Schwanger

Hallo Claren,

ohne Absicht meinungsbildend zu sein, möchte ich zu bedenken
geben, dass es Frauen nicht gerade leicht fällt einer
flüchtigen Beziehung die voraussichtliche Geburt eines
gemeinsamen Kindes mitzuteilen. Da wird aus viel Distanz
plötzlich viel Nähe, mehr als einem lieb ist.

nachvollziehbar

Davon abgesehen ist nicht gerade zu erwarten, dass der Mann vor
Begeisterung strahlen wird (nicht dass ich es für ausgeschlossen
halte),

Das dürfte niemand von uns wissen, auch muenchen kann sich der Reaktion nicht sicher sein.

weil für ihn daraus mindestens finanzielle Verpflichtungen
entstehen, von den moralischen nicht zu schreiben. In
solchen Situationen sitzt einem als Frau das Hemd deutlich
näher als die Jacke. Und ich kann mir vorstellen, dass man
eher mit Schadensbegrenzungsideen beschäftigt ist.

OK, wenn die Frau abtreibt, hat sie mit der Nichtinfo mir ein emotionales Chaos erspart. Da ich mich vorher nicht damit beschäftigen müsste, würde ich auch nachher mir keinen Nischel drum machen.
Wenn die Frau das Kind behält und dann mir 10d nach der Geburt ein nettes Schreiben mit ‚Hallo Papa …‘ ins Haus geflattert käme, sind die Chancen für eine angenehme Elternschaft als Voraussetzung für die Zahlungsmotivation doch arg gesunken. Jeden Menschen der sich dann drückt, kann ich voll verstehen.

Ciao maxet.

Hallo!

Woraus Du hörst, dass ich mich für eine Abtreibung entschieden habe, ist mir, ehrlich gesagt, ein Rätsel. Weil ich schreibe, dass ich mit ihm über meinen Entschluß rede (der noch in keiner Weise gefallen ist!!!) und ihn nach seiner Meinung fragen möchte? Verstehe ich nicht…
Und wie kommst Du darauf, dass dieser Mensch in einer Beziehung lebt, womöglich mit Kindern? Nein, er hat keine Freundin, war nie verheiratet oder so, hat keine Kinder und wohnt alleine.
Noch einmal zur Info:
Ich stehe mit diesem Menschen in sporadischem „gute Bekannte“-Kontakt - ich habe niemals tiefergehende Gefühle für ihn gehabt und werde diese auch nicht haben. Wir telefonieren ca. 2mal im Jahr und sehen uns vielleicht einmal im Jahr, wenn der eine mal zufällig in der Stadt des anderen ist und bei ihm pennt. Dabei ist in den letzten Jahren nie was passiert, nur jetzt halt eben mal. Okay?
Soviel zum weiteren Verständnis - aber bitte sag mir trotzdem , wie Du auf die anderen Gedanken gekommen bist!

Danke und Gruß,
M.

Aber bitte, bitte, sag mir, wie Du auf das alles kommst - interessiert mich wirklich!!!

Gruß,
M.

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Hallo Maxet,

ich raetzle und raetzle (sic) und komm nicht drauf:

Dann versteh ich
nicht, warum in Frankreich mehr als 60 % der Mütter mit
dreijährigen Kindern Kindern.

Was meinst du?
Erklaer mir’s bitte.

Gruesse
Elke

Moin,

Ich habe die Anmerkung für
notwendig gehalten, da der Eindruck entstehen konnte, es gäbe
nur eine Beratungsorganisation.

Meinst du nicht, dass die Frage dahin ging, was man empfehlen könne ? Was nützt es (der Fragestellerin) Beratungsstellen zu nennen, die man nicht empfehlen kann, weil man nicht weiß, ob die was taugen ?

Wenn ich jemandem einen Zahnarzt empfehle, weil ich mit dem gute Erfahrungen gemacht habe, meinst du dann auch, du musst hier auf die Gelben Seiten verweisen, weil sonst der Eindruck entstehen könnte, es gibt nur einen Zahnarzt auf der Welt ?

Sorry, aber ich versteh den Sinn deines Postings nicht ganz. Ich hatte wirklich gehofft, du könntest auch noch eine andere Beratungsstelle empfehlen. DAS hätte ich hilfreich gefunden.

Gruß
Marion

Hallo!

Woraus Du hörst, dass ich mich für eine Abtreibung entschieden
habe, ist mir, ehrlich gesagt, ein Rätsel.

Ich habe es nur vermutet, weil Du

  • in „Psychologie“ und nicht im „Eltern/Kinder“-Brett postest,
  • nur negative Aspekte und keinen positiven Aspekt erwähntest,
  • weil Dir der „Partner“ nicht viel wert scheint

Weil ich schreibe, dass ich mit ihm über meinen Entschluß rede
(der noch in keiner Weise gefallen ist!!!) und ihn nach seiner Meinung
fragen möchte? Verstehe ich nicht…

War nur ein Gedanke. Kann eben auch falsch sein. Aber ich
kenne selbst genug Konstellationen, die so liefen, wie ich
es erwähnte. Ich wollte eben schnell auf den Punkt kommen
und nicht lange und seicht herumreden.

Und wie kommst Du darauf, dass dieser Mensch in einer
Beziehung lebt, womöglich mit Kindern? Nein, er hat keine
Freundin, war nie verheiratet oder so, hat keine Kinder und
wohnt alleine.

Wie gesagt, das erschien aufgrund der wenigen Informationen,
die Du preisgabst, durchaus möglich und wahrscheinlich.

Warum sollte denn jemand, mit dem ich regelmäßig (halt
einmal im Jahr - frag mal alte Eheleute, die haben auch so
eine Frequenz :wink: - in die Kiste gehe, der keinen Partner
hat und der alleine lebt - nicht als Partner in Frage kommen?

Das liegt nicht unbedingt auf der Hand.

ich habe niemals tiefergehende Gefühle für ihn gehabt
und werde diese auch nicht haben.

Nun ja, jetzt hat Euch das Schicksal auf eine Weise
verbunden, die nicht gerade leicht zu übergehen ist,
auch wenn Du abtreiben solltest.

Soviel zum weiteren Verständnis - aber bitte sag mir
trotzdem, wie Du auf die anderen Gedanken gekommen bist!

Ich wäre eben nicht von vorneherein darauf gekommen,
dass es sich um so einen „Unfall“ gehandelt haben
könnte, wie Du ihn beschreibst.

Sorry, hier lag meine Hypothese wohl wirklich
ziemlich weit daneben.

Grüße & gute Nacht

CMБ

Hallo Muenchen

Und jetzt hatten
wir Sex…Ich nenn es einfach One-Night-Stand mit jemandem,
den ich zufällig entfernt kenne…

Kannst du dir vorstellen, mit ihm ein gemeinsames Kind zu haben?

Ein Kind ist niemals nur dein Kind, es ist auch Kind des Vaters. Ich weiss ja nicht, ob er sich um das Kind kuemmern wuerde, aber das kann man nicht ausschliessen. Wenn er dies will, sollte es auch nicht verhindert werden. Auf jeden Fall, wenn ein Kontakt zwischen Vater und Kind da sein wird, wirst du mit dem Vater noch intensiven Kontakt haben, wenn auch nur indirekt ueber das Kind.

Aber damit kann man wahrscheinlich leben, da wahrscheinlich auch der Respekt fuereinander zunehmen wird, wenn man mitkriegt, dass der andere Verantwortung fuer das Kind uebernimmt.

Das soll jetzt keinerlei Entscheidungshilfe sein, sondern nur einen Aspekt beleuchten.

Viele Gruesse Thea

Hallo!

Ich habe es nur vermutet, weil Du

  • in „Psychologie“ und nicht im „Eltern/Kinder“-Brett postest,
  • nur negative Aspekte und keinen positiven Aspekt erwähntest,
  • weil Dir der „Partner“ nicht viel wert scheint

Natürlich poste ich im Psychologie-Brett, weil ich mir eben noch nicht sicher bin. Was das mit Abtreibung zu tun hat, weiß ich nicht.
Natürlich erwähne ich die negativen Aspekte, ein Kind zu bekommen - die positiven sind nämlich keine Probleme - und wegen meiner Probleme poste ich hier.
Ich sage nicht, daß mir der Partner nicht viel wert ist, aber ich möchte erstmal wengstens ein paar Tage in Ruhe darüber nachdenken, was ja wohl okay ist, wenn ich noch ein paar Wochen Zeit habe, mich zu entscheiden. Und ich denke erstmal darüber nach, ob ich es alleine schaffen könnte, denn auf ihn möchte ich mich auf jeden Fall nicht verlassen. Wenn er da ist - schön.

War nur ein Gedanke. Kann eben auch falsch sein. Aber ich
kenne selbst genug Konstellationen, die so liefen, wie ich
es erwähnte. Ich wollte eben schnell auf den Punkt kommen
und nicht lange und seicht herumreden.

Naja, welcher Punkt, wenn Du den Punkt nicht kennst? Frag doch einfach ganz normal, dann gibt es keine Mißverständnisse und Du mußt mir nix unterstellen. Sowas macht mich wahnsinnig wütend.

Warum sollte denn jemand, mit dem ich regelmäßig (halt
einmal im Jahr - frag mal alte Eheleute, die haben auch so
eine Frequenz :wink: - in die Kiste gehe, der keinen Partner
hat und der alleine lebt - nicht als Partner in Frage kommen?

Vielleicht liest Du mal meine Postings genau! Ich habe nie geschrieben, dass ich einmal im Jahr mit ihm in die Kiste springe!!! ES WAR EINMAL! Punkt. Die Jahre davor hab ich ihn mal als guten Bekannten getroffen zum einen trinken oder so, wenn ich in der Stadt war oder er - nochmal! Und bitte - ich weiß schon genau, wer als Partner für mich in Frage kommt, okay? Und das ist nicht jeder Mann, der ein bißchen nett ist, für mich gehört da mehr dazu - das ist meine Meinung.

Nun ja, jetzt hat Euch das Schicksal auf eine Weise
verbunden, die nicht gerade leicht zu übergehen ist,
auch wenn Du abtreiben solltest.

Ja, ist klar. Aber deshalb muß ich nicht mit ihm zusammenkommen, oder?

Ich wäre eben nicht von vorneherein darauf gekommen,
dass es sich um so einen „Unfall“ gehandelt haben
könnte, wie Du ihn beschreibst.

Naja, deshalb hatte ich es ja auch geschrieben, damit nicht jeder von selbst drauf kommen muß. Lies doch mal mein erstes Posting. Da steht genau das - und da mußt Du kein Problem mit Gefühlen, Beziehung seinerseits oder sonstwas mit reindichten. Ich bin hier zum Glück anonym (muß ja nicht jeder wissen), ich muß mir nix ausdenken und kann die Wahrheit sagen.

Sorry, hier lag meine Hypothese wohl wirklich
ziemlich weit daneben.

kein Problem - dafür hab ich’s ja dann klargestellt…

Grüße & gute Nacht

Grüße und guten Morgen,

M.

Hallo Marion,

Ich habe die Anmerkung für
notwendig gehalten, da der Eindruck entstehen konnte, es gäbe
nur eine Beratungsorganisation.

Meinst du nicht, dass die Frage dahin ging, was man
empfehlen könne ? Was nützt es (der Fragestellerin)
Beratungsstellen zu nennen, die man nicht empfehlen kann, weil
man nicht weiß, ob die was taugen ?

Ich denke deine Anmerkung gilt für uns beide. Auch du hast nicht begründet, warum du auf PF hinweist. Daher sind unser beiden Posting gleich hilfreich für m.

Soviel in Kürze
Ciao maxet.

2 „Gefällt mir“

Auch mal was gesagt ?
Moin,

Meinst du nicht, dass die Frage dahin ging, was man
empfehlen könne ? Was nützt es (der Fragestellerin)
Beratungsstellen zu nennen, die man nicht empfehlen kann, weil
man nicht weiß, ob die was taugen ?

Ich denke deine Anmerkung gilt für uns beide. Auch du hast
nicht begründet, warum du auf PF hinweist.

Jetzt wird es langsam albern. Natürlich habe ich pro familia empfohlen, weil ich mit pro familia allgemein gute Erfahrungen gemacht hab und andere Leute, die ich kenne, ebenfalls. Das sollte doch so schwer nicht aus meinen Postings herauszulesen sein. Mannomann…

Gruß
Marion

donum vitae
Hallo maxet,

noch verstärkend: von donum vitae haben mir in letzter zeit einige bekannte viel gutes berichtet. sehr ergebnisoffen und auf die frau konzentriert. (wobei ich natürlich nicht weiß, ob das für jede „filiale“ gilt:smile:.

grüße,

barbara

Hmm, schwere Entscheidung.
Auch wenn du mit dem Vater reden solltest… im Endeffekt ist es deine Entscheidung, dein Leben.
Du bist diejenige die sich um das Kind kümmern wird, du bist diejenige, die alle die Nächte am Bett wacht wenn es weint, nicht er.

Aber… DU bist auch diejenige, die all die schönen Dinge mit dem Kind erlebt, nicht er. Und glaub mir, davon gibt es jede Menge.

Hör auf deinen Bauch. Wenn du das Kind haben willst gibt es für alles eine Lösung.
Geh zu Pro Familia oder irgendeiner anderen Beratungsstelle und informiere dich, es steht dir als alleinerziehende eine ganze Menge an Hilfen zu.

Gruß
Claudia

Hallo!

Danke für Deine Antwort. Bei pro familia war ich schon. Da ich als Freiberufliche gearbeitet habe, würde ich nur Hartz 4 bekommen, außerdem wird mich keine Krankenkasse aufnehmen. So wurde mir das im Gespräch erklärt. Ich dürfte eine Wohnung bis 60qm für bis zu 270,00 Euro kalt mieten - da fällt mir in Berlin nur Marzahn ein, wo man so etwas bekommt. Superumgebung! Und keine Krankenversicherung (später schon für das Kind, das war’s) - sie hat mir schon vorgerechnet, was mich privat eine Geburt ohne Komplikationen kostet. Nee, klar - kann ich mir nicht leisten.

Wenn ich ehrlich bin, ist das an Hilfe nicht so viel - ich könnte damit mein Kind nicht ordentlich durchbringen. Und ich habe keine Lust zum Sozialfall zu werden…

Das wäre der einzige Grund, mich dagegen zu entscheiden, ist aber ein sehr triftiger, finde ich…

Gruß,

M.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Ich möchte nur nochmal klarstellen, daß ich nicht vorhabe, den Vater nicht zu informieren. Ich werde es tun - nur halt zu seiner Zeit (natürlich bevor ich den Abbruch starte/das Kind zur Welt kommt :wink:. Möchte ich nochmal deutlichmachen, falls es anders rüberkam - auch wenn Du Dein Posting vielleicht nicht unbedingt auf meine Situation bezogen hast…

Danke und Gruß,

M.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo muenchen,

Das wäre der einzige Grund, mich dagegen zu entscheiden, ist
aber ein sehr triftiger, finde ich…

finde ich, ehrlich gesagt, nicht.

Bei pro familia war ich schon. Da ich
als Freiberufliche gearbeitet habe, würde ich nur Hartz 4
bekommen, außerdem wird mich keine Krankenkasse aufnehmen.

Ok, DAS ist blöd.

So
wurde mir das im Gespräch erklärt. Ich dürfte eine Wohnung bis
60qm für bis zu 270,00 Euro kalt mieten - da fällt mir in
Berlin nur Marzahn ein, wo man so etwas bekommt.
Superumgebung!

Ich habe eine Weile in Marzahn gewohnt und muss sagen, dass der Bezirk besser ist als sein Ruf. Es gibt dort - wie wohl überall - schöne und hässliche Ecken. Die Preise sind aber eben auch in den schönen Ecken ok.
Außerdem bekommst du durchaus auch in anderen Bezirken wie z.B. Lichtenberg preiswerte Wohnungen, solange du nicht so viel Platz brauchst. 60 m² für Mutter mit Kind sind schon recht viel, finde ich. Wenn du dich auch mit weniger zufriedengibst, dann könntest du durchaus in dem von dir genannten finanziellen Rahmen bleiben, auch außerhalb von Marzahn.

Und keine Krankenversicherung (später schon für
das Kind, das war’s) - sie hat mir schon vorgerechnet, was
mich privat eine Geburt ohne Komplikationen kostet. Nee, klar

  • kann ich mir nicht leisten.

Wie wäre es, gerade darüber mit dem Vater des Kindes zu sprechen?
Aber selbst wenn das nicht geht - gibt es keine Möglichkeit, dir das Geld erst einmal von jemandem zu leihen und es dann stückweise zurückzuzahlen? Oder notfalls einen Kredit aufzunehmen? Ich finde, an so etwas sollte die Entscheidung für oder gegen ein Kind nicht scheitern.

Wenn ich ehrlich bin, ist das an Hilfe nicht so viel - ich
könnte damit mein Kind nicht ordentlich durchbringen. Und ich
habe keine Lust zum Sozialfall zu werden…

Was heißt Sozialfall? Wenn du dein Leben nicht mehr selbst finanzieren kannst, bekommst du eben Geld vom Staat, dafür nennt sich dieser Staat ja auch „Sozialstaat“ und dafür bezahlst du ja jetzt auch Steuern. Außerdem - wurde bei den ganzen Rechnungen berücksichtigt, dass der Vater des Kindes ja auch zum Teil für den Unterhalt des Kindes aufkommen muss? Und wie sieht es mit deiner Verwandschaft aus - könnten sich z.B. deine Eltern in der ersten Zeit um das Kind kümmern, wenn du arbeiten gehst?

Versteh mich nicht falsch, ich bin keine militante Abtreibungsgegnerin :wink:, eher im Gegenteil, da ich hier eindeutig für die Selbstbestimmung der Frau eintrete. Nur finde ich es schade, wenn die Finanzen wirklich der einzige Grund sind, weshalb du auf ein Kind verzichtest, das du eigentlich gern hättest. Es gibt nun einmal nie den richtigen Zeitpunkt für ein Kind, irgendetwas passt immer nicht. Und dennoch kriegt man es irgendwie immer hin. Um ein Kind gut zu erziehen, ist Geld hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig. Dazu gab es ja auch erst vor kurzem eine Diskussion im Eltern-Kind-Forum. Wenn es sich also auch nur irgendwie finanzieren ließe mit der Geburt und deiner Krankenversicherung und du das Kind willst (sprich: du empfindest es nicht als ein störendes Etwas, das deine gesamte Lebensplanung durcheinanderbringt und dir deine Chancen komplett verbaut), dann würde ich sagen: Tu’s!

Was auch immer du tust - ich wünsche es dir, deinen eigenen Weg zu finden und durchzuziehen und hoffe, dass Geld nicht zum entscheidenden Faktor werden muss.

Schöne Grüße,
Anja

2 „Gefällt mir“

Hallo!

finde ich, ehrlich gesagt, nicht.

Finde ich, ehrlich gesagt, schon:wink:. Wenn ich keine Zukunft sehe? Ich glaube nicht, dass das mir oder dem Kind gut tut - seit Jahren habe ich schon Probleme wegen Geld - sei es selbstverschuldet oder nicht, ich kann so schon an kaum etwas anderes denken - mit Kind sähe ich keine Chance… Und ich möchte kein Kind in die Welt setzen, dass eine Mutter mit Problemen hat, die sie auffressen…

Ich habe eine Weile in Marzahn gewohnt und muss sagen, dass
der Bezirk besser ist als sein Ruf. Es gibt dort - wie wohl
überall - schöne und hässliche Ecken. Die Preise sind aber
eben auch in den schönen Ecken ok.
Außerdem bekommst du durchaus auch in anderen Bezirken wie
z.B. Lichtenberg preiswerte Wohnungen, solange du nicht so
viel Platz brauchst. 60 m² für Mutter mit Kind sind schon
recht viel, finde ich. Wenn du dich auch mit weniger
zufriedengibst, dann könntest du durchaus in dem von dir
genannten finanziellen Rahmen bleiben, auch außerhalb von
Marzahn.

Naja, vielleicht. das ist aber nicht der Hauptgrund. Es kommt dazu, dass ich einfach in den Job nicht mehr reinkomme, wenn ich 6-9 Monate nicht dabei war. So ist es nun mal. Das heißt, ich sehe einfach keine Perspektive. Es ist also nicht nur ein finanzielles Problem, sondern auch ein berufliches. Und darausfolgend bestimmt auch ein psychisches. Da ich nun weiß, wie fertig man nach einigen Jahren mit solchen Problemen ist, einem Magengeschwür nahe :wink: - denke ich nicht, dass das mit einem Kind plötzlich besser wird.

Wie wäre es, gerade darüber mit dem Vater des Kindes zu
sprechen?
Aber selbst wenn das nicht geht - gibt es keine Möglichkeit,
dir das Geld erst einmal von jemandem zu leihen und es dann
stückweise zurückzuzahlen? Oder notfalls einen Kredit
aufzunehmen? Ich finde, an so etwas sollte die Entscheidung
für oder gegen ein Kind nicht scheitern.

Der Vater wird da auch nichts machen können. Es geht ja nicht nur darum, die Geburt zu bezahlen - ich habe keinerlei Schutz, wenn bei der Schwangerschaft was passiert! Keine Krankenversicherung! Es geht immerhin um noch mehr als 7 Monate! Das geht wirklich nicht, sorry - wenn irgendwas passiert und sei es nur ein Unfall, kann ich vielleicht mein Leben lang zahlen, weil mich keiner versichern wollte und weiß nicht wie! Unmöglich, das weißt Du, glaub ich, auch…

Was heißt Sozialfall? Wenn du dein Leben nicht mehr selbst
finanzieren kannst, bekommst du eben Geld vom Staat, dafür
nennt sich dieser Staat ja auch „Sozialstaat“ und dafür
bezahlst du ja jetzt auch Steuern. Außerdem - wurde bei den
ganzen Rechnungen berücksichtigt, dass der Vater des Kindes ja
auch zum Teil für den Unterhalt des Kindes aufkommen muss? Und
wie sieht es mit deiner Verwandschaft aus - könnten sich z.B.
deine Eltern in der ersten Zeit um das Kind kümmern, wenn du
arbeiten gehst?

Sorry, aber ich sehe mich als „Sozialfall“ an, wenn ich mit Kind keine andere Perspektive sehe als nur Sozialhilfe. Und dass das Geld nicht reicht, das wissen wir ja nun wirklich alle. Und das mein Leben lang? Weiß ich jetzt schon, daß ich das nicht durchstehe - und wie ginge es dann dem Kind?
Meine Eltern fallen aus - Mutter wohnt in Spanien, Millionärsvater versucht eher noch, von mir Geld zu bekommen - so sieht es aus.

Versteh mich nicht falsch, ich bin keine militante
Abtreibungsgegnerin :wink:, eher im Gegenteil, da ich hier
eindeutig für die Selbstbestimmung der Frau eintrete. Nur
finde ich es schade, wenn die Finanzen wirklich der einzige
Grund sind, weshalb du auf ein Kind verzichtest, das du
eigentlich gern hättest. Es gibt nun einmal nie den richtigen
Zeitpunkt für ein Kind, irgendetwas passt immer nicht. Und
dennoch kriegt man es irgendwie immer hin. Um ein Kind gut zu
erziehen, ist Geld hilfreich, aber nicht unbedingt notwendig.
Dazu gab es ja auch erst vor kurzem eine Diskussion im
Eltern-Kind-Forum. Wenn es sich also auch nur irgendwie
finanzieren ließe mit der Geburt und deiner
Krankenversicherung und du das Kind willst (sprich: du
empfindest es nicht als ein störendes Etwas, das deine gesamte
Lebensplanung durcheinanderbringt und dir deine Chancen
komplett verbaut), dann würde ich sagen: Tu’s!

Naja, ich glaube, Du hast jetzt schon mitbekommen, dass es nicht nur um das Finanzielle geht, sondern um alles, was damit zusammenhängt. Klar, ich könnte mich jetzt auch einfach noch schnell an einer Uni einschreiben und schauen, dass ich in wahnsinnig vielen Semestern noch was studiere, vielleicht bekomm ich ja dann mit 40 wieder einen Job.
Tut mir leid, dass ich das so schwarzmalen muß. Aber momentan sehe ich es so. Kann sich auch wieder ändern. Tut es ja auch, alle 10 Minuten. Sind wohl die Hormone:wink: - in ein paar Minuten such ich wahsrcheinlich schon wieder `ne neue Wohnung. Ich hoffe, bald überwiegt mal eine Richtung. Aber sogar die Tante von Pro Familia hat gesagt, dass sie selten jemanden getroffen hat, bei dem die Voraussetzungen so mies sind…

Was auch immer du tust - ich wünsche es dir, deinen eigenen
Weg zu finden und durchzuziehen und hoffe, dass Geld nicht zum
entscheidenden Faktor werden muss.

Vielen Dank. Geld vielleicht nicht. Aber die Möglichkeit für das Kind, das zu bekommen, was es braucht (in jeglicher Hinsicht). Und das ist leider oft ein Teufelskreis.

Danke für Deine Antwort und Gruß!

M.

Schöne Grüße,
Anja

Hallo!

Da ich
als Freiberufliche gearbeitet habe, würde ich nur Hartz 4
bekommen, …

Ist man dann nicht krankenversichert? Bezahlen die die Krankenversicherung nicht weiter, die man hat? (Interessiert mich mal. Du bist ja wahrscheinlich privat versichert, oder?)

Gruß
Thea

Hallo!

wie fertig man nach einigen Jahren mit solchen Problemen ist,
einem Magengeschwür nahe :wink: - denke ich nicht, dass das mit
einem Kind plötzlich besser wird.

Das kann aber sein, da man automatisch andere Prioritäten bekommt. Ich kann es aber leider nicht versprechen.

Muss eigentlich der Vater nicht zunächst für dich bezahlen? Früher war das so, dass auch ein unehelicher Vater im ersten Jahr für die Mutter zahlen musste (natürlich nur, wenn er kann). Das ist noch ausgeweitet worden, so dass er (meiner Meinung nach) mindestens die ersten drei Jahre zahlen muss. Die Mutter kriegt deshalb natürlich nicht mehr Geld, sondern es werden lediglich die Staatskassen entlastet. Hat die Frau von pro familia davon nichts erzählt?

Aber sogar die
Tante von Pro Familia hat gesagt, dass sie selten jemanden
getroffen hat, bei dem die Voraussetzungen so mies sind…

Irgendwie in gewisser Hinsicht scheinst du das Kind sehr gerne haben zu wollen. Weil ja sehr viel dagegen spricht, du aber trotzdem noch am überlegen bist.

Vielen Dank. Geld vielleicht nicht. Aber die Möglichkeit für
das Kind, das zu bekommen, was es braucht (in jeglicher
Hinsicht). Und das ist leider oft ein Teufelskreis.

Das stimmt. Es kann aber sein, dass man über sich hinauswächst. Manchmal passieren Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat. Leider kann man sich nicht darauf verlassen.

Viele Grüße Thea

1 „Gefällt mir“

Hallo!

Danke für Deine Antwort!
Steht in meinem ersten Posting - bin gar nicht krankenversichert. Und in der Schwangerschaft versichert mich keiner (laut pro familia). Vielleicht dann, wenn ich Hartz 4 beantrage, aber ganz ehrlich würde ich das erst tun, wenn es nicht mehr anders geht, damit ich vor der Geburt noch irgendwo wahnsinnig viel arbeiten und ein bißchen Geld verdienen kann. Anders wäre es nicht zu schaffen. Ich kenne genügend Leute mit Kind und Hartz 4 - keiner kommt mit dem Geld zurecht. Und die meisten wirken extrem unglücklich deswegen, was sich bestimmt früher oder später auf das Kind abfärbt… Und ohne KV bin ich halt wirklich fast chancenlos :frowning:((

Gruß,
M.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo!

Muss eigentlich der Vater nicht zunächst für dich bezahlen?
Früher war das so, dass auch ein unehelicher Vater im ersten
Jahr für die Mutter zahlen musste (natürlich nur, wenn er
kann). Das ist noch ausgeweitet worden, so dass er (meiner
Meinung nach) mindestens die ersten drei Jahre zahlen muss.
Die Mutter kriegt deshalb natürlich nicht mehr Geld, sondern
es werden lediglich die Staatskassen entlastet. Hat die Frau
von pro familia davon nichts erzählt?

Ähm, sorry, daß ich so egoistisch daherkomme - aber das würde mein finanzielles Problem ja nur verschieben, richtig? Entschuldige, dass momentan mein erster Gedanke nicht der ist, die Staatskasse zu entlasten… Die hat schon davon erzählt, nur war es leider in der akuten Situation nicht sonderlich relevant.

Danke und Gruß,
M.

Was spricht dagegen nur kurze Zeit (also so eine Woche oder so, bis sich einiges geregelt hat) H4 zu beantragen nur um erst mal wieder in die Gesetzliche KV zu kommen. Danach kann man dann versuchen weiter in der GKV zu bleiben (wenn sie nett sind machen die das, schließlich bist du ein zahlendes Mitglied, normalerweise glaub ich braucht man ein JAhr Vorversicherungszeit und darf nicht die Frist von 2 Monaten ohne Sozialvers.Pflicht verschlafen, nach der man nicht mehr gesetzlich versichert sein kann.
Frag doch mal beim H4 -Amt an (ist ja überall anders geregelt, daher die unpräzise Formulierung). Mit etwas Glück kriegt man da einen netten Berater, der einem auch sagt, wie man aus verzwickten Situationen herauskommt. Auch wenn der eigentliche Antrag nichts für einen ist.

Schöne Grüße
Susanne