Hallo Guido,
Deine Anfrage ist aus männlicher Sicht schon mehr als nur „ist sie’s nun oder nicht“, und „woher kommt das Pölsterchen“.
Das wäre irgendwie zu einfach gelesen.
Kommt auch auf Euer Alter an. (Habe ich das schlecht mitbekommen? Wie alt seid Ihr denn? Noch unter 18 oder doch schon darüber?)
Ein einfacher HCG-Test (in der Packung sind meist zwei) ist da recht zuverlässig. Ab Montag in der Apotheke.
Damit wird ein Schwangerschafts-Hormon gesucht bzw. nachgewiesen (nämlich das HCG = H umanes C horion G onadotropin, also ein Trigger-Hormon, das über die neu gebildeten Chorionzotten der eben eingenisteten embryonalen Seite ins Blut der (nun schon) Mutter eintritt und danach entweder direkt im Serum oder etwas später auch im Harn nachweisbar ist), und zwar schon zwei bis zehn Tage nach Eintritt einer Schwangerschaft (je nach Test).
_Beipackzettel also genau lesen: zu früh getestet, ist auch daneben. _
Manche Tests verfärben, manche müssen neben einem Vergleichs-Strich (Funktions-Nachweis) im Falle eines positiven Ergebnisses auch einen zweiten Strich aufweisen. Fehlt der, so ist kein Embryo vorhanden, der Hormone ins mütterliche Blut senden könnte.
Eine nette, informative Seite, allerdings auf Englisch, kommt aus Chicago: http://www.advancedfertility.com/earlypre.htm
Nun zu dem „Anderen“ in Deiner Anfrage:
Wenn während der Pillenzeit nicht erbrochen wurde und kein Magen-Darm-Infekt aufgetreten ist, und wenn die Pille regelmäßig genommen wurde (!) ist eine Schwangerschaft nach dem Pearl Index nur noch rechnerisch im 0,3 bis 0,5% Bereich wahrscheinlich, sozusagen als „Fehlerquote“ der Pille.
Wie bei vielen Männern, wird es bei Dir aber auch so eine Hintergrund-Stimmung geben, die vielleicht nicht nur „freudig-erwartungsvoll“ ist, sondern im Gegenteil möglicherweise ganz eiskalt an „Schock und Co“ erinnert.
Hier ist die Frage: Wie sehr ist Eure Beziehung denn schon gefestigt, dass Du dich als Partner auch mit einem kommenden Kind vollwertig und glücklich fühlen könntest?
Diese Frage ist idealer Weise zu stellen, wenn sie noch keinen realen Hintertgrund hat, eben jetzt, wo eine Schwangerschaft Thema ist, aber zugleich unwahrscheinlich. Hier kommt es wohl zu den „akuten“ Gefühlen, hier kann man sie aber benennen und vielleicht daran arbeiten.
Viele Beziehungen werden plötzlich „klar“, wenn es um das „Eingemachte“ geht, vieles an Illusionen verschwindet, und was übrig bleibt, ist die innere Antwort: „Ja“ oder „Nein“ zu dieser Frau.
Würdest Du bei Deiner Partnerin bleiben wollen oder entwickelst Du bei dem Gedanken eher Flucht-Tendenzen?
Bekommst Du das Gefühl „noch nicht gelebt“ zu haben, wenn Du dich locker vor dem Spiegel aufbaust und dann PAPA zu Dir sagst?
All diese Fragen wären aber nicht hier im Brett zu beantworten, sie sich zu stellen, ist nicht nur erlaubt, sondern _Pflicht.
Denn wenn tatsächlich einmal ein Kind unterwegs sein sollte, dann wäre es für alle Beteiligten nett, sie zumindest grundsätzlich schon bei sich geklärt zu haben, idealer Weise auch im Gespräch mit der Partnerin.
Also viel Vergnügen weiterhin miteinander.
Und macht auf jeden Fall Euren Test zu einem Fest!
Volkmar
http://www004.24on.cc/518/ersteliebe.html_