Hallo ihr!
Hallo auch.
Ich bin eines von 4 Kindern. Meine kleine Schwester (8 Jahre) hat auch selbige … „Krankheit“ (ich bezeichne es einfach mal so). Meine Eltern sind deswegen auch in die Lebenshilfe eingetreten und machen sich dafür stark.
Ich habe nicht allzuviel mitbekommen, da ich zum Zeitpunkt der Geburt auf eine „höhere“ Schule gegangen bin, danach Bundeswehr und kurz darauf von zuhause ausgezogen.
Was ich aber noch weiss, ist dass solche Kinder nicht alt werden, da sie meistens ein schwaches Herz oder sogar Herzkrankheiten haben.
Ich hab mich ein wenig im Netz umgesehen und viele Links
gefunden, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass das zu
einseitig ist. DS(Down-Syndrom)-Kinder scheinen liebenswert
und eher einfach zu sein, niemand schreibt genauer über die
negativen Seiten, mit denen Eltern rechnen müssen.
Nun, man braucht viel Zeit, sie werden (je nach schwere der „Krankheit“) oft nur spät selbständig, wenn überhaupt. Es ist auf jedenfall eine Lebensaufgabe!
Das schwierigste überhaupt, worauf die Eltern stossen könnten ist die Anerkennung in der Gesellschaft. Wenn man es „verkraften“ kann ständig die Blicke in der Öffentlichkeit auf sich zu ziehen…
Ich weiss
es ja nicht, aber ich stelle mir z.B. vor, dass man mit so
einem Kind nicht einfach nach 3 Jahren wieder berufstätig sein
kann.
Nun, bedingt sicher… (stand was in anderem posting)
Und wie ist es, als ältestes Kind ein DS-Kind zu haben
und später noch andere zu bekommen?
Kann ich nichts zu sagen, aber wenn man ein solches Kind hat, ist die Angst natürlich gross, dass das nächtes wieder so wird…
Tatsache ist, dass die Wahrscheinlichkeit ein solches Kind zu bekommen mit zunehmenden alter (der Frau) rapide zunimmt. Ich habe dazu mal eine Studie gelesen. Bei Frauen unter 30 kommt es so gut wie nicht vor, bei Frauen über 40 ist die Rate meines wissens schon bei über 5% …
Oder - wie ist es, das Kind nicht zu bekommen und mit
Schuldgefühlen leben zu müssen? Wie stabil muss eine
Partnerschaft sein?
Hm. Schuldgefühle redet man sich normalerweise immer selbst ein. Aber andersrum: Bekommt man nicht auch Schuldgefühle, wenn man ein „behindertes“ Kind zur Welt bringt? Der Arzt, der meine Mutter entbunden hat, hat es auf die Tour gebracht…
Zur Partnerschaft: Wenn auch nur einer der beiden Zweifel hat, sollte man einen Schwangerschaftsabbruch vorziehen. (meine persönliche Meinung)
Noch eine wichtige Frage: kann man herausfinden, wie stark das
Kind behindert sein wird?
Soweit ich weiss schon. Aber ich glaube, das geht erst wenn die Schwangerschaft etwas fortgeschritten ist. Meine Eltern wissen mehr. (Kontakt weiter unten)
Gibt es unter euch Eltern, die bereit wären, mit meiner
Freundin und ihrem Mann zu sprechen? Wahrscheinlich erstmal
nur über E-Mail.
Klar!
[email protected]
Ich hoffe meine Eltern sind noch „aktiv“. Es kann auch mein Name als Referenz angegeben werden. Meine Eltern werden sich freuen, wieder etwas von mir zu hören. 
Ich hoffe, ich darf hier diese Fragen stellen. Es ist immer
problematisch, in öffentlichen Foren über solche Themen zu
schreiben…
Es gibt keine wirklichen Tabus!
Bernd