Hallo, Leute!
Ich erinnere mich einmal von einem „Schwanenbrief“ gehört zu haben.
Meine Erinnerung besagt, daß es sich um ein Arbeitszeugnis gehandelt hat, bei dem der Text absolut überflüssig war. Einzig Aussagekräftig war das Wasserzeichen des Papiers (eben der Schwan).
- Bedeutete dieses „Den kann man einstellen“ oder "Heuer den blos nicht an? (Ich glaube mich an zweiteres zu erinnern)
- War das Branchenspezifisch?
- Wann war der „Mode“ (ich meine das war Anfang des 20. Jahrhunderts gewesen, so 1920 +/- 10 Jahre bis … ???
TIA, Michael
Hallo !
Die Bezeichnung hat ihren Ursprung sicher im :
Schwanengesang
Substantiv Maskulinum „letzte Dichtung eines Dichters“
erweiterter Standardwortschatz bildungssprachlich (16. Jh.)Stammwort. Der Ausdruck beruht auf dem seit der Antike (Aischylos, Agam. 1444) bezeugten Glauben, der Schwan singe bei seinem Tod.
Röhrich 3 (1992), 1430f. deutsch s. Schwan, s. singen
mfgConrad
Hallo Conrad,
Die Bezeichnung hat ihren Ursprung sicher im :
SchwanengesangSmSubstantiv Maskulinum „letzte Dichtung eines
Dichters“ erw.erweiterter Standardwortschatz
bildg.bildungssprachlich (16. Jh.)Stammwort. Der Ausdruck
beruht auf dem seit der Antike (Aischylos, Agam. 1444)
bezeugten Glauben, der Schwan singe bei seinem Tod.
Röhrich 3 (1992), 1430f. deutsch s. Schwan, s. singen
die Sache ist einen Tick komplizierter.
Man muss sich dazu in die frühe Geschichte von Papierherstellung und Druckkunst vertiefen.
In äußerster Kurzform: Böttcher = Papierhersteller legten gerne auf das Gitter, in dem die Papiermasse abtropfte ein kleines Motiv. Das sah man dann als helle Marke, wenn man das Blatt gegen das Licht hielt. So kam der Schwan als Wasserzeichen ins Papier.
Tief in meinem Gedächtnis aus den Zeiten meiner Berufsausbildung als Buchhändlerin gekramt glaube ich mich zu erinnern, dass Papiere mit einem bestimmten Wasserzeichen, das muss nicht der Schwan gewesen sein!, eine gewisse Zeit lang die einzigen waren, die für amtliche Dokumente verwendet werden durften.
Somit war der Vorzeiger eines Schwanenpapiers auf einen Blick als Berechtigter für was auch immer erkennbar.
viele grüße
Geli
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Ein Detail…
Hallo Geli,
Böttcher = Papierhersteller
Das wäre mir neu. Böttcher stellen Fässer her, keine Papiere…
Gruß Kubi
Papierschöpfer??
Hallo Kubi!
Böttcher = Papierhersteller
Das wäre mir neu. Böttcher stellen Fässer her, keine
Papiere…
Stimmt. Der Irrtum kommt wohl vom anderen Namen für Böttcher, Büttner, und Bütte ist sowohl Fass als auch das Ding, in dem Papier geschöpft wird. Was ich aber nicht rausgefunden habe: Wie nennt man den die Leute, die Papier schöpf(t)en?
Weiß das jemand?
Livai
Hi Livia,
Wie nennt man den die Leute, die Papier schöpf(t)en?
könnten das die Haderlumpen gewesen sein?
(Verzeihung)
Gruß Ralf
lach und servus, Ralf:smile:
nein, die *hadern und die lumpen* wurden für die papierherstellung gesammelt - irgendwann bekamen die menschen, die diese *niedrige* arbeit verrichteten, den beinamen *haderlumpen* und später wurde *der haderlump* ein schimpfwort, dessen ursprung heute kaum noch wer kennt.
Die menschen, die das papier früher handgeschöpft herstellten (und noch herstellen), nannte man schlicht *papierschöpfer*. In Steyrermühl in Oberösterreich kann man diesen beruf noch/wieder lernen.
lieben gruss aus Wien, jenny
Tief in meinem Gedächtnis aus den Zeiten meiner
Berufsausbildung als Buchhändlerin gekramt glaube ich mich zu
erinnern, dass Papiere mit einem bestimmten Wasserzeichen, das
muss nicht der Schwan gewesen sein!, eine gewisse Zeit lang
die einzigen waren, die für amtliche Dokumente verwendet
werden durften.
Somit war der Vorzeiger eines Schwanenpapiers auf einen Blick
als Berechtigter für was auch immer erkennbar.
Na ja, das ist Deine Version einer Vermutung.
Ich glaube kaum, das Behörden nur das Papier einer Firma benutzen durften!
Vielleicht siehst Du auch nur den Pelikan in Deiner Erinnerung!!
Das war ein bekannter Hersteller von Büromaterial.
mfgConrad
Hallo, Ralf!
http://members.vienna.at/difr/papier/arbeit.htmlhttp…
Danke für den Link. Und Buße ist nicht notwendig, sonst muss ich mich auch gleich ins Büßergwand werfen. Ich hielt Bütte nämlich für „Form und Deckel“.
Livia
Hallo, Geli!
Tief in meinem Gedächtnis aus den Zeiten meiner
Berufsausbildung als Buchhändlerin gekramt glaube ich mich zu
erinnern, dass Papiere mit einem bestimmten Wasserzeichen, das
muss nicht der Schwan gewesen sein!, eine gewisse Zeit lang
die einzigen waren, die für amtliche Dokumente verwendet
werden durften.
Somit war der Vorzeiger eines Schwanenpapiers auf einen Blick
als Berechtigter für was auch immer erkennbar.
Auch das könnte möglich sein.
Habe vor und nach meinem Posting hier viel weitergegoogelt und bin bisher keinen Deut weiter… 
Kannst Du dich eventuell an Quellen erinnern? *liebguck*
TIA, Michael