Schutzimpfung teurer für Privatpatient?

Hallo,

ist vielleicht eher eine Rechtsfrage, aber im medizinischen Bereich.
Eine Grippeschutzimpfung kostet als Einzelspritze in der Apotheke ca. 18.- Euro. Den gleichen Wirkstoff gibt es als 10er-Packung für rund 90.- Euro, somit also pro Spitze halber Preis.

Nun frage ich beim Hausarzt nach, ob ich als Privatpatient, der ich das letztlich aus eigener Tasche bezahle, diese Impfung machen lassen kann und er mir eine Spritze aus seinem Bestand gibt, also der Großpackung und die dann anteilig (mit ca. 9.- Euro eben) abrechnet. Die Sprechstundenhilfe aber meint das ginge nicht, ich müsse zur Apotheke laufen und mir da eine Einzelspritze kaufen. Bedeutet für mich 100% mehr Kosten.

Die Arzt hat den Impfstoff definitiv als Goßpackung da, ich habe vorher gefragt. Angeblich lässt sich das nicht anders abrechnen. Wer kennt sich da aus oder arbeitet vielleicht als Sprechstundenhilfe? Geht es nicht oder will er nicht?

Übrigens wird bei der Schutzimpfung jedes Mal zusätzlich zu den Kosten der Impfung eine Beratung abgerechnet. Wofür eigentlich? Ich gehe ja nur hin uns sag einmal impfen. Die Frage ob och mich krank fühle dürfte wohl in den Kosten fü+r den Impfvorgang enthaklten sein??

Hallo,

ist vielleicht eher eine Rechtsfrage, aber im medizinischen
Bereich.
Eine Grippeschutzimpfung kostet als Einzelspritze in der
Apotheke ca. 18.- Euro. Den gleichen Wirkstoff gibt es als
10er-Packung für rund 90.- Euro, somit also pro Spitze halber
Preis.

Nun frage ich beim Hausarzt nach, ob ich als Privatpatient,
der ich das letztlich aus eigener Tasche bezahle, diese
Impfung machen lassen kann und er mir eine Spritze aus seinem
Bestand gibt, also der Großpackung und die dann anteilig (mit
ca. 9.- Euro eben) abrechnet. Die Sprechstundenhilfe aber
meint das ginge nicht, ich müsse zur Apotheke laufen und mir
da eine Einzelspritze kaufen. Bedeutet für mich 100% mehr
Kosten.

Die Arzt hat den Impfstoff definitiv als Goßpackung da, ich
habe vorher gefragt. Angeblich lässt sich das nicht anders
abrechnen. Wer kennt sich da aus oder arbeitet vielleicht als
Sprechstundenhilfe? Geht es nicht oder will er nicht?

Hallo Michael
das geht nicht, der Arzt bestellt die Grosspackung als Sprechstundenbedarf zu Lasten der AOK oder Barmer oder anderer gesetzlicher Kassen und darf sie dann natürlich nur bei Mitgliedern dieser Kassen benutzen.
Gruß
Rainer

Hallo Michael
das geht nicht, der Arzt bestellt die Grosspackung als
Sprechstundenbedarf zu Lasten der AOK oder Barmer oder anderer
gesetzlicher Kassen und darf sie dann natürlich nur bei
Mitgliedern dieser Kassen benutzen.
Gruß
Rainer

Ah ein Apotheker, :smile:

Da fühl ich mich als Privatpatient ein bissl verarscht und abgezockt. Bei einem anderen Arzt ginbg es mit einer anderen Impfung übrigens auch. So lass ich die Impfung ganz.

Da fühl ich mich als Privatpatient ein bissl verarscht und
abgezockt. Bei einem anderen Arzt ginbg es mit einer anderen
Impfung übrigens auch. So lass ich die Impfung ganz.

Deine Sache, kann ich nicht so ganz nachvollziehen, Geiz ist geil sollte bei der Gesundheit nicht Priorität sein.
Aber jeder wie er mag, versteht sich :smile:
Gruß
Rainer

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Hallo Michael,

dein Arzt kann und darf dir als Patient den Impfstoff nicht aus seinem „Vorrat“ verabreichen, da er diesen als Sprechstundenbedarf für die gesetzlich Versicherten bezogen hat.
Ferner darf er dir als Privatpatient auch diese Kosten für den Impfstoff nicht berechnen. Wenn er auf deiner Liquidation diese Kosten aufführen würde, stünde dann sofort deine Privatkasse da und mit Reklamation.
Dein Arzt handelt also völlig korrekt, auch wenn es manchmal nicht so ganz nachvollziehbar ist und umständlich erscheint.

Pauline

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Der Arzt könnte aber, sofern er mit mindestens 10 Privatpatienten rechnet die das machen lassen, sich eine 10er Packung kaufen und diese dann anteilig auf die Privatpatienten umrechnen, oder?

Sorry, aber 100% Mehrpreis würdest du sicher auch nicht akzeptieren, nur weil du nicht GKV versichert bist? Und als Apotheker bist du das bestimmt nicht :wink: Öknomisch betrachtet ist das geradezu Verschwendung.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
als GKV-Mitarbeiter kann nicht anders, aber wer in die PKV geht
muss auch mit Mehrkosten rechnen.
Dafür bist du doch Privatpatient.
Denkst du allen Ernstes, dass ein Arzt für PKV-Versicherte den
gleichen Betrag berechnet (Ausnahmen bestätigen die Regel) als für
GKV-Versicherte ??
Du sparst doch gegenüber der GKV soviel Beitrag, dass dir die
Kosten der Impfung doch nicht wehtun, oder ???
Also, jammere nicht, lass dich impfen !!

Gruss

Günter Czauderna

So lieber Herr Czauderna,
korrekt ist: Derzeit kostet mich die PKV weniger als die GKV. Das liegt aber nur an der besonderen Konstellation der Dinge (Tarifart etc.). Des weiteren liegt meine Nettomonatsbesoldung bei ca. 900.- Euro. Die Beihilfe zahlt zwar theoretisch 50%, aber der Selbstbehalt liegt hier bei 120.- Euro/Jahr, d. h. Beihilfe zahlt erst, wenn dieser Betrag überschritten ist.

Während GKV-Versicherte ab der Unterschreitung eines gewissen Einkommens von Zuzahlungen befreit sind (oder ist es nicht so?) gibt es eine derartige Regelung für Beamte nicht. Der liebe Staat behandelt alle gleich.

Wenn ich schon mit einem GKV-Mitarbeiter rede, dann kann ich ja gleich mal fragen: Was rechnen denn die Ärzte für eine Schutzimpfunng so ab bei der GKV? Auch immer den Posten „Beratung“? Leider hab ich schon mehrmals festgestellt, dass ich immer auch diesen Gebührenposten auf der Rechnugn habe, auch dann wenn ich im Grund keine Beratung in Anspruch nehme. Beispiel: Gehe zum Arzt für Impfung. Macht Beratung + Impfung + Impfstoff. Ich lasse mich aber dazu nicht „beraten“. Oder ist die Frage „Fühlen Sie sich wohl? Sonst sollten wir nicht impfen“ - mehr wird da nicht geredet - schon eine Beratung? Das gehört für mich zum Impfvorgang.

Ich fände es übrigens gut, wenn auch diue GKV-Versicherten die von ihnen verursachten Kosten zumindest ansatzweise erkennen könnten. Aber das ist wohl politisch nicht gewollt.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Warum 30% teurer Stoff
Also OK ich sehe ein, dass es abrechnungstechnisch anscheinend wirklich kompliziert ist.

Aber als Apotheker kannst dui mir sicher sagen, warum der Impfstoff gegenüber dem Vorjahr um ca. 35% teuer ist? Und offenbar sind sich alle Hersteller ziemlich einig inden Preisen von 17,25 bis 18 Euro.
Wie ist eine derartige Preiserhöhung zu begründen?

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Herr Schmidz,
für die Impfung über die KArte bekommt der Arzt je nach Punktwert
zwischen 6 - 10 € (Da ich von zu Hause aus antworte ist der Betrag
wirklich nur geschätzt).
Was die Befreiung von Zuzahlungen betrifft, sehe ich kein Zusammenhang
mit Ihrem Problem - Tatsache ist, dass im Regelfall 2% des Eikommens
als Eigenanteile zumutbar sind.
Selbstverständlich sollte auch der GKV-Versicherte wissen was er für
Kosten verursacht, dies wurde bereits mehrfach getestet.
Durch das umständliche Abrechnungs- und Bewertungssystem sind diese
Versucghe allersamt fehlgeschlagen.
Was die Beratung angeht, könnte man auch stattdessen Gespräch
einsetzen.
Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, wird es ja wohl nicht so ablaufen,
daß man vor dem Arzt sitzt und ihm sagt:" Ich will eine …Impfung",
der Arzt nimmt wortlos eine Spritze zur Hand, setzt diese kommentarlos in den Oberarm und man geht wieder (wohlmöglich auch noch
wortlos).
Zugegeben, etwas überspitzt mein Beispiel, aber korrekt.
Der Arzt wird mindestens fragen, ob es irgendwelche Umstände gibt, die
eine solche Impfung aus medizinischen Gründen verhindern könnten,
wie z.B. Erkältung o.ä.
Ob sie als Beamter nur 900,00€ Einkommen haben ist dem Arzt ziemlich
egal, er sieht in Ihnen den Privatpatient und sonst nix.
Ich will nicht behaupten dass Sie persönlich in der GKV besser aufgehoben wären, aber billiger geipft würden Sie dort bestimmt.

Gruss

Günter Czauderna

Aber als Apotheker kannst dui mir sicher sagen, warum der
Impfstoff gegenüber dem Vorjahr um ca. 35% teuer ist? Und
offenbar sind sich alle Hersteller ziemlich einig inden
Preisen von 17,25 bis 18 Euro.
Wie ist eine derartige Preiserhöhung zu begründen?

Das liegt an der Gesundheitsreform, bei teuren Medikamenten sind die Preise gesunken, bei billigen angestiegen, das ist nicht nur bei der Impfung so.
Die Kassen bezahlen nur bestimmte Preise, deshalb kosten die Präparate fast das Gleiche.
Gruß
Rainer

Nachtrag
Hallo,
entschuldigung für die falsche Anrede und evtl. Tippfehler,
ich war etwas in Eile als ich den Beitrag schrieb !

Gruss

Günter Czauderna

dein Arzt kann und darf dir als Patient den Impfstoff nicht
aus seinem „Vorrat“ verabreichen, da er diesen als
Sprechstundenbedarf für die gesetzlich Versicherten bezogen
hat.
Ferner darf er dir als Privatpatient auch diese Kosten für den
Impfstoff nicht berechnen. Wenn er auf deiner Liquidation
diese Kosten aufführen würde, stünde dann sofort deine
Privatkasse da und mit Reklamation.

Natürlich darf der Arzt nach § 10 GOÄ die Auslagen für Impfstoffe berechnen. Aber selbstverständlich nur, wenn er tatsächlich auch welche hatte.

Ein Arzt kann sich den Impfstoff auf seine Kosten entweder selbst beschaffen (auch im Zehnerpack und dann umlegen) oder rezeptieren. Warum soll denn da eine PKV reklamieren?
Allerdings sind Impfungen nicht immer im Versicherungsschutz enthalten.

Zur Beratung noch folgendes: Bei Impfungen mit Spritzen oder Pistolen (GOÄ 375) ist die Abrechnung erlaubt, bei Schluckimpfungen, Zusatzinjektionen und Simultan-Wundstarrkrampfimpfungen (GOÄ 376-378) nicht.

Hallo!

Dachte schon Sie wollten mich ärgern ;-o :smile:)

Wie stehen denn eigentlich die GKV (ihre GKV) zum Foto auf der Patientenkarte? Das wäre doch einfach machbar und offenbar gibt es gerade in Städten viel Mißbrauch durch die Weitergabe der Karten. Selbst wenn nur einige Kassen ab sofort nur noch derartige Karten ausgeben, wäre schon geholfen. Das hatte ich nie verstanden, warum man da so zögerlich ist.

Gruß
M. Schm.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]