Hallo Helena,
Ich denke so wie Du. Und noch ein Stückchen weiter: Wer sich
in der Lage fühlt, sein Kind oder gar sein Enkelkind zur
Adoption freizugeben, hat schon Probleme im Sinne daß der
Normalfall ist, das eigene Kind zu behalten. (Uuups! Ich hoffe
ich habe mcih verständlich ausgedrückt!)
Ganz kann ich dir da nicht zustimmen, denn eine Kindsweggabe ist
nach meiner Erfahrung nie eine leichtfertige Entscheidung. Eltern,
die sich entscheiden, ihr Kind wegzugeben, werden oft als „Raben-
eltern“ gesehen, wobei fast immer der Gedanke, dem „Kind ein
besseres Leben zu ermoeglichen“ im Vordergrund steht (ich
beziehe mich hier bewusst auf abgebende Eltern, nicht Grosseltern).
der Verlust der abgebenden Eltern, die ihr Kind verlieren;
der Verlust der adoptierenden Eltern, die ihren Wunsch
nach biologischem Nachwuchs aufgeben mussten;Das glaube ich nciht unbedingt. Es gibt genügend Eltern die
nach 2 oder 3 biologischen Kindern noch eins adoptieren
wollen. Und dann kommen noch weitere biologischen dazu. Wenn
ich mich nicht irre ist das der Fall bei zB Günther Jauch.
Das sind sehr seltene Ausnahmen. Es ist heutzutage gerade
in den westlichen Industrielaendern sehr schwer geworden,
Kinder (noch mehr: Babies) zu adoptieren, weil es im
Westen kaum noch Kinder gibt, die zur Adoption freigegeben
werden. Auch Auslandsadoptionen - so sie denn legal vor
sich gehen - werden schwieriger. Die ‚gemischte Familie‘ mit
biologischen und Adoptivkindern ist die ganz grosse Ausnahme.
- das Adoptivkind wird sich seines Verlustes erst spaeter mit
zunehmendem Alter bewusst.Jop! Davon gibt es zahlreiche Filme. Ich persönlich würde es
meinem Kind sofort sagen, daß er adoptiert ist…
Das hat nichts damit zu tun, dass ein Kind vor dem 7. LEbensjahr
die Tatsache der Adoption nicht wirklich begreifen kann
(egal, was es erzaehlt bekommt). Viele Adoptierte erzaehlen
von sich selbst, dass sie den Verlust erst wirklich gespuert
haben, als sie selbst Kinder bekommen haben.
Auch liebe Gruesse, Elke

