Schwanger mit 40?

Liebe Leute,

ich stehe gerade an einem Scheideweg. Nun will ich hier alle moralischen, psychologischen und emotionalen Erwägungen aussen vor lassen und die medizinischen Bedenken erfragen:
Was spricht dafür ( und ich hoffe das tut es :wink:) und was dagegen, mit 41 Jahren noch ein Kind zu bekommen?

Vorausgesetzt das mein Körper gut in Schuß ist, nicht Übergewichtig, gesund ernährt ist und außer dem Rauchen keine anderen „Tendenzen“ hat?

Könnt Ihr - wie gesagt, bitte keine moralisch erhobenen Zeigefinger etc. - mir weiterhelfen?

Liebe Grüße
Susanne

Hi,

hast Du das schon gelesen:
http://www.babynet.de/schwangerschaft/schwangerschaf…

Die rein gesundheitlichen Aspekte lassen sich wahrscheinlich am besten beim Gyn klären. Der kennt dich wahrscheinlich, deine Risikofaktoren u.s.w.

Persönlich habe ich noch eben darüber nachgedacht, dass bei vierzig das Zeitfenster zum Schwangerwerden doch recht klein ist. Dann stellt man sich darauf ein und es klappt vielleicht nicht oder nicht sofort… Könnte ganz schön auf Stress hinaus laufen.

VG
Monroe

Hallo,

meine Mutter hat mich im Alter von 44 Jahren geboren. Ich bin jetzt knapp 30 :smile:

Insgesamt ist es für das Kind hin und wieder etwas doof, wenn andere Eltern 10 oder 20 Jahre jünger sind als die eigenen.

Wenn Du noch technisch einwandfrei bist kannst du doch ein Kind bekommen, warum nicht?

Gruß
Kuddenberg

Hallo,

die Krux mit dem Gyn ist eben die dass ich hier auf Bali, 3 Tanne rechts, so gut wie keine Versorgung hätte, jedenfalls nicht auf die Schnelle. Dafür müßte ich in die Hauptstadt. Was mich aber auch nicht abschreckt…

Vielen Dank für link, und für die Zusprache!

LG Susanne

Hallo,

darf ich fragen - abgesehen von den medizinischen Ebenen in diesem Fall - warum, bzw in welchen Situationen es für Dich nicht so toll war?

Dank und liebe Grüße
Susanne

…na das hättest Du ja mal sagen können…

Bei eventuellen Komplikationen wäre es doch nun unerheblich, ob du 20 oder 40 bist… Oder ist die medizinische Versorgung für 20 jährige besser?

Gruß
Kuddenberg

Hi,

die Vika machts möglich *grins*

nein, die Versorgung ist für alle die gleiche…

von daher…
Grüßle
Susanne

Hallo Susanne,

darf ich fragen - abgesehen von den medizinischen Ebenen in
diesem Fall - warum, bzw in welchen Situationen es für Dich
nicht so toll war?

Da würde ich auch gern was zu sagen. Meine Mutter war 38 als sie mich bekam und das ist nun schon ein paar Jährchen her. Als ich so ca, 5 war, sind wir mal in einem Café gesessen. Da sagte die Serviererin zu mir: " Na, geht heute die Oma mit Dir einen Kakao trinken?" Ich soll sehr böse gesagt haben:" Das ist nicht meine Oma, das ist meine Mama!" Ich war sauer auf die Serviererin, weil die sooo doof war, das nicht unterscheiden zu können. Also obwohl ich keine wirklich innerlich jungen Eltern hatte, denn ich denke darauf kommt es an, hat mir der Unterschied zu anderen Eltern nichts ausgemacht.

Ich war im Übrigen auch mit genau 40 schwanger, völlig überraschend und ungewollt und habe damals keine 5 Minuten gebraucht, um innerlich „Ja“ zu sagen und das, obwohl die äußeren Umstände alles andere als optimal waren. Umso größer war dann auch die Trauer, als ich das Kind verloren habe. Zum Glück können wir nicht in die Zukunft blicken. Ich bin ohne Kind heute sehr glücklich und hätte mit dem Kind meinen Mann wahrscheinlich nicht kennengelernt. Umgekehrt weiß ich natürlich auch nicht, wie möglicherweise großartig mein Leben mit dem Kind geworden wäre.

Natürlich gibt es durch das „fortgeschrittene“ Alter bestimmte Risiken. Aber das weißt Du sicherlich. Und auch wenn ich selbst nicht so furchtbar medizinhörig bin, würde ich vermutlich in Deinem Alter doch schauen, ob ich die Schwangerschaft und Geburt nicht vielleicht doch in Deutschland „erledigen“ könnte.

Ich wünsche Dir alles Gute!

Avera

Hallo Susanne,

na dann mal ran an den Speck.

Wenn Du dich in der Lage fühlst ein Kind zu bekommen, so mache das! Und lass` Dich nicht von den sog. „Göttern in Weiß“ verunsichern.

Ich kann Dich zu Deinem Entschluß nur bestärken!

Gruß Kai

Medizinische Risiken bei ‚alten‘ Müttern

…na das hättest Du ja mal sagen können…

Bei eventuellen Komplikationen wäre es doch nun unerheblich,
ob du 20 oder 40 bist… Oder ist die medizinische Versorgung
für 20 jährige besser?

Das ist zwar richtig, aber die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen ist eben deutlich höher als bei einer 20jährigen, weshalb die schlechtere medizinische Versorgung von der Bedeutung her schwerer wiegt.

In irgendeinem Brett waren hier kürzlich Berichte aus Australien zu lesen, und selbst in diesem vermeintlich „zivilisierten“ Land scheint die vorgeburtliche Versorgung von Schwangeren sehr mager zu sein, da wird’s auf Bali vermutlich noch übler aussehen.

Dabei geht’s übrigens gar nicht mal um die invasiven Pränataldiagnostikmonster, auf die man auch in DE gut verzichten kann, sondern um ganz normale Dinge wie Ultraschall, CTG und Neugeborenenscreening, aber auch um die Versorgung unter der Geburt wie einer Möglichkeit zu einem professionell durchgeführten Kaiserschnitt nach einer sanften Methode sowie die Möglichkeit, Kind und/oder Mutter intensivmedizinisch zu betreuen.

Das sind alles Dinge, die im Idealfall völlig egal sind - bei einer komplikationsfreien, normalen Schwangerschaft und Geburt. Aber (von onmeda.de):

„Bei Frauen über 35 Jahren ist das Risiko von Fehlgeburten deutlich erhöht. Außerdem steigt die Gefahr für Krankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Myome und Präklampsie. Auch chromosomale Störungen des Fetus, vor allem das Down-Syndrom (Trisomie 21), kommen häufiger vor.“

Deshalb sind Schwangerschaften mit Müttern über 35 automatisch und stets „Risikoschwangerschaften“.

Gruß,

Malte

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meine Mutter hat mich im Alter von 44 Jahren geboren. Ich bin
jetzt knapp 30 :smile:

Folglich: 44-29 = mit 15 Jahren

Was hat dies jetzt, sorry, mit der Frage zu tun? Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

Grüßchen Momi

Nur Mut!
Hallo Susanne,

leider noch nicht auf einen Kaffee geschafft. Was machen die Kätzchen?

Vielleicht wäre dieser Beitrag von mir besser im Esoretik-Brett- aber: Physe hin Psyche her - wenn Du Dich nun dazu entschließen möchtest, dann tu dies. Entweder es geht im Anfangsstadium ab - dann solltest Du es so hinnehmen - auf einen zweiten Versuch würde ich es dann nicht (unbedingt) ankommen lassen. Oder - So sei es Gott (oder woran Du auch glaubst) gewillt, dieses Kind zu bekommen.

Risiken gibt es in jedem Alter!

Grüßchen aus dem (jetzt auch sonnigen) Deutschland

Momi

Das hast du definitiv falsch verstanden, denn es steht eindeutig: „meine Mutter hat mich im Alter von 44 Jahren geboren“. Die Mutter war also 44 Jahre alt. Das war vor knapp 30 Jahren. :wink:

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Ooooh, ja , jetzt alles klar!
War wohl kurz der Vergaser zu.

Frohe Ostern, Motorradmieze

bin grad am basteln!zwischendurch

Vielen Dank…
…Euch allen,

ihr habt mir Mut gemacht und meine Bedenken etwas zerstreut. Mir ist klar das immer ein Risiko besteht, doch das die Lobby der „alten“ Mütter derart groß ist, war mir nicht bewußt.

Nun muß ich mich nur noch trauen…:wink:)

Liebe Grüße
Susanne

Kinder bekommt man mit dem Bauch, nicht mit dem Kopf. :wink:

In diesem Sinne alles Gute für deine hoffentlich baldige Schwangerschaft :smile:

Hallo Susanne!

Ich muss dich leider ein bischen dämpfen.

Maltes Posting weiter unten ist für mich der beste Beitrag zu diesem Thema. Ab 35 ist wirklich jede Schwangerschaft eine Risikoschwangerschaft.

Meine Frau war mit 39 Erstgebärende, die Schwangerschaft verlief total ohne Komplikationen, ihr war nie übel, dem Kind gings super und alles schien bestens zu laufen.

Die Geburt war der reine Horror, obwohl das Kind richtig gelegen ist sind jede Menge Komplikationen eingetreten und ohne beste medizinische Hilfe hätte es vielleicht eine Katastrophe gegeben.

Ich will damit nur sagen, dass wenn du dich zu diesem Schritt entscheidest, eine gute ärztliche Versorgung während der Schwangerschaft und bei der Geburt extrem wichtig ist und dass du trotzdem damit rechnen musst, dass es nicht so klappt wie du dir das wünschst.

Grüße
Dusan

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Hallo,

Ich muss dich leider ein bischen dämpfen.

danke, ich zweifelte schon an meiner Wahrnehmung. Nicht weil…

Maltes Posting weiter unten ist für mich der beste Beitrag

…mir das so wichtig wäre, sondern vielmehr, weil ich keinen anderen
Artikel gefunden habe, der auf die eigentliche Frage der Dame eingeht.

Ich hatte den Eindruck, sie wolle gerade keine warmen Worte.

Gruß,

Malte (der bei der Geburt seiner Tochter auch verdammt froh um die medizinische Versorgung war)

Hallo Susanne,
Kinder sind was Tolles, und ich kann jeden Kinderwunsch verstehen!

Doch in jedem Alter ist ein Kind zu bekommen eine Entscheidung für die nächsten 20 Jahre. Wenn es gesund ist.
Ab 35 steigt das Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen, stark an. Ein behindertes Kind zu haben kann eine lebenslange Aufgabe sein. Es kann eine erfüllende Aufgabe sein, doch nicht jeder fühlt sich dem gewachsen.

Deshalb sollte sich jeder, der sich ein Kind wünscht, vor allem aber die „späten“ Mütter, überlegen:

  • bin ich/sind wir bereit, auch ein behindertes Kind groß zu ziehen?
  • bin ich ggf. bereit, ein Kind abzutreiben, wenn ein Behinderung pränatal diagnostiziert wird und ich/wir kein behindertes Kind haben will/wollen?

Versteht mich nicht falsch, ich will in keinster Weise Behinderte diskriminieren! Ich habe aber zu oft erlebt, dass Eltern nicht damit klar kommen, dass ihr Kind nicht so ist, wie sie sich das vorgestellt hatten. Und Leidtragende sind dann immer in erster Linie die Kinder.

Gruß
Jette

Hallo Dusan,

Die Geburt war der reine Horror, obwohl das Kind richtig
gelegen ist sind jede Menge Komplikationen eingetreten und
ohne beste medizinische Hilfe hätte es vielleicht eine
Katastrophe gegeben.

Inwiefern Horror?
Was ist denn schief gegangen, wenn ich fragen darf? Und lag das am Alter deiner Frau oder hätte das einer 25jährigen auch passieren können?

Gruß
Miriam