 800 € netto arbeiten gehen, wenn er knapp 900 € Sozialleistungen erhält, exklusive Krankenversicherungsgeld? http://www.sozialleistungen.info/hartz-iv-4-alg-ii-2…. Miete dürfte regional unterschiedlich angesetzt sein, oder?

Arbeiten dann

alle bis zu ihrem Tod bzw. haben solange gegen ihren
Arbeitgeber Anspruch auf ihren Lebenunterhalt?

Ich war von einem bislang typischen Beschäftigungsverhältnis ausgegangen, doch eben mit einer Entlohnung von der die Mitarbeiter/-innen auch ohne Zuschüsse von Staat leben können.

Bekommen Eltern

einen höheren Stundenlohn, da ja die Kinder auch einen
Lebensunterhalt bedürfen?

Wenn nur Unternehmen fairere Löhne zahlen, dann nicht. Denn Jede/r entscheidet ja selbst, ob er / sie Kinder hat, und wenn ja wieviele. Und diese können ja teils auch schon aus dem Haus sein. Doch die Lösung wäre auch hier meines Erachtens ein Bedingungsloses Grundeinkommen, da die Kinder auch anteilig ein Einkommen bekämen.

Wenn dem so wäre, wie würden wohl die Arbeitgeber reagieren?
Die würden keine Teilzeit mehr anbieten und würden es
vermeiden, dass Leute angestellt werden, die Kinder bekommen
könnten.

Du bist von falschen Voraussetzungen ausgegangen, was jeden Kommentar nun erspart.

Wie schnell wäre da auf einmal ausreichend Geld für Löhne da?! Es ist ja meist nicht so, dass das Geld nicht da ist, sondern dass es in Managertaschen fließt bzw. sonstwie investiert wird. Und nicht alle Investittionen sind nötig. Bzw. wieviele Scheinfirmen gibt es und Tochterfirmen, an die Geld abfließt?..

Der Arbeitsmarkt ist vor allem zunächst ein Markt. Da gibt es
Angebot und Nachfrage. Wenn das auseinanderfällt, gibt es
Reaktionen. Ein hohes Angebot führt zu niedrigen Preis, eine
hohe Nachfrage zu höheren. Das sind die Ansatzpunkte für die
Politik und nicht das Marktergebnis selbst.

Sieht man das Problem nicht bzw. will man es nicht sehen, ist es auch nicht da. Doch gesamtgesellschaftlich werden die Probleme und Folgen immer größer, nicht nur in einem Gefälle von finanziell armen und reichen Menschen sondern auch von zunehmenden Allergien und Krankheiten, verursacht wohl (größtenteils) durch Ausbeutung von Mensch und Natur.

Wäre dann den davon betroffenen Mitarbeitern geholfen?

Ja, ich hoffe, z.B. eben dadurch dass sie dann mehr Geld verdienen würden.

Wenn ihre Firma dichtmacht, sind sie erstmal arbeitslos. Die
verdienen dann erstmal gar nichts.

Die meisten haben sich ja ein finanzielles Polster geschaffen und auch ein Ackermann und sonstige Manager/-innen steht der Weg zur ARGE frei.

Wer eh durch Sozialleistungen aufstocken muss, würde ja nichts an Geld verlieren können.

Doch. Wer arbeitet hat in Deutschland immer mehr, auch wenn es
nicht immer viel mehr ist. Das gehört für mich dann schon
wieder zum Thema gut gemeint und schlecht gemacht.

Bist Du Dir dessen sicher? Manche erhalten inklusive Miete und Krankenkassenversicherung ca. 1200 €. Wie passt das dann zu Gehältern von teils 600 - 800 €?

Was wäre mit denen, die gar keinen Job haben? Es müsste dann ja auch noch ein Gesetz geben, dass jedem einen Arbeitsplatz garantiert.

Nein, ich denke sich mittels Erwerbsarbeit selbst finanzieren zu können, ist ein Auslaufmodell. Wenn jetzt schon nicht genug Arbeitsplätze da sind, und eine 100 % Beschäftigung hat es wohl eh noch nie gegeben, was sollen dann mal 9 Milliarden Menschen arbeiten, vor allem schreiten Technologien weiter voran und wird immer mehr automatisiert.

Also am anfang argumetierst du, dass die Leute von ihrem Job
so leben können sollen, dass sie keine staatlichen Leistungen
brauchen. Was ist nun Dein Lösungsvorschlag für die, die
mangels Arbeitsplatz von Mindestlöhnen profitieren könnten?

Profitieren? Es geht um mehr soziale Gerechtigkeit. Und es geht darum - wie hier schon geschrieben wurde - Job neu zu definieren. Das Eine ist, dass Unternehmen so hohe Löhne zahlen, dass deren Mitarbeiter/-innen nicht zur ARGE gehen müssen. Das Andere bzw. der andere Ansatz ist, gleich ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Beides ließe sich auch verbinden. Und wie schon hier erwähnt, Job müsste neu definiert werden.

Und der müsste nitfalls künstlich geschaffen werden, wenn es den unter wirtschaftlichen Bedingungen nicht gibt. Was machen die dann? Wer bezahlt das?

Wolfgang Dreyer nannte es schon: Bedingungsloses Grundeinkommen. Bzw. Arbeit ist neu zu definieren. Muss niemand mehr in seinem Job arbeiten, ist nicht nur Müssiggang möglich, sondern es können auch spannende neue Jobs entwickelt werden. Leute können sich ehrenamtlich betätigen oder ein eigenes Unternehmen gründen, z.B. über Crowdfunding.

Das sind ja ganz tolle Ansätze, um jeden eine auskömmliches
Einkommen zu verschaffen. Fehlt noch die Finanzierung.

Wieviele Billionen liegen in Deutschland in Händen von einem Prozent der Bevölkerung? Wieso tust Du immer so als wäre das Geld nicht da?

Wirft ein Unternehmen keine ausreichenden Gewinne ab, wird dies das Finanzamt nicht auf Dauer hinnehmen.

??? Sondern wird was tun?

Ich meinte, wenn ein Unternehmen dauerhaft Minus macht.

Ist mir schon klar. Ich frage mich, was da ein Finanzamt tut?
Ich vermute eher, dass so ein Unternehmen irgendwann Insolvenz
anmelden muss.

Wie an anderer Stelle geschrieben, da hatte ich einen Denkfehler. Denn wenn an Mitarbeitergehältern gespart wird, heißt das ja nicht, bzw. eher gar im Gegenteil, dass die Managergehälter umso unausgeglichen und unfair höher sind. Doch selbst meldet ein Unternehmen Insolvenz an, so ist ja die Spitze des Eisberges öfters den Medien zu entnehmen, wie Gelder verteilt werden, über Familienmitglieder, Tochterfirmen usw.

Und wer sich selbst nicht versorgen kann, macht ja in gewisser Weise selbst auch laufend ein Minus.

So ist es. Und ihm wird vom Sozialstaat geholfen.

Das ist in diesem Fall nicht die Aufgabe des Sozialstaates sondern die Aufgabe der Unternehmen, angemessene und faire Löhne zu bezahlen.

Doch wie sieht das aus, wenn Mitarbeiter/-innen sich auf Dauer nicht finanzieren können und trotz Vollzeitarbeit Sozialleistungen benötigen? Da stimmt doch was im Unternehmenskonzept bzw. -system nicht.

Inwiefern? Das Unternehmen ist doch nicht für den Lebenunterhalt seiner MA zuständig, sondern zahlt etwas für deren Arbeit.

Das sehe ich komplett anders. Ein Unternehmen sollte auch ein soziales Gewissen haben und dafür Sorge tragen, dass es deren Mitarbeiter/-innen gut geht, auch finanziell gut. Klar, es wird Arbeit bezahlt, doch nicht angemessen.

Hatten wir schon geklärt, was angemessen ist?

Wie gesagt, gilt es zu klären. Wenigstens Sozialleistungen plus. Ansonsten ist es schon richtig. Wenn eine Friseuse meinte, sie müsse in einer Villa residieren und bräuchte jeden Tag Champagner und Kaviar, dann wäre das wohl unangemessen.

Ist der Job einer Bedienung z.B. tatsächlich nur 3,-- € wert?

Wenn sie zu diesem Preis nachgefragt bzw. angeboten wird, sage
ich erstmal ja.

Nicht die Bedienung bietet sich mit 3,-- € an sondern der Gastronom zahlt 3,-- €. Und dazu sagst Du ja? Ich könnte kotzen! Was bist Du für ein Mensch?

Und wie passt das zusammen, wenn man seinen Mitarbeitern einen Lohn bezahlt von dem sie nicht leben können, indes man selbst sich satte Millionenverdienste einräumt?

Welcher Arbeitgeber einer Bedienung, die einen Stundenlohn von
3€ bekommt, verdient selbst Millionen?

Ich wechselte hier die Branchen. Doch ausschließen würde ich es bei so manchen Nobeletablissements nicht. Doch sind solche Gehälter angemessen, wenn die Leute die in der Hierarchie am weitesten unten stehen, zusätzlich noch Sozialleistungen beziehen müssen? http://www.gehalt.de/einkommen/suche/fach-senior-man…

Ergo, gibt es ein Gesetz das Menschen vor (finanzieller) Ausbeutung schützt oder gibt es wenigstens Bestrebungen dahingehende etwas zu ändern?

Gerade in Deutschland gibt es da eine unglaubliche Fülle von Gesetzen, verordnungen und Vereinbarungen, wobei ich zugeben will, dass viele zwar gut gemeint aber letztlich schlecht gemacht sind.

Wo im Grundgesetz ist denn verankert, dass man durch z.B. Erwerbsarbeit nicht ausgebeutet werden darf bzw. dass Unternehmen ihre Mitarbeiter/-innen so entlohnen müssen, dass diese sich selbst finanzieren können, insbesondere wenn die Manager/-innen selbst wie die Made im Speck leben?

Wenn Du schon mal ins Grundgesetz geschaut hast, dann steht da
auch nicht drin, dass ich nachts um 12.00 Uhr nicht meiner
35jährige nachbarin mit dem Küchenmesser in den Rücken stechen
darf, nur weil mir gerade danach ist.
Ist aber trotzdem verboten.

Steht indirekt schon drin. „(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.“

Das Grundgesetz beinhaltet Grundsätzliches für das staatliche
Handeln. Da können keine Details für privatrechtliche Verträge
behandelt werden. Der Staat erlässt dafür Gesetze auf der
Grundlage der ihm im Grundgesetz verliehenen Kompetenzen und
Forderungen. Dass jeder aus privatwirtschaftlich orientierter
Arbeit ein Einkommen erzielt, dass die Erfüllung aller seiner
Bedürfnisse ermöglicht, kann daraus aber keineswegs abgeleitet
werden.

Es geht keineswegs um die Erfüllung aller Bedürfnisse. Das ist illusorisch, doch es sollte rechtlich gesichert sein, dass Unternehmen die Gewinne erzielen, ihren Mitarbeitern so entlohnen, dass diese keine Sozialleistungen benötigen. Die müssen sich salopp keine Hummerkrabben jeden Tag leisten können, doch ein gutes und gesundes Essen, etwas Freizeitvergnügen, Miete, Versicherungen, einfach eine solide Grundsicherung ohne staatlicher Unterstützung, also Gelder von anderen Steuerzahlern.

Am ehesten kann man da noch etwas aus dem Artikel 14 (2) GG
ableiten. Aber auch nur über Umwege. Dann noch Artikel 20 (1)
GG, wo etwas von sozial steht.

Schaue ich mir mal genauer an. Überflogen mehrmals, doch bei keinem Paragraphen wirklich hängen geblieben, da als nützlich hinsichtlich meiner Frage erachtet.

Das Grundgesetz bindet ja zunächst mal nur unmittelbar den Staat, der dann natürlich Gesetze usw. erlassen kann. Da kommen da dann solche Sachen wie Bundesurlaubsgesetz, Mutterschutzgesetz, Arbeitszeitgesetz, Kündigungschutzgesetz … raus. Daneben noch die Fülle an Sozialgesetzen, die Rente, Krankengeld, Arbeitslosengeld I + II regeln. Alles Dinge, die dazu beitragen, dass den Menschen hier in Deutschland ein Lebensstandard gesichert wird, der in vielen Teilen der Welt noch Wunschvorstellungen sind. Andererseits wird keines dieser Gesetze ein Individuum davon abhalten können noch größere Bedürfnisse zu haben.

Es geht ja auch nicht darum nicht größere Bedürfnisse haben zu wollen oder nach deren Erfüllung zu streben, sondern darum sich selbst finanzhieren zu können, was insbesondere in Unternehmen locker möglich wäre, die Millionen- und Milliardengewinne einsacken.

Welche sind das? In welcher Relation stehen Einsatz und Gewinn
zueinander? Wieviele Menschen arbeiten da? Und was wird da so
verdient? Wieviel würde da mehr verdient, wenn man mal
pauschal den Jahresgewinn auf die Arbeitsplätze verteilt? Oder
erst wenn man dies auf alle Bewohner verteilte?
Überschlägig kann man ja mal die Gewinne der DAX-Unternehmen
durch 82MillioneEinwohner Deutschlands teilen. Das wird sehr
ernüchternd und zeigt dann so langsam die Spielräume auf.

Interesant wäre eine transparente Auflistung der Gehälter in x-beliebigen Unternehmen. Welchen Wert eine Arbeit hat, das mag sicherlich individuell unterschiedlich gemessen sein. Doch wenn z.B. eine Altenpflegerin 250 - 4000 € http://www.gehaltsvergleich.com/index.php?display=se… und vergleicht man das z.B. mit einem Schauspieler/-innen-Gehalt 500 - 7000 €, wobei mir das sehr niedrig scheint, wenigstens für die die gut im Geschäft sind, so finde ich das unfair. Doch die Menschen suchen sich teils ja auch ihre Jobs selbst aus bzw. Geld ist fürwahr nicht alles. Dennoch ist es ein Unterschied ob man im Discounter einkaufen kann oder muss. Und wenn man dann nicht genug Geld für die Erhaltung seiner Gesundheit hat, kein Geld für Urlaub bzw. (Freizeit-)Vergnügen… und das bei einer Vollzeittätigkeit, da muss es grundlegende Änderungen geben!

Grüße

Ciao,
Romana

Hi,

das Thema kann man hier wie dort thematisieren.

mit einem kleinen unterschied: hier gehört es nicht hin.

Ansichtssache.

brettbeschreibung.

Auslegungssache bzw. Ansichtssache. Sonst wird sich auf etwas bezogen, das schon ist, doch ich beziehe mich auf etwas das es geben sollte.

Und am Anfang
steht das Recht, das Recht auf Leben.

das ist ein satz ohne inhalt

Was wäre denn einer mit Inhalt der ein Recht auf ein
würdevolles Leben begründet?

der inhalt bestünde zum beispiel in einer definition der
menschenwürde. die hast du immer noch nicht gebracht. nur ein
haufen gemeinplätze und unsinnige forderungen. so wird das
nichts.

Dann wäre das nur meine Definition und die ist ja nicht allgemeingültig. Für mich gehört zur Menschenwürde, dass wer voll berufstätig ist, nicht auch noch aufstocken muss: http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenw%C3%BCrde

Wer auf Hilfe der Gemeinschaft, des Staates angewiesen ist,
ist keine Selbstversorger/-in.

ach was? sowas wie ein rentner zum beispiel?

Das ist was anderes. Diese Menschen haben früher (meist) gearbeitet. Bei der Ausgangsfrage hatte ich die arbeitende Bevölkerung im Hinterkopf, die kein Auskommen mit dem Einkommen haben und auf Sozialleistungen angewiesen sind.

Selbständig einen
Hartz-IV-Antrag stellen zu können und Aufstockung bzw.
komplett Sozialleistungen zu erhalten, ist Abhängigkeit!

ah so. und jemand der arbeitet ist nicht abhängig? du
verlangst selbständigkeit für alle? und wer genau bezahlt das,
ohne alle abhängig genau davon zu machen? kaufzwang für alle
angebote? und durch wen dann?

Eine Lohnabhängigkeit darf durchaus bestehen, wer das möchte. Doch der Lohn hat so hoch zu sein, dass keine zusätzlichen Sozialleistungen vonnöten sind.

sorry, das wird mir hier zu blöd. diskutier mit wem du willst,
aber nicht mit mir. stammtisch ist woanders.

Bei Deinen Argumenten brauchst Du Dich ja nicht wundern. Du bekamst doch genau die Antworten die Du erwartet hattest um so reagieren zu können wie Due es nun tust. Bleibe einfach aus dem Thread raus und gut ist es.

Ciao,
Romana

Hi,

meines Erachtens passt die Frage in beide Bretter, Allemeine Rechtsfragen und Politikbrett. Und was hättest Du zu mosern, stünde sie im anderen Brett?

Ich wollte wissen ob es hier (bereits) entsprechende Gesetze gibt und daran schloss sich eine Diskussion an, an der ich ja nicht allein beteiligt bin.

Wenn Dir die Frage nicht passt, antworte doch bitte einfach nicht.

Ciao,
Romana

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Hi,

hi,

wer meint, alle menschen wären von Grund auf sozial, soll an
sein bedingungsloses Grundeinkommen glauben.

wäre ein Einkommen nicht an Bedingungen geknüpft, bestünde jedoch die Chance, dass Menschen (wieder) lernten sozialer miteinander umzugehen.

ich für meinen Teil glaube, dass es nur durch Zwang per
Gesetz, der Gesellschaft oder aus der Magengegend
funktioniert.

Was ist „es“ in dem Fall?

Ähnliches gab es vor nicht all zu langer Zeit.
es nannte sich nicht Grundeinkommen sondern Recht auf Arbeit.
funktioniert hats nicht ganz so gut.

Es gab noch nie Vollbeschäftigung doch das Bedingungslose Grundeinkommen wäre für Alle gleichermaßen da.

grüße
lipi

Ciao,
Romana

PS: Offenbar ist Ausbeutung von z.B. Arbeitnehmern nicht ausreichend bekannt bzw. geschützt.

nabend,

wer meint, alle menschen wären von Grund auf sozial, soll an
sein bedingungsloses Grundeinkommen glauben.

wäre ein Einkommen nicht an Bedingungen geknüpft, bestünde
jedoch die Chance, dass Menschen (wieder) lernten sozialer
miteinander umzugehen.

wie soll denn das Recht auf Faulheit dazu beitragen?
Ein bundesweites Sozialverständnis ist wohl nicht abzusehen. Wenn dem so wäre könnte man auch (achtung Übertreibung) Mord und Totschlag erlauben, es würde ja keiner tun - das ist Wunschdenken.

wann hast du denn einem Arbeitslosen am Bahnhof das letzte mal angeboten die Einkommen zusammen zu legen und dann, sagen wir 70/30 aufzuteilen?
ich auch nicht.

ich für meinen Teil glaube, dass es nur durch Zwang per
Gesetz, der Gesellschaft oder aus der Magengegend
funktioniert.

Was ist „es“ in dem Fall?

Vorzugsweise irgendwo knapp über ‚Hunger und Dach überm Kopf‘

Ähnliches gab es vor nicht all zu langer Zeit.
es nannte sich nicht Grundeinkommen sondern Recht auf Arbeit.
funktioniert hats nicht ganz so gut.

Es gab noch nie Vollbeschäftigung doch das Bedingungslose
Grundeinkommen wäre für Alle gleichermaßen da.

das ist meines Wissens sogar für die alten Bundesländer falsch.
in den neuen war Vollbeschäftigung angeordnet, aber die verdeckte Arbeitslosigkeit relativ hoch (was einem Grundeinkommen vom Grundgedanken her relativ nahe kommt). In wieweit die Geschichte vom Rohstoffmangel und anderen dingen beeinflusst wurde, geht aber wohl zu weit.

Das Grundeinkommen funktioniert nur solang die wirtschaft stabil ist.
ein System, welches absehbar nicht bezahlbar ist, wenn die wirtschaft nicht gut läuft, halte ich für nicht klug.
Ebenso würde ich mich nicht an Spitzenverdienern orientieren, da wäre theoretisch zwar viel zu holen, aber die sind auch schnell verzogen.
So ein System muss von der Masse getragen werden (können).

Frag mal die Griechen, was sie von einem Grundeinkommen halten. Alle Arbeitslosen scheinen ja und der Rest jagt dich außer Landes.

PS: Offenbar ist Ausbeutung von z.B. Arbeitnehmern nicht
ausreichend bekannt bzw. geschützt.

och sag nicht sowas. ich hab mir auch schon überlegt ob ich mich aufs Sofa setze, da das Einkommen zu Anfang des Mindestlohns doch rech knapp ausfiel.
genau das scheint bei der Diskussion nie beachtet.
Ein Grundeinkommen darf - meiner Meinung nach - niemals so hoch sein, dass man ordentlich und ohne Einbußen leben kann.
Als absolute Grundsicherung mag es vernünftig sein, aber das haben wir schon.

Aber, um mal zum Anfang zurück zu kommen: Um die von dir gefundene Ausbeutung zu unterbinden müssten die Löhne trotzdem steigen, was irgendjemand bezahlen muss, was irgendjemand verdienen muss, …

Wirtschaft funktioniert nur mit Ausbeutung oder mit Verzicht.
Wobei die Ausbeutung im Landesinneren wohl vernachlässigt werden kann, wenn man wirklich sozial denken würde.
aber verzichten wollen wir auf die tollen Spielsachen auch nicht. :smile:

naja, wir jammern auf ganz schön hohem Niveau.

wünsche eine gute Nacht
lipi

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Nabend lipi,

Aber, um mal zum Anfang zurück zu kommen: Um die von dir
gefundene Ausbeutung zu unterbinden müssten die Löhne trotzdem
steigen, was irgendjemand bezahlen muss, was irgendjemand
verdienen muss, …

nicht zwingend. Wieso denn auch? Es wäre für AG und AN gleichermassen eine Winwin-Situation. Der AG kann sich sicher sein, dass er hochmotivierte Mitarbeiter bekommt (da die ja auch ohne Job über die Runden kommen würden, und nicht mittels Sanktionen bis hin zur Streichung ihrer Bezüge bis hin zum Wohnungsverlust gezwungen werden müssen, sich also quasi selbst ausgesucht haben, arbeiten zu gehen), in ernstzunehmenden Modellen dieser schönen Gedankenspielerei fallen ja auch die Lohnnebenkosten folglich flach, und die AN haben immer ein sehr ordentliches Zubrot einschliesslich ebenso ordentlicher Erhöhung des Lebensstandards und daraus resultierender größerer Kaufkraft, werden also günstigenfalls ordentlich die Wirtschaft ankurbeln.

Nein, das ist kein Gegenargument. Woran das BGE unweigerlich scheitern wird, da bin ich absolut sicher, ist der Umstand, dass die soziale und vor allem die gesundheitlich-pflegerische Absicherung in voller Gänze dem Individuum überantwortet werden muss (jedenfalls bei den halbwegs realistischen, nicht ganz so schlimm heititeiti daherkommenden Modellen) und das setzt ein derart hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und Voraussicht voraus, von dem man eben auch wirklich nur träumen kann.

Was zwangsläufig dazu führen wird, dass der Großteil der Bevölkerung im Ernstfall eben doch im großen Stil der Ex-Solidargemeinschaft zur Last fallen wird. Und woher soll dieses Geld denn dann kommen? Sollen die nicht arbeitenden Bezieher des BGE bluten? Da wären sie ja letztendlich wiederum schnell genauso arm wieder wie jetzt mit H4. Oder die Arbeitenden? Und wo läge dann der Arbeitsanreiz?

In beiden Fällen führt das wohl ganz klar zu den gewaltigsten sozialen Spannungen. Warum sollst du meine Krankenhausrechnung bezahlen, weil ich keinen Bock dazu hatte, mich zu versichern, da ich die Kohle vorher lieber verjuxt habe statt dessen?

Neenee, das wird nichts. Ziemlich unausgegorener Quatsch, das.

Gruß

Annie

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hi,

Aber, um mal zum Anfang zurück zu kommen: Um die von dir
gefundene Ausbeutung zu unterbinden müssten die Löhne trotzdem
steigen, was irgendjemand bezahlen muss, was irgendjemand
verdienen muss, …

nicht zwingend. Wieso denn auch? Es wäre für AG und AN
gleichermassen eine Winwin-Situation.

War auf den Ursprungspost bezogen.
Der ging ja davon aus, das der Verdienst in einem Vollzeitjob nicht ausreicht.
also muss er nach dem ganzen Klimbim höher sein als zuvor.
Entweder kommt das Geld von allen, die dann weniger haben und gern wieder mehr wollen oder vom AG welcher deine Preise anpassen müsste.

im Idealfall natürlich, sind alle damit zufrieden, das sie weniger bekommen und dafür alle Arbeitsunwilligen (man dürfte sie ja dann so nennen) mehr haben.

Der AG kann sich sicher
sein, dass er hochmotivierte Mitarbeiter bekommt (da die ja
auch ohne Job über die Runden kommen würden, und nicht mittels
Sanktionen bis hin zur Streichung ihrer Bezüge bis hin zum
Wohnungsverlust gezwungen werden müssen, sich also quasi
selbst ausgesucht haben, arbeiten zu gehen)

oder, er ist froh überhaupt jemanden zu finden.
aber das angesprochene stimmt schon, im Moment hat eben jeder einen gewissen druck dahinter.

Woran das BGE unweigerlich
scheitern wird, da bin ich absolut sicher, ist der Umstand,
dass die soziale und vor allem die gesundheitlich-pflegerische
Absicherung in voller Gänze dem Individuum überantwortet
werden muss (jedenfalls bei den halbwegs realistischen, nicht
ganz so schlimm heititeiti daherkommenden Modellen) und das
setzt ein derart hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit und
Voraussicht voraus, von dem man eben auch wirklich nur träumen
kann.

An die Schiene hatte ich bisher noch garnicht gedacht. Würde aber, da wir ja dann sozial² sind, auf selbe hinauslaufen.
Das Grundeinkommen müsste ja so hoch sein, das sich jeder Versichern kann. und da ja jeder an alle denkt, würde es auch jeder machen.

ausser eben der ein oder andere, der nicht so denkt…

Wie klappt das bei denen, hinterm großen Teich eigendlich? das wäre ja mal ne Sache die es schon gibt.

naja, mit einem riesen Glauben an das Gute im Menschen, kann man sich das schon schönreden. Aber dann hat man auch noch nie in ein Geschichtsbuch geschaut.

Ansichtssache, wie so Vieles…

grüße
lipi

Hi,

wie soll denn das Recht auf Faulheit dazu beitragen?

Menschen arbeiten Deiner Meinung nach nur weil man sie dazu zwingt? Kein Mensch oder nicht ausreichend Menschen haben das Bedürfnis etwas Sinnvolles in ihrem Leben zu machen? Ein sehr sehr trauriges und düsteres Bild das Du da von uns Menschen zeichnest.

Bei dem Bedingungslosen Grundeinkommen ginge es ja um eine Grundversorgung. Also, große Sprünge wären damit ohnehin nicht möglich. Und was sollte ein Mensch den lieben langen Tag machen? Schlafen, essen, onanieren bzw. Sex mit Partner/-in haben…? Eine Weile vielleicht okay, doch als Dauerzustand? Wer würde sich da nicht bald selbst anöden?

Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch auch Phantasien und Kreativität hat, und sich selbst ausdrücken möchte, in der einen oder anderen Form. Ginge nun jemand in ein Krankenhaus um krebskranken Kindern vorzulesen und für sie den Clown zu machen, wäre das möglicherweise für andere kein Job, da sie ja vielleicht tagtäglich schwere Lasten schleppen oder Innovationen erfinden… Doch wer mag sich erlauben zu beurteilen welchen Wert eine „Arbeit“ hat?

Ein bundesweites Sozialverständnis ist wohl nicht abzusehen.
Wenn dem so wäre könnte man auch (achtung Übertreibung) Mord
und Totschlag erlauben, es würde ja keiner tun - das ist
Wunschdenken.

Und wieso gibt es dann bereits erfolgreiche Pilotprojekte, nicht für Mord- und Totschlag sondern für das Bedingungslose Grundeinkommen?

wann hast du denn einem Arbeitslosen am Bahnhof das letzte mal
angeboten die Einkommen zusammen zu legen und dann, sagen wir
70/30 aufzuteilen?
ich auch nicht.

Nicht meine Ecke; es geht um eine Neuregelung von Werten und Verdiensten / Verdienstmöglichlichkeiten.

in den neuen war Vollbeschäftigung angeordnet, aber die
verdeckte Arbeitslosigkeit relativ hoch (was einem
Grundeinkommen vom Grundgedanken her relativ nahe kommt). In
wieweit die Geschichte vom Rohstoffmangel und anderen dingen
beeinflusst wurde, geht aber wohl zu weit.

Entscheidend wäre hier imho, dass sich auch der Begriff von Arbeit neu definieren würde bzw. müsste. Nicht nur Jobs die vorgegeben werden sondern die auch Menschen selbst kreiieren, würden von einem Bedingungslosen Grundeinkommen getragen werden.

Das Grundeinkommen funktioniert nur solang die wirtschaft
stabil ist.
ein System, welches absehbar nicht bezahlbar ist, wenn die
wirtschaft nicht gut läuft, halte ich für nicht klug.
Ebenso würde ich mich nicht an Spitzenverdienern orientieren,
da wäre theoretisch zwar viel zu holen, aber die sind auch
schnell verzogen.
So ein System muss von der Masse getragen werden (können).

Dann sollen sie sich verziehen. Neue Menschen und neues Verhalten braucht das Land, Menschen die nicht sich durch Ausbeutung der Massen finanzieren und auch immer wieder sanieren. Ich bin durchaus für Hilfen, bin allerdings auch erstaunt wieviele Millionen wir teils für Fehlinvestitionen oder in andere Länder investieren, indes für z.B. elementare Dinge wie Bildung im eigenen Land bzw. Soziales kein oder kaum Geld da ist bzw. sein soll.

Ein Grundeinkommen darf - meiner Meinung nach - niemals so
hoch sein, dass man ordentlich und ohne Einbußen leben kann.
Als absolute Grundsicherung mag es vernünftig sein, aber das
haben wir schon.

Nein, das haben wir nicht. Denn das Grundeinkommen, die Sozialleistungen, sind nicht bedingungslos, und die Verwaltungskosten sind auch nicht ohne. Lieber den Leuten mehr Geld geben und dafür weniger Verwaltungskosten.

Aber, um mal zum Anfang zurück zu kommen: Um die von dir
gefundene Ausbeutung zu unterbinden müssten die Löhne trotzdem
steigen, was irgendjemand bezahlen muss, was irgendjemand
verdienen muss, …

Preise erhöhen wäre nur eine Option. Eine andere und wo ich es finde wert anzusetzen, wäre Löhne von Spitzenverdiner/-innen a, drastisch zu senken und b, eine finanzielle Schadensbeteiligung bei Fehlentscheidungen zu verlangen bzw. wenigsetns auf Zeit X keine Bonizahlungen für ihre Fehler und Dummheiten auch noch ausschütten.

Wirtschaft funktioniert nur mit Ausbeutung oder mit Verzicht.
Wobei die Ausbeutung im Landesinneren wohl vernachlässigt
werden kann, wenn man wirklich sozial denken würde.
aber verzichten wollen wir auf die tollen Spielsachen auch
nicht. :smile:

naja, wir jammern auf ganz schön hohem Niveau.

Wer ist „wir“? Die Spanne von dem was Menschen hierzulande haben klafft auch immer weiter auseinander. Ein System das nur mit Ausbeutung oder Verzicht funktioniert, ist doch Scheiße!

Klar, Menschen haben auch Schwächen und negative Eigenschaften, z.B. Faulheit, Gier… Doch würden Menschen mehr Freude an ihrer Arbeit haben, würden sie gerechter entlohnt werden, hätten sie mir Freiräume hinsichtlich z.B. Gestaltung ihrer Arbeit, ihrer Arbeitszeiten, auch ihres Arbeitsortes (Tele-Arbeitsplätze)… würden Menschen wohl nicht nur lieber und mit mehr Freude arbeiten sondern auch (wieder) effizientere Arbeit leisten.

Ciao,
Romana

Hi Annie,

ja, mit der Selbstverantwortung haben wir noch jede Menge Spielraum und Übungsstunden nötig. :smile:

Doch das Scheitern eines Bedingungslosen Grundeinkommens daran festzumachen, dass die Leute ihre Krankenkassenbeiträge nicht zahlen würden / könnten, kann ich nicht nachvollziehen.

Jeder Mensch kann mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen auch automatisch gesundheitsversichert / grundversichert sein, und entscheidet dann in welche Versicherungsklasse er / sie sich „upgraden“ möchte. Geht es um die Entscheidung ob jemand ein Mehrbettzimmer zu teilen hat oder ein Einzelzimmer mit Chefarztvisite bekommt, werden die Leute schon ohne großen Aufforderungen aktiv.

Mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen gäbe es ja weiterhin Menschen die sich nicht jedes Jahr zwei, drei Urlaube leisten können, wenn überhaupt, oder die in Sterne-Restaurants feiern gehen können… doch die Kosten für den Verwaltungsapparat und der Druck fiele weg.

Mag sein, die Übergangssituation stelle ich mir auch in Teilen chaotisch vor, doch Menschen auf ihre Eigenverantwortung gestellt bzw. darauf zurückgeworfen, das würde sehr viel Positives freisetzen können und wohl auch werden.

Ciao,
Romana