Hey Leute,
Ich weiß einfach nicht mehr weiter und wollte mich daher an euch wenden.
Ich habe am 1.Mai 2010 einen neuen Arbeitsvertrag (Jahresvertrag) als Hotelfrachfrau begonnen um eine Arbeitskollegin die in Mutterschutz geht zu ersetzen. Wie der Wille es will, habe ich dann im August erfahren, dass ich Schwanger bin. Ich habe es meinem Betrieb gleich mitgeteilt, da ich schon fast im 3ten Monat war und in der ‚‚Gastronomie‘‘ dann das Mutterschutzgesetz eingreift. Meine Chefin war davon gar nicht begeistert (ist auch verständlich), da ich erst 22 bin und auch nicht verheiratet bin (sie ist etwas anders eingestellt) und zudem noch eine andere Kollegin ersetzen sollte! Seitdem war dann etwas spannung zwischen uns, da ich ihr sagte, dass eine Abtreibung nicht in Frage kommt !
Nachdem ich im 4ten Monat war und nach dem Mutterschutzgesetz nicht länger als 20:00 Uhr arbeiten darf und nur 4 std im Stehen, habe ich mich zweimal mit Ihr zusammengesetzt um über unsere weitere Zukunft zu sprechen. Ich bin wirklich nicht Faul und habe schon in mehreren Betrieben hart gearbeitet ! Aber ich wurde jedes Wochenende zum Schlussdienst eingeteilt (bis 3, halb 4 Uhr Nachts) und Arbeitete 12std. am Stück. Dazu kommt noch dass ich 45min. Hin- und Rückfahrt habe und morgens um 10 Uhr angefangen habe. Irgendwann war ich einfach nur noch k.O. und jeder meiner Freunde/Familie fragte mich wieso ich mich nur so ausnehmen lassen würde. Ich sollte dabei an das Baby denken ! U.a. hätten auch andere Kollegen diesem Dienst zugeteilt werden können und ich dem Frühstücksdienst oder an der Rezeption. Dazu sagte meine Chefin aber nur, warum sie mich jetzt noch an der Rezeption einlernen sollte, ich wäre ja sowieso nicht mehr lange da! Ich arbeitete zu dem Zeitpunkt auch 6 Tage die Woche, da einige unserer Kollegen gekündigt hatten und es wurde auch keine Rücksicht darauf genommen was ich trage oder nicht. Ich musste auch dem Betrieb eine Bescheinigung vom Frauenarzt vorlegen, wann mein genauer Entbindungstermin ist. Die Ärztin hatte mir gesagt, dass der Betrieb die 5 Euro für die Bescheinung übernehmen ‚muss‘. Ich bin nun wirklich nicht kleinlich und wenn die Chefin gesagt hätte, Sie bekommen noch 5 Euro, hätte ich gesagt, lassen Sie es stecken. Aber da nichts kam, hab ich Sie auch darauf angesprochen und Sie sagte dass Sie mir die 5 Euro nicht geben wird. Mir kam es die ganze zeit so vor, als wollte Sie mich ‚rausekeln‘. Meine ganzen Bekannte sagten dann, dass ich mich auch nichts einlassen soll (wie zB eine Vertragsauflösung), denn Sie kann mir nichts anhaben.
Ich wusste, früher oder später würde das ganze eskalieren, und das tat es auch !
Ich war ende 4ten Monat und hatte mal wieder Schlussdienst. Es war 1 Uhr Nachts und ich war alleine im Betrieb und schließte die Türen zu. Ich hatte mal wieder 45min Fahrt vor mir und musste am nächsten morgen um 10 Uhr schon wieder auf der Arbeit sein. Als ich auf dem Weg nach Hause war platze mir direkt in einem Tunnel der Reifen. Dort war eine kleine Bucht in der ich hielt und ich versuchte einige Freunde anzurufen, die alle schliefen bzw. unterwegs waren und was getrunken hatten. Ich war am verzweifeln und hatte keinen Ersatz Reifen dabei (in den neuen Autos ist eine Flüssigkeit dabei, aber davon hatte ich keine Ahnung!) also fuhr ich ein Stück weiter, wo ich später erfuhr, dass es das alles viel schlimmer gemacht hat. Als ich 5 min weiter fuhr, in Schrittgeschwindigkeit, hielt ein Auto an mit einer kleinen Familie, die gerade aus dem Urlaub nach Hause gekommen waren. Der Mann war KFZ Mechaniker und hatte ein paar Nummern parat die wir anriefen und ein Abschleppdienst zu uns schicken würde. Da ich näher an der Arbeit war, als Zuhause, haben Sie mein Auto in die andere Richtung geschleppt, ca. 1 std. von mir entfernt. Ich hab dann doch noch einen Freund erreicht, der mich abholte und da wir auch noch auf den Abschleppdienst warten mussten, war es dann fast 5 Uhr bis ich endlich in meinem Bett war ! Da ich tot müde war, stellte ich um 8 Uhr den Wecker um meiner Chefin bescheid zu sagen, das ich später kommen würde. Die Werkstatt hatte mir versprochen den Reifen bis 12 Uhr (Samstags) fertigzustellen.
Ich erklärte meiner Chefin die Situation und Sie fing an zu schreien, dass ich einen Ersatz für mich finden sollte, denn Sie würde nicht einspringen ! Sie beschimpfte mich noch und fragte nicht einmal wie es mir ginge oder ob etwas passiert sei.
Ich war total aufgebracht, da ich im moment sowieso einen Hormon-überschuss habe, und rufte eine Arbeitskollegin an, die eig Abends den Schlussdienst hatte. Sie sagte dass sie für mich einspringen würde! Als es 10 Uhr war, klingelte mein Handy und meine Arbeitskollegin teilte mir mit, das die Chefin stink sauer sei, da ich Sie angerufen hatte und Sie doch schlussdienst hat. Wer denn heute Abend einspringen sollte? Dabei hätte ich niemand anderes anrufen können, da wir zurzeit nur 2 Festangestellte sind und 1 Azubi, da wie vorher schon gesagt, 3 Kollegen gekündigt hatte (nun wundere ich mich auch nicht mehr wieso). Ich war total fertig und hatte mich nur aufgeregt, da bin ich zum Notdienst gefahren und habe mich übers Wochenende Krankschreiben lassen. Als wir die Krankmeldung abgegeben hatten, hatte Sie wieder angefangen mich zu beleidigen, ob wir denn nun alle durchdrehen würden und nicht wüssten wie man arbeitet etc. und dass das ganze Unkollegial wäre. Meine Kollegen taten mir auch leid, aber irgendwann muss man vllt einfach mal an sich denken und sie verstanden das auch! Montags ging ich dann zu meinem Frauenarzt, die mir bis 1. November Beschäftigungsverbot erteilte. Als ich einige Wochen Zuhause war erfuhr ich dass die Chefin schon wieder einen neuen Dienstplan erstellt hatte indem ich jeden Tag Schlussdienst hatte ! Ich ärgerte mich darüber, da ich nun schon fast im 6ten Monat war und gar nicht so lange arbeiten durfte! Also teilte ich dies meiner Ärztin mit, die mir bis Ende der SS Beschäftigungsverbot erteilte. Meine Chefin ärgerte sich darüber, da Sie auch den Gehalt zahlen muss. Aber eigentlich ist das inzwischen ihr Problem. Das einzige was mich jetzt noch ärgert ist, dass mir von dem Monat August und September mind. 500 Euro Trinkgeld zustehen und ich meine Lohnabrechnungen nicht zugesendet bekomme. Ich habe auch schon eine Email hingeschrieben und darum gebittet, aber es kam nichts zurück. Kann ich denn dagegen vorgehen? Ich hätte auch Zeugen (einige Kollegen) die inzwischen auch nicht mehr dort arbeiten. Dieser Betrieb nimmt nur jeden aus und wir können noch nicht mal dagegen vorgehen? Das in der Gastronomie ausgebeutet wird ist üblich, aber irgendwann muss sowas doch ein Ende haben! Ich kann ja zurzeit nicht gekündigt werden, und hänge danach auch noch 2 Jahre Elternzeit daran. Nun weiß ich nicht ob mich meine Chefin nach den 8 Wochen Mutterschutz schon kündigen darf, oder erst nach 2 Jahren? Denn mein Vertrag stoppt ja dann Anfang März und endet normalerweise erst im Mai (Jahresvertrag).
Kann mir da irgendwer bitte behilflich sein? Ich weiss, ist ziemlich viel information, aber ich freue mich wenn Ihr euch zeitnimmt und Antwortet.
Liebste Grüße,
Katha
